Ich wollte wissen wie die automatische Gesichtserkennung auf Facebook funktioniert. Dazu habe ich einige bereits vorhandene und bereits auf Facebook getaggte Fotos mit picnik eingefärbt, verzerrt, gespiegelt, etc. und als Kopie auf meinem Computer gespeichert.

Ich wollte sehen, welche Fotos die Gesichtserkennung erkennt, ob sie überhaupt etwas erkennt und wie sie generell funktioniert. Zur Zeit wird viel über diese, in Teilen bereits seit längerem vorhandene Funktion geschrieben und evtl. hilft es dem einen oder anderem zu sehen, wie diese automatische Gesichtserkennung funktioniert.

Vorbereitung.
Folgende Fotos habe ich auf meinem Computer vorbereitet.
Verschiedene Gesichts-Variationen in Kombination mit Tierbildern.

1 Bilder lokal auf dem Rechner angelegt

Foto: Facebook Gesichtserkennung – Bilder lokal vorbereiten und speichern

Die Fotos habe ich anschliessend zusammen (wichtig), auf einmal, zu Facebook hochgeladen und in einem Foto-Album gespeichert. Die automatische Gesichtserkennung greift zur Zeit nur, wenn Fotos hochgeladen werden.
Das erwähnte Album ist öffentlich sichtbar. Sie können die Fotos auf Facebook einsehen.

Achtung
Jetzt kommt die automatische Gruppierung und die automatische Gesichtserkennung und die Personenerkennung. Das sind gleich drei zwei Funktion um die es hier geht, man übersieht dies schnell.

Facebook erkennt, dass ein Gesicht auf dem Foto zu sehen ist, nimmt diese Gesichtsbilder-Auswahl, erkennt darin ähnliche Bilder und gruppiert sie entsprechend. Bevor eine Person ins Spiel kommt, hat Facebook bereits zweimal auf euren Uploads Gesichter erkannt.

Theoretisch und in dem Fall, dass ihr bereits auf Fotos getaggt seid, erkennt Facebook euch als Person und schlägt euren Namen für eine Gruppe von Fotos vor. Falls ihr Fotos mit anderen Personen darauf hochgeladen habt, müsst ihr zusätzlich mit der Person befreundet sein, damit Facebook die Namen von Freunden vorschlägt.

Dumm, dass die automatische Gesichtserkennung, bzw Personenerkennung bei mir gar nicht funktioniert.

fotos von FB als ähnlich erkannt und gruppiert dargestellt

Foto: Fotos werden von Facebook erkannt und gruppiert dargestellt

Trotz zahlreicher Versuche wird mir mein Name nie automatisiert vorgeschlagen. Es war nicht möglich, die komplette automatisierte Gesichtserkennung auf Facebook zu finden.

2 fotos werden von FB als ähnlich erkannt und gruppiert dargestellt

So sieht die Seite (höchstwahrscheinlich) aus, wenn die automatische Gesichtserkennung mit Personenerkennung komplett funktioniert.

Ich mache in der Annahme weiter, dass das irgendwann richtig klappt.

Hier passieren vier fünf Dinge zugleich.

1. Facebook erkennt, dass ein Gesicht oder eben kein Gesicht auf einem Fotos zu sehen ist. Die Katzenbilder werden automatisiert als “kein Gesicht” erkannt und nicht in Auswahl für Punkt zwei genommen.

2. Facebook nimmt die Fotos mit Gesichtern und erkennt, dass es eine Ähnlichkeit innerhalb der hochgeladenen Fotos, bzw. der Gesichter gibt und gruppiert sie dementsprechend.

3. Facebook merkt, dass es eine Ähnlichkeit zwischen bereits getaggten Fotos meiner Freunde und den hochgeladenen Fotos gibt und erkennt Personen und schlägt eben dieses bereits bekannte Tag, bzw. bekannten Namen auch für die als in der Gruppe ähnlichen Fotos vor.

