ACHTUNG: Wenn sie sich alle Videos anschauen, haben sie das Internet im Prinzip komplett verstanden. Dafür wurde es erfunden. Genau dafür.

Harlem Shake ist eine dieser Sachen im Internet, die den eigenen Eltern nur schwer zu erklären sind. Es gibt laut YouTube mind. 40.000 verschiedene Harlem Shake Videos. Schreiben sie in The Harlem Shake Has Exploded (Updated).

Ausführlich und völlig unglaublich (WTF?) erklärt steht es auf knowyourmeme: Harlem Shake. Wenn sie das lesen, ansehen und wieder aufwachen, dann wissen sie, warum.

Falls sie das nicht lesen wollen weil es in englisch geschrieben wurde:
Völlig egal. Schauen sie sich die Videos an. Die dauern jeweils nur 30 Sekunden.

Aus Gründen, die ich nicht verstehe, gibt es tatsächlich etliche Harlem Shake Videos aus Hamburg und Berlin. Aufgrund von WTF verzichte ich auf Einzelbewertungen.
Es sind zu viele Videos und es wäre unfair.

Weiter geht es nach dem Klick.
Ja, es ist sensationell. Nein, ich weiß auch nicht, warum die das machen.

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Duft Qi Qong. Das wird das nächste große Ding. Was für ein Quell der Freude. Ich habe so viel Spaß damit.

Ich suchte heute morgen nach der Möglichkeit den Pollenflug in Hamburg mit dem Pollenflug in Berlin zu vergleichen. In Hamburg gibt es viel weniger Pollen als in Berlin, das wird bei gelegenheit nochmal ausführlich erklärt. Irgendwie und irgendwo sah ich dann, aus Versehen, das folgende Video.


YouTube DUFT direct Qi Gong Video schwing-schwäng Link
Gefunden auf heuschnupfen.daoqigong.de, da gibt es noch den ersten Teil dieses Videos, ebenfalls mit der Musik von Tian Rui Sheng.

Das Video ist aus mehreren Gründen bemerkenswert und ich bin mir unsicher, ob das keine Satire ist.

Die erste Übung heisst “das Mädchen wiegt seine Hüften” und er macht genau das. Er steht da, und wiegt seine Hüften. Der Witz ist, dass kurz darauf dann meine Übung kommt (unterbrochen u.a. von einer DJ Handbewegung, auch ganz groß).
Lao Weng Bai Kua – der alte Mann wiegt seine Hüften.
Da bin ich fast vom Stuhl gefallen vor Lachen.

Das ist mein Sport. Da will ich mitmachen!

Ich bin quasi jetzt schon staatlich geprüfter Hüftenwieger. Ich habe das von der Picke an auf gelernt.

Stundenlang stand ich in Berlin an den Tanzflächen der Stadt und wiegte was das Zeug hielt. Das sieht ganz ähnlich aus wie in dem Video. Was man eben so macht als Single in Berlin, der nicht tanzen will (ausser er muss, wenn er z.B. der einen hübschen Frau hinterher tanzt).

Ich bin inzwischen schon zum Hüftwieger-Level 2 aufgestiegen. Ich kann den Fliegergriff, ich bin Vater, ich kann demnach stundenlang irgendetwas durch die Gegend schuckeln. Ich kann das inzwischen sogar ohne ein Becks in der Hand zu halten.

Das ist so lustig was er da macht.
Wenn das gegen Heuschnupfen helfen soll – so what? Das probiere ich aus. Im Park stehen und rumschuckeln kann ich!

DUFT QI GONG, das nächste große Ding.

Nachtrag.
Den eigentlichen Witz habe ich vergessen.
Dieses Video, bzw das Duft Qi Gong funktioniert sogar, wenn man es sich auf YouTube anschaut. Hinterher ist man komplett durchgedengelt. Crossmediale Sache, dieses Duft Qi Gong.

Gesetze für Feiertage sind Ländersache.
Demnach ist das Tanzverbot in Hamburg und Berlin unterschiedlich.

