Ein Nachtrag zu Wissenswert. Telekom kaputt, langsamer als eine Stechmücke

Ein Beispiel aus dem Bereich Home-Entertainment

Sony bringt in diesem Jahr die Playstation 4 raus. Mit der PS4 geht Sony mit einem 4k Movie Download Store an den Start.
4k wird das nächste große Home-Entertainment Ding, die Filme haben eine erheblich höhere Auflösung als Blueray.

Nachteil für neue Telekom-Kunden:

EIN EINZIGER Film aus diesem Store ist ca 100 GB groß.

Quelle: the verge – Sony 4K movie service will work with PS4, require 100GB-plus downloads

Always-on der neuen Konsolen

Die neue Playstation und die noch anzukündigene XBox sind jeweils echte Traffic Maschinen, werden wahrscheinlich beide auf Always On setzten und alles zum download anbieten. Spiele und Filme, Updates, online Gaming, dass erzeugt mehr Traffic als man erwartet.

Das ist kein Nischenmarkt, Konsolen sind Massenprodukt.

Weiteres Beispiel. P2P im Hintergrund

Dinge, von denen der normale Nutzer nichts weiß, z. B. Akamai Netsession.
Kennt niemand, haben aber viele auf ihrem Rechner. Das kommt z.B. mit diversen Adobe Updates auf den Rechner und ist im Prinzip ein P2P Client, der eure DSL Leitung im Hintergrund nutzt um Daten zu versenden.
Nochmal. Nicht die Poweruser sondern Vaddi und Multi haben, ohne es zu wissen, eine P2P Technik auf dem Rechner und versenden Daten.

Ähnliches gibt es, z. B. Pando Media Booster, bei zahlreichen anderen extrem populären Videospielen. Siehe Wikipedia – Pando Media Booster

Das sind Dinge, die für 99% der Nutzer völlig intransparent im Hintergrund passieren, daß hat der normale Nutzer nicht unter Kontrolle, er verbraucht aber konstant Traffic.

Auch diese Tools sind keine Nischenanwendungen, das ist massiv verbreitet.

Nächstes Problem: Anzahl der Personen im Haushalt

In den Kommentaren überall wird erwähnt, dass 75 GB doch völlig ausreichen und die normalen Nutzer die Poweruser querfinanzieren.

Stimmt, aber nur, solange es um eine oder zwei Personen am Anschluss geht. Eine mehrköpfige Familie mit Teenagern oder eine Studenten-WG, die das Internet sowieso völlig anders nutzt, wird mit 75 GB nicht auskommen. Pornos und Streams von Filmseiten zehren das Kontingent schnell auf. Welche WG hat heutzutage noch einen Fernseher? “Fern-sehen” passiert im Netz, auf dem Rechner.

Diese ganze Geschichte ist ein einziger Rückschritt und das beste kommt zum Schluß.

Die Telekom drosselt sogar ihre Business-Tarife

Das ist der eigentliche Witz an dieser ganzen Geschichte.
Selbst in den Business Anschlüssen, die mehr kosten, ist eine Drosselung in der Leistungsbeschreibung vorgesehen. www.telekom.de/dlp/agb/pdf/40930.pdf auf Seite 4. Die Drosselung ist bei weitem nicht so krass wie in den Privat-Tarifen, aber es gibt sie.

Welchen Tarif der Telekom soll ich nehmen, wenn man das Internet mit einer “echten” Flatrate verwenden möchte, also auch mit Internet nach dem Inklusivvolumen?

Siehe auch:
Links zur Telekom, gedrosseltem Internet und der Netzneutralität

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DIE WOHNUNG IST BEREITS VERMIETET.

Ich suche kurzfristig einen Nachmieter für eine schöne 2,5 Zimmer Wohnung in Wandsbek-Gartenstadt. Vorab: ich möchte 500 EUR (VB) Abstand haben. Wenn das zu viel ist, bitte nicht weiter lesen. Fotos kommen weiter unten. Kontakt – schreiben Sie, im Gegensatz zu vielen Maklern antworte ich auf E-Mails.

Die Eckdaten:

-2,5 Zimmer, es passt perfekt als Schlaf-, Wohn- und Arbeits/Kinderzimmer
-58 qm
-1. OG
-in der Tilsiter Str 2 d, Adresse in Google Maps und völlig veraltet in Google StreetView,
-647 EUR Warmmiete (das ist inkl. Nebenkosten, Kabelfernsehen und Heizung. Strom und Wasser kommt extra dazu)
-Balkon
-Einbauküche (leider nur mit einem freien Unterbau, entweder Waschmaschine oder Geschirrspüler)
-Abstellplatz auf dem Dachboden
-Kabelfernsehen, auch mit dem digitalen Kram, alles neu gemacht
-teilweise neue Elektrik, neue Heizkörper, neue Fenster, Whg insgesamt sehr gepflegt und gut “gewartet”
-frei ab 29.7.2012
-es ist eine schöne Wohnung.

-drei Monatsmieten Kaution, das sind 1.479 EUR
-wahrscheinlich mit Courtage, dass weiß ich noch nicht, ebenso weiß ich noch nicht, ob die Miete so bleibt oder erhöht wird.

P1210227 Selbstgemalter Grundriss. Nicht maßstabsgetreu, aber so ungefähr ist die Wohnung geschnitten. Großes Wohnzimmer, mittelgroßes Schlafzimmer, kleines Arbeits-/Kinderzimmer, Küche, Bad, Balkon. Osten und Westen sind falsch herum gezeichnet. Sorry.

Die Wohnung hatte bei meinem Einzug keinen Fußboden. Ich habe Laminat verlegen lassen, das auch gebloggt, mit Fotos und allem, siehe Laminat Hamburg vs. Berlin. Dafür möchte ich bitte 500 EUR Abstand haben, das war nicht billig.

Ich kann noch einen 6 Monate alten Kühlschrank und eine gebrauchte, aber gut funktionierende Bosch-Waschmaschine verkaufen, falls Bedarf sein sollte.

