Radio Hamburg kommt hier im Blog nicht gut weg. Irgendwo stand mal, dass die Leute dort beim Betreten des Gebäudes das Gehirn abgeben. Ich finde es aber nicht mehr. Was das Internet gefunden hat, ist ein Kommentar von John Ment in der Mopo.

Das ist doppelt lustig. Er schreibt, immerhin eine Woche, nach Erscheinen der einbuchstabedanebentiere auf Twitter einen kommentar dazu und bezeichnet sie als “total in”. Nach einer Woche ist auf Twitter alles tot.

Faszinierend allerdings, dass man einen Kommentar über die einbuchstabedanebentiere schreiben kann, ohne Twitter überhaupt zu erwähnen! Das ist schon sportlich. Irgendwie. Aber auch wieder egal.

Hier klicken und Bild anschauen

Disclaimer: Ich kann Radio Hamburg nicht leiden. Die Musikauswahl erzeugt sofort beidseitige Lähmung bei mir und die permanente gute Laune klingt immer so, als ob der Chefredeakteur mit einem Baseballschläger neben den Moderatoren steht und sie “anspornt”. Das ist nicht meins.

Nachtrag:
Dank an formschub. Ihm fiel als einzigen Menschen weltweit auf, dass im Kommentar in der Mopo Twitter nicht erwähnt wird UND er hat den Artikel fotografiert UND das ganze auch noch getwittert.

Danke, danke, danke, danke.

Nächstes Mal kann er vielleicht eine Quellenangabe mit Datum und Seite unter das Bild setzen, nicht, dass jemand meckert wegen Quellenangabe und Glaubwürdigkeit. Mir ist das allerdings egal. ;-)

Sweethearts
Sweethearts
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Heute wird geküsst, denn heute ist Welt-Kuss-Tag. Es ist egal, ob man seine Freundin, Freund, Katze, Kind, Genossen, Brüder, Schwestern oder Goldfische küsst. Warum auch immer es diesen Welt-Kuss-Tag gibt, ich weiß es nicht und es ist mir auch egal.

Ich hatte heute zehn Minuten Spaß mit dem Welt-Kuss-Tag, dass ist viel in diesen hektischen Wohnungssuchzeiten.

Beispielsweise gibt es das ganz fabulöse fuck yeah kissing Blog. Eine absolute Perle in diesem Internet. Auf dem Blog (das eigentlich ein Tumblr.Dings ist, aber egal) gibt es Bilder von küssenden Menschen. Spätestens auf Seite drei springt das Herz wieder an die richtige Stelle, angesichts der Niedlichkeit der Bilder.

Berlin hat als arm-aber-sexy-Hauptstadt natürlich auch einen weltweit bekannten Kuss am Start: den Bruderkuss zwischen Erich Honecker und Leonid Breschnjew

So etwas gibt es in Hamburg, trotz Kiez, Reeperbahn und viel gutem Willen, schlicht überhaupt nicht. Im Gegenteil, die Hanseaten machen solch ultra-beknackten Bildzeitungs-Quatsch wie: Weltrekord: Ein Paar in Hamburg küsste sich mehr als 32 Stunden lang. Herzlichen Glückwunsch Hamburg, aber gegen den Bruderkuss kommt so ein popeliger Dauerküssen-Weltrekord nicht an.

Nebenbei, das Bruderkussbild wurde neulich neu gemacht. An der East-Side Gallery hat Dimitri Wrubel den berühmten Bruderkuss noch einmal gemalt.

Ob so ein Welt-Kuss-Tag die Menscheit irgendwie weiter bringt? Abgesehen vom Lesen solcher Klickstrecken-Texte auf den Tageszeitungswebseiten wie “Was Sie über das Küssen wissen sollten” passiert da doch nicht viel.

ich weiß es nicht, aber mir hat es das fuck yeah kissing Blog ins Abo gespült und die geschätzten acht Millionen Kiss-Fotos auf Flickr finde ich auch niedlich.

Darum gibt es heute die Punkte mit einem Handkuss an die Hauptstadt serviert. Dieses Ding mit dem Bruderkuss ist schon ein Klassiker. Da gewinnt Berlin, keine Frage.

Welt-Kuss-Tag – Hamburg vs. Berlin: 217:312

Nachtrag, weil zu spät gesehen:
Wer sich nach Hamburg importierte Beklopptheit aus München ansehen will:

Am Mittwoch baut der Münchner Verein Kussfreunde e. V. ab 10 Uhr an der Spitalerstraße/Ecke Lange Mühren für vier Stunden eine sogenannte Kusszelle auf. Dort sollen die Hamburger zeigen, ob sie mehr küssen als Münchner oder andere deutsche Großstädter.