4. Aus Gründen (Privatsphäre, Performance) passiert Punkt 3 nur, wenn ihr mit der Person befreundet seid.

5. Auch wenn ihr die Funktion abschaltet, euer Gesicht wird trotzdem erkannt werden, damit Facebook anschliessend, wie gewünscht, euren Namen eben nicht als Vorschlag anzeigen kann. Wenn ihr die Funktion abschaltet, sieht die Seite trotzdem so aus wie auf dem Foto oben zu sehen. Euer Name wird nicht angezeigt, erkannt, gruppiert und anschliessend identifiziert werden die Fotos trotzdem. Das kann jedermann jederzeit nachstellen.

Update zu diesem Punkt:
Das war eine Theorie und inzwischen gehe ich davon aus, dass ich daneben getippt habe. Siehe Kommentare weiter unten von Sebastian und Thomas. Daher gilt der folgende Satz nur teilweise: Update Ende

Wer sagt, dass er die Gesichtserkennung abschalten kann, redet Stuss.
Ihr schaltet nur die Anzeige der erkannten Personen, bzw Namensvorschläge aus.

Nebenbei: Die Gesichtserkennung kann nicht viel. Die Gesichtserkennungsfunktion in Picasa mit Name-Tags oder in Apples iPhoto funktioniert erheblich besser.

Die Aufregung, bzw. die Ohnmacht gegenüber einer Maschine, kann ich vestehen. Im engsten Bekannten und Kollegenkreis gibt es extremes Unwissen über diese Funktion, die in großen Teilen gar nicht neu ist.

Update hierzu:
Ein Großteil der Kritik und Artikel geht am eigentlichen Problem vorbei. User können mich gegen meinen Willen auf Fotos taggen. Die Automatik ist nur eine weiterentwicklung eines manuellen PProzesses. Gegen das manuelle Tagging auf Fotos kann ich nichts machen und das ist einer der größten Misstände auf Facebook. Siehe Kommentar weiter unten von Sebastian.
Update Ende

Facebook selbst beschreibt die Funktion wie folgt:

… When you or a friend upload new photos, we use face recognition software—similar to that found in many photo editing tools—to match your new photos to other photos you’re tagged in. We group similar photos together and, whenever possible, suggest the name of the friend in the photos. …

Quelle: Facebook-Blog Making Photo Tagging Easier

Ich finde die Funktion nicht schlecht. Sie greift nur beim Upload der Bilder, nur wenn ich mit der Person befreundet bin, nur wenn ich bereits getaggt wurde und ich kann die Markierung anschliessend jederzeit wieder löschen.

Ich verstehe die Aufregung darüber nicht und die Äusserungen der Datenschutzbeauftragten verstehe ich schon gar nicht.

Überhaupt nicht verstehe ich das komplette und großflächige Versagen der Presse.

Es gibt über 10.000 13.000 16.000 Artikel über die automatische Gesichtserkennung und die Möglichkeiten, sie wieder abzustellen, aber es gibt kein einziges Foto der Personenerkennung in Aktion.
K.e.i.n. e.i.n.z.i.g.e.r. S.c.r.e.e.n.s.h.o.t! Alle scheiben voneinander ab und zeigen Bilder der Privatsphäreneinstellungen aber es gibt kein einziges Bild dieser automatischen Gesichts- bzw Personenerkennung in der Presse.

Zusätzlich erklären sie auch noch alle die automatische Gesichtserkennung völlig falsch.

Wenn sie meinen Artikel nicht verstanden haben: Lesen sie ihn doch nochmal. Sobald sie bemerken, dass jeder, der “Howto: facebook Automatische Gesichtserkennung deaktivieren …” schreibt, totalen Quatsch erzählt, hat dieser Artikel funktioniert.

Ich habe sicherlich Fehler in diesen Artikel eingebaut und freue mich über entsprechende Hinweise.

Danke sehr.

