Während ich auf dem Weg nach Berlin bin und mich auf die #rp13 freue, fährt mein Vater morgen auf die IFFA nach Frankfurt.

Die IFFA ist eine internationale Messe für Fleischer und Metzger.

Sensationelle Sache, das Essen dort ist bestimmt besser als auf der #rp13, ich bin ein klein wenig neidisch.

Auch thematisch gibt es diverse Überschneidungen, man denke nur an das Gemetzel in den Kommentaren auf diversen Blogs und generell ist das Internet sehr Fleisch-lastig, man denke nur an die zahlreichen Food Blogs oder Adult-Webseiten.

Wir werden beide viel Spaß haben. Papa in Frankfurt, ich in Berlin.

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Der Papst kommt nach Berlin. Vom 22.-25. September 2011 reist der Heilige Vater zu seinem ersten offiziellen Besuch nach Deutschland. Neben den zu erwartenden Aktionen und Demonstrationen der %Benachteiligte-Minderheitname – Gruppierung gibt es zum dritten Besuch des Papstes etwas, dass es so in Deutschland sicherlich nur in Berlin geben kann.

Zeitgleich zum Papstbesuch findet die 15. Venus Messe statt.
Das ist eine Messe der Erotikindustrie. Für Fachbesucher und “Konsumenten”. Die Webseite der Venus Messe ist safe-for-work, ein Besuch auf der Messe kann unbedarfte Gemüter allerdings verstören, da gibt es Hardcore pur.

Man stelle sich dies bitte in Erfurt vor, eine der weiteren Stationen der Papst Deutschlandreise.

Das Witz- und Absurditäten Potential für diese zeitliche Zusammenkunft ist nahezu unendlich groß, ich überlasse das aber den Leuten mit mehr Sinn für Humor. Allein die Vorstellung, dass zur heiligen Messe des Papstes auf der Venus Berlin einmal durch das Hohelied Salomons geritten wird, ist schon zu absurd für meinen Textkindergarten hier.

Aus jeden Fall bekommt Berlin die Punkte.

Papst Besuch zur Venus Messe Hamburg vs. Berlin  0:2011

Das war zu erwarten und ich frage mich ernsthaft, wieso es sie erst jetzt gibt.

In Berlin findet am 27. März die erste Dönermesse statt. Im Ernst-Reuter-Haus, Straße des 17. Juni 110 kann das geneigte Publikum ab 10 Uhr durch die Messe schlendern und sich mit Dönerproduzenten, Zulieferer- und Gastronomiebetrieben über Döner unterhalten.

DÖGA Logo
DÖGA Logo
uploaded by svensonsan

Das kann man mal machen. Wissen schadet nicht und wer wissen will, wo der Döner herkommt, kann sich das ansehen und sich die Unterschiede beim Dönerfleisch erklären lassen.

Hinterher seid ihr schlauer und erkennt guten Döner sofort. Ihr wisst dann, was Yaprak-Döner ist und wo man ihn in Berlin kaufen kann. Den gibt es leider nicht so oft, der kostet auch richtig Geld. Ob ihr da auch etwas über Iskender Kebap hört, weiß ich gar nicht, müsst ihr ausprobieren.

Bei all dem Essen ist der Hinweis, dass es auf der DÖGA keine Verköstigung von Dönerprodukten geben wird und man stattdessen doch bitte die Kantine des Ernst-Reuter-Hauses besuchen soll fast schon niedlich.

Aber die Döga will nicht verköstigen, sie will das da:

Wer sind die Menschen und Unternehmen, die dahinter stecken? Welche Prozessketten und geschäftlichen Beziehungsgeflechte ermöglichen den Verzehr von ca. 400t Dönerfleisch täglich allein in Deutschland und rund 600t in Europa? Wer ist die Branche, die über 3,5 Mrd Euro Umsatz im Jahr erzielt?