Quelle: mopo – So schön küsst Hamburg, da steht so viel Stuss im Artikel, da verliere ich fast den Glauben an die Menschheit.

Jetzt könnte ich ja über meinen ersten Kuss schreiben, aber damit trigger ich mich in einen mehrdimensionalen Gewissenskonflikt zwischen Hamburg, Berlin, München und das muss nicht sein. Geschichten über den ersten Kuss gibt es in dem Kissing-Blog zu genüge.

Überschrift geklaut bei der Bild.de

Das ist ganz nach meinem Geschmack.
Eine längere Geschichte, die damit beginnt, dass Anfang 2006 die Mecom Group Deutschland (Berliner Zeitung und Mopo) von David Montgomery gekauft wurde.

Wie das so ist, wurde anschließend ganz schlimm oft von Synergieeffekten gesprochen. Ein Wort, dass ausschließlich für Powerpoint Präsentationen erfunden wurde. Passt viel besser auf die Folie als “Wir feuern alle die nicht beim 20% Rendite Plan mitmachen. Euer Leben ist und egal, wir wollen Rendite, alles andere zählt nicht, auch wenn ihr Deutschlands älteste Boulevardzeitung seid. Uns doch egal.”

Synergieeffekten klingt da viel besser.

In den letzten Tagen konnte man ein paar Artikel zu den Synergieeffekten lesen.

… seit der Übernahme durch den Konzern von Finanzinvestor David Montgomery im Jahr 2006 ein Einstellungs- und Nachbesetzungsstopp. “Die Redaktion kriecht buchstäblich auf den Brustwarzen”, sagt Heinrich Klaffs, Redakteur und Betriebsrat bei der Hamburger Morgenpost …

Quelle: presseportal.de – Redaktion der Hamburger Morgenpost befürchtet, ihren Status als Vollredaktion zu verlieren

Da zusätzliche Erlöse im schwierigen Printgeschäft kaum möglich sind, geht das nur mit dem Rotstift. Und den setzt Depenbrock gnadenlos an – obzwar er der Morgenpost bei seinem Abgang als Chefredakteur versprochen hatte, seine schützende Hand über die älteste deutsche Boulevardzeitung zu halten.

Quelle: bild.de – Zeitungschef Depenbrock hat nichts zu lachen Revolte bei Berliner Zeitung und Hamburger Morgenpost

“Mit der Enthauptung ganzer Verlagsbereiche” werde die MoPo “zu einer Niederlassung der Berliner Verlagsholding”. Laut Artus werden zuerst Vertrieb und Marketing in Berlin angesiedelt, dann Rechnungswesen und Herstellung – eine “synergetische Eingliederung”.

Quelle: taz.de – Kahlschlag bei Hamburger “MoPo”

Wie man mit einer Zeitung im Jahr 2008 noch 20% Rendite machen will, bleibt das Geheimnis der Powerpoint Präsentatoren, ich habe da ja Zweifel.
Schade, dass in Hamburg mit dem Rotstift wild rum gemalt wird und alles nach Berlin geht.
Ich bin kein großer Freund der MoPo, ich lese da eigentlich immer nur das Sudoku, aber aus Prinzip ist es natürlich vollkommen bescheuert und schade mit unrealistischen Plänen das Leben von zahlreichen Journalisten irgendwie unlebenswert zu machen. Immer nur Zahlen, immer nur Druck, dass macht keinen Spaß und vor allem hat man nix von den 20%, die es sowieso nie geben wird. (Hallo! Ihr macht Print, da gibt es das nicht mehr).

Darum gibt es Punktabzug für Berlin.
Die Mopo in Hamburg wird bereits zu großen Teilen schon in Berlin produziert, wenn das so weitergeht kommt sie demnächst fast komplett aus Berlin und eigentlich müsste das Punkte für Berlin geben.

Aber, wie erwähnt, ich bin kein Freund der Rotstifte, darum Punkte für Hamburg.

Revolte bei Berliner Zeitung und Hamburger Morgenpost, ich sag’ mal 0:40.000

Der Eisbär und ich

Foto: Der Eisbär und ich

Das wird jetzt sehr schwer für Hamburg.