Die Wohnung hat die beste Hausverwaltung, die ich bislang erlebt habe. Sie kümmern sich sofort, ich habe neue Tür-Dichtungen bekommen, die Haustür wurde auch richtig gut in Schuss gebracht und das eine Fenster, dass bei Einzug ein ganz klein wenig hakte, ist jetzt wieder wie neu. Sogar sämtliche Türbeschläge wurden getauscht. Ich erwähne das extra, die sind wirklich freundlich, schnell und gut, dass habe ich in bislang ca. 15 verschiedenen Wohnungen so noch nicht erlebt.

Für eure Gesamtrechnung evtl nützlich.
Für Strom zahle ich im Monat 40 EUR, für Wasser zur Zeit 25 EUR pro Monat.

Soft-Facts

Es gibt schnelles DSL. Es gibt einen Penny-Supermarkt (bis 22 Uhr geöffnet) direkt vor der Tür, ebenso eine Apotheke, unfassbar praktisch. Nur fünf Minuten Fußweg zur U-Bahn Wandsbek-Gartenstadt, dort fahren die U1 und die U3. Das ist ebenfalls praktisch, von hier ist man in 15 Minuten quasi in der ganzen Stadt. Mit dem Rad ist es ein Katzensprung nach Wandsbek-Markt oder zum Wandse-Tal. Einzig die Post, die die Pakete annimmt, liegt völlig bescheuert am Neumarkt (das nervt unfassbar) aber es gibt eine Packstation um die Ecke. Es ist ruhig, ich komme relativ zügig überall hin und die Gegend ist normal. Normal im Sinne von “durchmischt”. Wie es in einer Stadt eben so ist.

Fragen können gerne an sven.dietrich @ gmail.com geschickt werden. Ich bin umgänglich, ich beiße nicht. Fragen Sie, ich antworte gerne.

Jetzt kommen die Fotos.
Die Wohnung ist nicht eingerichtet. Es ist mir ein klein wenig peinlich, ich habe mich da nie wirklich 100% niedergelassen, bzw. es mit Playstation-spielen verdrängt, wie derbe “Jungsmässig” die Wohnung aussieht. Man kann das sicherlich sehr, SEHR viel hübscher einrichten. Ich weiß es, ich bin quasi nur noch nicht dazu gekommen.

P1210200 Der Flur. Wie so ein Flur eben aussieht. Eher lang, mit vielen Türen. Beachten Sie das hübsche Laminat.

P1210199 Schlafzimmer. Könnte aber auch ihr Wohnzimmer sein. Oder ihre Besenkammer, falls sie sehr große Besen sammeln sollten. Oder ihr Kinderzimmer. Ganz wie sie wollen. Hier aber noch ein Tipp, wo sie beispielsweise günstige Kinderbetten bekommen können: http://www.lidl.de/de/Jugend-Kinderbetten. Das ist jedenfalls das einzige Zimmer in der Wohnung mit zwei Fenstern.

P1210204 Das Bad. Mit Wanne, Klo, Waschbecken, in Hanseatischem Blau aus den 60er Jahren. Die Farbe wurde hier mit der Funktion “auto-optimieren” in Picasa völlig entstellt, scheinbar ist pastelliges Oma-Blau aus den 60er so unfassbar schlimm, dass die Bildbearbeitungssoftware so etwas gleich rausfiltert. Was ich sagen wollte: Die Kacheln sind blau.

P1210205 Die Küche. Schwierig zu fotografieren. Eine kleine Küche, ich habe eben abgewaschen, leider kein Platz für eine Spülmaschine. Man beachte NICHT die Deckenbeleuchtugn, wie gesagt, ich bin noch nicht dazu gekommen die Wohnung einzurichten. Die Einbauküche ist komplett neu. Der Backofen ist erstaunlich schnell heiß. Wenn Sie aus dem Fenster schauen könnten, sie würden direkt auf Penny blicken. Super Sache während des Kochen. Viel besser als Fernsehen, für ein TV ist auch gar kein Platz.

P1210214 Das halbe Zimmer. Auch schwierig zu fotografieren. Sehen sie den Hasen auf der Fensterbank? Wenn sie den drücken, schreit er. Wundervolles Spielzeug, habe ich sogar auf YouTube gestellt.

P1210209 Das Wohnzimmer. Links der Balkon und das große Fenster. Fürs Foto habe ich schnell noch 17 Kisten Bücher ausgepackt, es soll ja Anständig aussehen, aus dem gleichen Grund ist die Playstation nicht zu sehen, es soll ja Anständig aussehen. Die Bücher verkaufe ich alle. Falls sie eine Lupe zur Hand haben, suchen sie sich gerne ein Buch aus.

P1210211 Wenn sie sich einen Tisch vor das große Fenster stellen, ist das hier der Ausblick. Süd-Seite. Die Sonne scheint für ein paar Stunden rein. Angenehm. Der Weg, den sie da sehen, führt in eine Kleingartenkolonie. Überraschung, darum heisst es auch Wandsbek-GARTENSTADT, hier gibt es überall Kleingärten und das ist wirklich niedlich.

P1210213 Der Balkon. Der kann nix. Ich müsste ihn mal putzen, aber dazu hatte ich nach dem Bücher geschiebe keine Lust mehr. Ein Balkon im 1.OG. Falls sie sich mal aussperren, kommen sie zur Not noch einfach so vom Balkon runter.

BONUSTRACK.

P1210220 Der bereits erwähnte Kühlschrank. Energieklasse AAAAAAAAAAAAAAAAA+. Oder war es nur AA+? Er ist nur sechs Monate alt, stammt von Medion, bzw von Aldi und ich habe ihn mit dem Taxi von Aldi in die Wohnung gebracht. Der Taxifahrer wollte mir nicht helfen, den Kühlschrank nach oben zu tragen. Habe das alleine gemacht. Seitdem habe ich Rücken und kaltes Bier. Oder Milch. Je nachdem. Ein guter Kühlschrank, auf Wunsch überlasse ich ihnen gerne ein paar Buchstaben. Ich brauche nur die Buchstaben für den Namen des Kindes.

P1210221 Die Waschmaschine von Bosch. Habe ich gebraucht gekauft. Sie ist ca. sieben Jahre alt. Wie das so ist mit Markenware: Sie läuft. Sie wäscht. Sie funktioniert. Alles so, wie es sein soll. Die Maschine verschenke ich an den Nachmieter, wenn gewünscht, ansonsten droht ihr ein Abschied auf eBay-Kleinanzeigen.

