Das Foto zeigt meine Hackfresse mit dem Kind im Wald, direkt hinter unserer neuen Wohnung in Hamburg Rahlstedt.

Icke und Er

Foto: Icke und Er

Naja, nicht direkt hinter der Wohnung, man muss ca. 100 Meter laufen. Man könnte aber auch über die Pferdekoppel und die Zäune klettern, dann wären es nur 50 Meter bis in den Wald.

Ich gehöre demnächst auch zu denen, die keinen Bock auf Innenstadt mit Kind haben. Auch wenn mir das Niemand glaubt und alle sich nen Horst über Rahlstedt lästern, ich ziehe mit Kind und Kegel in eine Wohnung mit einem echt großen Garten.

Der Garten ist größer als die meisten Spielplätze in Eimsbüttel (nur etwas übertrieben) und hinter dem Haus beginnt ein Wald.

Taschenmesser-Schnitzkunst

Foto: Taschenmesser-Schnitzkunst

Ein Wald ist toll, kann man da doch wunderbar viel Quatsch machen. Bäume hochklettern, Hütten bauen, mit der Zwille auf Vögel schiessen, sich prügeln, die andere, böse Gruppe vertreiben, sich mit Schlamm bewerfen, kleine Tiere fangen und sie beobachten (sagt er uns) um sie in Wirklichkeit mit Stecknadel irgendwo fest zu pinnen (sagt er uns dann bestimmt nicht).

Ganz wichtig ist auch ein Taschenmesser, wie man da oben sehen kann. Mit einem Taschenmesser ritzt man Dinge in Bäume. Das macht nen schlanken Arm, dabei geht nicht so viel kaputt und man hat den ganzen Tag damit zu tun, dauert es doch e-w-i-g bis man mit einem kleinen Messer irgendwas in einen Baum gedingst hat.

Toll oder?

Wie weit muss man von dieser ominösen Innenstadt fahren, um einen Flecken mit Bäumen zu finden, der den Namen Wald verdient hat?

Hamburg ist hierbei gegenüber Berlin klar im Vorteil. Eigentlich. Eigentlich auch nicht.
Schwierige Sache das.

Hamburg ist deutlich kleiner als Berlin, dafür gibt es in Berlin deutlich mehr Grün.

Eigentlich ist Hamburg winzig. Mit der Bahn Bahn fahre ich vom Stadtrand in 20 Minuten in die Innenstadt. Das geht in Berlin nicht. Berlin ist dafür schlicht zu groß.

Darum stehe ich der Kritik am Umzug nach Rahlstedt aus sehr entspannt gegenüber. Das ist, für Berliner Verhältnisse, alles total um die Ecke. Kurz in die Bahn oder den Wagen gesprungen, Zack, schon bist du in Rahlstedt. In Berlin dauert jeder Weg von A nach B auch eine Stunde, in Hamburg heulen die Ottensen- und Eimsbüttel-Memmem rum, als ob man mit einem Umzug nach Rahlstedt kurz vor die polnische Grenze zieht.

Dabei vergessen die Hamburger Innenstadt Menschen, dass es in Berlin ein so bescheuertes Wort wie Innenstadt gar nicht gibt. Wer in Köpenick wohnt, wohnt fast schon im Grünen. So etwas wie den Müggelwald oder den Grunewald gibt es in Hamburg nicht. Wer in Berlin an den Stadtrand zieht, ist doch richtig weit weg von allem. Wenn man Glück hat (oder Pech, je nach Ansicht), ist man nah bei Potsdam.

Um Berlin gibt es jede Menge Seen. Um Hamburg herum gibt es nicht so viele Seen, ausser den Großensee, dahin brauche ich in Zukunft nur 10 Minuten mit dem Auto. Punkt für Hamburg, muss man doch in Berlin immer Ewigkeiten durch die Gegend fahren, bis man am Wasser außerhalb von Berlin liegt

Ich bin echt gespannt, wie das alles wird, so JWD.

Es wird demnächst sicherlich jede Menge Artikel zum Thema “Wohnen am Stadtrand” geben.

Vorerst gewinnt Hamburg, die Vorfreude auf das Kaff namens Rahlstedt ist doch recht groß, ich bekomme einen Rasenmäher und werde den dann mit dem iPhone übers Wlan mit dem Wii-Controller durch den Garten lenken.

Innenstadt vs. Stadtrand Hamburg vs. Berlin 1:0

Zukunftstag
Zukunftstag
uploaded by svensonsan

Heißt das jetzt eigentlich Girls’Day oder Neue Wege für Jungs oder Zukunftstag für Mädchen und Jungen?

Der Girls’ Day ist ein einmal im Jahr stattfindender Aktionstag, der speziell Mädchen und Frauen motivieren soll, technische und naturwissenschaftliche Berufe zu ergreifen. Er soll damit dazu beitragen, den Anteil der weiblichen Beschäftigten in den sogenannten „Männerberufen“ zu erhöhen und damit den sich abzeichnenden Fachkräftemangel in der Industrie zu verringern. Insgesamt haben bereits etwa 800.000 Mädchen mitgemacht.