Wer sich weiterhin für das Thema interessiert, findet im Blog von Kristian Köhntopp den Artikel Placebo Forte N, der leider relativ viel Vorwissen benötigt um halbwegs verstanden zu werden.

Update:
Facebook bietet in in den Tiefen der Privatsphäre versteckt an, die gespeicherten Informationen für die Markierungsvorschläge zu löschen. Im Prinzip die Information, die aus dem Vergleich der bereits getaggten Fotos gewonnen wird. Die Markierungen auf den Fotos bleiben erhalten. Wenn es funktioniert, ist das in der Tat eine Möglichkeit, die Gesichtserkennung in seiner Funktionalität einzuschränken.

via: stadt-bremerhaven.de: Facebook: deaktivierte Gesichtserkennung speichert trotzdem Daten, so beantragt man die Löschung

Herrlich. Fast meditativ. Man muss eine Weile darauf starren, dann bilden sich plötzlich die bekannten Muster.

Screenshot Hamburg

Faszinierend Sache und ja, ich hätte Hamburg und Berlin nicht sofort erkannt.

Screenshot Berlin

Tolles Ding.

Kann man selbst machen auf xn--slarsteinn-gbb.com

via landkartenindex – Google Maps ohne Landkarte dafür aber nur mit Namen

Update: Sie finden Hamburg, Ihr Haus, das Haus des Nachbarn, Ihre Arbeitsstelle und die Sehenswürdigkeiten von Hamburg auf MAPS.GOOGLE.DE.
Suchen Sie dort nach Hamburg.
In der Karte oben links ist so ein kleiner, gelber Typ. Den ziehen Sie auf die Karte und schon sehen Sie Google Streetview.

Jetzt geht es los. All die Nörgler und Privatspähren-Heulsusen werden ab heute den ganzen Tag in Google Street View unterwegs sein und nach nicht verpixelten Fotos und Nummernschildern suchen.

Tausende Journalisten lauern auf den nächsten Datenskandal und schreiben erste Artikeltemplates vor in der Annahme, irgendein Blockwart wird schon etwas finden.

Google Streetview ist irgendwie in Deutschland verfügbar – Hamburg und Berlin sind natürlich auch dabei.

Das wird aktuell auf Google.de mit folgenden Worten angekündigt:

Neu! Die ersten deutschen Plätze und Sehenswürdigkeiten sind jetzt in Street View verfügbar.

Quelle: www.google.de

Der Deutsche Witz des Tages ist, dass nach der “jetzt auch in Deutschland” Ankündigung folgendes zu sehen ist:

Screenshot Start Googe Streetview in Deutschland
Screenshot Start Googe Streetview in Deutschland

Na? Was seht ihr da? Richtig. Mallorca!
Was für ein Spaß. Ich musste schallend lachen.

Neben diesem Witz gibt es natürlich auch Hamburg und Berlin.

Berlin völligst dröge und langweilig mit dem “Bundeskanzleramt” bei schönem Wetter. Das finde ich so – geht so – aufregend. Die paar Touristen und Wassersprenger sind nicht so aufregend. Aber wen es interessiert, warum nicht?

Nett auch die Siegessäule, da kommste nicht drum herum, die muss einfach in Google Stret View rein, sonst merkt niemand, das man das Bild auch nach OBEN drehen kann.

Optisch irgendwie aufregender ist die Köhlbrandbrücke in Hamburg.

screenshot koehlbrandbrücke streetview
screenshot koehlbrandbrücke streetview

Das ist im Vollbild-Modus auf einen 24 Zoll Monitor mit HD Auflösung schon eine schicke Sache, da kann man nicht meckern. Im Gegenteil, da überkommt einen fast ein kleiner Schwindel.

Für alle nicht Hanseaten: Das eigentliche Leben in Hamburg spielt sich zu 99% oberhalb der Elbe ab. Dass ist das viele Wasser, ws ihr da seht und oberhalb ist, richtig aufgepasst in der Schule, im Norden.