1953 Dance Party

Foto: 1953 Dance Party by Patrick Q

Es gibt sogenannte Stille Tage, an denen unter anderem ein Tanzverbot gilt.

In Hamburg gilt:
Tanzverbot am Karfreitag ab zwei Uhr Morgens bis zwei Uhr des Folgetages.
Zwei Stunden könnt ihr abhotten. Danach ist Schluss mit fummeln und ihr könnt euch einen Kicker suchen.

Quelle: § 4 Feiertagsschutzverordnung in der Fassung vom 15. Februar 1957

In Berlin gilt:
Tanzverbot am Karfreitag von 4.00 Uhr am Morgen bis 21.00 Uhr am Abend.
Die Berliner können vier Stunden lang tanzen am Karfreitag. Danach ist es dann auch egal. Trinkt noch einen Absacker, geht Frühstücken und schon ist es wieder 21 Uhr am Abend. Und tanzt nochmal drei Stunden weiter, schon sind sieben Stunden zusammengerockt.

Quelle: § 4 Verordnung über den Schutz der Sonn- und Feiertage (Feiertagsschutz- Verordnung – FSchVO)

Tanzverbot Karfreitag, Ostermontag und Ostersonntag Hamburg vs. Berlin 2:4

Tanzverbot Karfreitag, Ostermontag und Ostersonntag Hamburg vs. Berlin 2:7

via: kuugl.blogspot.com – Don´t dance with somebody!

Die ‘Bohème Sauvage‘ und die ‘Gesellschaft für mondäne Unterhaltung’ kommen extra aus Berlin ins Übel und Gefährlich nach Hamburg. Das ist ja mal was. So viel Berlin gibt es selten in der Hansestadt.

Aber der Reihe nach. ‘Bohème Sauvage’, schon mal gehört? Das ist das da:

… keine Party, sie ist ein rauschendes Fest zu Ehren der Helden vergangener Nächte, an welche die Helden der heutigen erinnern. Zu den Freunden und Förderern der Gesellschaft für mondäne Unterhaltung gehören all diejenigen, die kein Morgen kennen und die jede Nacht so zelebrieren, als wäre es die letzte. Für all diejenigen, für die kein Drink zu viel ist und kein Kleid zu schick. Denn weniger ist niemals mehr und zuviel ist lange nicht genug.

Das ist quasi mein Standardausgehprogramm. Ich nennen das allerdings “wenn, dann muss man den Karren richtig in den Dreck fahren”, finde den Ausdruck “Bohème Sauvage” aber deutlich eleganter. Keine Party sondern ein Fest. Klingt wunderbar und scheint auch zu funktionieren. Immerhin sind sie inzwischen bei “Rauschendes Fest Nr. 41” angekommen.

Es gibt dort sogar eine kleine Tanzeinführung, Rumba (kann ich. Ha!). Schaut euch bitte die Fotos der letzten “keine Party sonder rauschendes Fest” an, da wird dann klar worum es da geht.

Und das alles kommt im Mai nach Hamburg.

Bohème Sauvage wagt eine Reise nach Hamburg! Am 21. Mai im Uebel und Gefährlich geben wir uns die Ehre.

Die 20er in Hamburg. Ich habe so meine Zweifel, ob das funktioniert, werde mich aber natürlich um eine Karte bemühen um mit der Mitbewohnerin Charleston, Swing, Tango oder Stepp zu tanzen als ob es kein Morgen gäbe.

Sehr hübsch ist auch deren Newsletter. Da gibt es gleich Einkaufstipps für den Dresscode. Das hat was, ich finde klare Ansagen diesbezüglich sehr gut.

Das Ergebniss ist einfach.
Bohème Sauvage Berlin vs. Hamburg 41:0

Wer die letzten Wochen nicht unterm digitalen Stein gelebt hat sollte irgendwann etwas von dieser Airens STROBO (amazon kaufen Link) Geschichte mitbekommen haben (ist aber auch egal wenn nicht)

Wenn Deef Pirmasens Helene Hegemanns Axolotl Roadkill nicht gelesen hätte, wäre es vielleicht überhaupt nicht herausgekommen, dass hier ganze Textpassagen aus STROBO, Airens in August 2009 erschienen Roman, abgeschrieben wurden. Bereits im September 2009 veranstaltete Deef eine Multimediale Lesung mit Airens Texten in der Münchner Niederlassung.

