Sitez im Bus. Und warte. Der Busfahrer redet englisch. Glaub ich. Schienenersatzverkehr von Potsdamer Platz bis Mohrenstrasse. Leider. Das sorgt für geschmeidige 20 Minuten Verspätung auf dem Weg ins Hotel. Blitzgescheit gewählt Kollege.

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Mal wieder auf Helgoland. Mal wieder mit einer Art Klassenfahrt.

Helgoland im April 2012

Helgoland ist toll. Wir sind mit dem Katamaran von Hamburg nach Helgoland gefahren. Viele Schiffe gesehen. Tolle Leute kennen gelernt. Schiffe und Wasser geguckt.

Auf Helgoland übernachten wir kostenlos im Apart Hotel Klassik. Vielen Dank dafür. Wieder kann ich das Hotel empfehlen Schöne Zimmer. Schlicht und gut. Kein Kitsch und Tüddeltaddel, sondern auf den Punkt. Gute Zimmer, ich kann nicht klagen.

Wir haben uns mit unserer sensationell langsamen Truppe bereits die lange Anna angesehen, bzw. die vielen Vögel bestaunt, die an den Felsen nisten. Eindrucksvoll, diese Vögel, jedes mal wieder. Es gab Kurze und Kurze. Im Sinne von „diesmal mehr Kinder und Schnaps“ und ich hoffe, der Leser wundert sich nicht über die Erwähnung beider in einem Satz.

Helgoland. Ich könnte mich an dich gewöhnen.

Schönes Wetter, völlige Entspannung, viele Vögel und gleich gibt es Abendessen. Ich blogge derweil, ich bin diesmal ohne funktionierendes mobiles Internet hier. Macht auch nichts, ein kaputtes Handy steigert die Urlaubsqualität immens.

Tag Eins bislang, wie bereits erwähnt, super. Morgen dann mehr von der unterschätzen Insel.

Notiz:
Ich bin im Aparthotel Klassik Helgoland zu Besuch. Im Rahmen einer Blogger-Tour übernachten wir hier kostenlos und genießen die Insel. Danke.

Google Mal wieder. Ein Knaller. Ganz neu, wurde still, leise und heimlich vor kurzem veröffentlicht. Es gibt jetzt einen Google-eigenen Hotelfinder. Nennt sich google.com/hotelfinder und wird noch als experimentel bezeichnet.

www.google.com 2011-8-2 11-19-30

Foto: Screenshot Google Hotelfinder. Quelle

Mit dem Hotelfinder könnt ihr relativ einfach, in hübsch, schnell und übersichtlich, nach Hotels in z.B. New York City, NY suchen. Fotos, Bewertungen nur von Google-Nutzern, Kontaktdaten des Hotels, ein Merkzettel und die Möglichkeit, fast direkt zu buchen sind die auffälligsten Bestandteile dieses Angebotes.

Es gibt ein kleines Detail im Google Hotelfinder, dass für den bekannten “aaaaaah, Google mal wieder” Effekt sorgt: Und dieses kleine Detail ist die Karte.

Oben links wird ein kartenauschnitt angezeigt. Ein Klick auf die Karte öffnet eine größere Karte von z.B. New York. Auf dieser Karte werden alle verfügbaren Hotels angezeigt. Wer will, kann seine Suchregion-Form ändern, man kann diese Linie verschieben und sich so andere Hotels in einer anderen Ecke von New York anzeigen lassen. Schicke Sache sicherlich, aber der Knaller kommt noch.

Bitte zoomen sie aus der Karte heraus.

Ja, weiter zoomen, noch weiter und noch ein Stück weiter.

Sehen Sie es? Es taucht eine sogenannte Heatmap auf. Das sieht dann so aus:

screenshot Google Hotelfinder Heatmap

Foto: Google Hotelfinder Heatmap

Und diese Heatmap ist ein Knaller. Bekommt man einfach so, nebenbei, eine Heatmap der USA. Verrückte Sache eigentlich und sie wird hauptsächlich aus den Panoramio-Fotos erzeugt. Es gibt so etwas auch mit Flickrfotos, aber nicht in live. Siehe: Where people post geotagged photos to Flickr from and geotagged tweets to Twitter from.

