Osterfeuer 2012 in Herborn

Foto: Osterfeuer 2012 in Herborn

Eine meiner Schwestern zu Besuch. Kind glücklich. Schwester und Kind haben Spaß miteinander. Am Morgen im Garten wieder Fußball gespielt. Er wird immer besser und es wird erstaunlich anstrengend, dieses Gekicke im Garten.

Er war vormittags alleine mit Oma und Opa unterwegs. Erst zur Gärtnerei und Kühe gucken, danach einkaufen in der Stadt. Ich habe währenddessen die erwähnte Jacke und Schuhe umgetauscht.

Aus heiterem Himmel dann: Opa möchte gerne „was mit Facebook“ machen. So wie die Firmen, die in ihrem Newsletter immer „folgen Sie uns auf Facebook“ stehen haben.
Das sind dann diese Momente, in denen 10 Jahre Arbeiten im Internet in Millisekunden an mir vorbeiziehen. Kennt ihr das? Ihr steht vor einer riesigen Bibliothek (ungefähr so groß wie die Library of Congress) und wisst nicht, welches Buch, welche Geschichte oder welchen Buchtitel ihr zum Vorlesen nehmen sollt, da alle Bücher in einer fremden Sprache, einem unbekannten Dialekt geschrieben wurden? Inzwischen bin ich so weit, dass ich in solchen Momenten nicht mehr verzweifel, ich weiß aber trotzdem nicht, was ich Papa sagen soll. Ja, Nein, Jein! Facebook und der Mittelstand. Sehr schwieriges Thema.

PS3 von Cousin ausgeliehen und Battlefield 3 gespielt. Mittagsruhe nicht auf dem Fußboden sondern vor der Playstation. Hey, es ist Urlaub und ich achte auf meine geregelte Dosis Kultur. Battlefield ist überbewertet. Dickes Ding, high-glossy-Baller-pop, aber unfassbar linear und langweilig. Vorgenommen, irgendwann im restlichen Urlaub noch einmal Uncharted 3 zu spielen.

Am Abend dann das Osterfeuer bei der Feuerwehr. Ein großes Feuer. Ein wirklich großes Feuer. Um 20:30 Uhr wurde das Feuer angezündet. Alle bleiben heute lange auf. Das Kind schlägt sich tapfer. Wir konnten die 12 Feuerwehrautos in der Feuerwehr ansehen und er durfte sich in einige reinsetzen. Blaulicht und Leiter gucken. Bockwurst im Brötchen essen. Gegen neun war dann doch Feierabend und er schlief um halb zehn Uhr sensationell schnell, innerhalb von Sekunden, ein.

Dings mit Hörnern im Tierpark Donsbach

Foto: Kein Tiger, aber mit Hörnern. Some rights reserved

Einer der ruhigeren Tage.
Kind hatte offensichtlich Heimweh. War anhänglich. Darum vormittags viel in der Wohnung mit Playmobil und Bauklötzen gespielt. Später dann Fußball im Garten mit dem Kleinen und Opa und Oma im Wechsel.

Inzwischen fetzt Fußball mit dem Lütten. Er trifft nicht nur den Ball, er schiesst auch mehr oder weniger gezielt in eine Richtung. Also im Sinne von “dahin soll der Ball”, was dann die Kombination aus Füßen, Augen und Bewegen macht, ist manchmal etwas anderes, aber das ist ja der Witz am Spiel. Und überhaupt, er kann schiessen. Sogar mit Links. Alles super und wir hatten viel Spaß. Vier Leute auf der Wiese im Garen, ständig Bewegung, Ball holen, in den Teich schiessen, mal mit Hund, mal ohne Hund, Ball in den Büschen, an Omas Fenster, auf dem Dach, u.s.w. Bewegung am Morgen kann ja nicht schaden.

Mittagsruhe auf dem Sofa, wie jeden Tag. Ich kraule, penne ein und wache verknotet und mit eingeschlafenen Armen und Beinen auf dem Fußboden auf. Funktioniert. Auch wenn es garantiert desaströs bescheuert aussieht, wie ich mich in der Situation vom Fußboden erhebe. Königliche Erhabenheit ist anders.

Am Nachmittag den Tierpark Donsbach besucht und dort entfernte Verwandtschaft getroffen. Im Tierpark Donsbach gibt es Berge (für Kinder aus Hamburg grenzt das an Hochgebirge), Wildschweine, so lehrpfadähnliches Zeug, ein Hörrohr und witzigerweise unfassbar viele Waldmäuse. Großes Mäusekino, noch nie so viele in freier Natur gesehen. Es gibt, ausser den Mäusen, noch irgendwelche Rehe, Ziegen und Hasen und alle anderen, die ich gerade vergessen habe. Ein Wildschwein stand plötzlich hinter dem Kind, hinter dem Zaun. Großer Schreck, das weiß er heute (das heute-heute) noch.