Quelle: Wikipedia – Girls’ Day

Dieser Tag war gestern. Mangels Alter und Größe hat der Kleine nur kurz mitgespielt. Ob der später auch etwas mit diesem Internet machen und auf Konferenzen wie die next09 gehen wird?

Ich weiß es nicht, aber er kann bereits ganz fleißig die Tastatur vollsabbern.

In Berlin habe ich von diesem Tag nie etwas mitbekommen. Warum auch, habe ich doch selbst in einem “klassischen” Mädchenberuf gearbeitet, zumindest verstehe ich das so, wenn ich die Webseite zum Girl’s Day lese, oder ist Pflege und Tagesbetreuung für geistig und körperlich behinderte Senioren ein Jungsberuf?

Zukunftstag, Girls Day und neue Wege für Jungs Tag Hamburg vs. Berlin 10:0

Hach. Wie früher.

So viele neue Blogs, so viele neue Geschichten und Dinge, von denen ich bis eben nichts wusste. Dank dieser Ein Herz für Blogs Aktion taumel ich über das eine oder andere lesenswerte Blog.
Die stelle ich einfach mal hier rein. Warum auch nicht?

Die Deutsch Langhaarkatzen
Die Deutsch Langhaarkatzen – Viele Infos über die einzige Langhaarkatze mit deutschem Ursprung Katzenblog mit Katzenbildern und Katzeninfos zu Katzen. Brauche ich manchmal. Mit Katzenbabies.

- Melly-Cats Melly’s Katzen-Tagebuch
Melly’s Katzen-Tagebuch über Aragon und Azrael Katzenblog mit Katzenbildern und Katzeninfos zu Katzen. Brauche ich manchmal. Mit dem ultimativen Katzenspielzeug

- stephness.de
Die Katzenmafia schlägt zurück Katzenblog mit Katzenbildern und Katzeninfos zu Katzen. Brauche ich manchmal. Mit dem FURminator

- Maus, Allegra & andere Katzen
Katzenblog mit Katzenbildern und Katzeninfos zu Katzen. Brauche ich manchmal. Mit Katzenfotos in Nahaufnahme.

- Cosmea49: Kater
Informatives – Nicht immer Alltägliches – Schönes Katzenblog mit Katzenbildern und Katzeninfos zu Katzen. Brauche ich manchmal.

- Doro’s Blog: Katze
Handarbeiten und meine Katze Katzenblog mit Katzenbildern und Katzeninfos zu Katzen. Brauche ich manchmal.

- Die coolen Hubers
Augenkrebsalarm. Jede Menge BlingBling, Gifanimation und Glitzerkram. Katzenblog mit Katzenbildern und Katzeninfos zu Katzen. Brauche ich manchmal.

- katzengefluester
“gott schuf die katze, damit der mensch einen tiger zum streicheln hat.” (victor hugo) Katzenblog mit Katzenbildern und Katzeninfos zu Katzen. Brauche ich manchmal.

- Das kunterbunte-katzen-blog
Katzenblog mit Katzenbildern und Katzeninfos zu Katzen. Brauche ich manchmal.

- Vom Wachsen und Werden
Der Garten wächst mit mir und ich mit dem Garten. … Haus und Garten im klassischen 70er Jahre Stil: Fichten, Thujen, diverse bodendeckende Koniferen, Kriechwacholder, Rasen, Waschbeton und Beton. Seit gut vier Jahren bin ich nun am Umgestalten. Ein Gartenblog mit Tomatentipps.

- GMIAS
Tomaten sind mein Gemüse Ein Tomatenblog mit Tomatengeschichten, Tomatenrezepten und neuem von der Tomatenfront. Lese ich jetzt, ich habe demnächst auch einen Garten.

- Tomatl.net – Tomaten, Tomatl, Paradeiser…
… Weil ich einfach so viele Menschen wie möglich dazu anregen möchte, selbst Tomaten zu züchten (ein kleiner Balkon genügt) und die 79-Cent-Tomaten aus dem Supermarkt, die nach nichts schmecken, links liegen zu lassen. … Ein Tomatenblog mit Tomatengeschichten, Tomatenrezepten und neuem von der Tomatenfront. Lese ich jetzt, ich habe demnächst auch einen Garten.

- Gartentagebuch
Gartentagebuch – Tomaten und anderes … Ein Tomatenblog mit Tomatengeschichten, Tomatenrezepten und neuem von der Tomatenfront. Lese ich jetzt, ich habe demnächst auch einen Garten.

- Tomatenblog
Ein Tomatenblog mit Tomatengeschichten, Tomatenrezepten und neuem von der Tomatenfront. Lese ich jetzt, ich habe demnächst auch einen Garten.

- Willkommen bei tomaten.gmxhome.de
Tomaten müssen nicht rot sein! Ein Tomatenblog mit Tomatengeschichten, Tomatenrezepten und neuem von der Tomatenfront. Lese ich jetzt, ich habe demnächst auch einen Garten.