Quelle: lesekreis.org – STROBO: Deef Pirmasens liest Airens Texte

Freitag waren sie im Berliner WMF, heute, Samstag dann im Uebel & Gefährlich in Hamburg. Beginn um 20 Uhr.

Ich habe leider keine Zeit dafür, aber wenn ihr dahin geht, trefft ihr in Hamburg sicherlich den einen oder anderen Internetfuzzi und könnt ihnen zusehen, wie sie vom großen, wilden, aufregenden, wahnsinnigen, verstörten, faszinierenden, verpeilten Leben in Berlin träumen.


Trailer (cc) VJ gently.radical – Musik (cc) loozabeats.net – Foto (cc) Fabio Venni

Wie sie dann alle da sitzen werden und mehr oder weniger ihre eigene Hamburg-Vergangenheit mit dieser pornös-skandalösen Geschichte in Berlin vergleichen. An diesen Abend macht Berlin sicherlich Punkte. Die Geschichte ist schon cool, keine Frage. Hätte auch meine Zeit in Berlin sein können. Sicherlich hier und da volle Möhre zusammengelogen, aber was soll’s, es macht Spaß zu lesen.

Eigentlich wollen sie alle wegen Geschichten wie dieser nach Berlin. Jede Menge Sex, ständig druff, permanent am tanzen und ficken und dabei dann auch noch so etwas wie ein Studium auf die Kette kriegen. Im Vergleich zu, sagen wir, Güterloh oder Bochum gewinnt hier eben Berlin, wo in Deutschland sollte man das sonst machen?

Sicherlich könnte man so ein Buch auch für Hamburg schreiben, aber irgendwie dann doch nicht. In Hamburg müsste man für so eine Geschichte erstmal einen Businessplan aufstellen. Hier kann man sich so ein Leben zusammenkaufen (in Berlin sicherlich auch, jaja). In Berlin gibt es genügend Wahnsinnige, die das alles einfach so machen. Soviel Stoff und Fleisch gibt es in Hamburg nur gegen sehr viel Kohle. Berlin ist da eben doch anders.

Liebe Hamburger: Geht heute Abend zur Lesung, grüßt schön und macht euch einen hübschen Abend mit Geschichten aus Berlin. Es lohnt sich.

via Multimediale Lesungen von STROBO – Airens Technoprosa aus dem Berghain

Vor knappe einer Woche stolperte ich irgendwo im Internet über dieses Video von einem getanzten Hochzeitseinmarsch in die Kirche. Ein unbekanntes Video, ein paar Hundert Leute hatten das erst gesehen, mit Menschen, die in lustigen Sonnenbrillen durch den Kirchengang springen und die Hochzeit gebührend einleiten.

screenshot twitter

screenshot twitter uploaded by svensonsan verlinkt zu bit.ly/1Yjld

Ein niedliches Video das ich mir seitdem zig-Mal angesehen habe, warum, dazu gleich mehr.

Beim ersten Mal dachte ich, dass die Braut gerade den Moment ihres Lebens hat, beim zweiten Mal eher “mmh, das Kleid ist wohl ganz schön eng, oder warum tanzt sie gar nicht”. Trotzdem mag ich das Video, liegt wohl daran, dass ich bereits eine eigene Hochzeit hinter mir habe. Das von vielen angestrebte Ziel, die Hochzeit zum “unvergesslichen und schönsten Ereigniss im Leben” zu machen, düften die Beiden hier wohl erreicht haben.

Innerhalb von sieben Tagen haben sich 12 Millionen Menschen dieses Video angesehen und mal eben 65.000 größtenteil sehr niedliche Kommentare dazu geschrieben. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ein Hochzeitstanzvideo schafft 12 Millionen Zuschauer in sieben Tagen.

Das “JK Wedding Entrance Dance” erscheint an allen Ecken und Enden im Netz und immer wieder kann ich es mir ansehen, wenn ich zufällig darüber stolper. Toll, oder?