Wir haben heute bei Google nachgefragt, wie sich die völlig neue Google-Map denn berechnet. Und wir haben tatsächlich – das ist nicht selbstverständlich – eine Antwort bekommen. Es gebe mehrere Faktoren, hieß es. Ein wichtiger sei der hauseigene Fotodienst Panoramio, dessen geocodierte Bilder bereits auch via Google Maps auffindbar sind. Wo viele Panoramia-Bilder für einen Stadtteil/Ort/Land/Kontinent verfügbar sind (je nachdem variiert die Farbhinterlegung übrigens deutlich), da leuchtet es hell.

Quelle: eblog.fvw.de – Eine Heatmap für die ganze Welt

Schicke Sache, mal sehen, wohin sich das entwickelt. Eine ähnliche Karte sieht man auf www.panoramio.com/map, dort allerdings ohne die heatmap.

heatmap und hotelfinder via zwölfhundert Webseiten:
Sehr ausführlich auf tourismuszukunft.de – Google Hotelfinder. Was ist neu?
eblog.fvw.de – Eine Heatmap für die ganze Welt
landkartenindex.blogspot.com – Googles nächster Schritt in der Reisebranche? Jetzt kommt Google Hotel Finder E
insidesearch.blogspot.com – Find the perfect hotel with the Hotel Finder experiment
tnooz.com – Google integrates online travel agency ads into new Google Hotel Finder
googlewatchblog.de -Hotel Finder soll Suche nach Hotels erleichtern

P.S.: Ich suche eine 2,5 Zimmer Wohnung im Nordosten von Hamburg, Nähe U1.

Ich war übers Wochenende auf Helgoland. Das Kind, einige Blogger und meine Wenigkeit waren zu einer Art Klassenfahrt auf der Insel. Wir übernachteten im Aparthotel Klassik, ein tolles Hotel auf Helgoland, dass uns sogar eine Art Blogger-Rabatt gewährte. Wer mit so etwas ein Problem hat, darf den Artikel nicht lesen.

Ich selbst war noch nie auf Helgoland und mein Wissen über diese Insel beschränkte sich auf wenige Details wie diesen Felsenpimmel die Lange Anna, jede Menge Möwen und Dutyfree-Butterfahrten für Senioren.

Inzwischen bin ich schlauer.
Die Lange Anna ist eher langweilig aber die sie umgebenden 80.000.000.000 Vögel sind zutiefst beeindruckend. Das ist ganz großes Naturkino, was die da machen. Absolut sehenswert und das gehört auf die Liste der Orte, die man in Deutschland gesehen haben muss.

Mit dem Rest der Insel ist das so eine Sache.
Auf den ersten Blick ist Helgoland eine Art Museumsdorf für deutsche Kultur der Jahre 1950-1960 (vielleicht auch 1955-1968, oder so). Die Häuser, die Werbeplakate, die Schriftarten, die Schaufenster, die Präsentation der Waren, die Gerichte auf den Speisekarten und zahlreiche weitere Details kenne ich sonst nur aus Büchern oder von Fotos. Ich übertreibe hier bewusst.

Witzigerweise will Helgoland so gar nicht mehr sein.
Die Besucherzahlen fallen wie sonstwas und alle auf der Insel geben sich Mühe, das Image und den Urlaub auf der Insel zu verbessern.

Kleiner Tipp von mir:
Wenn ihr Familienfreundlicher werden wollt, solltet ihr die Schaukel auf dem Spielplatz reparieren. Überhaupt ist der Spielplatz unteres Mittelfeld. Das ist eigentlich nicht schlimm ist für einen Ort mit Strand, aber ich dachte, Helgoland soll Familienfreundlich werden? Daher frage ich mich auch, warum es keine sinnvolle Wickelmöglichkeit gibt?

Eigentlich ist Helgoland ein relativ guter Urlaubsort für Kinder.
Es gibt auf Helgoland keine Autos (wobei das auch nicht ganz stimmt, es gibt etliche Bagger). Strassen ohne Autos erleichtert das Leben massiv und entspannen sofort, dazu gibt es noch Schafe, Kühe, Seeluft, Schiffe, Robben, Sand und Strand. Das passt alles schon, zumindest für einen Kurzurlaub.

Ich hatte auch jede Menge Spaß, obwohl das Kind ein wenig schwächelte, aber mit Magen-Darm ist man eben schwach auf den Beinen.

Er erzählt aber allen, dass er mit einem Schiff gefahren ist und an die Robben kann er sich auch erinnern. Obwohl er die eigentlich verschlafen hat. Irre, oder?