Berlin hat den Tagesspiegel, die Berliner Zeitung, dazu den lustigen Berliner Kurier, die Berliner Morgenpost, die BZ und die taz.

In Hamburg gibt es eigentlich nur das Abendblatt und die Morgenpost.
Das Sudoku in der Mopo ist toll, das wars aber auch schon.

Das ist in Berlin irgendwie anders, da gibt es auch mal lesenswerte Artikel in der Zeitung, die schreiben nicht nur die Pressemitteilungen um.

Beispielsweise schreiben sie über
Match der Metropolen Welche Großstadt hat mehr zu bieten: Hamburg oder Berlin?

Habe beim lesen erst spät gemerkt, dass sie von mir schreiben, ich hatte noch nicht genügend Kaffee getrunken.
Sehr irritierend, am frühen Morgen unvorbereitet die eigene Hackfresse in der Zeitung zu sehen.

tagesspiegel.de – Match der Metropolen
Kann man lesen, meine kleine Schwester kommt auch drin vor und ich habe mir heute morgen in der Bahn so derbe nen Keks gefreut, das die Hanseaten mich mit ihrer Mopo komisch angeschaut haben.

Darum, wie sollte es anders sein, gewinnt Berlin in Sachen Tageszeitung.
Ausserdem ist Knut auch mit auf der Seite, das gibt nochmal exrapunkte.

Tageszeitungen Hamburg vs. Berlin 1:50.000

Nachtrag:

An solche Feinheiten denkt im ewigen Konkurrenzkampf der zwei Großstädte leider niemand.
Außer Sven Dietrich

… ist das nicht niedlich?

das Ganze sollte man also nicht zu ernst nehmen. Sondern es als Ehre für beide Städte begreifen, dass sie mit der jeweils anderen verglichen werden.

… und da hat es endlich mal jemand verstanden.

Jörg Dräger will Hamburg als „Stadt der Talente“ präsentieren.
Fein.
Mithilfe der Unternehmensberatung Roland Berger, einer Powerpoint-Präsentation und amerikanischen Wissenschaftlern hat er etwas herausgefunden.

Nicht nur Unternehmen sind wichtig, man braucht auch kreative Menschen in der Stadt.

Wow. Super. Ehrlich, haste gut gemacht, Jörgi macht das, mit Powerpoint-Karaoke und allem.

Wie stulle ist das denn bitte? Dass er sich mit so etwas vor die Presse traut? Ich hätte ja Angst, dass jemand bemerkt, dass vollkommen unsinnig Kohle für etwas ausgegeben wird, das eh jeder weiß.

Da Hamburg solche tollen Marketing-Konzepte braucht, mache ich doch einfach mit:

Sven Dietrich hat ohne amerikanische Wissenschaftler herausgefunden, dass billige Wohnungen und viele Studienplätze jede Menge junge und kreative Menschen in die Stadt locken.

So einfach geht das.
Die Rechnung, garantiert preiswerter als bei Roland Berger, schicke ich dann per Post.

Jörg Dräger hätte auch nach Berlin gehen können. Billige Wohnungen, Altbau-Wohnungen in der Stadt und nicht irgendwelche Neubauten am Stadtrand, dazu jede Menge Studenten und fertig ist die Freak-Show auf der Kastanienallee oder in Friedrichshain. Total kreativ und so.

So ein Quatsch. Aber man kann prima Bullshit-Bingo dummbatz-Bingo im Morgenpost Artikel spielen.
Siehe: Hamburg soll Stadt der Talente werden
Da kommt alles vor. „Wachsende Metropole, lebenswerte Stadt, Leitbild, Unternehmensberatung, Powerpoint, kluge Köpfe und Ideen, Maßnahmen zur Steigerung“ und so weiter. Leider steht nicht wirklich etwas drin, nur dieses Gesabbel, immerhin ohne Rechtschreibfehler.

Billige Wohnungen Hamburg vs. Berlin, ganz klarer Fall, die Mieten in Hamburg sind vollkommener Wahnsinn, zumindest im Vergleich zu Berlin, daher 0:10000

via: Stadt der Talente? bei Lumma.de, eigentlich von dort abgeschrieben.

Neulich im Knuth, neulich wird das Wort des Tages, ich so also neulich im Knuth so, will mir nen Kaffee bestellen und siehe da, da liegt der Tagesspiegel.

Ganz kleinlich hat er sich unter die MoPo geschlichen, hab ihn gleich gerettet und einmal gelesen, sowas finden zeitungen ja ganz dufte.