YouTube Hochzeitstanzvideo direkt swing-Link

Achja.

So ein Erfolg hat natürlich auch seine Auswirkungen.

Im Video tanzen die Damen und Herren zum Lied “Forever” von Chris Brown. Der Song ist, obwohl über ein Jahr alt, mal eben auf Platz drei der Amazon-Hitliste gestiegen und spült der ansonsten recht bekloppten Musikindustrie, die so ein Video normalerweise sofort aus YouTube entfernen lässt (Copyright! Urheberrecht! Alarm) ordentlich Kohle in die Kasse. 47.000 verkaufte Songs sollten sich finanziell bemerktbar machen. Quelle

Google freut sich über diese Aktion, kann es doch endlich sagen “… Geld verdienen mit YouTube-Videos …“.

Das Hochzeitspaar freut sich auch, kommen sie, mit der gesamten Hochzeitstanzgesellschaft, ins Fernsehen. Die haben das ganze Ding einfach nochmal getanzt und hatten wieder Spaß dabei. Da tanzt die Braut dann richtig mit, obwohl das alles irgendwie nicht mehr so fetzt, aber eindrucksvoll belegt, wie lustig es sein kann, wenn man sich völligst zum Horst macht. So etwas finde ich gut. Wenn, dann soll man die Karre richtig in den Dreck fahren.

YouTube Hochzeitstanz Teil 2 direkt Video dings

Wer das Paar auf dem Sofa sehen will, bitte sehr, es gibt natürlich auch ein Interview mit Ihnen.

Prima Sache soweit. Ein niedliches Video dass seinen 15 Minuten Aufmerksamkeit bekommen hat und tatsächlich vielen Leuten gefällt. Zu keinem Tweet habe ich in den 18 Jahren Twitter mehr Feedback bekommen als zu dem Hochzeitstanz-Video.

Aber das Internet wäre nicht das Internet, wenn es so ein Ding nicht sofort durch den Kakao zieht.

Gestern erschien der Scheidungtanz.


YouTube Heiratet nur mit Ehevertrag direkt Dings

Das Video ist eigentlich gar nicht soooo lustig, aber die Idee ist super. “JK Divorce Entrance Dance” – ganz, ganz großes Tennis. Liegt wahrscheinlich auch hier daran, dass ich schon geschieden bin. Es soll ja Menschen geben, die sich über eine Scheidung sehr freuen, da macht so ein Tanz doch etwas her und bringt endlich Mal ein wenig Spaß in das von Elend und Leid geplagte Familiengericht.

Was viele nicht wissen, das Lied war ursprünglich nur ein Kaugummi-Werbespot.


YouTube Wrigley Doublemint Commercial Video direkt gum

Das wurde dann zu einem Song hoch-gepimt, aber alles hier gezeigten Clips sind deutlich besser als das, was die Musikindustire geschaffen hat. Selbst der Kaugummispot ist schöner als dieser Mr. Untalentiert feat. Miss Knackarsch Videoclip Schwachsinn.

MTV Chris Brown – “Forever” Hüpfdohlen direkt Video Link

Als Entschädigung für diesen Kommerzmüll gibt es noch die Offbeat bride. Das habe ich aus irgendwelchen Kommentaren bei Metafilter gefischt.

Bitte beachten Sie:
Falls Ihre Lebensgefährtin, Partner, FreundIn oder sonstige Anhängsel in der Nähe sind, bei denen eine Hochzeit auch nur Ansatzweise in den nächsten 100 Jahren eine Rolle spielen könnte:
Zeigen sie denen auf keinen Fall die offbeatbride Seite.

Da gibt es Wedding porn und das ist absolut wunderbar. Stundenlanger Spaß mit ganz, ganz vielen Hochzeiten. Unfassbar, wie toll diese Seite ist, warum gibt es so etwas nicht auf Deutsch?

Ist das Internet nicht manchmal wundervoll?

via: the daily what, readwriteweb und metafilter

Ich war neulich im Hofbräuhaus Hamburg.

