Nach Das erste Baby 2007 Hamburg … kommt jetzt das erste Baby 2007 im direkten Umfeld.

Meine Mitbewohnerin wird Tante. Habe ich eben erfahren.

Gratuliere und so, habt ihr gut gemacht. Das ist noch geheim, bitte nicht weiter erzählen. …

Schon wieder Punkte für Hamburg.
Das erste Baby 2007 im direkten Umfeld – Hamburg vs. Berlin 100 : 0

Meine herzallerliebste Mitbewohnerin arbeitet als Kamera Assistentin. Sie dreht manchmal Kinofilme, ab und an lustige, verpeilte Studentenfilme mit Handlungen die ich nicht verstehe und regelmäßig arbeitet sie für TV-Produktionen.
Neulich war es wieder soweit.
Blöder Film, bekloppte Handlung, aber die Kamera, so toll, welch grandiose Bilder. Mit Liebe gedreht und alle Bilder waren scharf. Tolle Sache, nach den vielen Glückwunschbieren flimmerte dann noch ihr Name durch Bild.

So eine tolle Mitbewohnerin hatte ich in Berlin nicht.
Da gab es z.B. eine vollkommen verpeilte Dame aus Zingst, die hat immer sämtliche Vorräte verschimmeln lassen und anstelle sie wegzuräumen, packte sie die neuen einfach obendrauf und wunderte sich dann in ihrer Verpeilung, dass sie nach drei Monaten einen riesigen Berg Gemüse wegwerfen konnte.
Oder die Techno-Braut, auch ganz hervorragend, sie lagerte immer ihre Drogen im Tiefkühler und mit all ihrer Paranoia war es nicht leicht zusammen zu wohnen, außerdem hat sie immer meine Milch getrunken. Die konnte ich beide nicht leiden, bin jeweils auch schnell wieder ausgezogen.
Am lustigsten war aber der Stadtplaner. Keine Mitbewohnerin, eher ein Mitbewohner, aber er war einfach so unfassbar pingelig, sauber, ordentlich und stand jeden Abend um zehn vor meiner Zimmertür und wies mich dezent auf seine Nachtruhe hin. Er bekam regelmäßig Anfälle wenn ich einen Kochtopf von ihm zum kochen benutzte. Das war wunderbar, wir hatten viel Spaß, ich bin dann auch ausgezogen.

Meine erste Mitbewohnerin in Hamburg war auch super, Design-Ische bei Scholz und Friends, wurde auch schon im Blog erwähnt, aber gegen die Kameraassistentin die immer wunderbare Geschichten aus der Filmwelt erzählt und sogar ein Auto besitzt, dass ich mit nutzen darf, hat sie keine Chance.

Allein für das Auto bekommt Hamburg 100 Punkte. Ein Auto hatten die ganzen Berlin-WG-Verpeiler überhaupt nicht.

Daher, Mitbewohnerin Hamburg vs. Berlin 500:10

Mein Balkon hat letztes Wochenende diverse Änderungen erfahren.

Blumen Aktion

Im hiesigen Baumarkt gab es alle Blumen zum halben Preis, da haben Mitbewohnerin und ich zugeschlagen und gleich einen ganzen Wagen vollgepackt.
Das Einpflanzen hat sich dann etwas in die Länge gezogen, dafür ist es jetzt echt ziemlich nett, wenn es denn auch mal wächst wird das sogar schön.
Ich konnte beim Blumenerde umschichten den Nachbarn zuschauen wie sie zusammen mit Freunden im Garten bei Premiere das HSV Spiel zelebrierten, in ihrem TV konnte ich nicht erkennen, ich hatte das Radio an und wusste alles zwei Sekunden früher, besonders beim gehaltenen Elfmeter war ich echt schneller mit Schreinen, sie haben dann alle mich angeschat und verpasst wie der Elfer daneben ging. Punkt für Sven, Abzug gab es für die Nachbarin die unbedingt genau unter meinem Balkon sitzen musste und ständig Blumenerde auf ihren Stuhl fiel, das fand sie nicht toll, auf die Idee wegzurücken ist sie aber nicht gekommen.

Ein netter Hinterhof-Blumeneinpflanz-Fussballschau-Nachbarschaftgepöbel Nachmittag, das war doch recht toll. In Berlin sind meine Blumen zuletzt von Blattläusen vernichtet worden, ich hoffe das wird hier besser.
Blumen Hamburg vs Berlin 1:0