Quelle: DÖGA in den Medien

3,5 Mrd. Euro Umsatz ist schon mal eine Hausnummer. Eine große Hausnummer. Dazu noch 400t Fleisch j-e-d-e-n Tag. 400t. Als Sohn einer Waagenbaufamilie habe ich eine recht konkrete Vorstellung von 400t (im Gegensatz zu euch, für euch ist das nur “irgendwie total viel”) und das ist jede Menge Fleisch, die geschlachtet, transportiert und auf Dönerspiesse gepackt werden muss um anschliesend gegessen zu werden. 400t. Schon krass.

screenshot Döga Döner Kinospot
Auf geht´s! Hör´auf deinen Hunger! Ein Screenshot aus dem DÖGA Döner Kinowerbespot.

Die Messe wirbt immerhin mit “Hör’ auf deinen Hunger und dann steht man da und es gibt nix. Aber egal, es ist ja die erste Dönermesse. Vielleicht gibt es ja beim nächsten Mal etwas zu essen.

So eine Dönermesse ist eine gute Idee. Keine Ahnung, ob das fetzt, ich werde nicht hingehen, aber immerhin haben sie auch einen Kinowerbespot für die Döga animiert.


YouTube – direkt Döner-Hunger Video Link
Döner – 100% Geschmack – manchmal stimmt das sogar.

Da ist doch mal was, das gibt Punkte für die Hauptstadt.

Döga – Dönermesse Hamburg vs. Berlin 0:400

via: Donnerstag, den 25. März 2010 > Hauptstadtblog – Donnerstag, den 25. März 2010 und mobil.morgenpost.de – Erste Döner-Messe soll mieses Image aufpolieren

Hamburg und Berlin leiden in einigen Bereichen bekanntlich an Größenwahn.

Der Ureinwohner wird es nicht verstehen, aber viele Zugezogene bekommen in Hamburg und Berlin regelmässig krampfartige Lachanfälle angesichts der “Hamburger Berge” und Berliner Berge”.

Da werden Bodenwellen, die gerade mal als bessere Schlittenbahn taugen, als Berg tituliert. Bitte versteht mich nicht falsch, aber das Park Inn Hotel am Alex ist höher als der höchste Berg in Berlin und die Mundsburg Towers in Hamburg sind nur weniger Meter unter dem höchsten Hamburger “Berg”.

Berlin hat es mit Bergen, gibt es doch auch noch den Kreuzberg und Prenzlauer Berg, aber mit denen ist das wieder eine ganz andere Geschichte.

Fish Tail Mountain awakens

Fish Tail Mountain awakens – irgendwo in Nepal uploaded by Inaz with Some rights reserved

In Hamburg ist der Hasselbrack mit 116,2 Metern auf Platz 1 der höchsten Bodendellen der Stadt. Das Radisson Hotel liegt mit 108 Metern knapp darunter. Diese Delle findet der Hanseat im Süd-Westlichsten Zipfel der Stadt. Falls ihr einmal Langeweile haben solltet und einen Hügel besichtigen wollt.

Auf Platz 2 in Hamburg folgt der Baursberg in Blankenese mit dann nur noch 91,6 Metern. Danach kommt nicht mehr viel. Immerhin heißt der höchste Berg nicht Berg, sonder Hasselbrack, aber das macht es auch nicht besser. Wer weiß schon, was der oder das Brack ist? Ich jedenfalls nicht.

In Berlin steht der/die Müggelberg auf Platz 1 mit 114,7 Meter Höhe. Hier ist Berlin wieder wundervoll verwirrend, gibt es doch den großen und den kleinen Müggelberg, die zusammen die Müggelberge sind. Im Prinzip sind die Beiden auch nur bewaldete Hügel.