Es war Besuch aus Amerika da und wir hatten die Spitzenidee typisch deutsches Essen zu präsentieren.

Dummerweise hatten wir genau Null-Ideen, wo es deutsches Essen gibt (abgesehen von CurryQueen, aber das ist nicht so ganz Business tauglich) und nach kurzer Diskussion einigte man sich schnell auf das Hofbräuhaus Hamburg an der Alster.

In Berlin gab es das nie, ich weiß auch gar nicht, ob es ein Hofbräuhaus Berlin gibt. Ist aber auch egal, ich war ja in Hamburg.

Generell kann ich sagen: Mit Amerikanern ins Hofbräuhaus gehen ist ganz, ganz großes Tennis. Selten kam ich so in Erklärungsnot, selten habe ich so nüchtern soviel zu Musik geschunkelt und noch seltener habe ich versucht, Heimatliedtexte ins Englische zu übersetzen. (Hofbräuhaus-Lied)

Dazu gab es Tellergroße Schnitzel und riesige Eisbeine, die bei den Amerikanern ein mittelschweres Entsetzen auslösten. Trotz unserer verzweifelten “this is pork light” Erklärungen haben sie nur kleine Happen von den Eisbeinbergen gegessen.

Da war dann mehr für uns da, ich habe an diesem Abend fast zwei Schnitzel gegessen und bin an der Übersetzung von “Obstler” gescheitert.

Komischerweise fand ich es im Hofbräuhaus Hamburg gar nicht so schlimm. Die Musik ist stulle. Ein Hit jagt den nächsten und ich kann fast alles mitsingen, zumindest mit schunkeln. Aber dazu tanzen Leute und nicht mal so wenige. Sieht man ja eher selten als normaler Mensch, dass Leute zu Blasmusik tanzen.

Das Essen war auch gar nicht so schlecht, zumindest das Eisbein war gut, da kann man ja auch kaum etwas falsch machen. Dazu dann noch ein paar Liter Bier und fertig ist der Abend, der nicht ganz preiswert ist.

Das ist dann auch der Haken am Hofbräuhaus Hamburg: Die Preise. Die hindern mich auch daran demnächst mal wieder dort zu essen. Vielleicht machen wir mal eine Podcastfolge dort, aber ich kann mir vorstellen, das die Blasmusik in den Literatur-Flözen von Bosch erheblichen Schaden anrichtet und die Bergung des nächsten Text-Diamanten um mindestens 10 Jahre verzögert.

Ansonsten war das lustig, wie gesagt, mit Amerikanern ist das echt witzig.

ps.: In dem Laden gab es einen Frauenüberschuss. Deutlich. Sieht man ja auch nicht so oft.

Hofbräuhaus Hamburg vs. Berlin, da ich in Berlin nie das Vergnügen eines Hofbräuhaus-Besuches hatte, gehen die Punkte nach Hamburg. 5:0

Ich mache seit ner Weile einen Tanzkurs. Bei Sportspaß, in Hamburg und das ist ganz großes Tennis.
Neulich habe ich das türkische Handtuch gelernt und freue mir darüber nen Keks.

Beim rumsurfen zu später Stunde habe ich eben das da gefunden.

Mein neues Vorbild. Ich brauche unbedingt solche Klamotten und dann kann es losgehen.

wegen flash gedaddel bitte auf weiterlesen klicken.

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Kleidungsstil Hamburg-Berlin. Das hatte ich noch nie, wird langsam mal Zeit, immerhin sind beide Städte modisch etliche Lichtjahre voneinander getrennt.

In Berlin trägt man ja bekanntermassen eher Klamotten aus dritter Hand.
Benutzt muss es aussehen, auch irgendwie individuell und ab und an kommt jede Menge bunt und wahllos verteilte Farbe dazu. Zumindest in Mitte/P’Berg/Kreuzberg/F’Hain und Wedding.

Im östlichen Teil dominiert dieser Asia-Ramsch-Markt Schick, im Westen die C&A Mode vom Grabbeltisch.
Ehrlich gesagt ist Berlin insgesamt eine Mode-Katastrophe.