Blogs, die ich irgendwie nicht mehr auf dem Radar hatte – die ich eigentlich kenne und sie jetzt irgendwie “wiederentdeckt” habe.

- Kixkalogic

- Quiddje

- Hamburg Döner Deluxe

- flannel apparel

- elbeseiten hamburg : must-go-situation

- Feingut

- Blog | Carolin Neumann – Freie Journalistin

- ui.

- Nach Dienstschluss

- Hamburg is(s)t lecker – Die besten Restaurants in Hamburg

- Gedankendeponie

- Pleitegeigers Weblog – Hamburg, meine Perle

Blogs, bei denen ich jeden Artikel lese. Da bin ich Stammleser. Sind noch einige mehr, die hier kann ich auswendig ins Textfeld hier reintippen.

- jovelblog
Podcastkollege und so

- boschblog.de
Podcastkollege und so

- wirres – - fachdings für dingens
Macht Hamburg-Berlin im Privatleben

- Fefes Blog
Danach habe ich immer schlechte Laune, aber ich bin dankbar für das, was Fefe schreibt.

- Anke Gröner
Immer wieder toll. Wenn ich groß bin, will ich das mit den Kommata auch so gut können wie Frau Gröner.

- Dem Herrn Paulsen sein Kiosk
Seit seinem Artikel zur uneingeschränkten Solidarität für Eltern” bin ich noch mehr Fan als vorher.

- Die Rückseite der Reeperbahn
Nachbar in Hamburg und ehemals Dorfnachbar in Hessen. Alte Fußball-Feindschaft, aufgrund von Altersunterschied haben wir aber nie gegeneinander gespielt.

- Magerfettstufe >
Geht in Richtung Fefe, aber als Hamburg-Lokalteil.

- Stefan Niggemeier
Solange es Zeitungen gibt, wird Niggemeier tolle Artikel über deren Fehler schreiben.

- Lummaland
Dönerstag und andere Errungenschaften von einem Experten für alles Moderne. Hätte fast Kinderwagen von ihm gekauft.

- Indiskretion Ehrensache
Er hat mir mal einen Preis verliehen, er weiß es aber nicht mehr. Solange es Zeitungen gibt, wird Klüwer über ihre Fehler im Internet schreiben können. Das macht er gut.

- Jojos illustrierter Blog
Cartoons. Niedlich. Ist auch ein netter Kerl. Auf dem Barcamp in Jena getroffen.

- ahoi polloi — ein füllhorn voller fühlhörner
Macht auch so Comic-Dings.

- Der Flix – Herzlich Willkommen
Nochmal Comic (oder Cartoon?). Immer wieder toll. Alleine der mit dem Spargel, ganz groß.

- kosmar
Ein Experte für alles Moderne. Macht Internetzeugs und hat sich nen Keks gefreut, dass ich Vater wurde. Wenn ich groß bin, kaufe ich mir gelbe Pullies und verkleide mich als kosmar.

- Malte Welding
Schreibt über Berlin, Mädchen, sich selbst und macht das so, dass es nie langweilig wird.

- Two for Fashion: Mode, Design, Lifestyle Blog – powered by OTTO
Ein Firmenblog in dieser Liste? Ja. Die machen das so gut, ich lese das tatsächlich alles.

- hebig.org/blog
War mal in Hamburg, jetzt in München, macht auch so Zeugs.

- Text & Blog – Das Weblog von Markus Trapp
Demnächst fast Nachbar in Hamburg.

Siehe auch:

Ich lese Blogs und ich liebe es, sie zu lesen.

In den letzten Monaten hat sich mein Leseverhalten bezüglich Blogs etwas geändert.
Die ganzen SEO-iPhone-Apple-Mashable-Web2.0 Blogs sind mir egal. Schreiben eh alle von einander ab. Überall der gleiche Rotz Kram.

Steve Jobs hat Blähungen, das iPhone hat Bugs, Google macht irgendwas Neues und Blogs aus den deutschen Blogcharts und sonstigen Charts sind ein relativ geschlossener Kreis, der in der eigenen Suppe auf kleiner Flamme vor sich hin köchelt.

Darum – weg mit den “großen” Blogs und hin zu den Kleinen, die gar nicht so klein sind. Dank intensiver Katzen- und Babycontent Recherche lese ich jetzt eben Muddi-und Katzenblogs.

Und wisst ihr was? Sie sind großartig.

Wundervolle Blogs. Herzergreifende Geschichten. Herrlicher Stuss. Perfekter Nonsen. Existenzielle Probleme und dazu jede Menge Katzen- und Baby/Kinderfotos. Wie das Leben eben so ist.

Viele selbsternannte Experten sind der Meinung, dass Blogs tot sind. Meiner Meinung nach stimmt das nicht. Wir (mit wir meine ich die üblichen Verdächtigen, die sich auf Konferenzen und in den Blogcharts rumtreiben) sind so mit uns beschäftigt, mit Technik, Kontakten, Leuten, Themen, Content, dass uns schlicht die Zeit fehlt all das zu entdecken, dass da passiert.