Auf Platz 2 in der lustigen Liste der “Berge höher als 100 Meter” folgt der Teufelsberg mit 114,7 Meter. Platz 3 dann die Ahrensfelder Berge mit 112 Meter, zu denen kommen wir gleich nochmal. Auf Platz 4 der Schäferberg mit 103 Meter und Platz 5 geht an den Kienberg mit 102 Meter.

Berlin wäre nicht Berlin, wenn es sich nicht selbst übertrumpfen wollte. Im Jahr 2008 haben die Damen und Herren in Marzahn an “ihrem” Berg gebastelt und dabei passierte folgendes:

Die Westkuppe der beiden Erhebungen, aus denen die Ahrensfelder Berge bestehen, erhielt ein neues Aussichtsplateau – und das liegt 3,50 Meter höher als das bisherige Gipfelniveau (112 Meter).

Quelle: Berliner Zeitung – Der höchste Gipfel der Stadt steht nun in Marzahn

Wie im Kino, man kann es kaum glauben. Das ist noch nicht offiziell, der Vermesser war noch nicht da und wird wohl auch nie kommen, aber die Ahrensfelder Berge sind jetzt fast einen Meter höher als der große Müggelberg. Das ist dramatisch, kann man die ganzen Touristen doch nicht nach Marzahn schicken, der Kulturschock wäre zu groß. Da ist Berlin sowas von arm und überhaupt nicht sexy. Das macht gar keinen Spaß und ist eigentlich zu Ernst, um sich darüber lustig zu machen.

Dabei darf man nicht vergessen, dass es um blöde, kleine Hügel geht, die nicht mal an das Park Hotel am Alex heran reichen.

Trotz der neuen Plattform in Berlin gewinnt Hamburg hier mit einem ganz knappen Vorsprung von 70 Zentimetern mit seinem Hasselbrack.

Berge Hamburg vs. Berlin 116,2 : 115,5

Hallo Feedleser: Dieser Beitrag funktioniert im Feed nicht.

Wir haben eine mögliche neue Wohnung am Start und ich bin mir unsicher, (siehe Kommentare weiter unten) inzwischen sicher, dass ob es diese Wohnung sein soll.

Daher frage ich die allwissende Müllhalde namens Internet nach Feedback zu dieser Wohnung.


meiendorfer strasse / Ecke Ringstrasse auf einer größeren Karte anzeigen

Die Wohnung ist angemessen ausgestattet, hat eine Dachterrasse und liegt an der Ecke Ringstrasse/Meiendorfer Weg. Das ist eine Gasse, die von Rahlstedt nach Volksdorf führt.

Direkt neben dem Haus ist eine Bushalte des 24er Bus. Der fährt alle zehn Minuten. Ein Kollege gab den Hinweis, dass ein anfahrender Bus doch recht laut werden könne und darum stand ich heute morgen blöd vor dem Haus rum und habe gefilmt. Für mich, für die Mitbewohner und für die Leser, die ich hiermit hochoffiziell frage, ob es Sinn macht, eine Courtage, einen Umzug und einen Abstand für eine Wohnung in dieser Lage für eine Kleinfamilie zu zahlen.

Mit der aktuellen Wohnung sind wir so derbe auf die Fresse geflogen, da schaue ich diesmal besonders pingelig und ganz genau hin.


Youtube Meiendorferstrasse Ecke Ringstrasse in Hamburg Meiendorf Video direkt Dings

Innen ist die Wohnung, wie gesagt, ganz ok. Die Terrasse ist toll, lässt aber die Wohnung von den in der Anzeige genannten 100qm auf echte 85qm schrumpfen. Sie kostet warm, inkl. Strom, ca. 960 Euro und auch hier habe ich leichte Bauchschmerzen.

Ich brauche dringend eine neue Wohnung und stecke hier jetzt in der Zwickmühle.

Ist das zu laut? Oder geht das? Wohnt jemand an der Stresemann und kann das relativieren? Ich weiß es auch nicht.

Das Foto zeigt meine Hackfresse mit dem Kind im Wald, direkt hinter unserer neuen Wohnung in Hamburg Rahlstedt.