Sehr schade, dass der Tierpark Donsbach keine Webseite hat. So etwas verstehe ich ja überhaupt nicht.

Auch schön: Heute ging das Handy aus.
Dank meiner nicht funktionierenden Rufnummernmitnahme bin ich jetzt erst einmal offline. Eine sehr, sehr, SEHR gute Sache im Urlaub. Natürlich hatte ich mich kurz geärgert, aber es geht alles auch ohne Handy.

Am Abend wieder Skype mit Mutter. Sogar mit Vorlesen. Einer dieser #Hach-Momente. Schöne Sache das Internet, noch schöner die Leute, die manchmal aus dem Internet mit mir reden.

Kindersandale

Kind steht wie fast jeden Morgen um kurz nach sechs Uhr auf, geht runter zu Oma und Opa und ich döse weiter. Keine Ahnung, was die dann da unten machen.

Inzwischen hat er sich einen Trick überlegt um die Lichtschalter im dunklen Treppenhaus zu bedienen. Er nimmt eine leere PET-Flasche und hämmert auf den Lichtschalter. Dann ist der Flur nicht dunkel und er kann alleine runter gehen. Schlaues Kind. Klappt fast immer.

Am Morgen das Wohnzimmer weiter mit Spielzeug voll gebaut. Später mit Opa in die Werkstatt. Da ist immer was los, die Werkstatt ist so groß und es werden Schrauben und Muttern geschraubt, Löcher gebohrt und Werkzeug ausgepackt. Wenn das alles langweilig wird, kann er in der Werkstatt Laufrad fahren.

Vormittags in die Stadt (sagt man so in Herborn) und einkaufen. Jacke und Sandalen fürs Kind, Schuhe für mich. Diverser anderer Kleinkram dazu. Anschließend zum Frisör. Ein türkischer Frisör. Eine gute Idee. Sie waren sensationell freundlich zum Kind und haben sich einen Keks gefreut. Spannend dann die politisch korrekte Verabschiedung beim türkischen Frisör vor Ostern. „Schöne Feiertage“ passt nicht, aber „schönes langes Wochenende passt dann doch wieder.

Etliche Pfannkuchen später.
Unfassbar, in welchem Tempo das Kind Pfannkuchen essen kann. Landluft muss wirklich sehr hungrig machen. Vier Pfannkuchen hat er geschafft. Mehr als ich.

Am Abend Skype mit der Mutter. Riesen Diskussion über die gekaufte Jacke und Sandalen.

Die Mission war: Eine leichte Sommerjacke und Sandalen kaufen.

Gekauft habe ich eine, zugegebenermaßen dezent nach Checker aussehende Jacke (auch noch ohne Kapuze) und Sandalen Größe 29. Gewünscht ist aber der NON-Checker Look und Sandalen in Größe 28. Tja.

Beide Kaufentscheidungen hatten jeweils gute Gründe, aber wie das so ist:
Mütter haben in Sachen Kleidung für das Kind immer Recht.
Wenn man das versteht ist vieles eigentlich ganz einfach.

Aber warum beauftragen Mütter die Väter eigentlich mit Bekleidungsaufträgen? Es klappt erfahrungsgemäß sowieso nie und gibt nur Ärger. Ich verstehen es manchmal nicht. Und ich habe mich geärgert, weiß aber gar nicht so genau wieso.

Morgen die Schuhe umtauschen und die Jacke zurück bringen. Dann ist alles wieder super.

Erdmännchen im Vogelpark

Heute war Kinderdisko. Zwei Stunden lang ein spektakulärer Wutanfall am Morgen. Spontan das An- und Ausziehen verlernt. Was für ein Alarm. Selbst die Uroma, die eigentlich nicht mehr viel macht, kam die Treppe (DIE TREPPE! Ihr wisst, was das für Senioren bedeutet) runter und musste mal schauen. Nächstes Mal nehmen wir Eintritt.

Am Nachmittag den Vogelpark Herborn-Uckersdorf besucht.
Störche und anderes Vogelvieh bestaunt. Die haben da tolle Papageien und relativ neu gibt es Erdmännchen. Erdmännchen sind großartig. Denen kann ich stundenlang zuschauen. Der Vogelpark Herborn ist niedlich, sehr klein, aber fein.
Trotzdem war bei mir irgendwie im Tag gefühlt der Wurm drin, lag wohl am Wetter. Regen, grau, am Abend auch Hagel. Alles eher äbsch.