Aus der sehr, sehr langen Liste von Blogs, die ich tatsächlich lese (nicht jeden Tag, aber ich lese sie), habe ich mir die vier folgenden ausgesucht.

Kein Muddi-Blog, ich weiß. Ein Jungsding muss dabei sein …
www.kateinsclassics.com
Ein Blog über das schöne DAMALS Dings mit Videospielkultur. Alter Krams mit modernen Zeug. Da sind immer wieder wundervolle Quatschsachen dabei. Tolles Ding mit jeder Menge Pixelgrafik.

Das Nuf Advanced – Das Nuf 1.0 war gestern.
Nuf lese ich schon lange. Bei NUF gibt es Hackfleischbesprechungen, Babykotze und Kindergeschichten aus Berlin. Immer wieder toll und immerhin habe ich Nuf bislang einmal zum Mittag getroffen. Als einzige aus der Liste hier. Da erzählte sie mir, wie toll eine Geburt doch sei. Seitdem zweifelt meine Mitbewohnerin am Verstand von allen Bloggerinnen, würde sie die Geburt nicht unter “das war so toll” ablegen. Das Nuf. Lesenswert und so.


BUNTIG

BUNTIG
uploaded by svensonsan

Richtig knallig ist BUNTIG. Die Schrift, Kinnings, in der Schrift steckt mehr Zeitaufwand als andere in einen gesamten Artikel stecken. Niedlich. Ich lese das nicht wirklich, ich schaue mir eigentlich nur die bunte Schrift an. Wenn der ganze Internetkram wieder durchdreht und so mindblowing-blabla ist, dann holen mich Blogs mit bunter Schrift wieder runter. Dazu gibt es jede Menge niedlichen Krams mit Glitzer – Rosa – Schnörkeln und anderen Applikationen für Frauen.

Ebenfalls wundervoll ist frau-mutti.de. Da gibt es einen ganz niedlichen Artikel Namens: Frühlingsgefühle.

Es macht mich glücklich, weil es Spaß macht, sich an unsere Anfangszeit, unsere erste Verliebtheit, zu erinnern. (was waren wir jung!)

Da geht es um Bilder, die glücklich machen. Mit ca. 800 Links zu anderen Blogs, in denen steht, wie sie sich kennen lernten. Frühlingsgefühle eben. Ganz großes Tennis und in diesen komischen Zensurzeiten ein Lichtblick für meinen doch arg gebeutelten Gemütszustand.

Das ist auch so ein Ding. In so gut wie keinem der hier verlinkten Muddi-Blogs regt sich jemand über die Internet-Zensur von Zensursula auf. Faszinierende Sache, warum das so ist erschließt sich mir nicht.

Wenn ich später Zeit habe, schreibe ich noch die vielen, vielen anderen Blogs hier rein.

Die unkommentierte Liste der andere Blogs in meinem Feed-Reader. Die lese ich ab und an, nicht jeden Tag, aber ich lese sie. Normale Blogs, ohne Technik, ohne iPhone und ohne SEO-Blörbs, dafür mit viel Kinderkram. Finde ich zur Zeit eh spannender.

Die haben fast alle eine Blogroll, da kann man stundenlang rumsurfen und immer neue Geschichten entdecken.

Dazu noch drei Blogs von Menschen, die vor Jahren mal Zeitungen für Videospiele gemacht haben. Videospiele sind eine ähnlich Parallelwelt wie Web 2.0. Lesenswert und seit neuestem machen die auch einen Podcast.

Siehe auch:

Heute, 17. April 2009, ist ein schwarzer Tag für das deutsche Internet. Dank diverser E-Mail Ausdrucker und Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen haben wir jetzt zensiertes Internet wie in China. Dazu schreiben:

Trotzdem gibt es stulle Freitagscontent.

Heute hat YouTube etwas gestartet, was das Internet und die Filmindustrie noch sehr viel beschäftigen wird und den Medienkonsum von uns weiter ändern wird. Shift happens – war das nicht neulich Thema? Weiter gehts, hört eh nie auf dieses Änderungsding.

Seit heute bietet YouTube etliche komplette Spielfilme und Serien an.
Klingt banal, ist aber eine ganz großes Sache.

Man kann sich den Kram auf youtube.com/movies und youtube.com/shows ansehen. Wie immer funktioniert vieles nicht in Deutschland, aber wer die Muse hat, sich mit Proxy-Gedaddel zu beschäftigen, kommt damit sehr weit.

Das wird sehr, sehr spannend.
Kommentare für komplette Spielfilme – das wird ganz großes Kino.
Ganze Serien auf Knopfdruck – wundervoll.
Das ganze dann auch noch auf dem iPhone – unglaublich.

Kinnings, dass ist das, was wir früher in den Science-Fiction Büchern gelesen haben. Der große Bruder streamt uns alles auf unser Computing-Device und umgeht dabei eine komplette Verwertungs-Industrie UND lässt uns dabei auch noch mitreden.