Icke und Er

Foto: Icke und Er

Naja, nicht direkt hinter der Wohnung, man muss ca. 100 Meter laufen. Man könnte aber auch über die Pferdekoppel und die Zäune klettern, dann wären es nur 50 Meter bis in den Wald.

Ich gehöre demnächst auch zu denen, die keinen Bock auf Innenstadt mit Kind haben. Auch wenn mir das Niemand glaubt und alle sich nen Horst über Rahlstedt lästern, ich ziehe mit Kind und Kegel in eine Wohnung mit einem echt großen Garten.

Der Garten ist größer als die meisten Spielplätze in Eimsbüttel (nur etwas übertrieben) und hinter dem Haus beginnt ein Wald.

Taschenmesser-Schnitzkunst

Foto: Taschenmesser-Schnitzkunst

Ein Wald ist toll, kann man da doch wunderbar viel Quatsch machen. Bäume hochklettern, Hütten bauen, mit der Zwille auf Vögel schiessen, sich prügeln, die andere, böse Gruppe vertreiben, sich mit Schlamm bewerfen, kleine Tiere fangen und sie beobachten (sagt er uns) um sie in Wirklichkeit mit Stecknadel irgendwo fest zu pinnen (sagt er uns dann bestimmt nicht).

Ganz wichtig ist auch ein Taschenmesser, wie man da oben sehen kann. Mit einem Taschenmesser ritzt man Dinge in Bäume. Das macht nen schlanken Arm, dabei geht nicht so viel kaputt und man hat den ganzen Tag damit zu tun, dauert es doch e-w-i-g bis man mit einem kleinen Messer irgendwas in einen Baum gedingst hat.

Toll oder?

Wie weit muss man von dieser ominösen Innenstadt fahren, um einen Flecken mit Bäumen zu finden, der den Namen Wald verdient hat?

Hamburg ist hierbei gegenüber Berlin klar im Vorteil. Eigentlich. Eigentlich auch nicht.
Schwierige Sache das.

Hamburg ist deutlich kleiner als Berlin, dafür gibt es in Berlin deutlich mehr Grün.

Eigentlich ist Hamburg winzig. Mit der Bahn Bahn fahre ich vom Stadtrand in 20 Minuten in die Innenstadt. Das geht in Berlin nicht. Berlin ist dafür schlicht zu groß.

Darum stehe ich der Kritik am Umzug nach Rahlstedt aus sehr entspannt gegenüber. Das ist, für Berliner Verhältnisse, alles total um die Ecke. Kurz in die Bahn oder den Wagen gesprungen, Zack, schon bist du in Rahlstedt. In Berlin dauert jeder Weg von A nach B auch eine Stunde, in Hamburg heulen die Ottensen- und Eimsbüttel-Memmem rum, als ob man mit einem Umzug nach Rahlstedt kurz vor die polnische Grenze zieht.

Dabei vergessen die Hamburger Innenstadt Menschen, dass es in Berlin ein so bescheuertes Wort wie Innenstadt gar nicht gibt. Wer in Köpenick wohnt, wohnt fast schon im Grünen. So etwas wie den Müggelwald oder den Grunewald gibt es in Hamburg nicht. Wer in Berlin an den Stadtrand zieht, ist doch richtig weit weg von allem. Wenn man Glück hat (oder Pech, je nach Ansicht), ist man nah bei Potsdam.

Um Berlin gibt es jede Menge Seen. Um Hamburg herum gibt es nicht so viele Seen, ausser den Großensee, dahin brauche ich in Zukunft nur 10 Minuten mit dem Auto. Punkt für Hamburg, muss man doch in Berlin immer Ewigkeiten durch die Gegend fahren, bis man am Wasser außerhalb von Berlin liegt

Ich bin echt gespannt, wie das alles wird, so JWD.