Ein Gewinn für alle. Ich bin ein Fan von Google Street View und ich freue mich darauf, Berlin und andere Ecken in Deutschland virtuell besuchen zu können.

Ihr erkennt Street View Zeugs in Google Maps an dem kleinen, orangenem Typen oben links in der Ecke. Immer wenn der auftaucht gibt es auch Street View. Kann man bei einer Suche nach “Berlin, Siegessäule” gut erkennen.

Vor knappe einer Woche stolperte ich irgendwo im Internet über dieses Video von einem getanzten Hochzeitseinmarsch in die Kirche. Ein unbekanntes Video, ein paar Hundert Leute hatten das erst gesehen, mit Menschen, die in lustigen Sonnenbrillen durch den Kirchengang springen und die Hochzeit gebührend einleiten.

screenshot twitter

screenshot twitter uploaded by svensonsan verlinkt zu bit.ly/1Yjld

Ein niedliches Video das ich mir seitdem zig-Mal angesehen habe, warum, dazu gleich mehr.

Beim ersten Mal dachte ich, dass die Braut gerade den Moment ihres Lebens hat, beim zweiten Mal eher “mmh, das Kleid ist wohl ganz schön eng, oder warum tanzt sie gar nicht”. Trotzdem mag ich das Video, liegt wohl daran, dass ich bereits eine eigene Hochzeit hinter mir habe. Das von vielen angestrebte Ziel, die Hochzeit zum “unvergesslichen und schönsten Ereigniss im Leben” zu machen, düften die Beiden hier wohl erreicht haben.

Innerhalb von sieben Tagen haben sich 12 Millionen Menschen dieses Video angesehen und mal eben 65.000 größtenteil sehr niedliche Kommentare dazu geschrieben. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ein Hochzeitstanzvideo schafft 12 Millionen Zuschauer in sieben Tagen.

Das “JK Wedding Entrance Dance” erscheint an allen Ecken und Enden im Netz und immer wieder kann ich es mir ansehen, wenn ich zufällig darüber stolper. Toll, oder?


YouTube Hochzeitstanzvideo direkt swing-Link

Achja.

So ein Erfolg hat natürlich auch seine Auswirkungen.

Im Video tanzen die Damen und Herren zum Lied “Forever” von Chris Brown. Der Song ist, obwohl über ein Jahr alt, mal eben auf Platz drei der Amazon-Hitliste gestiegen und spült der ansonsten recht bekloppten Musikindustrie, die so ein Video normalerweise sofort aus YouTube entfernen lässt (Copyright! Urheberrecht! Alarm) ordentlich Kohle in die Kasse. 47.000 verkaufte Songs sollten sich finanziell bemerktbar machen. Quelle

Google freut sich über diese Aktion, kann es doch endlich sagen “… Geld verdienen mit YouTube-Videos …“.

Das Hochzeitspaar freut sich auch, kommen sie, mit der gesamten Hochzeitstanzgesellschaft, ins Fernsehen. Die haben das ganze Ding einfach nochmal getanzt und hatten wieder Spaß dabei. Da tanzt die Braut dann richtig mit, obwohl das alles irgendwie nicht mehr so fetzt, aber eindrucksvoll belegt, wie lustig es sein kann, wenn man sich völligst zum Horst macht. So etwas finde ich gut. Wenn, dann soll man die Karre richtig in den Dreck fahren.

YouTube Hochzeitstanz Teil 2 direkt Video dings

Wer das Paar auf dem Sofa sehen will, bitte sehr, es gibt natürlich auch ein Interview mit Ihnen.

Prima Sache soweit. Ein niedliches Video dass seinen 15 Minuten Aufmerksamkeit bekommen hat und tatsächlich vielen Leuten gefällt. Zu keinem Tweet habe ich in den 18 Jahren Twitter mehr Feedback bekommen als zu dem Hochzeitstanz-Video.