Selbstverständlich habe ich ein paar Fotos gemacht.
Eine kleine kommentierte Auswahl gibt es hier, für die restlichen Bilder bitte das Helgoland-Set auf Flickr besuchen.

Auf dem Weg nach Helgoland mit der Atlantis

Auf dem Weg nach Helgoland mit der Atlantis
Ein Schiff das Atlantis heisst? War da nicht etwas mit UNTERGEHEN? Mmmh. Die erste Schifffahrt mit dem Kind und es war toll. Ganz großes Abenteuer.

Möbel im Aparthotel Klassik

Möbel im Aparthotel Klassik
Im frisch renovierten Aparthotel ist alles neu gemacht, aber im Look der 50er Jahre. Das ist toll. Die Möbel, die Bilder, die Plakate, alles ganz großes Kino. Ich hatte Spaß.

Eine Bunte Kuh auf Helgoland

Eine Bunte Kuh auf Helgoland
DAS Highlight für das Kind. Eine Kuh. Er steht total auf Kühe und die Kuh hier ist auch noch bunt. Wenn ihr wüsstet, wie lange ich vor dieser Kuh stand …

Leere Strassen auf Helgoland am Sonntag Morgen

Leere Strassen auf Helgoland am Sonntag Morgen
Nix los auf der Gass’. Am Sonntagmorgen um elf ist es doch sehr, sehr ruhig auf Helgoland.

Robben auf Düne Helgoland

Robben auf Düne Helgoland
So sehen sie aus. Dick, wulstig und sehr faul liegen sie am Strand herum.

Feuerwehr auf Helgoland

Feuerwehr auf Helgoland
Alle Fahrzeuge der Feuerwehr auf Helgoland. Vorne steht eine Urne, die fahren hier zu einer Seebestattung. Aus Anstandsgründen haben wir die Gesellschaft und die Urne nicht fotografiert.

Elektroautos auf Helgoland

Elektroautos auf Helgoland
Mit diesen kleinen, relativ leisen, Elektroautos wird das Gepäck und aller anderer Kram auf der Insel hin und her gefahren. Tolle Sache mit diesen Autos. Die fahren nur 10km und das Kind hat sich jedesmal einen Keks gefreut, wenn eines dieser Autos kam.

Boote zwischen Helgoland und Düne

Boote zwischen Helgoland und Düne
Mit diesen kleinen Booten fährt man von Helgoland nach Düne, da passen sogar mehrere Kinderwagen drauf. Es gibt Pläne, zwischen Düne und Helgoland wieder eine Landverbindung zu schaffen. Ich bin gespannt, ob das in meinem Leben noch passieren wird.

Haustiere im Zollgebäude

Haustiere im Zollgebäude
Mein zweitliebstes Schild auf Helgoland. Zollhunde sind also Haustiere. Das wusste ich noch nicht und ich mag den Humor des Schildschreiber. Ich meine, wer bringt schon seinen Hamster oder Wellensittich mit auf die Arbeit? Eben. Vollkommen sinnentleert dieses Schild und das macht es so toll.

Fahrplan Helgoland-Düne

Fahrplan Helgoland
Ich verstehe das Schild nicht. Kann mir jemand dabei helfen? Es geht um die Fahrten zwischen Helgoland und Düne, mit diesen kleinen Booten. Aber ich schnalle einfach nicht, was das Schild mir hier sagen will. Eines dieser Schilder, dass da seit 1960 hängt.

Badezimmer aus den 50er Jahren

Badezimmer aus den 50er Jahren
Im Aparthotel Klassik auf Helgoland gibt es ein WC mit lauter Sachen aus einem anderen Jahrhundert und jeder Menge Design. Ich stehe total auf diesen Wasserhahn. Ehrlich, da geht mir einer ab.

Ein Cafe mit Aussicht

Ein Cafe mit Aussicht
Da kann man Kaffee trinken gehen, egal ob Kännchen oder Latte Dingenskirchen mit SojafatfreeLactosefrei (sowas gibt es da natürlich nicht), denn draussen nur Kännchen. Klar, oder?

Internetterminal mit Drucker

Internetterminal mit Drucker
Was das Oberholz in Berlin, ist dieses Cafe auf Helgoland. Internet! Bier! Aussicht! und sogar ein Drucker! Toll, oder? Dazu noch in Schreibschrift, dass kann ja auch niemand mehr lesen heutzutage.