P1210226 eBay Kleinanzeigen versuche ich seit einer Weile für diese Wundervolle 140×200 Matratze. Funktioniert natürlich gar nicht. Die Matratze kann man sich auf eBay dort ansehen. Eine sensationell gute Matratze.

Ich freue mich auf Ihre Nachricht. Gerne kann das hier weiter geleitet werden. Danke.

DIE WOHNUNG IST BEREITS VERMIETET.

Ich habe aktuell ein Problem, für das ich im allmächtigen und allwissenden Internet keine Lösung finde. Selbst die üblichen Telekom-, Teltarif- und Alice-Foren bieten keine Hilfe.

Das Problem ist, dass ein Telekom Call & Surf IP Anschluss umziehen soll und gleichzeitig die Rufnummer des in Zielwohnung vorhandenen Alice-Anschluss übernommen werden soll. Die Experten im Internet sagen dazu wohl Ortswechsel und Rufnummerportierung, mehr Fachbegriffe habe ich mir noch nicht ergoogelt.

Das soll aus drei Gründen gemacht werden.

1. Restliche Vertragslaufzeit des Telekomanschlusses
2. Der Telekomrouter und die DSL-Geschwindigkeit ist erheblich besser als das Alice-Gelöt.
3. Es wird gewünscht, dass sich die vorhandene, über zehn Jahre alte Rufnummer nicht ändert.

Dieses, zugegebenermaßen spezielle Problem, wird im Internet von Millionen Beiträgen zu Problemen mit entweder “umzug”, “kündigung” oder “rufnummerübernahme” völlig überschattet. Jeweils in fantastillionen Einzelfallvariationen für Telekom ODER Alice. Faszinierend, dass im Jahr 2012 solch scheinbar einfachen Aufgaben so unglaublich viel Ärger verursachen.

Der Sonderfall, dass BEIDE Anbieter, EIN Ortswechsel UND eine Rufnummernübernahme gefragt sind, ist dadurch in der Masse von Hilferufen und Problemen unauffindbar.

Ich habe keine Ahnung, wie man das machen soll, bzw was der schlaueste Weg hierfür ist.

Falls jemand etwas ähnliches in der Vergangenheit gemacht hat oder weiß, wie und wo man Hilfe für so ein Problem findet – ich bin für jede Hilfe sehr dankbar.

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Ich bin umgezogen und habe mir gefühlt vierhundert Stunden lang DSL-Tarife, Geschwindigkeiten, Anbieter und Techniken angesehen.

DSL bei der Telekom, Hansenet oder doch Internet über Kabel Deutschland? Internet mit 100MBit bei Kabel oder Wilhelm.tel oder reicht mir ein 16MBit Anschluss der Telekom? Will ich mit meinen desaströsen Erfahrungen des O2 Datennetz in Hamburg zu Alice/Hansenet wechseln, die, wie O2, auch zur Telefonica gehören?

Speedport W 921 V

Ich habe auch mein Internet gefragt. Auf Facebook, auf Twitter und den Flurfunk in der Firma. Faszinierend, dass zumeist die Telekom empfohlen wurde. Das hatte ich nicht erwartet.

Im Prinzip kann ich als normaler Privatkunde zwischen Telekom, Hansenet und Kabel Deutschland wählen. 1&1 scheidet aus wegen extrem schlechter Erfahrung in der Vergangenheit und dieser ganze Internet-übers-Mobilfunknetz, wie Vodafone und O2 es anbieten ist sowieso völliger Stuss. Zu langsam und irgendwie meeeeeeh.

Kabel Deutschland ist ein komischer Verein. Sie schicken mir regelmässig ungefragt Werbung zu, schaffen es aber nicht, mir auf der Internetseite sinnvoll zu erklären, ob es einen Bonus gibt, wenn ich digitales Kabel, Internet und Telefonie bei denen buche.
Ich habe es wirklich versucht, aber ich kapiere deren Tarife nicht. Echt nicht. Furchtbare Feature-ritis. Digital Dingens hier, 100MBit da, mit Flatrate in HD, nur fürs Fernsehen, dann doch wieder Telefonie, dann wieder Internet und ein obskures Internet-Sicherheitspacket bekommt man zwangsweise dazu gebucht und muss es von Hand kündigen. Die Hardware wird auch nicht richtig erklärt.

Liebes Kabel Deutschland,
ich wollte wirklich Kunde bei euch werden. Ich habe in den letzten Monaten HD Fernsehen aus dem Kabel sehr genossen aber ich bin zu blöd um eure DSL-Interent-Digital-HD-Kabel-Tarife zu verstehen. Geht das auch einfach? Internet, Festnetz und digitales Kabelfernsehen in einfach. Ohne diesen ganzen Feature-Stuss. Dann gerne, aber so wird das nix mit uns beiden, auch nicht mit 100MBit, das ist zwar nett, brauche ich aber nicht.

Wilhelm.tel will mich alleine nicht als Kunde, die nehmen nur das ganze Haus. Schade. Nächster Abieter.
Nachtrag: Wilhelm.tel legt wohl immer Glasfaser für das ganze Haus, das gibt es dann nicht für einen einzelnen Kunden. Macht Sinn, verständlich, bringt mich aber nicht weiter.

Hansenet, bzw. Alice DSL.
Wollte ich nicht. In der letzten Wohnung war das DSL sehr langsam und als noch-O2-Kunde bin ich zur Zeit völligst gepisst von Telefonica. Desatröses Mobilfunknetz. Alles kein Spaß. Nein, ihr bekommt mein Geld leider nicht. Schade. Ausserdem gibt es ier nur komische Hardware fürs Internet.
Nächster Anbieter.

Telekom.
Hallo rosa. Da bin ich wieder. Wir hatten vor Jahren, in Berlin, bereits das Vergnügen. Jetzt wieder DSL mit 16MBit. Nicht das schnellste Internet der Welt, aber vollkommen ausreichend für den Kram, den ich hier so mache.
1MBit Upload und dieser Speedport-Router W 921 V ist auch ok. Der kann zwar keine festen IP-Adressen im Heimnetz vergeben, aber egal, er macht was er soll und das auch erstaunlich gut.

