Darf ich vorstellen:

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Das ist unsere Hausamsel. Sie wohnt hier irgendwo und singt jeden Morgen und Abend auf dem Dach sitzend ihre Lieder.
“El Sam”, wie ich sie eben in einem Anfall von Kreativität benannt habe, ist eine mutige Amsel. Weder die Katze noch das Kind bringen “El Sam” aus der Ruhe.

Das hatte ich in Berlin nicht, in Berlin gibt es bekannt nur Spatzen, Tauben und Hunde.

Die Amsel ist schlau, denn sie lässt die anderen arbeiten.

Wenn die Meisen am Meisenknödel knabbern setzt sie sich sofort darunter auf den Boden und isst das auf, was die Meisen losgeknabbert haben.

Ein entspanntes Tier.

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Eines der Dinge, die ich als Katzenbesitzer immer unterschätzt habe, ist der Kratzbaum. Den muss man tatsächlich regelmäßig erneuern. Ich hatte die letzten Jahre immer eines der Standard Modelle. Unten eine kleine Kiste, darauf eine Röhre mit Sisal, dann ein Brett, dann wieder eine Röhre mit Sisal und oben dann nochmals ein Brett.

Zwischenmieter

Diese Teile haben den Vorteil, dass ich das abgeschrabbelte Sisal Ding austauschen kann, bzw. das abgenutzte Ding einfach rausnehme und der Kratzbaum dann kleiner ist, aber immer noch funktioniert. Damit baue ich den Kratzbaum nicht komplett selbst, aber ich bastel ein wenig daran rum.

Neulich war dann die bereits reduzierte Variante abgeschrabbelt und ich musste einen neuen Kratzbaum kaufen. Ab ins Internet und einen sehr preiswerten Kratzbaum in Form einer Palme gekauft.

“Mit lustigen Kokosnüssen als Spielbälle” stand in der Bescheibung für die Kratzbaumpalme.
Was da nicht Stand war, dass das aussieht, als ob der Kratzbaum Hoden hat. Das sieht sensationell bescheuert aus, so ein Hoden-Kratzbaum. Ausserdem will man dieses Wort gar nicht lesen, kannte man bis eben den Hoden Kratzbaum noch nicht, aber ich gehe doch von sehr zweifelhaftem Google-Traffic für diesen Begriff aus.

Wenn ich mir demnächst wieder einen Kratzbaum kaufe, dann einen für das Haus und dann habe ich Platz für einen deckenhohen Kratzbaum. Das wollte ich immer schonmal haben. Einen dieser riesigen Kratzbäume, damit die Katze so richtig abgehen kann. Endlich ein neues Spielzeug, dass sie ignorieren kann. Das ist bekanntlich das größte Vergnügen für eine Katze. Ignorieren und zeigen, dass sie das nicht nötig hat. Immer wieder ein Spaß.

Nachtrag.
Doch noch ein Foto gefunden.

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Das wird spannend. Ich in ab jetzt eine Woche alleine im Haus. A. und die Kinder sind im jährlichen Urlaub, mit Freundinnen und jeder Menge Kids.

Ich kümmere mich derweil um die Katze und versuche, die Wohnung nicht komplett versumpfen zu lassen.

Sie sagte zum Abschied “genieß es, du hast dann ein Jahr lang nicht mehr frei” und das stimmt. Ich werde jeden Tag darüber bloggen.

Erste geplante Handlung für Tag 1:
Star Trek im Kino anschauen, Klobrille hochklappen, Mass Effect 3 spielen, endlich diverse Backups machen, zwei Packungen Frosta essen und etliche Kleinigkeiten in der Wohnung reparieren.

Das schöne an solchen Plänen ist, dass ich wahrscheinlich nur den Punkt Playstation spielen schaffen werde.

Ich werde berichten, auch wenn es nix mit Hamburg und Berlin zu tun hat.

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Katzenfotos gehen immer. Auch, wenn sie letzte Nacht gleich zweimal in die Wohnung gekotzt hat, eine Katze ist super.
Hier sehen Sie die Katze in der Morgensonne.

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Niedlich, oder?

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Niedlich, oder? Die Katze sitzt am liebsten auf dem Macbook.

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Dabei liegen hier gerade Kartons und jede Menge Geschenkpapier, aber die Katze sitzt am liebsten auf dem Macbook. Ich sag mal, dass passt.

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Niedlich, oder?

Zwischenmieter

Zwischenmieter

Vor Monaten gab es bei uns ein großes Problem. Wir wohnen in einer preiswerten Einliegerwohnung in Meiendorf und die Vermieterin kündigte an, dass sie das Haus abreißen und durch einen Neubau mit sechs anstatt zwei Wohnungen ersetzen will.