Nachmittags in Herborn den Wochenmarkt besucht. Viel guten Käse gekauft. Ich will ja nicht mehr so viel Fleisch essen, schon gar nicht täglich, was allerdings im Urlaub nur sehr bedingt funktioniert. Ist dann aber auch mal egal und der Käse war sehr gut.

Der Tag wurde am Ende noch einmal richtig lustig mit der ersten Skype-Session von Kind und Mutter. Großes Kino für das Kind, er schlug Purzelbäume auf dem Bett vor Freude (und fiel dabei fast auf das Laptop). Wieso habe ich das vorher noch nicht gemacht?

Die Großeltern wollen jetzt auch Skype machen. Ich ahne, dass ich Passwörter zuschicken lassen muss, schließlich haben ja alle einen Skype-Account, nutzen ihn aber nie. Warum auch, bislang gab es keinen Bedarf für Skype.

Das Kind war wirklich aufgeregt und rief später, zum ersten Mal seit Jahren, durch’s Babyphone nach mir. Wasser trinken, Toilette, kurzer Kraulbedarf und was-war-heute-gut und was-war-heute-doof Erzählsession, dann schlafen.

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Hurra. Sensationelles Wetter. Warm, Sonne, T-Shirt.

Mit Opa auf Baustelle, bzw. Montage gefahren. Eichung in einer Bandstahlfabrik. Aus rechtlichen Gründen lasse ich den Firmennamen weg. Opa hatte Latzhose und Arbeitsjacke für Kinder, inkl. Helm gekauft. Kind fand das alles relativ aufregend, wobei eine Fabrik mit ca. 8000 Todesarten pro qm (Stromschienen im Boden, Kräne, schwebende Lasten und insbesondere Gabelstapler), zugegebenermaßen nicht der ultimative Kinderspielplatz ist.

Aber die Gabelstapler fand er super. Viel zum gucken und er durfte den Hallenkran mit der Fernbedienung bedienen. Kette hoch, Kette runter. Kran-Katze hin- und herfahren. Er ist jetzt wahrscheinlich der einzige in der Kita, der weiß, dass das Ding da oben auf dem Kran Katze heisst.

Weiter umgegraben im Garten. Löcher gebuddelt. In der Erde gespielt.

Eltern gezeigt, dass man mit der Post FuncardApp einfach so eine Postkarte verschicken kann. Momente, in denen die Zukunft schon da ist, aber eben noch nicht bei allen angekommen ist.

Am Abend gegrillt.
Ein sehr, sehr guter Grill. Es ergab sich ein Jungsabend. Opa, Vater, Enkel. Hat etwas. Völlig überdrehtes Kind viel zu spät ins Bett gebracht. Tipp: Karamalz ist doof. Das putscht das Kind unfassbar auf und rächt sich dann später. Wie das so ist an einem Jungsabend. Es war toll. Wir haben Fotos gemacht und hatten Spaß. Danke.

Mit Opa in der Werkstatt. Im Garten mit Umgraben begonnen. Grill im Baumarkt gekauft. Die vergessene Zahnbürste, Rasierer etc. besorgt. Ich Experte vergesse immer etwas, diesmal eben den Kulturbeutel. Ich denke an die Nagelschere fürs Kind und vergesse meine eigene Zahnbürste.

Mittagsruhe auf dem Sofa im Wohnzimmer. Hat sich so ergeben. Erstaunlicherweise fällt Kind nicht vom Sofa. Allerdings penne ich natürlich neben dem Kind ein. Im Urlaub gibt es eine Runde Rückenkraulen extra und dabei schlafe natürlich zuerst ich ein. Auf dem Boden sitzend. Das ist suboptimal, nach 30 Minuten wachte ich unter dem Couchtisch in zweifelhafter Lage auf. Sämtliche Gliedmaßen eingeschlafen und völlig bewegungsunfähig ist das alles wirklich doof und ich wurde dabei noch von einem Hund beobachtet.

Trotzdem bin ich weiterhin der Meinung, dass Mittagsschlaf der größte Luxus überhaupt ist.

Später dann den Grill aufgebaut. Im Garten gespielt. Bällchen mit dem Hund, Fußball mit dem Kind. Teich gucken mit Opa (oooh, toller Teich). Laufrad gefahren. Kind bemerkt zu recht, das es hier überall Berge gibt und das sei nicht gut für Kinder, bzw. Laufräder.

Mit Opa in der Werkstatt und Löcher gebohrt. Aufregende Sache die Werkstatt.

Und schwupss, war der Tag auch vorbei. Aktuelles Vorlesebuch: Der kleine Rabe Socke und seine Abenteuer.