Aber das Internet wäre nicht das Internet, wenn es so ein Ding nicht sofort durch den Kakao zieht.

Gestern erschien der Scheidungtanz.


YouTube Heiratet nur mit Ehevertrag direkt Dings

Das Video ist eigentlich gar nicht soooo lustig, aber die Idee ist super. “JK Divorce Entrance Dance” – ganz, ganz großes Tennis. Liegt wahrscheinlich auch hier daran, dass ich schon geschieden bin. Es soll ja Menschen geben, die sich über eine Scheidung sehr freuen, da macht so ein Tanz doch etwas her und bringt endlich Mal ein wenig Spaß in das von Elend und Leid geplagte Familiengericht.

Was viele nicht wissen, das Lied war ursprünglich nur ein Kaugummi-Werbespot.


YouTube Wrigley Doublemint Commercial Video direkt gum

Das wurde dann zu einem Song hoch-gepimt, aber alles hier gezeigten Clips sind deutlich besser als das, was die Musikindustire geschaffen hat. Selbst der Kaugummispot ist schöner als dieser Mr. Untalentiert feat. Miss Knackarsch Videoclip Schwachsinn.

MTV Chris Brown – “Forever” Hüpfdohlen direkt Video Link

Als Entschädigung für diesen Kommerzmüll gibt es noch die Offbeat bride. Das habe ich aus irgendwelchen Kommentaren bei Metafilter gefischt.

Bitte beachten Sie:
Falls Ihre Lebensgefährtin, Partner, FreundIn oder sonstige Anhängsel in der Nähe sind, bei denen eine Hochzeit auch nur Ansatzweise in den nächsten 100 Jahren eine Rolle spielen könnte:
Zeigen sie denen auf keinen Fall die offbeatbride Seite.

Da gibt es Wedding porn und das ist absolut wunderbar. Stundenlanger Spaß mit ganz, ganz vielen Hochzeiten. Unfassbar, wie toll diese Seite ist, warum gibt es so etwas nicht auf Deutsch?

Ist das Internet nicht manchmal wundervoll?

via: the daily what, readwriteweb und metafilter

screenshot watch berlin mykiez
screenshot watch berlin mykiez
Quelle: WatchBerlin
uploaded by svensonsan

Ach ja.
Immer wieder nett etwas aus Berlin zu sehen. Wladimir Kaminer im Kiez-Video bei WatchBerlin. Da macht sich langsam ganz schick, dieses WatchBerlin. Bekomme immer Heimweh oder so etwas, wenn ich mir das anschaue.
Schlimm.

Kaminer erklärt im Video, am Ende, Berlin ganz wunderbar:

…in Berlin könne man 10 Oktoberfeste, 20 Karnevale und 5 Loveparaden veranstalten, das interessiere keine Sau. …

Ganz anders als Hamburg. Wenn man hier Hafengeburtstag feiert oder ein großes Schiff nach Hamburg kommt, dann drehen sie alle durch. Irgendwie anders als in Berlin.

Falls die Queen Mary 2 nach Berlin kommen könnte, würde das wahrscheinlich niemand mitbekommen. “Wieso sollte man sich ein Schiff ansehen?” denkt sich der Berliner. Es schwimmt, es ist groß, man kann nicht aufs Schiff und kostenloses Essen gibt es auch nicht, damit ist die Queen Mary 2 dann abgehakt und niemand geht hin.

Das fehlt mir in Hamburg. Ehrlich. Hier wird immer so ein Fass aufgemacht wenn irgendwas los ist. In Berlin nicht, da wuselt jeder vor sich hin.

Ausserdem gibt es für Hamburg nichts vergleichbares in Sachen Video, abgesehen von diesem tventy.de Ding. Ein G&J Versuch auch was mit Web 2.0 zu machen. Wenn man das mit WatchBerlin vergleicht, sieht man sofort die Unterschiede zwischen Hamburg und Berlin.