Das war damals extrem doof, da A. gerade schwanger, der Wohnungsmarkt ein Desaster und Geld knapp war, da zweites Kind im Anmarsch.

Wir suchten angesichts der Ankündigung panisch eine neue Wohnung. Gekündigt wurde nicht, die Vermieterin war so freundlich und hat uns vorab informiert.

In Volksdorf und Meiendorf ist es für eine normale Familie zur Zeit faktisch nicht möglich eine vier Zimmer Wohnung für unter 1500 € kalt zu bekommen, daher haben wir auch in Ahrensburg gesucht und tatsächlich ein Haus zur Miete gefunden.

Teurer als jetzt aber bezahlbar, voll unterkellert, vier Zimmer, neue Küche, sehr großer Garten mit Gartenhaus und Grillstation, Heizung 1992 neu gemacht, Öltank nicht im Keller sondern draußen, sehr gepflegtes Haus, nette Vermieter, von Privat, mitten in der Stadt (wobei mitten in der Stadt in Ahrensburg relativ ist, für jemanden, der in Berlin sozialisiert wurde).

Alles super. Wir waren sehr interessiert und es gab einen Termin, die Vermieter wollten uns kennen lernen und das Haus an uns vermieten.

Im netten Gespräch ergab sich aber schnell ein Problem.

Haustiere.

Die Vormieter hatten das Haus von zwei großen Hunden völlig auseinander nehmen lassen. Türrahmen zerbissen, Garten verschissen, Boden verkratzt, etc.

Die Vermieter sind, verständlich, traumatisiert von Haustieren und problematischen Mietern.

Darum die ganz klare Ansage: keine Haustiere.

Als Experte für Katzencontent habe ich natürlich auch eine Katze in der Familie. Frieda, eine niedliche, alte, gemütliche, ja fast schon langweilige Wohnungskatze.

Die hier ausnahmsweise bemühte Maklerin vermittelte Gespräche, sie kannte die Katze aus dem Internet, aber es war nix zu machen. Selbst eine alte Wohnungskatze war zu viel. KEINE HAUSTIERE.

Wir hätten einziehen und die Katze mitnehmen können, rechtlich wäre das kein großes Problem (fragen sie Ihren Mieterverein, die sagen dann sowas wie “ziehen sie ein, nehmen sie die Katze einfach mit” ) aber wir wollten das dann doch nicht, aus zahlreichen anderen Gründen.

So hat meine kleine Katze dafür gesorgt, dass ich nicht nach Ahrensburg ziehe.

Die Moral von der Geschichte:

Gestern erzählt unsere Vermieterin, dass das Haus doch nicht abgerissen wird.

Danke Frieda.

Dank dir kleiner Katze habe wir tausende Euros und jede Menge Arbeit gespart. Wir wohnen weiterhin in Hamburg und profitieren von einer gravierend besseren Kinderbetreuung als in Ahrensburg.

Die Moral von der Moral der Geschichte: nix ist von Dauer, wir haben uns neulich ein Haus zum Kauf in Ahrensburg angesehen.

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Aus aktuellem Anlass. Großes Kino für eine kleine Katze.

Katze bei Sven

File under: Keine Haustiere. Verständlich und Ausschlaggebend.

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Hurra. Sensationelles Wetter. Warm, Sonne, T-Shirt.

Mit Opa auf Baustelle, bzw. Montage gefahren. Eichung in einer Bandstahlfabrik. Aus rechtlichen Gründen lasse ich den Firmennamen weg. Opa hatte Latzhose und Arbeitsjacke für Kinder, inkl. Helm gekauft. Kind fand das alles relativ aufregend, wobei eine Fabrik mit ca. 8000 Todesarten pro qm (Stromschienen im Boden, Kräne, schwebende Lasten und insbesondere Gabelstapler), zugegebenermaßen nicht der ultimative Kinderspielplatz ist.

Aber die Gabelstapler fand er super. Viel zum gucken und er durfte den Hallenkran mit der Fernbedienung bedienen. Kette hoch, Kette runter. Kran-Katze hin- und herfahren. Er ist jetzt wahrscheinlich der einzige in der Kita, der weiß, dass das Ding da oben auf dem Kran Katze heisst.

Weiter umgegraben im Garten. Löcher gebuddelt. In der Erde gespielt.

Eltern gezeigt, dass man mit der Post FuncardApp einfach so eine Postkarte verschicken kann. Momente, in denen die Zukunft schon da ist, aber eben noch nicht bei allen angekommen ist.

Am Abend gegrillt.
Ein sehr, sehr guter Grill. Es ergab sich ein Jungsabend. Opa, Vater, Enkel. Hat etwas. Völlig überdrehtes Kind viel zu spät ins Bett gebracht. Tipp: Karamalz ist doof. Das putscht das Kind unfassbar auf und rächt sich dann später. Wie das so ist an einem Jungsabend. Es war toll. Wir haben Fotos gemacht und hatten Spaß. Danke.