Zwei Dinge, die die Filmindustrie in den letzten 20 Internetjahren nicht geschafft hat. Dafür muss man Google danken und ich bin gespannt, wie das weiter geht.

via: golem.de – Youtube bietet Spielfilme und TV-Serien und techcrunch.com – YouTube Takes Aim At Hulu With “Party Of Five”

Neulich haben wir uns, nachdem es Monatelang ausverkauft war, Wii Fit und das Wii Balance Board bei Karstadt in Hamburg gekauft. Das ist ein Spiel mit einer Art Waage/Gleichgewichtsbrett zum spielen.

Wenn man das Ding einschaltet und zum ersten Mal spielt startet ein Test für den eigenen Mii-Charakter. Normalerweise baut sich jeder Nintendo Wii Besitzer einen eigenen Charakter. Meiner heisst Svensonsan, trägt einen grünen Pulli und eine Brille und hat sogar Ähnlichkeit mit mir.

Im ersten Test musste ich mich auf das Balance Board stellen und Gleichgewicht machen, mein Alter und meine Größe eingeben und mit einem leisen ‘Pling* und vielen Sternchen hat sich mein kleiner, hübsche Mii in einen blöden, hässlichen Mops verwandelt.

Der Arsch. Seitdem finde ich die Wii irgendwie Scheisse.

Ganz großes Tennis war das – mein Mädchen wird in Hundert Jahren noch darüber lachen. Die hat sich den ganzen Tag nicht mehr einbekommen und immer *pling – Mops* gesagt und wird mit diesem Artikel sicherlich auch Spaß haben.

Allein für diesen lustigen Moment lohnt sich das Balance Board.

Das Wii Fit Spiel ist ansonsten totaler Stuss. Kurzweiliger Spaß, wenn mal Besuch da ist. (echt jetzt, man kann auch auf einem Bein durch die Wohnung springen, das ist wahrscheinlich sinnvoller als Wii Fit zu spielen)

Richtig lustig wird das Balance Board allerdings mit dem neuen Rayman Raving Rabbits TV. Das geht ab.

Da muss man sich auf das Board setzen und mit seinem Hintern eine Kuh steuern. Außerdem gibt es jede Menge Tanzspiele die sogar Spaß machen. Balance Board und Rayman Raving Rabbits TV bekommen meine Kaufempfehlung.

Die durchgeknallten Hasen sind einfach zu gut. Liebevoll animiert zuckelt und wackelt man mit einer weiterhin manchmal beschissenen Steuerung durch totale Gaga-Spiele die echt Laune bringen.

Wii Fit und Wii Balance Board Hamburg vs. Berlin, mal sehen, ich habe es in Hamburg gekauft, darum gibt es Punkte für Hamburg 28,75 : 0

Was alles so in meinen diversen Katzencontent – Benachrichtigungen aufschlägt. Unglaubliche Sachen. Vieles davon verballer ich auf www.supercatcontent.com, auch wenn mir meistens die Zeit dafür fehlt.

Die Nummer hier ist aber zu bekloppt, um sie da untergehen zu lassen. Ein kurzer Trailer von kleinen, niedlichen Hasen, die irgendwo auf der Welt wild um sich ballern. Mit Panzerfaust, Maschinengewehr, Scharfschützenknarre und hastenichtgesehen. Kleine Hasen. Diese niedlichen kleinen Tiere – die zersägen im Clip mit ihren Waffen ganze Gegnerscharen.
Die Kombination Killerspiele und niedliche Hasen könnte einigen Leuten Kopfzerbrechen bereiten.

Soweit ein niedlicher Clip, gut animiert und mit dem spitzen Titel CAT SHIT ONE. Kann man sich ansehen. Muss man aber nicht. Ist auf japanisch.

Da ist was los. In der Welt steht:

Zollfahnder haben im Hamburger Hafen unter einer Ladung Ananas 5,5 Tonnen Marihuana und 18 Kilo Haschischöl mit einem Schwarzmarktwert von 28 Millionen Euro gefunden. Es handelt sich um den größten Drogenfund in der Stadt seit 15 Jahren. Der mutmaßliche Drahtzieher wurde bereits verhaftet.

Quelle: welt.de – 5,5 Tonnen Marihuana unter einer Ladung Ananas

Soweit ist das eine ganz normale “Juchuh! Wir haben endlich was gefunden Meldung” wie sie regelmässig in der Zeitung steht.

Bei Welt.de kann man die Artikel kommentieren. Da passiert gerade etwas, womit ich überhaupt nicht gerechnet hätte: Die Leser der Welt sind für die Legalisierung von Haschisch! Das mag man bei der Welt eigentlich gar nicht glauben, da falle ich fast vom selbigen ab, aber es ist nicht zu übersehen, dass die Kommentierenden Leser der Welt es eindeutig Schade finden, dass der Container gefunden wurde.

Als Beispiel:
Haschischöl
Ist das so gut wie immer behauptet wird?
Echt schade dass Genuss in dem Bereich kriminalisiert ist.