Warm spielen im Wohnzimmer

Früh aufgestanden. Wie immer dann doch erst in letzter Minute mit dem Packen fertig geworden. Ein großer Koffer. Ein Rucksack. Alles voll, hauptsächlich mit Kindersachen. Packen für Kinder auf Reisen widerspricht sämtlichen physikalischen Gesetzen. Das Volumen und insbesondere das Gewicht vermehrt sich auf magische Weise im Koffer.

Mit dem Auto zum Bahnhof. Mutter mit im Zug und auf dem Bahnsteig. Tränen, als Kind die Schuhe auszog und sofort nasse Socken hatte, da der Boden im Abteil nass war. Mit Gummibären getröstet. Mutter steht draussen. Dieser kurze Moment des Lachen und gleichzeitig Weinen, als der Zug los fuhr und die Mutter nicht mit kommt. Da wusste er nicht, wohin mit allem. Gummibären helfen auch dann. Gummibären helfen sowieso auf langen Bahnreisen. Allerdings mit dem Nachteil, dass irgendwann eine kleine, von Zucker aufgeputschte Bombe in Langeweile zu explodieren droht. Wir sind durch den Zug gerannt.

Erkenntnis aus der Bahnfahrt: 1. Klasse im IC ist völlig für den Fuß. Es ist nicht so voll. Das ist nett, aber das ist auch alles. Im IC lohnt das nicht. Es gibt im IC einen erste Klasse Abteil-Wagen direkt hinter der Lok, da kann Kind prima rennen. Viel besser als in der zweiten Klasse. Falls Sie mal mit Kind nach Bewegung im Zug suchen. In der ersten Klasse ist Platz zum rennen und solange kein Schaffner kommt, geht das schon, sie haben ja das Kind dabei und wollen „Lok gucken“. Lok gucken funktioniert im Zug nur mäßig gut. Entweder starrt man auf eine große, rote Lok und sieht sonst nix, oder man sieht den Lokführer, aber es sieht aus wie eine U-Bahn. Wieder gelernt: Die Schaffner sind in der Regel sehr nett.

In Gießen umsteigen. Nicht bedacht, dass der Zug ab Gießen am Sonntag nur alle zwei Stunden fährt. Wir haben gewartet und er ist vor dem Bahnhof mit dem Laufrad gefahren. Irgendwann im Zug und den kleinen Raben gelesen. Dem Kind im vorbeifahren das Stahlwerk gezeigt, in dem ich gearbeitet habe (damals). Kind fand das natürlich öde, man sieht ja nix.

Oma und Opa am Bahnhof. Mit Hund. Spielzeug im Haus zusammen gesucht. Playmobil geht los. Innerhalb von Stunden die Wohnung in den „Kind zu Besuch“ Modus gewechselt. Schaufel hier, Laufrad da, überall liegt plötzlich Zeug. Der Hund ist verwirrt. Ist er ohne uns auch, aber jetzt ist er noch verwirrter.

Kind kann sehr laut hämmern. Das findet der Hund doof. Er kann dafür sehr laut bellen, das findet das Kind doof. Sie ergänzen sich sehr gut.

Abendessen. Müde. Durch. Bett.

Heute immerhin eine Stunde länger geschlafen. Der Urlaub entwickelt sich langsam. Anschließend zu früh bei Familie aufgeschlagen, auf dem Dachboden meinen Kansas-Kittel und Latzhose gesucht und nach umfangreichen Einpack- und Anzieh-Aktionen losgefahren zur Oma.

Hagel im Garten

Omas Garten wollte vertikutiert werden. Mit einem Elektrovertikutierer haben wir dann ca 800qm Rasen zweimal durch exekutiert artikuliert vertikutiert.
Erstaunliche Mengen an Moos aus dem Rasen geholt. Das war wirklich viel Zeug, ein großer Hänger voll.

Notiz an mich selbst: Wenn ich das jemals noch einmal machen sollte, bitte UNBEDINGT einen Benziner mit Selbstantrieb ausleihen. Dieses Kabel-Gelöt nervt auf Dauer.

Es hat gehagelt und geregnet. Es wurde gegrillt. Es gab Süßigkeiten. Viel Kaffee getrunken und nachdem alles fertig war, kam noch ein Eis dazu. Kurz vor Schluss habe ich zwei Wurzelwerke von Büschen mit dem Spaten aus dem Boden gehämmert. Meine Herren, das war derbe anstrengend. Was für ein Geschwitze, Geschippe, Gefluche und Mist-aber-auch-VERDAMMT. Wie sehr sich dieser kleine Busch gewehrt hat. Sensationell stabile Wurzeln. Aber ich habe gewonnen.