Es wird demnächst sicherlich jede Menge Artikel zum Thema “Wohnen am Stadtrand” geben.

Vorerst gewinnt Hamburg, die Vorfreude auf das Kaff namens Rahlstedt ist doch recht groß, ich bekomme einen Rasenmäher und werde den dann mit dem iPhone übers Wlan mit dem Wii-Controller durch den Garten lenken.

Innenstadt vs. Stadtrand Hamburg vs. Berlin 1:0

Technisches Gedaddel für unterwegs

Foto: Technisches Gedaddel für unterwegs uploaded by svensonsan

Ich fahre nach Berlin und packe meinen Koffer meine Tasche. In meinen Koffer meine Tasche packe ich:

  • Laptop
  • Laptop-Ladegerät
  • Maus
  • Handy
  • Handy-Ladegerät
  • Blau.de SIM-Karte für mobiles Internet
  • Taschenmesser mit USB-Stick
  • Batterien
  • Kopfhörer
  • Panasonic Lumix LX1 Kamera
  • Kamera-Ladegerät
  • Zusätzliche Speicherkarten für Kamera
  • Ersatzakku für Kamera
  • Kleine Tasche für Kamera
  • The Devious Book for Cats für die Bahnfahrt
  • Visitenkarten
  • Kodak ZX1 HD-Mini-Camcorder
  • Akkus für Kodak-Mini-Camcorder
  • Ladegerät für Akkus
  • Ersatzspeicherkarte für Kodak ZX1
  • USB Kabel Dings für die Kodak ZX1
  • und ein Moleskine

Das mit dem Papierlosen Dings hatte ich mir anders vorgestellt, zumindest ein paar Kilo leichter. Dieses ganze Ladegerät-Akku-Massaker geht mir dermaßen auf den Zeiger, das gibt es gar nicht.

Wahrscheinlich nehme ich eh nur einen Notizblock mit. So ein Moleskine ist hübsch, leicht, hat eine sehr lange Akkulaufzeit, stürzt nicht ab und ich kann Sätze mit mehr als 140 Zeichen schreiben (140plus ist toll). Mobiles Internet ist super – solange die Anderen es mit sich herumschleppen und ich es bei ihnen nutzen kann.

Liebe Familie, Freunde, Internetfuzzies, Blogleser, Kollegen, Ex-Kollegen und Google-Besucher. Voller Stolz kann ich verkünden, dass am 5.12.08 um 2:04 Uhr mein Sohn Hannes Yul Fietje Dietrich im Elim Krankenhaus in Hamburg geboren wurde.

Hannes Yul Fietje Dietrich

Foto: Ist er nicht hübsch? Ich kann ihn stundenlang anschauen uploaded by svensonsan

Scheinbar interessieren sich alle für das Gewicht und die Größe. Das Kind wog bei der Geburt 3820 Gramm, ist immer noch 51cm groß und an ihm ist alles dran und drin, was Mensch zum Leben braucht.

Ich wollte die Geburt auf Twitter mitschreiben, aber das war alles entweder so langweilig oder so aufregend, dass ich nicht twittern konnte. Darum gibt es jetzt die kleine Geburtsgeschichte. Für euch total langweilig, für mich mit die größte Geschichte überhaupt. Ich mache das, damit ich die jetzt folgende Aneinanderreihung von Ereignissen nicht jedem Horst doppelt und dreifach erzählen muss.

Das war so.

Am Donnerstag morgen wurde ich mit den freundlichen Worten die Fruchtblase ist geplatzt geweckt. Innerhalb von nur 4 Sekunden war ich angezogen, habe entspannt einen Kaffee getrunken, dreimal die Autoschlüssel verloren und bin über die Katze gestolpert. Nach einer Stunde lag meine Mitbewohnerin im Elim Krankenhaus. Kreissaal 1. Da gibt es zwar keine Badewanne, aber er ist näher an der Kaffeemaschine im Hebammen-Dienstzimmer.

