Liebes Internet, liebe User, liebe Google-Suchenden und liebe Zielgruppe:

Diese Webseite ist NICHT die BVG, nicht der HVV und vor allem nicht die Beschwerdestelle für alle, die irgendwelche Probleme haben.

Ich lese alle eure Probleme, die ihr mir per Kontaktformular schickt.
Meistens frage ich dann sogar Google und schicke euch den Kontakt zu Butter-Lindner (Butterpreise zu hoch), der BVG Beschwerdestelle (Ticket vergessen, die &/&&($% wollen, dass ich trotzdem zahle) oder den örtlichen Flohmärkten (ich suche gebrauchte Schuhe für meine Kinder).
Die Liste lässte sich beliebig verlängern, hier schlagen die lustigsten Anfragen auf.
Da werden Formulare gesucht zur Unternehmensgründung, jemand will Müllsäcke bestellen, ein anderer sucht seine verschollene Liebe in Berlin, dito sucht eine Mutter ihren Sohn, jemand wollte irgendwas mit maximal erlaubter Zaunhöhe seitens Bauaufsichtsbehörde wissen und dazwischen gibt es immer wieder Tips für frisch eröffnete Currywurstbuden.
Bin gerade zu beschäftigt, um die restlichen Anfragen zu suchen, irgendwann mache ich daraus mal einen Artikel.

Beantworten kann ich das aber nur bis zu einem Gewissen Grad. Ich habe den Anspruch, Anfragen zu beantworten, aber das kostet viel Zeit und die fehlt mir meistens (immer).
Ich helfe ja gerne, bin aber genervt von DAUs, die einmal was in Google eintippen und dann sofort aufgeben. Ihr nervt mich wie Fusspilz. Ehrlich. Es gibt mehr als nur den ersten Treffer in Google. Glaubt man kaum, ist aber so.

Letzte Nach wurde ich ertränkt in Anfragen bezüglich “die BVG macht dies und das”. Schreibt dazu doch bitte direkt an die BVG, die haben eine Kontakt-Seite mit vielen, vielen Kontaktmöglichkeiten.

Mehr wollte ich eigentlich nicht.
Danke.

Meine Fresse, mir schwillt der Kamm, mein Puls ist auf 200, meine Halsschlagadern platzen gleich.

Ich habe da einen Freund, der kümmert sich um ein Blog in dem gefühlte fünf Trilliarden Anwälte, Rechteinhaber, Veranstalter, Manager und Event-Irgendwas-Menschen mitreden wollen.

Da gibt es Ansagen, da zieht es einem die Schuhe aus.
Was arbeiten in der Musikindustrie bloss für voll-Honks.
Wissen die überhaupt, was das Internet ist?
Wo leben die denn?

Kein Wunder, das die aussterben. Musikindustrie liest man ja nicht mehr so oft, die nimmt keine Ernst, diesen verspinnerten Horsten will auch gar keiner zuhören, zumindest solange nicht, wie man nicht gezwungen ist mit ihnen zu reden.

Und das ist echt kein Spaß.
Man, man, man, haben die einen an der Waffel.
Die größten Spiesser der Welt, oder was weiß ich. Da haben sie etwas Mitspracherecht und machen dermassen auf dicke Hose, das gibt es gar nicht. Da wird zensiert, umgeschrieben, umformuliert und alles.
Das passt nicht so ganz zu einem Blog. Da macht man erstmal, wenn nicht richtig war, ändert man eben die folgenden Artikel.
Aber nicht mit der Musikindustrie. Da muss alle 800 mal geändert werden.

Das die Artikel längst in den Feedreadern dieser Welt liegen, tja, das wissen die auch noch nicht, ich werde es ihnen auch nicht erzählen.

Es wäre so lustig Details zu schreiben, stundenlanger Spaß, aber leider darf/will/kann ich das nicht. Macht auch nichts, das war bereits genug Musikindustrie-Content.

Da es diesmal um eine in Hamburg und Berlin geht, bekommen beide derbe Minuspunkte.

Musikindustrie Hamburg vs. Berlin -5000 : -5000

Niedlich.
Neulich standen plötzlich in der ganzen Strasse kleine, rote Kisten vor jeder Haustür.
In diese Kisten sollte man doch bitte seine Altkleider legen, wahlweise auch Schuhe, irgendjemand braucht dringend Schuhe.

Das finde ich toll, das funktioniert auch, es lagen jede Menge Säcke mit Kleidern in den Kisten. Scheinbar wird bereits bei Einigen die Wintermode aussortiert.

Ob das auch in Berlin funktionieren würde?
Ich glaube nicht, wahrscheinlich wären die Kisten sofort weg und Klamotten legt auch keiner rein, im Gegenteil, die Leute würden die Säcke aufschneiden und sich neue Sachen raussuchen. Sieht man leider zu oft, dass Mensch im Altkleidercontainer hängt und sich Klamotten raussucht.

In der Eimsbütteler Blubberblase ist die Welt aber noch in Ordnung, keine kaputten Säcke, alles ordentlich beschriftet, verpackt und verschnürt. Es liegt noch nicht mal Müll in den Kisten.