Heute Bonuspunkte in Sachen Hamburg vs. Berlin, 0:500

via: wirres

Google Developer Day in Hamburg im Side Hotel. Da gehe ich heute hin und lasse mir was von diesem Internet erzählen.
In offizieller Mission für superReal.
(Disclaimer: superReal ist mein Arbeitgeber, daher könnte man diesen Link als Werbung verstehen. Musste wissen, falls du darauf klickst. )

Soll ja ganz toll sein dieses Internet, mit www, API-Schäpsen, Maps, universal Gadgets und hastenichtgesehen was noch. Siehe: Agenda. Danach kann ich noch besser Buzzword-Bullshit Bingo spielen.

In Berlin gibt es keinen Google Developer Day, wie man auf der Karte sehen kann. Berlin – Wir können alles ausser Geld Google.

Das passt auch hier. Man arbeitet wohl in Hamburg, inzwischen habe sogar ich das verstanden.

Daher: Google Developer Day Hamburg vs. Berlin, ich sag mal 100:0

Tja, das sieht heute schlecht aus für Hamburg.
Zur Zeit lese ich sehr viel Zeugs über Berlin, aus Hamburg kommen nur Tennis- und Airbus-Nachrichten.

Berlin Gedaddel:
Klaus Wowereit (oder einer seiner Berater) benutzt Plazes. (Siehe KlausWowereit)
Das ist so ein Ehemänner-Überwachungstool, man kann sehen, wo Menschen zuletzt mit dem Internet verbunden haben.
Da macht Wowi auch mit, im Rahmen des I LOVE BERLIN DAY in New York.

Ganz moderne Sache, Wowi macht in New York Werbung für Berlin.
Die Morgenpost schreibt:

Wowereit wirbt in New York für Berlin
Die amerikanische Metropole steht im Zeichen der Hauptstadt
Wowereit nutzte die Gelegenheit, um Werbung zu machen für die “aufregendste Stadt Europas”. Er sagte: “Berlin hat in den letzten Jahren einen veritablen Touristen-Boom erlebt und liegt mittlerweile auf dem dritten Platz hinter London und Paris.”

Quelle: morgenpost.de

Aha. Na denn, da steht das übliche Geseier, lustigerweise kann ich mir online ansehen, wo sich der Bürgermeister in New York so rumtreibt.
Schick zusammen gebastelt wird das auf iloveberlin Webseite und siehe da, Herr Wowereit (oder sein Berater) ist tatsächlich an den im Artikel genannten Orten gewesen.

Das hat was. Wenn Schäuble schon mein gesamtes Leben überwacht im Stasi2.0 Zeitalter, will ich auch dem Regierenden zusehen. Eigentlich eine sinnvolle Anwendung.

Das Ding gibt es schon seit ein paar Tagen, anfangs war Wowi (oder sein Berater) nur im Rathaus und zu Hause, wer hätte das gedacht? Leider versteht der Wähler dieses Plazes-Daddel-Ding nicht und nur solche Internet-Spacken wie meiner einer finden das gut. Aber egal, dafür bekommt Wowereit und Berlin jede Menge Punkte.

Ole von Beust spielt heute gar nicht mit, er sitzt bestimmt am Tennis Court und schaut sich Tennis an und klüngelt vor sich hin oder so, keine Ahnung was der macht, jedenfalls ist er nicht in New York und macht Werbung für Hamburg, wieso auch, die Hälfte der Leute dort würde dann denken, er ist Manager einer Burger-Bude, da er immer von Hamburgern redet.

Blöde Sache, daher,
New York und der Bürgermeister – Hamburg vs. Berlin 0:4500

via: Wowereit plaziert, hauptstadtblog, blog.plazes.com, Wowereits Gastspiel bei Plazes am Freitag vorbei – politik-digital und Wowereit würzt Web 2.0 – thorsten-koch.net

Google Analytics ist ein Statistik-Tool mit dem ich auf pop64.de die Webseiten-Besucher erfasse und zähle.