Wirklich dumm angestellt.. Das nächste Mal sollten sie entweder Textilien als Tarnung nehmen, oder einen Feinkostladen als Empfänger nehmen.
Schade um die Ladung. Aber war eh das falsche Empfängerland ;)

Ich könnt mal wieder… jeden Abend Bier macht mich noch krank.

Das schreiben die Leser der Welt. Schon komisch, ich hatte mir die Welt-Leser bislang anders vorgestellt.

Das war mein Spaß am Morgen. Manchmal sind Kommentare in Zeitungen ein Spaß – eigentlich sind sie immer ein Spaß.

Die 5,5 Tonnen wurden in Hamburg gefunden, darum gibt es Punkte für die Hanseaten. 5.500.000 : 0

Ich habe mir das Programm zur Re:publica angesehen. Eine neue Erfahrung, fahre ich doch sonst immer nach dem Prinzip “hinfahren und dann mal schauen” zu solchen Konferenzen.

Bei der Re:publica gibt es etliche Voträge/Panels/Sessions (wie auch immer das heutzutage heißt) die hohe Erwartungen wecken.

Ich liste die, die ich kenne oder von denen ich irgendwann einmal etwas gehört habe hier auf und rede mit mir selbst über deren Vortrag.

Der Mittwoch startet normal, am Donnerstag gibt es schlimm viele Vorträge (sieben Reihen gleichzeitig. Ich muss mich klonen) und der Freitag lässt die Re:publica mit weiterhin vielen, aber nicht ganz so vielen Sessions ausklingen.

Ganz oben auf meine “musst du sehen Liste” steht Wenn Frauen bloggen:
Warum Babykotze genauso relevant ist wie das iPhone. Am Freitag um 15 Uhr im Kleinen Saal. Ein wundervoller Titel und mit dabei sind:

Das kann sehr lustig werden. Stelle ich mir zumindest so vor. Blöd wird es, wenn ich als Junge da nicht zusehen darf.

Twitterlesung
Twitterlesung
uploaded by moeffju

Immer wieder spaßig ist eine Twitterlesung. Am Donnerstag Abend im großen Saal um 21 Uhr. Eine Twitterlesung ist lustig, ich kenne fast alle, die da mitmachen, man kann dabei prima ein Bier trinken und sich über die 140 Zeichen der anderen kaputt lachen. Die Twitterlesung wird bestimmt ein Höhepunkt der Re:publica, ich wünsche dem Team viel Erfolg.

Neben Spaß gibt es noch so nette Sessions wie Die Medienwelt im Wandel am Mittwoch um 15 Uhr im Friedrichstadtpalast. Da sitzt unter anderem Helmut Lehnert mit dabei. Den wollte ich immer schon mal live sehen. Kommt er doch auch Marburg (Nachbarschaft in der Heimat) und hat Radio Eins in Berlin zu einem sehr tollen Radio gemacht. Dazu noch Petra Müller, Peter Hogenkamp, Johnny Haeusler und Jakob Augstein. Das wird bestimmt eine dieser “wir finden Internet total toll und sehen die Möglichkeiten, aber die Verlage und Politik raffen es einfach nicht” Runde. Immer wieder nett so etwas und das sehe ich mir an.

Empfehlenswert für alle, die ein Blog oder sonstigen Internetquatsch haben ist sicherlich die Pimp my Blog – Wie sozial Web 2.0 Angebote wirklich sind Session am Donnerstag um 16:30 in der Kalkscheune Workshop 3. Blöder Titel eigentlich, betrifft das doch nicht nur Blogs, sondern alle Webseiten.

Cat Pimp
Cat Pimp
uploaded by nicora

Hier kann man kosmar aka Markus Angermeier – Experte für alles Moderne beim Internet zusehen. Allein das Laptop von kosmar ist ein Blick wert, man trifft selten jemanden, der es schafft ein MacBook mit 3497 gleichzeitig geöffneten Programmen noch am laufen zu halten. Zusammen mit Tomas Caspers gibt es 60 Minuten tolle Tuningtipps für euer Blog von unseren Experten. Das kann nur gut werden.

Mein absoluter Geheimtipp für die Re:publica ist: 4chan – The Dark Heart of the Internet — how, and why it works. Am Mittwoch um 16:30 im Friedrichstadtpalast.

Vorweg: Wenn ihr auf Arbeit seid, ruft auf keinen Fall 4chan vom Arbeitsplatz auf. Echt nicht. Die Seite bietet fristlose Kündingungsgründe im Hunderterpack Tausenderpack. Macht das von zu Hause aus.

In der 4chan Session geht es um sogenannte Memes.

In this talk, we’ll explore how 4chan’s unique environment fosters the continued creation of internet phenomena, commonly referred to as “memes,” and how these memes eventually propagate and spread to the far reaches of the ‘Net. 4chan is responsible for spawning dozens of popular memes, most notably, LOLcats and “Rickrolling.”