Mehr qualitative Papazeit und weniger Business- und Papierkram.

Mehr Leute treffen und Bekanntschaften pflegen, weniger Sofa und Fernsehen (klappt gut, ich habe zur Zeit weder Sofa noch Fernsehen).

Mehr auf das konzentrieren, was mich gefühlt weiter bringt und das unsägliche Online-Stuss-Rauschen reduzieren (zum Jahresanfang hunderte Feeds im Reader, Facebookfreunde, Alerts, Follower und alles, was sich Social-Media-Experte nennt gelöscht).

Ich nutze nur wenige Dienste regelmässig.

Foursquare will ich nur nutzen, um luebue wieder den Mayor am Meiendorfer Weg abnehmen.

Mein Twitter ist meine Kaffeepausenküche. Kurz hingehen und reden, selten mal am Abend zum gemeinsam einsam Fernsehen. Funktioniert.

Mein Facebook ist meine klicki-klicki-bunt Maschine. Gut für Events, Gratulation zum Geburtstag und Liken von “unser Baby ist da” Fotos. Funktioniert auch.

Einmal im Monat schaue ich nach meiner Katze auf Facebook und wundere mich sehr. Ein völlig anderes Facebook. Total global, multikulti, mehrsprachig, interkulturell mit allen Problemen, die das mitbringt, aber eben alles Katzen (oder Papageien, Pferde, Frettchen, Hasen und ein Nilpferd ist auch dabei). Das mache ich nur kurz, ich bekomme beim Gedanken, dass eine völlig inaktive Katze auf Facebook erfolgreicher ist als 99% aller Online-Business-Social-Media Aktivitäten immer Kopfschmerzen.

Google Plus nutze ich weiterhin nicht und vermisse absolut nichts. Who cares? Ich nicht.

Ich wünsche mir mindestens zwei Folgen Hamburger zum Mittag Podcast pro Monat. Wenn ich alt und gebrechlich zu Hause auf der Couch liege höre ich mir alle Folgen an und erfreue mich an den für Menschen die nicht ich sind größtenteils langweiligen Geschichten und schwelge in Erinnerungen.

Mein Blog ist auch im achten Jahr mein Zuhause. Viel zu wenig Traffic (durch die berufliche Brille betrachtet, ist dann aber auch sofort völlig egal), viel zu wenige Kommentare und manchmal relativ Zeitaufwendig.

Ich habe knapp 70 Artikel als Entwurf gespeichert, es gibt, immer noch, Hamburg-Berlin Themen die ich noch nicht im Blog hatte und ich bin weiterhin erstaunt, dass ich in meinen zahlreichen über die Jahre gesammelten Hamburg-Berlin-Recherche-Bookmarks immer noch neues, lesenswertes oder faszinierendes finde, dass ich verbloggen kann, obwohl mir das Thema manchmal doch sehr auf den Sack geht und es für mich immer noch sehr schwer ist, hier Themen zu verbloggen, die nichts mit Hamburg oder Berlin zu tun haben, vernachlässige dafür aber sträflich meine Nebenblogs Supercatcontent.com und Viertelberliner.de.

Meist reicht dann ein Gespräch wie neulich mit einer Berlinerin die vor fünf Jahren nach Hamburg zog und im Nebensatz “Hamburg inspiriert mich nicht” sagt um mein lebendes Internet anzufeuern. Ich habe ein tolles lebendes Internet. Wundervolle Menschen die, völlig anders als im “normalen” echten Leben, auch nach dem fünften Bier zumeist sinnvolle Sachen sagen und mich verprügeln, beklauen, beleidigen, ausfällig werden oder betrügen, sondern zumeist lustig, freundlich, sehr hilfsbereit und nette Menschen sind. Eines der zahlreichen Beispiele: Nach dem nebenbei getwitterten “Hamburg inspiriert mich nicht” machen wir jetzt ein Gin-Tonic angetriebenes Inspirationscamp, was auch immer das wird, ich freue mich darauf.

Das Blog und der Podcast bleiben, alles andere rauscht nur vorbei.

Sehr unterschiedlich bei den Anderen:
Trend. Meiner. von Cem Basman. Er hat damit angefangen. Danke dafür.
trend. meiner. von Felix
TREND. MEINER. von Nico Lumma
Trend. Meiner. von kiki
Trend. Meiner. von Nico Brünjes
Mein Trend 2012 #trendmeiner von Erik Hauth
Trend. Meiner. von Thomas Gigold
Trend. Meiner. von Ossi Prucker
Trend. Meiner. von Oliver Wagner
Trend. Meiner. #trendmeiner von vowe
Trend. Meiner. von Nils