Ein anstrengender, aber sehr schöner Tag.

Anschließend Koffer gepackt. Koffer packen kann ich schnell. Bahnticket ausgedruckt. Früh ins Bett. Nicht schlafen können, da aufgeregt.

Mein Urlaub ist vorbei und ich hatte in der ersten Woche sehr, wirklich sehr viel Spaß. Als kleiner Reminder an mich selbst schreibe ich mir mein eigenes Urlaubstagebuch und hoffe auf den „ist doch alles nicht so schlimm“ Effekt.
Das ist jeweils alles vor genau drei Wochen passiert. Ich erwarte Wunder von dieser Aktion, die eigentlich nur mir selbst etwas bringt. Ihr könnt euch ja die Bilder ansehen.

Costco Pizza and Chips

Foto Costco Pizza and Chips von Seymore Sinn with Some rights reserved

Liebes Tagesbuch,

abgesehen von den üblichen Arbeits-Alarmen, Gratulationen, div. Sektgläsern, Kuchen, einem ersten Treffen zum Twitter-Dings auf der Re-publica und einer zum Feierabend tatsächlich leeren Inbox (Superheldentrick: einen Ordner „zu erledigen“ anlegen. Da den ganzen Kram rein kopieren. Schwupps. Zero-Inbox) war heute nichts besonderes.

Ich freue mir ‘nen Keks auf den Urlaub. Wirklich. Ich bin Urlaubsreif. Genervt. Mit Kind zu Oma und Opa und anschließend ein Wochenende auf Helgoland.

Wir fahren mit dem Zug, ich habe erste Klasse Tickets (unfassbar preiswerte Tickets aufgrund der Tatsache, dass ich in einem Reisebüro arbeite) und werde ein Malbuch, ein Vorlesebuch, ein Spiel, die kleine Maulwurf-DVD, Gummibären, Kekse und Äpfel einpacken.

Heute Abend mache ich zuerst eine Aromatherapie. Das sind die Aromen auf der Fertigpizza und den Chips. Alles mit zu viel Aroma, eben die ganze Packung Kaputte-Wellness. Dazu irgendeinen Stuss bei iTunes ausleihen und ansehen.

Morgen wird ein Garten vertikutiert. Erzähle ich dir dann.

Welt exklusiv und zum allerersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wer sonst sollte auch über solchen Quatsch berichten?

Hamburg und Berlin gibt es auch auf Helgoland.

Ich musste einen Moment danach suchen, aber während eines ich habe noch drei Stunden Zeit und bummel so rum spaziergeschlendertem-Gebummel im super-entschleunigten Tempo fand ich tatsächlich Hamburg und Berlin auf Helgoland.

Falls ihr jemals auf Helgoland seid, dann könnt ihr es auf dem Oberland finden. Bitte die Treppe hoch und links herum gehen.

Nach einigen Metern passiert ihr einen dieser „Duty free Shops“, allerdings einen relativ gut sortierten, die haben brauchbares Spielzeug und dort gab es tatsächlich das Angry Birds Spiel in echt. Mit Schleuder und allem. Kudos aus dem Internet für diesen Laden. Noch etwas weiter gehen, nebenbei die grandiose Aussicht genießen und dann kommt es.

Restaurant zum Hamburg auf Helgoland

Hamburg(er) auf Helgoland.

Ich war nicht Restaurant zum Hamburg, werde es aber irgendwann nachholen. Noch ein paar Meter weiter kommt dann Berlin.

An einem unglaublich tollen Aussichtspunkt (mit Sitzbänken in einer Runde, auf denen ich sensationell faszinierenden Gesprächen einer Seniorengruppe lauschen konnte) steht dann das da.

Berliner Bär auf Helgoland

Berlin auf Helgoland.

Ich starre auf das Meer.
Es glitzert, funkelt, blinkt und blitzt überall. Die Aussicht ist erdrückend toll. Die Gesamtsituation mit Seniorenschnack, Sonne, blauem Himmel, Wind, Vogelgezwitscher, Wellen, Schiffen, der Düne und dem wirklich extremst entschleunigendem Ausblick grenzt an ÜBER-Kitsch und ich sitze auch noch zwischen Hamburg und Berlin.

Mehr geht fast nicht. Danke Helgoland für diesen für mich wirklich wundervollen Moment (und den grandiosen Ausblick).

Ich liebe mein Hobby.

Notiz:
Ich bin im Aparthotel Klassik Helgoland zu Besuch. Im Rahmen einer Blogger-Tour übernachten wir hier kostenlos und genießen die Insel. Danke.