Schiff von Cuxhaven (Alte Liebe) nach Helgoland

Schiff von Cuxhaven (Alte Liebe) nach Helgoland
Zweieinhalb Stunden mit dem Schiff durch die Nordsee und dabei unglaublich viele Frachter und andere Schiffe sehen. Toll. Und ein Kinderspielzimmer gibt es auch. Allerdings keinen Wickelraum, aber auf Nachfrage schliesen sie gerne das Hospitalzimmer auf, was bei einem Magen-Darm schwächelnden Kind auch absolut Sinn macht.

Vielen Dank an die Mitreisenden.
Das war toll. Es war ein Vergnügen mit euch zu Reisen. Danke fürs kennenlernen. Wir werden uns sicherlich wiedersehen.

Weiterlesen bei
littlejamie.com – Robbengucken auf Helgoland
herzdamengeschichten.de – Danke
isabelbogdan.de – Voll schön

Bei Trust kann man jetzt, weltweit einmalig, ein Hotel im Irak online buchen. Das Zimmer ist deutlich teurer als ein Durchschnittszimmer in New York. Sicherheit kostet eben.

An jedem dritten Stand sieht man QRCODES. Wow. Modern. Leider sieht man nie, wirklich nie jemanden einen QRCode fotografieren. Meiner Meinung nach eine in Europa unfassbar überbewertete Sache.

Einige Stände haben Plakate mit bunter Schrift, in 30 Schriftarten und BUNTEN Buchstaben. Hallo!? Das ist nicht die Kita, das ist eine Messe. Gebt euch mal etwas Mühe, nehmt etwas Geld in die Hand. Macht es zumindest nicht selbst, fragt eure Kinder, die verstehen mehr davon.

Reisesuchergebnisse im Web sind zu 90% völliger Schrott. Habt ihr schonmal in Google nach einem Hotel für eure Familie mit Kleinkind am Strand und geeigneten Ausflugszielen gesucht? Eben. Nur SEO gebürsteter Schrott. Das ist eben so, das wird sich auf die Schnelle nicht ändern.

Die Kunden verstehen das Web deutlich besser als die meisten Reiseanbieter.

Das wird zu massiven und gravierenden Änderungen im Geschäftsreisebereich führen.

Faszinierend, dass Reise in Afrika in Teilen im Internet total anders funktioniert. Siehe TravelStart. Deren Kunden suchen nicht, deren Kunden lassen sich Ziele empfehlen. Spannend.

Phocuswright macht hier einen guten Kongress. Countdown, Musik, Intro, das passt alles schon. Ausserdem ‘schieben’ die die Vorträge immer ein wenig nach vorne.

Die Hotelbranche sagt von sich, dass sie eigentlich nur Fotos von leeren Betten ins Netz stellen. Stimmt auch.

Jede, wirklich jede ‘socialmediaisttotalwichtigin der Reisebranche’ Diskussion bekommt schlimm Schlagseite mit  dem ‘Ryanair doesn’t give a shit about it‘. Und Ryanair ist unfassbar erfolgreich. Das funktioniert auch mit Easyjet.

Es wurde Yelp eingeladen, nicht der lokale, in Europa deutlich erfolgreichere Mitbewerber. Mmmh.

Alle, wirklich alle im Onlinetravel leiden im Prinzip an den gleichen Problemen. Alle, egal ob Hotel, Airline, B2B, B2C, Webseite, egal, wirklich alle leiden unter dem mehrfach auf der Bühne genannten Problem “wir haben tolle Inhalte, zeigen sie aber nicht”.
Auf dieses Problem kann man sehr viel runterbrechen. Warum bekommen alle den gleichen Preis im Flugliniennewsletter? Die kennen meine Rabatte, evtl. Wo bleibt das Targeting? Firmen wissen, welche Strecken ihre Stammkunden am Montag auf dem Desktop buchen, welche auf dem iPad, welche auf dem Handy. Aber nix davon wird genutzt. Alle ersaufen in Daten und niemand profitiert davon.

Und genau darum freue ich mich auf Google.
Ein Kerngeschäft der Reisebranche ist das umherschieben, suchen und präsentieren von Daten. Riesige Datenmenge. Das ist, unbestreitbar, die Königsdiziplin von Google. Darum haben auch, zu Recht, alle ein wenig Angst und Bedenken, dass Google demnächst bei den Reisen mitmischt.