Die Techniker waren pünktlich, das Netz ist unglaublich einfach einzurichten und funktioniert eben einfach. So wie ich mir das erhofft hatte. Was ich nicht kapiere ist der Sprachbox Anrufbeantworter. Gibt es dafür auch eine Weboberfläche? Ich bin zu ungeduldig, mich durch Menüs zu hören.

Woran ich vor dem Umzug nicht gedacht habe war die Voraufzeit um Internet in die Wohnung zu bekommen. Vier Wochen ohne Internet ist auch ganz nett, war dann aber auch irgendwann gut.

So. Punkte. In Berlin war ich bei der Telekom, in Hamburg bislang bei Hansenet, jetzt wieder Telekom. In Berlin gab es damals (wir hatten ja nix) nur 1MBit, heute dann 16MBit. Punkte für Hamburg.

DSL Hamburg vs. Berlin 16 : 1

Hallo Internet und selfaware computing machines

Aus Gründen suche ich eine 2 bis 2,5 Zimmer Wohnung im Nord-Osten von Hamburg. Um 700 Euro Miete warm ist die Vorgabe, das ist sicherlich machbar für eine normale bis gute Wohnung.

20090102_Hamburg_0008-Bearbeitet

Foto: 20090102_Hamburg_0008-Bearbeitet by renehamburg with Some rights reserved

Ich bin ein Top-Mieter! Ich kann renovieren und sanieren, bin eher wenig zu Hause, sauberkeitspingelig in der Küche, am Wochenende mit Sohn, habe meine Sturm und Drang Phase hinter mir, brauche Kabelfernsehen oder schnelles DSL  und suche eben eine hübsche Wohnung.

Solides Einkommen, Bosch Akkubohrer, jede Menge Werkzeug und eine Siebträgerkaffeemaschine sind vorhanden.

Nach einigen Wochen der Suche habe ich inzwischen meinen Anspruch auf “nicht an einer Hauptverkehrsstrasse” reduziert.

Nordosten von Hamburg meint hier Wandsbek und co. Eilbek, Dulsberg, evtl. noch Farmsen-Berne.

Nicht ganz im Nordosten. Nähe U1 ist Pflicht.

Einer der Gründe, warum ich aus Eimsbüttel nach Rahlstedt, bzw nach Meiendorf zog, ist die Nähe zum Grün.

Aktuell fahre ich mit dem Rad die Strasse runter und stehe im Grünen. Und in Schleswig-Holstein. Da wo die Kühe und die Milch herkommen, ihr kennt bestimmt die Bilder aus der Werbung. So sieht das hier aus.

Neulich war ich mit der Dame des Hauses und dem Lütten auf dem Rad zur Eisdiele in Ahrensburg unterwegs. Das habe ich nebenbei mit meinem Handy GPS-genau in MyTracks getriggert. Weil es geht, frag nicht warum, man macht das eben heutzutage. Das Ding malt dann so eine Karte mit der Routenplaner, die wahlweise auch in Google Maps gespeichert wird. Schicke Sache dieses MyTracks.

Nebenbei kann ich Klugscheisser hiermit heute Abend endlich den großen, viel diskutierten und geschmollten “DA LANG”, “NEIN, DA LANG” Streit auflösen.
Ecke Brauner Hirsch / Pionierweg – wir hatten beide Recht (eine Scheidung und jahrelange Erfahrung sind nötig, um zu solchen Einsichten zu gelangen)

Das ist eine feine Sache, dieses Wohnen am Stadtrand. Es ist sehr grün. Es gibt Kühe. Man fährt über Felder und muss zwischendurch über eine Eisenbahnschranke.

An dieser Schranke ist ein dicker Knopf. Den muss man drücken, dann meldet sich ein Bahnmitarbeiter aus Indien irgendwo und öffnet die kleine Schranke.

Kinder finden so etwas absolut großartig. Knöpfe, Eisenbahn, Schranke, Kühe, Schmetterlinge, Mäuse, Schlangen, Drachen, Elefanten, Tiger, Zebras, Löwen, Einhörner. Ich kann das nur empfehlen.

Die Hinfahrt zur Eisdiele, man beachte die feine gestrichelte Linie. Das ist die Stadtgrenze von Hamburg.


2011-04-17 15:17 auf einer größeren Karte anzeigen

Und wieder zurück, mit einem kleinen Umweg, über diesen Biokistenbauernhof. Kauft ihr da nicht alle eure Gemüsekisten? Mir ist das ja viel zu teuer, ich kaufe das Gelöt auf dem Wochenmarkt für einen Bruchteil des Preises ein und es verschimmelt genauso gut im Kühlschrank.


2011-04-17 17:49 auf einer größeren Karte anzeigen

Das ist für die Ureinwohner in Meiendorf sicherlich alles total kalter Kaffee.
Ich freue mir aber weiterhin einen Keks über das ganze Grün in der Gegend.

Das ist und bleibt ganz großes Kino. Und das, obwohl die Mieten, Wohnungs und Hauspreise hier absurd, abartig, schwachsinnig zu teuer sind, hier viel zu viele Senioren wohnen, einige Leute echt einen an der Pfanne haben, dies hier deutlich mehr auffällt als in Eimsbüttel, es kilometerweit keinen guten Espresso, bzw Kaffee gibt und selbst das DSL langsamer ist als in Eimsbüttel.

Aus der Reihe: Artikel die ich schon seit über einem Jahr schreiben will.

Eines dieser in Berlin nicht vorhandenen Probleme. Wie auch? Damals hatte ich kein Kind und damals gab es Dropbox noch nicht. Wir hingen alle mit ISDN am Internet und nur wenige hatten DSL. Damals, wir erinnern uns, hatten wir gerade eine Digitalkamera gekauft. Damals wie heute machen wir unfassbar viel zu viele Fotos. Heute lassen wir diese Fotos zu 99% nicht entwickeln, wir lassen sie in digitaler Form auf der Festplatte.