Früher oder später lernt man sie ja doch mal kennen.
Die Eltern von dem oder derjenigen mit dem wo man zusammenwohnt.
Das ging hier ziemlich schnell, gestern war Herr Papa von Mitbewohnerin zu Besuch, hat mich mit zum Essen eingeladen und wir haben uns beim Bier anschliessend doch sehr nett unterhalten.
Kein Vergleich zur letzten Wohnung, da war ja nie jemand und auch kein Vegleich zu diversen Wohnungen in Berlin.
Am schlimmsten in Berlin war der Vater von A.
Sie kam aus Zingst am Darss, sie hatte eine Vollmeise und verschimmeltes Gemüse in der Küche und ihre Eltern waren gnadenlos dumm. Nicht böse gemeint, die waren schon ganz nett, aber halt nicht so intelligent, langsam, einfach, schlicht.
So richtige Leute vom Land, sie mit Kittelschürze und er mit Hosenträger, dazu hat er kein einziges Wort gesprochen(dit is nicht gelogen, drei Tage kein Wort zu mir, auch beim Essen), nur dagesessen und Bild Zeitung gelesen.
Einer von der Sorte “den Bild Sportteil hebe ich mir für heute Nachmittag auf”…
Muss man sich mal vorstellen. Ich werde nie verstehen wie man so langsam lesen kann.
Was er wohl gedacht hat beim lesen? Hat er überhaupt gedacht? Sind die Buchstaben noch immer zu klein zum schnell lesen?
Seine Frau Gemahlin, die Mutter von Mitbewohnerin, die konnte einem leidtun, mit so einem groben Horst verheiratet zu sein, das hatte sie sich bestimmt anders vorgestellt. Naja.
Die zwei waren schrecklich, auch hat er mit seiner Bild Zeitung das Klo stundenlang blockiert und Mitbewohnerin ist mit Raumspray durch die Wohnung gesprungen.
Das ist jetzt nicht so. Ich glaube der aktuelle Vater von Mitbewohnerin würde die Bild einmal durchblättern und dabei die Überschriften lesen, reicht ja auch, dauert bestimmt nur eine Minute.
Auch hat seine Essenseinladung erheblich besser geschmeckt als die Curry Pommes von den Zingster Jungs, beim Essen gab es doch Qualitätsunterschiede.
Deshalb, Elternkennenlernen in Wg Hamburg vs. Berlin 1:0

Vorletztes Wochenende war es soweit.
Ich bin zum ersten Mal innerhalb von Hamburg umgezogen.
Von Altona ging es nach Eimsbüttel, am Samstag bei schönstem Sonnenschein.
Zum ersten Mal waren bei diesem Umzug ausschließlich blonde, weibliche Helferinnen anwesend.
Meine Schwester hat Ihre WG mitgebracht und meine neue Mitbewohnerin war auch da.
Die alte Mitbewohnerin musste leider zum Brunch.
Mit den vier Damen, vor Schönheit geblendeten und jubelnden Nachbarn und einem wunderbaren, genialen und einfach fantastischen VW Bus einer Kollegin war der Umzug innerhalb von nur einer Stunde erledigt.
Die neue Wohnung, bzw. das neue Zimmer ist ein Traum.
Ein Balkon ins Grüne, Vogelgezwitscher im Garten, alles ist gemütlich und Besuch von potentiellen guten Nachbarn war auch schon da.
In allen Punkten ist die zweite Wohnung deutlich toller als die Erste.
Gemütlich Frühstücken auf dem Balkon im Sonnenschein, dösen auf’m Sofa im Sonnenschein am Nachmittag, keine Baustelle vorm Haus und es steht ein offener Kamin im Wohnzimmer den ich die Tage mal zum Grillen ausprobieren werde.
Dazu fühlt sich das ganze Viertel nach zu Hause an.
Kuschelig, flauschig, ein echter Kiez, blöd nur das es dafür in Hamburg kein Wort gibt.
Da dieser Umzug so toll und schnell von Statten ging, die neue Wohnung so nett ist, das erste Wochenende hier wie eine Reha-Maßnahme gewirkt hat und außerdem noch ein guter Tatort lief bekommt Hamburg hier mächtig Punkte.
Die zweite Wohnung in Berlin inkl. Umzug war dagegen der blanke Horror, weil die war ja mit ex-Frau und diversen anderen Alarmen.
Umzug in die zweite Wohnung Hamburg vs. Berlin 3 Fantastillionen zu Eins.