Eine halbe Stunde später gab es dann Ultraschall und CTG. Das knuffige Gerät hat ein Gewicht von 4400 Gramm für das Baby ausgerechnet und einen Kopfumfangdurchmesser (?) von 13cm gemessen. Bei 13cm wurde der Chefarzt zu Rate gezogen. Netter Kerl, er erzählte etwas davon, dass die Schulter stecken bleiben könne. Ich habe da die Klappe gehalten und auf die Hebammen gehört. Die sind ja so cool und messen von außen mit dem Maßband die Größe des Kindes. Beschlossen wurde, dass es erstmal nix mit Kaiserschnitt gibt, sondern so versucht wird.

Um 9 Uhr bekamen wir ein Zimmer auf der Station zum Warten. Es passierte ja noch nichts. Keine Wehen, kein Hü und kein Hott. Nach der Ansage, dass wir auch kurz raus könnten zum Spazieren gehen, sind wir nach Hause gefahren. Haben da den Abwasch gemacht, die Katze gefüttert, etwas gegessen und waren pünktlich um 10.30 Uhr zum nächsten CTG wieder im Elim Krankenhaus.

Praktisch, wenn man um die Ecke wohnt. Um halb Eins gab es Mittag und spätestens da wurden wir daran erinnert, dass wir in einem Krankenhaus waren. Schonkost mit gedünstetem Gemüse und so. Danach wieder ein kleiner Spaziergang um den Block. Langsam machte sich Langeweile breit, es gab ja keine Wehen, aber die Langeweile wurde um 14 Uhr vom nächsten CTG unterbrochen. Danach dann wieder Langeweile mit Baustelle gucken (super! 6 verschiedene Bagger!), Löcher in die Wand starren und auf dem Flur auf und ab laufen. Am schwierigsten in dieser Phase war sicherlich das Ausstrahlen von Ruhe, war ich doch so unglaublich aufgeregt.

Darum fuhr ich um 15 Uhr kurz nach Hause zum Rumschreien, Duschen, Klamotten wechseln, Katze bespaßen und Mails lesen. Da hatte ich noch die Spitzenidee das Laptop einzupacken und alle „Shaun das Schaaf“ Folgen mit zu nehmen. Wir richteten uns auf eine lange Nacht ein. Um 16.30 Uhr war ich wieder im Elim Krankenhaus. Inzwischen war es dunkel, wir machten noch einen kurzen Bummel durch den Hof und dann ab zum nächsten CTG um 17.30 Uhr.

Hier ging dann was. 12 Stunden nach Platzen der Fruchtblase gibt es 50 Mikrogramm von irgendwas Wehen auslösendem. Dank einer komischen Zimmernachbarin (bzw. ihrem komischen Kerl) auf Station haben uns die Hebammen das Wehenzimmer gegeben. Mit großem Bett, viel Platz zum DVD schauen auf dem Laptop und der Einsicht, dass die Lange „Shaun das Schaaf“ Nacht im Wehenzimmer die dümmste Idee des Jahres war.

Schließlich ging es Punkt 19 Uhr los mit den Wehen. Von nichts auf Wehen alle sechs Minuten. Das war beeindruckend. Um 20.30 Uhr dann wieder CTG, diesmal mit Wehen. Um 20.54 Uhr zum ersten Mal der Wunsch nach Ich will sterben, das sind solche Schmerzen, den ich sogar noch aufgeschrieben habe. Mit Uhrzeit.

Danach ging alles relativ schnell. Gegen 22.30 Uhr klang die Mitbewohnerin wie ein Dampfschiff mit Kohlenkessel kurz vor der Explosion. Eindrucksvoll und für mich als Kerl alles unvorstellbar. Gegen 23.11 Uhr ertönten die AH AH AH AH Arien, das zog sich eine Weile, in den verschiedensten Positionen ging das weiter, dann wurde gepresst, Sauerstoff gab es auch noch, am Ende kam die Saugglocke und mit viel Tam-Tam und diversen Press-Alarmen mit dem lustigen Kerze-auspusten Uff-Uff-Uff war um 2.04 Uhr das Baby da.