Daher, Altkleidersammlung Hamburg vs. Berlin, mal sehen, mit dieser ‚Kiste vor der Tür’ Nummer kommt man in einigen Gegenden in Berlin nicht so weit, daher gibt es Punkte für Hamburg. 10:0

pilates

Foto: pilates by sheeshoo with Some rights reserved

Kinder, was für ein Spaß. Neben Badminton habe ich mich in Pilates versucht. So etwas habe ich in Berlin ja absolut überhaupt gar nicht gemacht, daher mal wieder ein Hamburg – Berlin Vergleich.
In Hamburg wurde ich von der Bekannten überredet, nur mal gucken, musst ja später nicht mehr hingehen, ist bestimmt lustig und es sind jede Menge hübsche Frauen da. Bei solchen Argumenten konnte ich nicht Nein sagen und bin, nach einem sehr verklickten Tag, mit dem Rad zu meiner ersten Pilates Stunde gefahren.
Beim Eimsbüttler Turnverein, schön im Pilates Einsteiger Kurs.

Was soll ich sagen? Ich habe noch nie im Leben so einen Kurs mit irgendwas Hot-Iron-Spinning-Stepping Rope-double-ditch-backslash uptown underneath my breast Skipping besucht, gleichzeitig war das auch mein erster Besuch in einem Fitness Studio. Dementsprechend überwältigend waren die vielen ersten Eindrücke.

Pilates class

Foto: Pilates class by ucumari with Some rights reserved

Am allerwichtigsten:
Pilates ist der erste Sport den ich kennen, bei dem ich vorher duschen muss.
Wenn ich nach einem langen Tag mit dem Rad dorthinhetze und mich dann als kleine Transpirations-Stinkmorchel auf der Matte platziere, in der Geschmacksrichtung ‚irgendwas zwischen Stinkefuß und super-Axel’, das geht ja gar nicht, ich muss ja auch die Schuhe ausziehen und ständig mit den Armen rumfuchteln.

Also, vorher schön duschen und frisch machen, dazu die Haare schön machen, unbedingt in der Umkleide vorher frische Socken anziehen (wichtig), kiloweise Deo unter die Axeln und möglichst die Socken ohne Löcher wählen. Dann kann man sich dann zwischen all den unfassbar beweglichen Damen platzieren.

Als einziger Kerl zwischen 50 Frauen fällt man ja doch irgendwie auf, habe auch gleich nen Spruch von der Trainerin (sagt man hier auch Trainerin?) gefangen, aber egal. Man zieht die Schuhe aus und massiert die Füße, (bäääh, siehe oben, da muss ich jetzt durch) denn macht man anschließend langsame Bewegungen und dehnt sich.
Die Beine hoch, etwas mit den Armen und mit dem Bauch machen, dabei immer ganz lang strecken und, ganz furchtbar schlimm wichtig, den Bauchnabel zur Wirbelsäule (das ist das Motto, das sagt die Trainerin mind. 30 Mal an dem Abend).
Früher hieß das ganze Mal Gymnastik, mit dem ganzen Ein- und Ausatmen heißt es dann Pilates, so habe ich das zumindest verstanden.

Der Lendenmuskel ist auch wichtig, den habe ich nicht so im Griff, ich habe auch nicht genau verstanden, wo ich den habe, irgendwo in der Lende eben.

Nach einer halben Stunde beginnt das dann doch Spaß zu machen, ich dehne mich wie wild, die Trainerin weißt mich auf zu viel Schwung hin, egal, ich mache das so wie im Sport früher, dehne mich wie Bolle und ein einziger, kleiner Schweißtropfen kullert an mir herunter.

Bei einigen Übungen merke ich, dass ich in etwa so beweglich bin wie ein Bügelbrett (schlimme Sache, ich bin unfassbar eingerostet), bei Anderen, den Liegestützen-ähnlichen Sachen, sehe ich gar nicht so schlecht aus.

Like pilates, but better

Foto: Like pilates, but better by Ian Hsu (iandoh) with Some rights reserved

Dann ist die Stunde auch schon rum, ich habe eindeutig zu wenig geschwitzt, fand es etwas langweilig, bin aber total gedehnt und alles fühlt sich doch ganz dufte an, in den Beinen zieht es etwas, im Rücken habe ich seit drei Tagen ein Ziepen, also hat das insgesamt doch irgendwie funktioniert.

Ob ich da nochmal hingehe? Ich weiß es nicht, es war nicht fetzig genug, man kann nicht gewinnen, man schwitzt nicht und diese ganze Ein- und Ausatmnummer ist auch nicht so meins. Dafür war die Musik ganz gut, ist ja auch wichtig.

Da ich so etwas in Berlin überhaupt nicht hatte, bekommt Hamburg für den großen Spaß an diesem Abend jede Menge Punkte.

Pilates Hamburg vs. Berlin: 462 Ausgeatmete vs. 0 eingeatmete Punkte