In Hamburg ist das elementar anders. Zumindest in meiner kleinen Welt.

Hier gibt es den Schanzelook. Den erlebt man am Wochenende auf der Schanze. Man trifft dort jede Menge Jungs die aussehen als ob sie in total coolen Bands spielen mit ihren Mädchen, die aussehen wie total coole Freundinnen von Jungs die in total coolen Bands spielen.

Je nach Einkommen ist der Schanzenlook-Mensch an sich frontal mit Bench/H&M/CLOSED/Zara oder ähnlichem zusammengeprallt und präsentiert seine neuen Klamotten auf dem Galao-Strich. Mit wichtigen Sonnenbrillen getarnt, sitzen sie alle da und bewerten gegenseitig ihre Klamotten.

Auch sehr beliebt: Der hanseatische Business-Look.
Natürlich im Anzug, alles ganz klassisch, da versteht der Hanseat keinen Spaß, das muss alles seine Ordnung haben.
Kann man sehr gut am Gänsemarkt oder am Jungfernstieg im morgendlichen Berufsverkehr beobachten.

Was man da sieht, gibt es in Berlin in dieser Masse nicht. Wie auch, in Berlin gibt es auch nicht so viele Jobs.

Toll wäre es, wenn die Hamburg etwas individueller auftreten würden und die Berliner sich ab und an mal was schickes kaufen könnten. Das wäre die perfekte Mischung.

Anlässlich einer Hochzeit habe ich mir endlich auch mal einen Anzug zugelegt.
Allein der Kauf war schon ein Highlight. Die Anzugsmuddi hat unter geschätzten 80 Millionen Anzügen genau einmal ins Regal gegriffen und das passte wie angegossen.
Tanzen klappte auch gut, die Dame war begeistert und ich wünsche mir Anzüge mit mehr Taschen, irgendwo muss der ganze Kamera/Handy Krams ja hin.

In Hamburg kann man sowas den ganzen Tag anziehen, in Berlin würde ich mich eher stulle fühlen, wenn ich im Anzug am Kotti langlaufe und im Bierhimmel versacke.

Daher gibt es Punkte für Hamburg. Ich konnte diesen Asia-Ost-Ramsch-Look einfach noch nie leiden. Berlin bekommt den Indivdualisten Bonuspunkt, insgesamt gewinnt aber Hamburg:
Klamotten Hamburg vs Berlin 50:1

Das Publikum auf der next07 war eher, ich sag mal, zielstrebig und hauptsächlich damit beschäftigt, sich um Jobs, Investoren und Kontakte zu kümmern.

Zum Tanzen fehlte da wohl schlicht die Zeit, außerdem ist Tanzen ja auch, oberflächlich betrachtet, eine äußerst uneffektive Sache.

Daher passierte auf der next07 nicht so viel vor der Lichtorgel. Macht aber nix, ich fand es auch so ganz wunderbar, lag wohl an den Drinks.

Auf der re-publica war das deutlich anders.

Da habe sogar ich getanzt. Bei den Ohrbooten, vorher gab es Toni Mahoni und eine Band, deren Namen ich vergessen habe.
Bis zu den Ohrbooten war ich damit beschäftigt, eine anonyme Bloggerin zum Tanzen zu überreden, das hat dann geklappt und ich habe die Hüfte geschwungen.

Im Vergleich zur next07 war es auf der re-publica brechend voll. Massen von Menschen am tanzen. Zwischendurch stand ich direkt hinter Familie Haeussler, sie ist mir auch gleich auf den Fuß gesprungen, das hatte ich noch gar nicht erwähnt, ist aber auch vollkommen unwichtig.

Die Ohrbooten sind sowieso ganz wunderbar, dufte Musik und schicke Töne, daher war die musikalische Tanzveranstaltung auf der re-publica einige Lichtjahre vor der musikalischen Tanzveranstaltung der next07.

Tanzfläche next07 vs. Re:publica, ich sag’ mal: 2:6000

Nicht falsch verstehen, der next07 Abend war ganz großartig, ich habe nur nicht getanzt, daher die Punkte.