Das wurde komplett neu gestaltet und da ich das regelmässig nutze schreibe ich es hier auf.
Hat aber nichts mit Hamburg und Berlin zu tun.
Stimmt nicht, ich kann nicht anders, es ist doch mit Hamburg und Berlin …

Erste Änderung: Nach Login sehe ich den letzten Monat im Dashboard.
Das ist toll und wurde auch Zeit.
Alles sieht schicker aus, jede Menge große Überschriften, dazu Boxen, die man Ajax-like durch die Gegend schieben kann.

Analytics fühlt sich schneller an, und ich kann solch wichtig Informationen sofort erkennen, dass 1657 Mal nach irgendetwas mit Hamburg gesucht wurde (z.B.: Flohmarkt Hamburg), aber nur 1.192 Mal nach Berlin (beliebt: Sex in Berlin).

Die meisten Besucher kommen, wenn man die Google/Yahoo/Lycos-Suche raus lässt, von meinen Flickr-Bildern. Bei denen setze ich immer einen Link in den Kommentar, wenn ich das Bild im Blog verwende. Das funktioniert relativ gut.

Beste Blog-Besucher-Schleuder ist ganz klar Spreeblick, lustigerweise gefolgt vom Boschblog, die restlichen 500 Quellen verschwinden dann schnell im Hintergrund-Rauschen.

Das sind Dinge, die man wissen will und sofort wieder vergessen kann.

Auf fast jeder Seite in Analytics gibt es kleine Teaser, die mich, z.B. auf die Navigationsanalyse bringen.
Dort wiederum kann ich mit kleinen drop-downs schnell und einfach eine Seite wählen und sehe, dass in der Regel niemand klickt und wenn, dann klicken Besucher auf den ersten Button in der Navigation.
Das ist bei mir “Hamburg gewinnt”, dieser Button ist ganz vorne, auch in der Statistik.

User/Besucher sind da relativ stupide, in der Masse gesehen.
In Gesprächen mit Kunden, die Tagelang über Seiten in der vierten Navigationsebene nachdenken, gibt es immer wieder große Enttäuschung, wenn sie erfahren, das sowieso niemand den Kram ansieht.

Ein, zwei Klicks, nur auf die ersten Buttons oder Bilder mit Frauen drauf, dann ist Ende mit Besuch. Klingt nach typischem Sven-Gelaber, ist aber leider so.

Einen Makel gibt es doch.
Das dusselige Webside-overlay, so ein Ding, bei dem ich für jeden Link sehen kann, wie oft er geklickt wurde, das funktioniert immer noch nicht.

Schick Redesign, jede Menge neue Buttons, neue Funktionen habe ich nicht gefunden, die Referrer sind immer noch verstümmelt, aber insgesamt passt das.
Da „Hamburg gewinnt“ mit Abstand gegen „Berlin gewinnt“ gewinnt und mehr nach Hamburg gesucht wird, bekommt auch hier Hamburg die Punkte.

Ich sag mal, Google Anayltics– Hamburg vs. Berlin 1928 : 500

via Google Analytics bald mit komplett neuem Design + Funktionen, da findet man dann: New Version of Google Analytics! und ein kleines Video in Farbe und Bunt findet man auch.

Einen Bug gibt es auch.
Wenn ich auf Vorschau im Blog/Wordpress klicke, öffnet sich ein neues Fenster mit dem hier gelesenen Artikel, allerdings ist das Analytics Webside-overlay drauf und geht nicht weg.

Schick.
Man kann jetzt die Photo-Seite in Flickr ändern.
Eben waren es noch viele kleine Bilder, jetzt sind es große Bilder.
Toll oder?
Dazu gibt es noch Collections, die werde ich aber nicht benutzen.
Das Layout lässt sich in Flickr über “You – Your Account – Your photos page layout” ändern, dort bekommt man dann diese auswahlmöglichkeiten.

via: hebig.com

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