Das kann nur lustig werden. 4chan ist eines der größten Foren der Welt, wahrscheinlich das Größte überhaupt. Die haben so viel Traffic, da kann das deutsche Internet größtenteils nach Hause gehen. Als selbsternannter Experte für Katzenbilder im Internet freue ich mich natürlich, jemanden von der “Geburtststätte” der Lolcats zu treffen/hören. Rein theoretisch kann jemand von 4chan 24 Stunden am Stück über Stuss und Wahnsinn des Internets reden. Warum hier nur 30 Minuten angesetzt sind – ich weiß es nicht, aber ich bin sehr gespannt darauf. Vielleicht lasse ich mir sogar ein Foto von meiner Katze signieren.

Nach dem Spaß dann weiter mit etwas sinnvollen: Internet und Ethik In was für einer digitalen Gesellschaft wollen wir leben? am Donnerstag um 14 Uhr im großen Saal der Kalkscheune. Eine der wenigen Session mit mehr als einer Zeile Beschreibungstext: Peter Glaser macht den Anfang. Er stellt seine Ideen und Gedanken zur Frage vor: In was für einer digitalen Gesellschaft wollen wir leben? Wir alle merken, dass sich unsere Kommunikationskultur verändert. …
Kann spannend werden, vielleicht auch nicht, auf jeden Fall habe ich es mal versucht.

Security
Security
uploaded by Anonymous

Schlimm traurig wird die Session Datenschutz: Aktueller Stand in Deutschland von Peter Schaar am Donnerstag um 10 Uhr im Friedrichstadtpalast. Danach keimt in mir bestimmt der Wunsch auf, Deutschland zu verlassen. Könnte sehr interessant werden. Der Vortrag hat das Problem, dass er bereits um 10 Uhr los geht. Erfahrungsgemäß sind die Leute, die überhaupt wissen, dass es Datenschutz gibt, um 10 Uhr noch im geistigen Tiefschlaf. Ich werde mir Mühe geben und mir das ansehen. Beruflich ärgere ich mich manchmal über diese Pest Namens Datenschutz, als Privatperson fasse ich mir an den Kopf, wie manche Unternehmen mit Daten umgehen.

Zum Schluss dann der Klassiker:
Blogs in Deutschland

Blogs sind tot? Blogs werden Mainstream in Deutschland! Wir diskutieren über große Ereignisse der letzten Monate, die mediale Aufmerksamkeit über die Blogosphäre hinaus bekommen haben.

Was ist der aktuelle Status der Blogosphäre in Deutschland? Und welche Trends sind erkennbar?

Am Mittwoch um 11:50 Uhr im Friedrichstadtpalast mit Sascha Pallenberg, Stefan Niggemeier, Markus Beckedahl und Robert Basic. Eine streitbare Gruppe, die aber alle für Blogs stehen.

Ich sage auch, dass Blogs nicht tot sind. Es gibt so viele, unfassbar viele Blog, die sind noch lange nicht tot. Seitdem ich weiß, dass ich Vater werde, lese ich hunderte Muttiblogs und es ist unfassbar, was da los ist. Was tot ist, ist die sogennante Blogosphäre. Wer nur die üblichen verdächtigen aus den deutschen Blogcharts liest verpasst unfassbar viel und bleibt in der mit sich selbst beschäftigten Blogosphäre. Wobei das Wort Blogosphäre auch tot ist. Die Session kann spannend werden, es kann aber auch sein, dass alle sagen Blogs sind toll und die Session ist zu Ende. Mal sehen.

Große Aufmerksamkeit düfte der Session Zukunft der Pornographie am Freitag um 16 Uhr im blauen Saal in der Kalkscheune zukommen.

Anhand von Filmbeispielen moechte ich die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Pornographie ausschnittsweise beleuchten … Aliens! Schwerelosigkeit! Dildofoermige Raumschiffe! Seit dem sogenannten goldenen Zeitalter der Pornografie beschaeftigen sich diese Filme zunehmend mit futuristischen Themen. … Wir werden uns ausschnitthaft ansehen, welche Zukunftsvisionen der Pornofilm in der Vergangenheit hatte und welche er heute artikuliert.

Das kann ja heiter werden. Twitter wird glühen. Da wird geflickrt bis der Arzt kommt und wir alle können uns unsere Blogs aus Google Adsense rausschiessen wenn wir über eine Pornosession berichten. Ein großer Spaß, aber das Stichwort “Dildoförmige Raumschiffe” finde ich gut, ich schaue mir das mal an.

Und und und.

Das Programm ist pickepacke voll mit spannenden Themen. Noch nicht erwähnt habe ich die Sessions:

  • Bloggen & Recht Do’s und Don’ts beim Bloggen aus rechtlicher Sicht
  • China 2.0
  • Clients der Zukunft und das Microsoft-freie Büro
  • Come play with me – Spielarten des Videojournalismus im Web

Das sind alles Sessions, bei denen ich etwas lernen werde. Sessions mit Themen, die ich nicht auf dem täglichen Radar habe. Internet in China ist jedesmal wieder vollkommen faszinierend. Videospielarten im Netz bieten zur Zeit wundervolle Experimente und Erfahrungen, da passiert sehr viel und ändert das Sehverhalten der Kiddies. Bloggen und Recht ist eine neverending Story und ein microsoft freies Büro wird es meiner Meinung nach vorerst nicht geben, aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

Soweit zum Programm – ich lasse mich jetzt klonen um das alles irgendwie zu schaffen.