Das ist alles bekannt und eigentlich kein Problem.
Aber es wird zu einem Problem, wenn plötzlich ein Kind da ist. Dann fragt man sich:

Wie verteilt man Fotos an Oma, Opa Mütterlicher Seits, Oma, Opa Väterlicherseits, Geschwister, Anhängsel und evtl. noch ein paar Freunden?
Ich will 1. keine Logindaten, 2. keine Bilder öffentlich im Netz haben, 3. kurze Videos hochladen können, 4. es muss schnell und komfortabel sein.

Witzigerweise ist es weiterhin ein Problem eine größere Anzahl von Fotos an z.B. zehn Personen zu verteilen ohne die Fotos zu Flickr/Facebook/Picasa hochzuladen.

Bis ich die Idee mit der Dropbox hatte.

Screenshot Familienfotos in Dropbox

Fotos: Screenshot Familienfotos in Dropbox

Wie viele andere Computerfuzzies auch bin ich an Weihnachten im Kreis der Familie. Alle haben ihr Laptop dabei, der PC vom Papa und Mamas Mac werden aktualisiert, ihr kennt das ja.

Bei der Gelegenheit habe ich allen Dropbox installiert. Dropbox ist für meine Verwandtschaft ein Ordner, der da irgendwo neu aufgetaucht ist. Ordner haben sie schonmal gesehen. Kennt man, man muss nix neues lernen. Super Sache. Keine Logindaten die vergessen werden, etc. …

Und warum ist das alles das Beste Dingens seit geschnitten Brot:

Dropbox ist eine Festplatte im Netz (klingt cool, oder? Im Netz. Wow. Janz modern).

Auf dieser Festplatte gibt es einen Ordner “Fotos und Videos von $Kindname”.

Dieser eine Ordner existiert gleichzeitig auf allen Computern der Familie.
Wenn ich neue Fotos von, z.B. Helgoland, an die Familie weitergeben will, exportiere ich eine aufgehübschte Bildauswahl aus Picasa in 1200 Auflösung direkt in den Dropbox Ordner.

Der Ordner bekommt einen hübschen Namen.

Sobald ein Familienmitglied seinen Computer mit dem Netz verbinden, kopieren sich, wie von Zauberhand, die neuen Bilder selbstständig auf den Computer und warten auf Begutachtung.

Fertig. Alle Glücklich und Froh.

Nochmal. Das wichtige Detail ist:
Die Bilder erscheinen automatisch, ohne jegliches zutun auf den Computern der Familie.
Das ist ein Traum im Vergleich zu allen anderen Kindfotos mit der Familie teilen Lösungen.

Ich schreibe immer noch einen Hinweis zu den neuen Fotos als Mail, was eigentlich unnötig ist (jeder Nutzer wird mit einem kleinen Fenster über die neuen Fotos benachrichtigt), aber als Service gut ankommt.

Einen Nachteil will ich allerdings nicht verschweigen:
Wenn die 1,5 GB 2 GB der Dropbox voll sind wird es wieder blöd. Dann müssen entweder die Videos und Fotos komprimiert werden (aufwendig, Zeitintensiv) oder die Familie kopiert sich den Kram auf den eigenen Rechner (Erklärungsintensiv, “die Bilder sind doch schon auf dem Rechner”).

Falls du, wie alle anderen Eltern mit einem Kind, auch Fotos an die Familie verteilen willst, schau dir das mal an.

Familienfotos mit Dropbox teilen – Hamburg vs. Berlin 1500:0

Vielen Dank.

Alle Dropbox-Links in diesem Artikel sind Affiliate Links. Wenn du die klickst und dich bei Dropbox anmeldest, bekomme ich als Dankeschön etwas Speicherplatz geschenkt.

Ich beantworte heute mal die Leserbriefe aus Google.

Sehr beliebt: personalausweis hamburg in allen Variationen. Wo beantragen, wie teuer, was kostet, muss ich ihn bei mir tragen, wo gibt es ihn, etc.

In Hamburg kann man zu jedem Bürgeramt gehen und einen Personalausweis beantragen. Bitte besuchen sie Behördenfinder der Freien und Hansestadt Hamburg. Dort “personalausweis” eingeben, danach die eigene Strasse und schon findet ihr das nächstgelegene Amt. Das funktioniert ganz wunderbar und man muss in der Regel nicht mit langen Wartezeiten rechnen.

Stark schwankend: von hamburg nach berlin fahrtzeiten in diversen Varianten. Wie lange, mit Bus, mit ICE, mit dem Fahrrad, zu Fuss, tägliche Pendelzeiten, Kosten für die Fahrkarte und die Fahrzeiten der Bahn mit dem fliegenden Holländer wird regelmässig abgefragt.

Tja. Die Fahrzeite der Bahn sind so eine Sache. Zur Zeit sind es ca. 1:45 Stunden mit dem ICE, das klappt aber nicht immer. Damals war es nur 1:30 Stunde mit dem ICE. Mit dem Bus dauert es 3:10 Stunden. Mit dem Fahrrad fährt man drei bis vier Tage zwischen Berlin-Hamburg. Zu Fuss, mal sehen, wenn man ca. 25 Kilometer pro Tag wandert und man ca. 400 km zu Grunde legt, dann braucht man 16 Tage um von Berlin nach Hamburg zu wandern.

Gibt es leider nicht: robben und wientjes hamburg, wird aber trotzdem jeden Tag mehrmals gesucht.

Das sind alles Berliner, die nach Hamburg umziehen und verzweifelt nach Robben und Wientjes in Hamburg suchen. Versucht mal Starcar oder so. In Hamburg gibt es keine so günstige Umzugswagen wie bei Robben und Wientjes. Hier ist das deutlich teurer, bitte entsprechend im Budget einplanen. Berlin ist diesbezüglich eine Insel in Deutschland.

Gibt es hingegen sehr oft: kinderflohmarkt hamburg 2010

Ja, gibt es und sie sind sehr gut. Allerdings ist es fummelig, die Termine zu finden, hier müsst ihr mitsuchen. Anlaufstellen: Eltern.de regional Foren, kidsgo.de – Babybasar- und Flohmarkttermine, hamburg-magazin.de – Flohmärkte in Hamburg, hamburg.kinder-stadt.de – Flohmärkte rund ums Kind in Hamburg, um nur ein paar zu nennen.