Plötzlich war ich Vater mit einem Sohn Namens Hannes Yul Fietje Dietrich (das ist alles total Wahnsinn. Das geht einfach so. Schwuppst, schon bin ich Vater).

Ich kann mich an den Blick auf die Uhr erinnern, die folgende Stunde fehlt aber größtenteils in meiner Erinnerung. Ich habe geweint, Fotos gemacht, die Nabelschnur durchgeschnitten, das Kind gewogen und irgendwie total viel gemacht. Um 4.30 sind wir ins Bett, um 7 Uhr wieder aufgestanden und um 7.40 Uhr hatte meine Mitbewohnerin unfassbar großen Hunger und ich weiterhin einen Sohn.

Das sehr nette Team im Elim-Krankenhaus hat am Morgen die Mitbewohnerin und das Kind untersucht. Alles ok und wir waren gegen 11 Uhr wieder zu Hause.

Wenn irgendetwas in meinem Leben jemals ganz, ganz großes Kino war, dann die Geburt.

Geburt Hamburg vs. Berlin. Es gewinnt Hamburg. Berlin irgendwie auch. Es gibt keine Punkte, mir ist gerade nicht nach Punkten, ich gehe lieber wieder das Kind knuddeln.

Das passt doch, oder?

Auch die Web 2.0 Expo ist im Prinzip eine Katzen-Messe.

Ganz groß, ich habe mich gefreut und irgendwie stimmt es ja.

Passenderweise hat mir heute morgen meine Lieblingstwitterin eine Geschichte aus der U-Bahn erzählt.

Eine alte Dame neben ihr, sie kamen ins Gespräch, packt viele Fotos aus und zeigt sie.

Auf den Fotos sieht man ihre Katze, die sie zur Pflege gegeben hat für zwei Wochen. Der Katzensitter musste jeden Tag ein Foto machen, sie wollte wissen, ob es der Katze gut geht.

Katzencontent ist und bleibt einfach das Ding im Internet.

Solange die Katze für die Oma/Dame das größte der Welt ist, solange sie ihre Katze liebt und sonst nichts hat im kalten Berlin, solange bleibt der Katzencontent König.

Auch im Internet.

Vielleicht sollte ich meine Katzencontentsession doch noch halten?

Wer von diesem Internetz den Kanal voll hat, kann sich auch auf anderen Messen am Buffet den Ranzen voll hauen.

Mein absoluter Favorit zur Zeit ist die Bus-Reisen Messe in Vösendorf.
Die feiern in einer ‘Event-Pyramide’ (hui, aufregend) ihre neuesten Angebote. Besonders nett finde ich den Hinweis, dass sie die ‘guten Zillertaler Produkte wie Speck, Käse und Schnaps zum Verkosten’ dabei haben.

Das bringt die Messe an sich doch auf den Punkt. Fingerfood 1.0. Erst essen und hinterher die Finger in den Schaps hängen, der reinigt, anschliessend auch noch von innen.

Noch mehr 1.0 von allem gibt es auf deren Webseite: Österreichisch – Zentraleuropäische Busmesse.

Web 2.0 Expo Europe 2008

Ich schlafe noch einmal eine Nacht darüber und werde dann sicherlich doch zur Web 2.0 Expo Berlin fahren, ich hab’s gerade nicht so mit Schnaps.

Wenn ich mir aber das Essen der Web 2.0 Expo aus dem letzten Jahr ansehe, siehe Web2Expo: Notiz 2 und Bilder, dann denke ich doch noch über den Speck und den Käse nach …

via: wirres.net – _zentrale lage (mit Web 2.0 Expo Berlin