Nur noch ein paar Tage und ich treffe in Berlin jede Menge Internetspacken fuzzies Menschen Bekannte 140 Zeichen Freunde und Internetfuzzies. Ich freue mich sehr auf Berlin, konnte ich die letzte re:publica aus vollkommen schwachsinnigen Gründen nicht besuchen.

Bevor ich zu so einem Dings wie der re:publica fahre (es kann auch ein Barcamp, Wordcamp oder sonstiger Stuss sein) mache ich mir tatsächlich ein paar Gedanken und nehme mir wilde Dinge vor, die ich sofort wieder vergessen kann. (file under: Klugscheisser-Tipps für Leute, die zum ersten Mal zu so einem Internetringelpiez mit Anfassen gehen)

Ganz wichtig auf so einer Konferenz:

  • Beginne niemals ein Gespräch mit den Worten:
    “Hallo. Ich lese dich”

Danach stirbt das Gespräch sofort einen kalten und harten Konversations-Tod. Du liest mich, aber ich lese dich nicht. Es ist egal, ob du Blogger bist, egal ob Marketinghorst oder Mensch mit Facebook-Profil und neuem “Social-Media Berater” Titel auf der Karte. Egal ob Frau oder Mann, egal ob Kackbratze oder bloggender Gott. Was soll ich danach zu dir sagen? “Toll?” “Super, endlich treffe ich jemanden, der den Scheiß auch liest?”

Aber ich freue mich wie ein König, endlich die Menschen hinter all den Geschichten und Tweets kennen zu lernen. Das ist wundervoll. Ohne Konferenzen wie die re:publica würde ich immer noch im stillen Kämmerlein alleine vor mich hin bloggen und keine Sau aus diesem Internetz kennen.

Ein echter Klugscheisser-Tipp:

  • Der Morgenschiss kommt ganz gewiss, auch wenn du auf der Re:publica bist

Die Toiletten sind manchmal in einem Festival-ähnlichem Zustand und ich freue mich schon auf die ersten “Klopapier ist alle” Tweets. Wenn du in einem Hotel bist – prima, trinke einfach einen starken Kaffee, rauche eine Zigarette ohne Filter, nimm dir bei hastigen Weg zu Toilette noch einen Comic mit und danach kann man ganz entspannt den Tag verbringen ohne die anderen mit Bierpübsen und anderen Ausdünstungen zu belästigen.

Mein kleiner Business-Tipp und von mir jedesmal vergessen:

  • Visitenkarten vor der Heimfahrt sofort wegwerfen

Die sind nur Ballast. Es sei denn, sie sind außergewöhnlich schön (kommt sehr selten vor), du kannst dich noch an die Person erinnern (bei 1000 Teilnehmern eher unwahrscheinlich) oder es ist jemand, bei dem du demnächst arbeiten willst. Dann solltest du sie nicht wegwerfen. Aber sonst? Was soll ich damit? Hier liegen 500 Karten in eine Schublade, gesammelt auf diversen Barcamps, von Leuten, deren Namen, Gesicht und “was machst du so” ich längst vergessen habe.
Die 10 Leute, mit denen ich in Kontakt bleibe, “treffe” ich eh online. Sei es Twitter, Facebook, Xing, Flickr, Last.fm, delicios, im Blog oder bei Friendfeed.

Das Beste kommt zum Schluss:

  • Schreib in dein Blog. Nicht auf Twitter

Twitter ist lustig und manchmal ein großer Spaß, aber zur Re:publica ist Twitter unfassbar nutzlos. 1000 aktive Twitternutzer die alle ähnlichen Stuss schreiben? Elend, Hölle, Untergang des Abendlandes. Das liest keine Sau, und niemand wird es wiederfinden.Twitter ist als Konferenzbegleitungstool eigentlich tod.

Schreib lieber was in dein Blog und mach Fotos. Tagge die Artikel und Fotos halbwegs sinnvoll. Wer 300 Tweets schafft, kann auch 20 Blogartikel schreiben. Die liest auch niemand, aber man kann sie später wiederfinden. Tweets werden irgendwann gelöscht. Eigentlich ganz einfach.

Nach drei Tagen Berlin wird mein Kopf platzen mit Dingen, die ich eigentlich gar nicht wissen will, mit Wörtern, die ich bis eben noch nicht kannte, mit Namen, Gesichtern, Geschichten, Gerüchen und Themen. Wundervoll. Eine riesengroße Kindergartengruppe die drei Tage lang zusammen Internet spielt. Das wird ein ganz großer Spaß, ich freue mich auf Berlin und dass, obwohl ich nicht einen einzigen Vortrag kenne. Das tolle Programm zur Re:publica habe ich noch gar nicht erwähnt.