Kostet viel, bringt wenig: 100mbit berlin , oder 100mbit berlin

Inzwischen haben verschiedene Anbieter 100MBit im Angebot. Kabel Deutschland, Wilhelm.Tel sind zwei, die mir spontan einfallen. Klingt sexy, ist allerdings noch zu teuer (Juli 2010) und 16MBit, bzw. VDSL reichen eigentlich auch. Zumindest reicht es mir. Wer’s braucht.

Sehr schön: wo gibt es apfelwein in berlin? bzw. wo gibt es apfelwein in hamburg?. Wird auch jeden Tag gefragt.

Vom Fass gibt es das Stöffche im BeLaMi. Ich kenne es nicht, aber man liest hier und da von Ihnen. In Berlin gibt es häufiger Apfelwein. Einfach mal Google fragen, selbst bei Getränke Hoffmann gibt es ihn, muss man schauen. Im Notfall gibt es in Hamburg Apfelwein von Possman bei folgenden Händlern: Fa. Bierspezi Hoheluft, 20253 Hamburg, Eimsbüttler Getränkemarkt, 20255 Hamburg, Ullis Buddel Shop, 20255 Hamburg.

Relativ häufig wird gefragt: welche stadt ist größer berlin oder hamburg?

Das ist einfach. Die Fläche ist ungefähr gleich groß, allerdings hat Berlin deutlich mehr Einwohner als Hamburg.

Bundesland Stand: 31.12.2008
Fläche Bevölkerung 1) Einwohner
insgesamt je km²
km² Anzahl
Berlin 891,54 3.431.675 3.849
Hamburg 755,16 1.772.100 2.347

Quelle und alle Details dazu:
statistik-portal.de – Gebiet und Bevölkerung – Fläche und Bevölkerung

Damit ist das wichtigste geklärt.
Danke für die Aufmerksamkeit.

[Trigami-Review]

Eine beliebte Attraktion in Hamburg ist bekanntlich das Hamburg Dungeon in der Speicherstadt.
So ziemlich jeder war bereits im Hamburg Dungeon, ich hingegen habe es immer noch nicht geschafft, mir fehlt schlicht die Zeit dafür.

Seit kurzem gibt es dort etwas neues, dass es in Berlin nicht gibt.

Die Moorleichen.

Eine Moorleiche ist eine Leiche, die irgendwann und irgendwie in einem Moor “versiegelt” wurde.

In Berlin kennt man vielleicht das Moor im großen und kleinen Rohrpfuhl oder im Teufelsbruch. In Hamburg gibt es gefühlt an jeder Ecke ein Moor, immerhin hat sogar das betuchte Eppendorf sein Eppendorfer Moor.

Da findet man heutzutage keine Moorleichen mehr, allenfalls einen verlorenen Ed Hardy oder KIK Gummistiefel, je nach Stadtteil. Das faszinierende an einer Moorleiche ist, dass sie an der Luft sofort anfängt zu verwesen. Das ist unschön, verschwindet da doch sofort ein Stück Geschichte.

In Berlin gab es neulich auch Moorleichen. Nicht lange, waren es doch die Moorleichen, die in Berlin für das Hamburg Dungeon präpariert wurden und jetzt in der Hansestadt zu sehen sind.

Eine realistische Moorleiche. Wie das wohl riecht? Würde ich gerne wissen. Wie ein Stück Torf?

So wie ich das auf der Webseite verstehe, gab es, damals, 1717, eine Sturmflut.

Das kommt vor in Hamburg, auch wenn die Berliner sich das nicht vorstellen können. In der Hansestadt gab es früher eben Überschwemmungen und damals blieben die Leichen eben im Schlamm im Fleet liegen. Wenn man sie lange genug liegen lässt, sie langsam einsacken und im Schlamm und Morast verschwinden, wird aus einer normalen Leiche irgendwann eine Moorleiche.

Die Überschwemmung und die Leichen im Schlamm sind es, was man sich im Hamburg Dungeon ansehen kann.

Sicherlich könnte man in Berlin auch die eine oder andere Moorleiche finden, allerdings müsste man dazu im Naturschutzgebiet graben und das will man ja nicht.

Ich finde jedenfalls keine Moorleichen in Berlin. Nur die bereits erwähnten des Hamburg Dungeons.
Gibt es auch nicht so oft, dass es etwas in Berlin gar nicht gibt, in Hamburg hingegen schon (DSL wäre ein Beipspiel dafür, es soll ja ganze Strassenzüge geben, die keine DSL Internet haben in Berlin, allerdings wird man ohne DSL früher oder später auch zur Moorleiche).

Darum gibt es heute ein Unentschieden.

Moorleichen Hamburg vs. Berlin 3:3

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Anja Assion hat auf telemedicus einer 14jährigen gymnasiastin fragen gestellt.

Felix hat sich gedacht, die Fragen kann man sich auch selbst beantworten, schliesslich kennt er sich mit dem Internet-gedöns auch ein bisschen aus.

Dieses Internetz-Dings finde ich soweit ebenfalls ganz knorke, daher rede ich ein wenig mit mir selbst.

Hier also die bei Anja geklauten und von Felix teilweise aufgemöbelten Fragen mit meinen Antworten:

Sven, deine Generation wird als „Digital Natives” bezeichnet. Sagt dir dieser Begriff etwas?

Digital, ja, das kenne ich, kann man am Lichtschalter im Bad, wahlweise auch in der Küche spielen. An- aus. Geht auch mit einer Taschenlampe, dann bin ich sogar ein digital native mobile. Digital Natives ist eigentlich totaler bollogs. Eben war ich noch “Generation upload”, dann “generation download”, wahlweise auch “generation gameboy, C64, Golf, Digitaluhr, Turnschuh, Umhängetasche oder Laptop”. Digital Natives sind wohl die Leute, die mit dem Internet groß geworden sind und für die Videospielkultur und der ganze Onlinekram gleichberechtigt neben Zeitungen, Kino, Büchern, TV und Radio steht.