Dieses Datengeschiebe ist übrigens der Grund, warum ihr keine Bahnreise bei Expedia, Opodo, Bing etc. Buchen könnt. So etwas einfach (das aber unfassbar kompliziert ist) können die schlicht nicht. Ein Startup Namens SilverSurfer will das ändern. Die werden bestimmt von Google aufgekauft.

Der Blick aus dem Hotelfenster während der Buchung ist hier so eine Art Streitthema oder Runninggag. Ich verstehe es aber nicht.

Von Locationbasedservices redet niemand.

Keine Sau bloggt. Ganz schlimm ist das. Alle reden wie bolle von Participation am Web aber niemand macht mit.

Micropayment mit dem Mobile ist nur am Rande besprochen, aber ein spannendes Thema.

Social Media KANN ICH NICHT MEHR HÖREN.

Groupon bzw. Gutscheine sind bereits vollkommen etablierte, zusätzliche Kanäle, allerdings nur bei einigen Firmen. Groupon sagt nicht, wie groß der ‘Pfandschlupf’ ist. Die Gutscheinmodelle für Reise hauen mich ehrlich gesagt nicht vom Hocker, aber sie funktionieren.

Niemand redet noch von Expedia.

Immer wenn die Amis von ‘blabla in Europa’ reden, fühle ich mich ein klein wenig wie im Zoo.

Es gibt viel weniger Blogger als in den vorigen Jahren.

“Wisdom of friends I trust” ist definitiv das neue “Wisdom of the crowd”. ABER es könnte auch “Wisdom in my socialgraph of trust” sein. Vielleicht auch “Wisdom of friends I trust in the socialgraph I trust”. Das ist noch nicht ausdefiniert.

Silverrail wird allgemein gefeiert. Kaufen.

Bier gibt es erst ab 5 Uhr.

Im mag die Tripadvisorfrau, die mit einem Augenzwinkern bzgl. Social Media Twitter Facebook Foursquare blabla sagt: ‘If you want to win the game you have to play it“.

Da fühle ich mich gleich wieder richtig gut.

Die Reisebranche ist faszinierend. Immer wieder.

Eben war ich in einem Vortrag von Google. Interessant, wie immer. Google hat extra für diesen Vortrag ein Animationsvideo produziert. Amtliche Sache. Neben den üblichen, bereits bekannten Tatsachen MOBILE FIRST wurde auf der Bühne Google Translate, Street View, Maps, und die 3D Gebäude in Maps gezeigt.

Die Fachbesucher aus der Reisebranche, die es auf der Messe in den überfüllten Saal geschaft haben (die sind also sehr stark am Thema interessiert) reagierten sehr überascht.

Google Translate, bzw. Die Tatsache, dass ich in mein Handy auf deutsch reinspreche und das Handy anschliessend mein gesprochenes Wort in englisch übersetzt, haben das Publikum zutiefst, wirklich zutiefst beeindruckt.

Dazu die ganzen anderen Dienste, die wir so selbstverständliche benutzen, sind selbst für Fachbesucher auf der ITB Science-Fiction.

Ein dankbares Publikum, wie gesagt.

Die Tripadvisorsession war auch nett soweit, hat mich jetzt aber leider nicht weiter gebracht, abgesehen von ein paar Zahlen.

In der eTravelworld wird in hoher Taktung über SocialMedia gesprochen. Bei Hertz gibt es Eis, sogar essbares.

Freitag, Samstag und Sonntag ist bei allen der Mobile-Tag. In der Woche am Abend steigen die Zugriffe via iPads. Bedtimesurfing nennen sie das. Der Montag ist der Desktoptag, das kann ich bestätigen. Die Bloggersession bei Phocuswright war soweit ganz spannend. Witzig, dass das Publikum mehrheitlich den Suchergebnissen für Reiseinformationen in Google vertraut und sich fragt, ob SEO in Zukunft noch wichtig ist. Da musste ich beinahe kurz rausgehen zum Lachen.

Hipmunk und Hotpot waren bislang nur in der BloggerSession ein Thema.

Die Hotels fahren in der Hotelhalle dick auf, der Backoffice GDS Kram ist furchtbar, das Publikum, auch bei den Vorträgen, hat eine bemerkenswert hohe Frauenquote für technische Themen und das Essen auf der Messe Berlin ist Schrott. Absoluter Schrott.