Ist nicht mehr ganz aktuell, das war bereits vor zwei Wochen…

Samstag, Frühling, Wochenende. Eigentlich ne tolle Zeit, nur ich wollte mein neues Zimmer weiß streichen.
Generalstabsmäßig geplant ziehe ich am Mittag los Richtung Agentur, dort steht noch so eine Stange im Bad rum, die wollte ich mir kurz borgen und siehe da, dort steht noch ein frischer Eimer weiße Farbe herum.
Wunderbar, gleich meinen Chef angerufen und zum Eimer Farbe noch den Tipp mit Farbzusatz erhalten, dazu später mehr. Farbeimer, Rucksack mit Klamotten und Werkzeug, Tasche mit Kleinkram und noch ne Tasche mit Pinsel und Rollenzeugs im Gepäck ziehe ich dann los, vollbepackt wie ein Lastesel schiebe ich mich und die Farbe Richtung Bushalte Bahnhof Altona. Selbst als total vollbepackter Esel gehen einem die Leute nicht aus dem Weg, immer feste druff und ich bin doch tatsächlich, obwohl ich nur geradeaus lief, gegen so einen vollspacken gelaufen. Die Leute können echt nicht Laufen hier, sind teilweise zu blöd drei Schritte geradeaus zu gehen. Naja, egal, ich habe meine Farbe, sitze im Bus, gegenüber ein Zauberhaftes Mädchen, echt hübsch und so, die hatte nen Kinderwagen dabei und stieg auch noch an der gleichen Station aus. Auf meine Frage ob ich denn meinen ziemlich schweren Farbeimer im Kinderwagen deponiere, damit ich mir nicht komplett einen abschleppe ist sie völligst durchgedreht und mit vielen “alta” in vielen Sätzen hatte sich das dann auch erledigt. Auch egal, ich schleppe und schleppe, schließe zum ersten Mal meine neue Wohnung auf und los geht’s mit Maleraktion.
Blöd nur, die Rolle war total eingetrocknet, also auf zum Baumarkt.
Samstag Nachmittag im Baumarkt ist ja immer wieder toll, jede Menge Leute mit dem hehren Ziel eine Wohnung zu verschönern. Ich habe mich diesmal richtig beraten lassen, es gibt hier tatsächlich freundliche Mitarbeiter die sogar am Samstagnachmittag Zeit haben mit mir über Farben zu reden.
Ein Riesen Regal mit Abtönfarbe, alles mit so modischen Namen wie “Terrakotta, Aprikose und Aubergine”. Schicki, ich habe dann Mandel genommen. Weiß zwar nicht welche Farbe eine Mandel hat, aber egal, Davon dann ein paar Tropfen in die Weiße Farbe, im Verhältnis von ca. eins zu einer Million vermischt und losgemalert.
Jetzt habe ich ein Weißes, nein, Mandelfarbenes Zimmer, ist aber trotzdem Weiß, und sieht toll aus.
Nächsten Freitag ist der Umzug, bis dahin richt es auch nicht mehr nach Farbe.
Jetzt bin ich im Eimer, Decke streichen geht doch in die Schultern und nach zwei wundervollen Telefonaten mit Berliner Freundinnen am späten Samstag Abend und dem Wissen das ich ein neues tolles Zimmer habe, ohne Baustelle vor der Tür, genieße ich den Sonntag und freue mich über Hamburg.
Unglaubliche viele Punkte für Hamburg.

In knapp zwei Wochen werde ich umziehen in die neue WG.
Dort warten dann eine Flatrate, ein offener Kamin, ein großes Wohnzimmer, ein funktionierender Luftschutzbunker im Garten und eine neue Mitbewohnerin auf mich.
Der Vergleich zwischen erster Wohnung HH/Berlin hinkt natürlich etwas, aber was soll.
In Berlin war meine erste Wohnung, die ich zusammen mit meiner Ex-Frau bewohnte, eine kleine Ein Zimmer Bude in F’Hain, in der Revaler Str.
Mein erstes Berlin Getränke nach dem Umzug habe ich in der Blechbilderbar/Con Mux getrunken und später am Abend sind wir zu zweit in Pauls Metal Eck abgestürzt.
Beides ist ja in der Simon Dach Strasse und waren damals auch die Einzigen Läden dort, ich glaube der Pizzafuzzi war auch schon da, ansonsten war die Strasse von gepflegter Osttristesse und diversen Abstufungen von Grautönen bestimmt.
Das hat sich inzwischen erheblich geändert, aber das ist eine andere Geschichte.
Die sechs Monate in der ersten Berliner Wohnung waren unglaublich aufregend, ohne Geldsorgen aufgrund des Stahlwerksgehalts und ich hatte soviel Sex wie noch nie zuvor und auch nie wieder.
Das lässt sich schwer überbieten aber jetzt kommt der Joker für Hamburg, die Mitbewohnerin.
Im Nachhinein ist die Mitbewohnerin von Berlin die schlimmste Person die ich überhaupt jemals kannte.
Meine Mitbewohnerin in Hamburg ist da Lichtjahre anders und auch schon Eifersüchtig auf meine Neue Mitbewohnerin.
Davon abgesehen ist die erste Wohnung in Hamburg schöner, heller, aufgeräumter und einfach einen Zacken netter als das Loch in Berlin.
Wie die erste Zeit hier ablief kann man ja im Blog lesen, dass muss nicht wiederholt werden.
Darum, Mitbewohnerin sei dank, steht es bei der ersten Wohnung Hamburg vs. Berlin 2:0

Die Hamburger sind sich irgendwie unschlüssig mit ihren Wohnungen.
Heute kam zum dritten Mal die Ansage dass ein Zimmer nun doch nicht vermietet wird sondern die Bewohnerin lieber da bleibt.
Wie soll ich so eine Wohnung finden? Das war in Berlin besser, da wurden mir die WG Zimmer immer nachgeschmissen.

Tragisch
aber
wahr.

Hamburg ist dann doch etwas teurer als Berlin.

Nach der “gefühlten Temperatur”, wenn ich hier online vergleiche nehmen sich die beiden WG Angebotsseiten nicht so richtig viel.

Zumindest hat Berlin noch Schnäppchen, auch auf dem öffentlichen Markt.

Das gibt einen Punkt für Berlin.

veröffentliche ich mein leeres Zimmer, meine Küche samt Mitbewohnerin und meinen ersten Einkauf.