Du bist 33 Jahre alt und hast natürlich auch einen eigenen Computer. Seit wann besitzt du ihn und musst nicht mehr den Familien-PC benutzen?

Einen eigenen Computer habe ich seit meinem 10. Geburtstag – ich bekam als einer der letzten im Freundeskreis einen C64 geschenkt. Der war noch mit Datasette und im halb- bis jahrestakt wird seitdem die Technik aktualisiert. Diskettenlaufwerk, Farbmonitor, neue Joysticks. Papa kaufte sich einen PC von Schneider Namens “Joyce”, ein 386, ich wechselte über zum Amiga 500. Gameboy, Megadrive, SNES kamen irgendwann, ich träumte vom Neo Geo, kannte aber jemanden, der so ein Ding hatte.

Ich habe Kiloweise Handbücher für Windows 3.11 und Word (irgendwas ganz altes) gelesen, versucht die Buchhaltung im Familienbetrieb auf den Rechner zu heben (hat geklappt), am neuen Arbeits-PC (486 – wow) vom Papa absolute mind-blowing-Erlebnisse mit System Shock und Wing Commander gehabt, wechselte vom Amiga 500 auf den Amiga 1200, kaufte ein Modem, die Playstation zog ins Haus, ich nach Berlin, da dann ein PC, Pentium irgendwas, irgendwann gab es DSL anstatt ISDN, neuer PC, nochmal neuer PC, irgendwann ein ALDI-Laptop (läuft heute, nach über 6 Jahren immer noch), Nintendo Gamecube, Gameboy Advance, Nintendo DS, Nintendo Wii, schnelles Laptop von Dell und zwischendrin immer wieder wechselnde Rechner am Arbeitsplatz.

Ich nutze immer mehr das Handy zum lesen von Onlinekram. Einen Familien-PC gab es in diesem Sinne bei mir noch nie.

Wo bewegst du dich denn im Internet? Hast du eine eigene Homepage bzw. einen Blog?

Ich schreibe seit Jahren Stuss in dieses Blog, besitze noch ein paar andere Blogs, eine Homepage hatte ich noch nie. Ich bin den ganzen Tag online, daher macht eine Liste mit “wo bewegst du dich” allein aus Platzgründen keinen Sinn. Einen groben Überblick über “Sven im Internet” bekommt man auf meiner Friendfeedseite oder auf meinem XING-Profil.
MeinVZ will ich nicht kennen, die deutsche Wikipedia finde ich inzwischen doof und in Foren bin ich sehr selten aktiv.

Und wie schaut bei dir ein normaler Tag – in Bezug auf das Internet – aus? Kannst du deinen Tagesablauf beschreiben, also wie oft du am Tag E-Mails, Facebook- oder Twitter-Mitteilungen checkst?

Ich lasse mich vom Handy wecken und wanke nach dem üblichen morgendlichen Pflegekram aus dem Haus und Laufe 10 Minuten zur U-Bahn. Wenn es nicht regnet, lese ich dabei meine Mails auf dem Handy und versuche mich mit m.spiegel.de, Google News, Welt kompakt, Telepolis und einigen anderen auf dem Laufenden zu halten. Die Nachrichtenwebseiten schaffe ich während der Zigarette, die ich im Laufen rauche. Die restlichen 30 Minuten U-Bahnfahrt lese ich meinen Google Reader leer. Ich schreibe zwischendurch Stuss auf Twitter, meistens lüge ich mir da einen zurecht, manchmal auch nicht, in der U-Bahn passiert genügend Stuss, den ich twittern kann.

Auf Arbeit surfe ich dann 8 Stunden lang im Internet. Ich arbeite gleich vor zwei Rechnern, kümmere mich um hunderte Webseiten, schreibe Zeug, diskutiere, Bespreche, Telefoniere, ärger mich über Technik, lege zahlreiche Bookmarks zum später lesen ab, lese sie nie, surfe rum, schreibe Zeug ins Blog, lade Fotos auf Flickr, manchmal auf Twitpic, beantworte und lese viel zu viele Mails und versuche den Admin zu bestechen.

Nach Feierabend mache ich manchmal Podcasts, verabrede mich über Twitter zum Bier, fahre nach Hause, lese meinen Feed-Reader leer, zwischendurch schaue ich auf Rivva.de, popurls.com oder techmeme.com vorbei und schwupps, ist ein wieder ein Tag rum.

Das Internet wird dann von der anderen Seite der Welt mit Zeug gefüllt, dass ich dann am nächsten morgen wieder weglesen kann.

Welche Rolle spielt das Internet auf der Arbeit? Habt ihr auf der Arbeit Computer mit Internetzugang und lernt ihr gezielt mit dem Internet zu arbeiten, also beispielsweise darin zu recherchieren? Und werdet/wurdet ihr auf der Arbeit von euren Vorgesetzten darüber aufgeklärt, was ihr im Internet dürft und was nicht?

Jeder meiner über 2.000 Kollegen hat einen Computer und alle sind online, unsere Arbeit spielt sich zum grossen Teil im Internet ab. Die meisten Resourcen die ich zur Arbeit benötige finde ich im Internet, hätte ich kein Internet, wäre ich wie ein Förster ohne Wald oder ein Metzger auf dem mond — völlig hilflos.

Meine Eltern und Freunde haben mir beigebracht, was ich darf und was nicht, das gilt auch für das Internet.

Einige Gerichte haben entschieden, dass Eltern haften und Schadensersatz bezahlen müssen, wenn ihre Kinder im Internet das Recht verletzen. Denn Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können in vielen Fällen noch nicht belangt werden. Beaufsichtigst du deine Kinder, wenn sie im Internet sind? Und hast du deine Kinder über „richtiges Verhalten” im Internet geredet?

Ja, ich habe mit ihm geredet, aber mit seinen 11 Monaten findet er es deutlich spannender in die Tastatur zu beissen und die Tasten rauszureissen als sich im Netz zu bewegen.

Später wird er vielleicht extrem viel mehr Ahnung vom Internetz haben als die meisten seiner Schulfreunde. Vielleicht auch nicht, wer weiß. Dafür ist es noch zu früh.