Weiterhin interessant hier.

Berlin, 9 Uhr, Ankunft Messe Berlin. Die SBahn fährt. Man freut sich heutzutage über solche Kleinigkeiten.

Ein Fachbesuchertag um 9 Uhr auf der ITB unterscheidet ich fundamental von der Samstag-Nachmittag Panik, die ich vor Jahren erleben durfte.

Ich habe mich natürlich auf Fourquare auf der Messe und der ITB eingecheckt. Da dann ein SpecialOffer von Ray Sono gesehen. Die machen Internet ich war dann der erste, der sich nach Check-in die supercoolen Foursquare Aufkleber und Sticker abgeholt hat.

Am BCD Travel / Tourist Mobile Stand die Kollegen begrüsst, Flyer ausgepackt und wieder zu Ray Sono und Dr. ‘Name vergessen’ zugehört. Deutschlandchef von Groupon, sprach mit Vertretern über Gutscheine im Reisegeschäft. Da war sehr interessant und alles nicht blogbar.

Noch ein paar 4q-Sticker ‘für die Kollegen’ mitgenommen. Werde die für 8.000 € auf eBay verkaufen (not).

Danach Katrin von Passion PR getroffen. Hallo gesagt.

Danach ein Schild mit Aufschrift “for bloggers” fotografiert.

Absolut nicht erwähnenswerte “Five Minutes of Fame” mit Lixto gesehen (das war nix).

Immer noch keinen Kaffee getrunken.  

Assen Vassilev von Everbread spricht gerade über Flugtickets, Preise, individuelle Preise, GDS, targeting, channels, mass market junk, verfehlungen der Airlines. Sehr interessant. Noch mehr Preise, Preisvergleiche, richtige Produkte, bzw. Preise zur richtigen Zeit. Eine dieser “das klingt alles total logisch” Sessions, die aber so derbe Palastrevolution bedeuten, dass man leider schnell zum Wort “unrealistisch” kommt. Kann man in den Augen meiner Sitznachbarn sehr schön sehen.

Nachtrag.
Bislang war Everbread der erhellenste Vortrag von allen. Mit Abstand.

Next Stop: Raum 7.1b, 12:10 Uhr 

 

Running Gag der Bahn. Der Zug fährt in einer Minute, aber heute von Gleis 6. Frühsport.

Im Zug von Hamburg nach Berlin. Mit Seufzen den Menschen bei der Suche nach einem Sitzplatz zugesehen. Den Glauben und die Hoffnung an die Menschheit trotz erheblicher Zweifel nicht verloren. Faszinierend, dass wir im Weltall umher fliegen, Mensch an sich es aber nicht schafft, den richtigen Wagen und die richtige Sitznummer zu finden. 

Anschliessend Begrüssungskonzert von Handy- Laptop Startupounds, Tastentöne, Zipper. Vereinzeltes Fluchen angesichts vergessener Ladegeräte. Kein Sitzplatznachbar. Ich packe mein HTML5 Buch aus, vorab schau ich mir noch den ausgedruckten Sessionplan von #phocuwright (Spotlight on Technology and Innovation)  und dem anderen Dings, dem ITB Future Day an.

Phocuswright ist so eine Art Rivva gegen Geld für die Reisebranche. Die Erklärung ist eigentlich auch falsch, aber ich habe die auch nie ganz verstanden und irgendwie stört mich, dass vieles bei phocuswright im closed-garden liegt.

In Halle 7.3 und 7.1 kann man mich treffen. Ich bin der mit Nerd-Brille, Handy und einem grossen Moleskine.

Jetzt aber zu den Sessions.

7.3, 10:30-10:50
Eröffnungrede
Das S auf meiner Tatatur klemmt. Uper sache.
Es pricht Philip C. Wolf, CEO PhocusWright 

7.3, 10:50-12:05
Townhall (eine Diskussion? Mir sagt der Begriff Townhall in diesem zusammenhang nix), dann Pause, danach Five Minutes of Fame Elevator Pitch mit Lixto
Zum warm werden, umschauen, wer ist alles da, ach, guck mal, Kaffee trinken, versuchen jemanden zum Unterhalten zu finden, noch einen Kaffee trinken, auf Twitter, Facebook, Foursquare  etc. einchecken und abchecken wer noch um in der Ecke ist. Begrüssen, reden, ankommen.