Erst MoPo und denn Tagesspiegel, das ist noch besser als erst Radio Hamburg zu hören und sich danach die entzündeten Ohren an Radio Eins/Fritz zu erholen.

Neulich habe ich auch Radio Hamburg gehört, aber nur kurz.
Radio bedingt bekommt Berlin die Punkte, kein Vergleich, dazu noch der Tagesspiegel, gar keine Frage, Punkte für Berlin. 10:5860

Sie sind wieder da. (siehe: VideoportalKneipenausgehding mit sexytrendymegahip Anspruch)

Die Clips von Tventy.de gibt es seit einer Weile auch auf mopo.de zu sehen.
Ganz großes Tennis, passt wie die Faust aufs Auge.
Diesmal spielt ein Typ mit, er testet Currywurst in Harburg, an der schärfsten Currywurstwurstbude von die ganze, weite Welt.

Warum eine Currywurst so scharf sein muss, dass es die nächsten drei Tage auch auf Klo brennt, wird leider nicht erwähnt, verstehe ich nicht.
Die Hanseaten mal wieder.

Hamburg und Currywurst, das will einfach nicht.

Currywurst Hamburg vs. Berlin, weiterhin irgendwie an der Sache vorbei, leider, ich würde gerne, kann aber nicht anders, daher 0:1603

Hamburg ist einfach anders. Hier kommt man auf den Punkt, es wird nicht lange um den heißen Bei rumgeredet, nix da, es geht sofort los.
Zumindest bei einigen Zeitgenossen.
Diese „Endgeile Oma“ ist eine davon.
Sie sucht verzweifelt einen Zivi für die häusliche Pflege.
Ab und an mal saubermachen und so, nehme ich jedenfalls an. Sie passt sich in ihrer Zivisuche sogar der Sprache der Jugendlichen an, zumindest deute ich so das Wort „Endgeil“.

Verzweifelt auf der Suche, die arme Oma.
Kann man selber lesen, steht jeden Tag in der Morgenpost auf der Sudoku-Seite. Gegenüber des Horoskops, versteckt zwischen diesen komischen anderen Mädchenanzeigen.

Arme Oma.
Das gibt einen Punkt für Hamburg, so was habe ich in Berlin nicht gelesen.
Zivildienst Hamburg vs. Berlin 100:0

Endlich haben sie etwas gemeinsam.
Der HVV und die BVG werden ihre Fahrpreise erhöhen.

Das ist genau mein Thema.
Seit ein paar Tagen habe ich kein Rad mehr und darf auch in Bus und Bahn steigen. Ich weiß immer noch nicht wie das Preissystem für Tickets in Hamburg funktioniert und jetzt kommt auch noch eine Kurzstrecke hinzu.
Dabei dachte ich, dass dieses 1,55€ Ticket sowas wie eine Kurzstrecke ist, habe ich wohl falsch gedacht. Auf der Webseite des HVV findet sich bereits ein Cityticket, wofür das wohl gut ist? 22 verschiedene Ticket für eine einfache Fahrt gibt es in Hamburg.

Der HVV ist da einfach unschlagbar. Selten so komische Tarife gesehen. Kompliziert bis zum geht nicht mehr. Es gibt Ringe, Zonen und Waben. Dazu Kurz- Nichtganzsokurz und Normalticket. An jeder Haltestelle kann man irgendwie unterschiedlich weit fahren, mal vier Stationen, dann plötzlich sechs Stationen, sowas werde ich nie verstehen.

Warum nicht so wie in Berlin? Die BVG ist da deutlich, Lichtjahre weiter.
Drei Zonen, Kurzstrecke und ein normales Ticket, fertig ist die Kiste.

Der Teufel steckt bei beiden natürlich im Detail, ich weiß, aber das Prinzip der BVG ist schon schicker als beim HVV.

Irgendwann hatte ich bereits einen Artikel über die unfassbar vielen Ticketmöglichkeiten des HVV, das war irgendwas um die 1000. Genau ausrechnen konnte ich es nicht, dieses Zonen- Ringe- Wabenkonstruckt in Kombination mit diversen Einzel- Monats- Wochen- wasweißichnoch Tickets übersteigt meine mathematischen Fähigkeiten.

Und jetzt werden die Tickets teurer.
Da kann ich mich dem Artikel anschliessen.
Gerecht ist das nicht.

Fahrpreiserhöhung HVV vs. BVG 0:200