Was verstehst du persönlich – unabhängig von der Meinung deiner Kollegen, Freunde oder anderen – unter „richtigem Verhalten” im Netz?

hm. ich verstehe die frage nicht. Ruhig bleiben, nicht sofort den Anwalt anrufen, auf andere Rücksicht nehmen? Richtiges Verhalten ist so eine Sache, das klappt in der Masse gesehen noch nicht mal auf der Autobahn mit echt überschaubaren Regeln. Ich wurde noch nie abgemahnt, habe noch nie eins auf die Fresse bekommen für mein Blog, wurde noch nie dafür gefeuert, also habe ich wohl bislang alles richtig gemacht.

Beziehst du Musik und Filme aus dem Internet? Kostet das Herunterladen dann etwas und machst du das auch schonmal illegal?

Nein. Ja. Nein. Blöde Frage.

Hast du eine Vorstellung warum das Kopieren von Musik und Filmen im Internet in vielen Fällen nicht erlaubt ist? Findest du es richtig, dass das Hoch- und Herunterladen in den meisten Fällen nicht erlaubt ist?

Ja, habe ich. Blöde Frage.

Sollte man deiner Meinung nach alles, was im Internet verfügbar ist, auch frei nutzen dürfen? Oder kannst du auch die Urheber verstehen, die das nicht möchten?

Nein, man sollte nicht alles frei nutzen können. Ich wöllte das nicht. Auf diese ganze Urheberrechtskacke habe ich keine Lust, damit sollen sich andere beschäftigen. Ich wäre aber froh, wenn endlich mal die erste Abmahnung für Urheberrechtsverletzungen auf 50€ gedeckelt wird. Egal ob gewerblich oder privat.

Du hast erzählt, dass du ein Profil bei Facebook hast. Wie stellst du dich dort selber dar? Wer darf sich alles dein Profil anschauen?

Keine Ahnung, muss ich gleich mal nachsehen, ob ich da was eingestellt habe. Ich stelle mich dort als Internetfuzzi mit Hang zu Hamburg und Berlin dar.

Hast du das Gefühl, dass du dich zu anderen im Internet anders, vielleicht offener und direkter, als wenn sie in natura vor dir stehen?

Das ich mich im Internet zu anderen was mache? Verhalte?
Anders bestimmt. Ich bin in Internet größtenteils nicht abmahnfähig. Im echten Leben schon, ein Abend mit den Jungs bei zwei, drei Bier und ich könnte eine halbe Kanzlei mit Beleidigungen und sonstigem Quatsch beschäftigen. Ich schimpfe gerne, bin manchmal sehr direkt und fliege damit regelmässig auf die Fresse. Im Internet bin ich etwas höflicher, hauptsächlich aus finanziellen Gründen. Ausserdem lesen sich Texte ohne Schimpfwörter meisten besser.

Ein bekannter Wissenschaftler hat einmal gesagt: „Das Internet vergisst nie.” Was meinst du, hat er damit gemeint?

Wer war das? Oh, blöd, hat das Internet das vergessen? Was wollte ich jetzt schreiben? Habe ich vergessen.

Das mit dem nie ist totaler Quatsch. Meine ersten Webseiten sind schon lange “vergessen” im Sinne von Offline. Gesamt Geocities ist seit ein paar Tagen weg und vergessen. ich weiß nicht, was mit meinem Kram, der zur Zeit im Netz zu finden ist, in 5 Jahren passiert. Ob es dann dieses StudiVZ noch gibt? Die haben sich die letzten Jahre kaum geändert, ob die das nochmal 5 Jahre durchhalten oder einfach abgeschaltet werden?

Ich finde die aktuelle Entwicklung mit “der Staat vergisst nie” dann doch bedrohlicher. Vorratsdatenspeicherung mal als Stichwort. Das wird sicherlich nicht besser in den nächsten Jahren.

Hast du dir schonmal Gedanken darüber gemacht, dass dein Arbeitgeber dich dann vielleicht vor dem Bewerbungsgespräch googelt und dabei peinliche Fotos von dir findet?

Ja, habe ich. Ich habe einmal einem potentiellen Arbeitgeber als Bewerbung einen Link zu meinem Namen als Google-Suche geschickt. Fand er ganz aufregend, hatte er von 99% der danach sichtbaren Dinger noch nie etwas gehört.

Ich hoffe, die Fotos von mir sind nicht zu peinlich, aber ich finde es schon stulle, was die Leute da teilweise online stellen. Ich will mich nicht zum Deppen machen, online wie offline.

Die „Generation Internet”, der du ja angehörst, unterscheidet sich auch deshalb von früheren Generationen, weil es für sie ganz normal ist, Kontakte übers Internet zu knüpfen. Wahrscheinlich hast du auch schon Leute übers Internet kennengelernt. Wie kam es zu den Kontakten und habt ihr euch auch in der „realen Welt” schon einmal getroffen?

Na klar habe ich schonmal Leute aus dem Internet getroffen. Inzwischen dürften es ein paar Hundert sein. Ich kann mir aber nie merken wie sie heissen, die Unterschiede zwischen Twitter-Nickname, Blogname, Blog-Autorenname und Klarname sind bei einigen einfach zu groß.

Auf Konferenzen, Barcamps, beim Podcasten, irgendwelchen Twitter-Dingsbums oder einfach nur auf nen Kaffee oder zum Bier – ich treffe mich regelmässig mit Leuten die ich im Prinzip ausschliesslich aus dem Internet kenne.

Ich mache das ja schon ein paar Jahre. Aus anfänglich losen Bekanntschaften die auf “ich lese dein Blog” und Mailverkehr bestanden sind echte Freundschaften entstanden.

Hattest du vor Bloggertreffen Angst, dass sich in Wirklichkeit ganz andere Personen hinter den Bloggern verbergen als du erwartet hast?

Nö. Wieso?

Du bist erstaunlich gut über Problemfelder im Internet und Verhaltensregeln informiert. Woher hast du dein Wissen, wenn du es nicht in der Schule oder von deinen Eltern gelernt hast?

Von Google? Keine Ahnung. Ich weiß es nicht.

Sven, herzlichen Dank für das Gespräch!

gerne.

die fragen stammen ursprünglich von anja assion und wurden teilweise von Felix modifiziert.