7.1, 12:10-12:30
Kommunikations- und Buchungsverhalten in Zeiten von Social Media
… Kaufverhalten hat sich geändert … Kundenkommunikation optimal gestalten. …
Sperriger Titel. Ich gehe nur dahin, weil es Christine Petersen von TripAdvisor im Interview ist. Tripadvisor ist ganz vorne, dass muss man sich anhören.

7.1, 12:30-12:50
Technologicher Wandel
Die innovationsgeschwindigkeit. .. stellt auch die Reiseindutrie vor GEWALTIGE Herausforderungen. … Wie wird ich das Verhalten von Kunden verändern …
Sinnvoller Titel und es spricht Dr. Bernd Fauser, Head of Global Travel Top Account von Google.
Das könnte spannend werden, wobei Dr. Fauser sicherlich keine Neuigkeiten zum ITA Kauf in den Staaten beisteuern darf.

Ich freue mich sehr auf alles bzgl. Reise von Google. Das wird die Branche nach vorne bringen (alle kopieren dann sofort das Dings von Google, das ist quasi so eine Art Open-Source)

7.3, 12:20-12:45
Sozial, Lokal, Mobil: Die Perspektive des Reisenden
In Europa beeinflussen kulturelle Unterschiede die Entscheidungsfindung beim Reisen (dieser Satz ist bemerkenswert für einen Amerikaner. Da hat jemand etwas verstanden) … für Marktforschungsstudien … Reisende in DE, FR, GB. .. Reisetechnologien annehmen
Markstudien und Powerpointslides mit bunten Grafiken darauf sind die Spezialität von Phocuswright. Das lasse ich mir nicht entgehen und ich bin gespannt auf Carroll Rheem von PhocusWright

Für meine Eltern: Reise funktioniert in Europa total anders als in USA. Regelmässig scheitern gigantische Projekte und Budgets an Details wie der Tatsache, dass man in Deutschland einfach so in eine Zug einsteigen kann, sich im Zug ein Ticket kauft! und sich auch noch einfach einen Sitzplatz sucht!!, ggf. sogar einfach stehen bleibt!!!. Wenn ihr wüsstet, welche Konfusion diese drei Kleinigkeiten verursachen. ….

Dazu kommt jetzt auch noch dieser ganze neumodische Kram aus dem Internet. Das kann spannend werden.

12:45-13:55
Mittag. Eine kleine Platzrunde drehen, mal zum Mongoleistand gehen, ich wollte immer schon mal in die Mongolei.

7.3, 13:55-14:00
Five Minutes of Fame
Mit Aaron M. Gowell von SilverRail Technologies

7.3, 14:30-15:00
Roundtable: Bloggen, Twitter und Pingen fürs Geschäft
Yeah. Meins. Was mache ich hier denn gerade?
Twitter, LinkedIn, Facebook, Android, iPad, Kindle, AppleTV, Google TV, XBOX360 ….
Hohe Buzzwortdichte. Mit Karin Schmollgruber, die kenne ich sogar. Dazu noch Bruce Rosard von PhocusWright, Kevin May von Talking Travel Tech, Martin Schobert von Tourismusdesign und Siew Hoon Yeoh von Web in Travel.

Das lasse ich auf mich zukommen. Heutzutage wird ja nicht mehr so viel gebloggt. Leider. Ob es heute zur ITB überhaupt mehr als 20 Blogposts gebe wird? Ich glaube es nicht

7.3, 15:10-15:15
Five Minutes of Fame
Mit Greg Marsh von onefinestay

7.3, 15:45-16:15
Roundtable: Austausch ist die neue Suche
Mobile Web. … zusammenarbeit. … weisheit der Freunde
Ja, schaue ich mir an. Schöner Titel, kommt ‘meinem’ Internet sehr nahe.

7.3, 16:25-16:30
Five Minutes of Fame
Mit Michel Cassius von Gekko.com

7.3, 16:30-17
PhocusWright Zusammenfassung des Tages.

Danach brauche ich dann ganz dringend eine Absacker um die Buzzwords aus dem Kopf zu bekommen und wieder Mensch zu werden.

Nächster Halt in wenigen Minuten: Berlin Spandau.

Sänk ju vor schuusing Deutsche Bahn tudei.

Für einen Tag auf der ITB. Einen Tag in Berlin und bis auf die Messe und Freunde bei denen ich übernachte werde ich nichts von der Stadt erleben. Ich nenne es Arbeit. Schliesslich setzte ich mich in zahlreiche Vorträge zum Thema “Social Media in der Reisebranche”.

Zwar kann ich den Begriff ‘SocialMedia’ nicht leidden (mehr noch als das Überbuzzword ‘Web2.0′), aber sicherlich gibt es nicht nur leere Marketingphrasen von Ahnungslosen (davon gibt es in der Reisebranche so viele, es ist die Pest), sondern auch die eine oder andere inhaltliche Perle in den Vorträgen bei #phocuswright auf der ITB. Ich bin gespannt.

Ich reise ohne Laptop, ich tippe, wenn überhaupt, mit meinem Handy. So wie in diesem Moment aus der UBahn auf dem Weg zum Hauptbahnhof. Fahren die Züge heute? Die Bahn wollte heute streiken, netterweise auch bei der SBahn Berlin. Ob bei der SBahn Berlin ein Streik allerdings überhaupt auffällt darf bezweifelt werden.

Nächster Halt: Hamburg, U1, Hauptbahnhof Süd

This is big news.
Google mal wieder. Das ist einer dieser Atomschläge und es braucht einen Moment, bis man ihn versteht.

Man kann jetzt tatsächlich direkt in Google Maps ein Hotel buchen. Das gab es bislang im Testbetrieb, basierend auf Adsense-Anzeigen, jetzt aber wird da Gas gegeben
(Nachtrag: das ist eine verzerrte, extrem vereinfachte und eigentlich sachlich falsche Darstellung. Reicht aber in diesem Zusammenhang, es ist komplizierter, ich weiß, Danke).

In all den Artikel erkennt man leider nicht auf Anhieb, was da jetzt neu ist und vielleicht irre ich mich auch, lasse mich aber gerne korrigieren.

Screenshot Google Maps Hotels buchen

Es ist die Möglichkeit, ein Hotel direkt auf Google Maps zu buchen. Dazu sind diese gelben Icons auf der Karte da.

Im Detail, leider komischh erklärt, liest man das auf trustinternational.com – Display your Rates in Google Maps

Selbst sehen kann man das da:
Besuchen Sie bitte maps.google.com- suche nach Hotel in New York

Diese Neuigkeit wird in diversen Artikeln besprochen, hier eine Auswahl. Wer mehr wissen will und die teilweise lesenswerten Kommentare zum Thema nicht verpassen will, bitte schön:

Nach Priceline, Expedia und neuerdings auch HRS hat mit Trust International erstmalig eines der globalen Hotel-CRS eine Schnittstelle zu Google Places geschaffen. Bis zu 6000 Hotels will CEO Richard Wiegmann direkt an Google anbinden, und zwar nach allen Regelnd der Kunst: in Realtime zu den jeweils verügbaren Best Available Rates (BAR). In Sekundenschnelle wird Googles Suchtechnologie Zugriff auf die vakanzgeprüften Angebote aus Frankfurt haben.

Quelle: eblog.fvw.de – Kein ITA für das Hotelgeschäft

The expansion of hotel search and pricing in Google Maps has been much-anticipated and feared by competitors.

Quelle: tnooz.com – Google expands hotel price ads in Google Maps

In addition, we’re working to expand these partnerships and exploring ways to allow individual hoteliers to easily share updated pricing / availability.

Quelle: Googleforum – Why is Google showing rates and option to make reservation on OTA websites on Google Places page for my hotel?

Faszinierend, dass hier ausnahmsweise mal eine deutsche Firma mitspielt.

Hotel CRS vendor Trust International entered into a Google program to resell Google AdWords to hotel customers and get their properties displayed in Google Maps and Google Places. Trust is offering its more than 60 hotel chain customers the ability to display their prices and availability through Google Maps and Google Places. The Frankfurt-based CRS company says the service is available on Google domains in the Americas, Europe and Asia.

Quelle: tnooz.com – Trust International gets hotel clients into Google Maps and Google Places

Das wird noch ganz großes Tennis mit Google Places auf den Maps und der Reisekiste. Da geht noch was.

Leider leider kann man bislang weder Hotels in Berlin noch in Hamburg buchen. Aber was noch nicht ist kann ja noch werden. Darum steht es in Sachen

Hotels in Google Maps buchen – Hamburg vs. Berlin 0:0

via: rogl auf Twitter