Kinder, wat schön. Jede Menge U-Bahn, mit Schlesischen Tor, Görlitzer Bahnhof und dem “jetzt gleich gehen die Türen zu, musste hin machen” Trööt-Trööt Geräusch.
Zu sehen bei undertube.
Ausserdem erzählen sie was über Musik und wat weiß ich. Musste anschauen, find ich gut und ich will mehr davon sehen. Auch wenn es eigentlich etwas lang ist, egal, toll ist es trotzdem.
Die U-Bahn in Hamburg hat so etwas nicht.
Gar nicht.
Überhaupt nicht.
Allein für das “gleich gehen die Türen zu” Trööt-Trööt Geräusch bekommt Berlin die Punkte. Aber ohne Hamburg.

U-Bahn Berlin (ohne Hamburg) 100 Punkte.

via spreeblick.

Video nach dem Klick

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Endlich haben sie etwas gemeinsam.
Der HVV und die BVG werden ihre Fahrpreise erhöhen.

Das ist genau mein Thema.
Seit ein paar Tagen habe ich kein Rad mehr und darf auch in Bus und Bahn steigen. Ich weiß immer noch nicht wie das Preissystem für Tickets in Hamburg funktioniert und jetzt kommt auch noch eine Kurzstrecke hinzu.
Dabei dachte ich, dass dieses 1,55€ Ticket sowas wie eine Kurzstrecke ist, habe ich wohl falsch gedacht. Auf der Webseite des HVV findet sich bereits ein Cityticket, wofür das wohl gut ist? 22 verschiedene Ticket für eine einfache Fahrt gibt es in Hamburg.

Der HVV ist da einfach unschlagbar. Selten so komische Tarife gesehen. Kompliziert bis zum geht nicht mehr. Es gibt Ringe, Zonen und Waben. Dazu Kurz- Nichtganzsokurz und Normalticket. An jeder Haltestelle kann man irgendwie unterschiedlich weit fahren, mal vier Stationen, dann plötzlich sechs Stationen, sowas werde ich nie verstehen.

Warum nicht so wie in Berlin? Die BVG ist da deutlich, Lichtjahre weiter.
Drei Zonen, Kurzstrecke und ein normales Ticket, fertig ist die Kiste.

Der Teufel steckt bei beiden natürlich im Detail, ich weiß, aber das Prinzip der BVG ist schon schicker als beim HVV.

Irgendwann hatte ich bereits einen Artikel über die unfassbar vielen Ticketmöglichkeiten des HVV, das war irgendwas um die 1000. Genau ausrechnen konnte ich es nicht, dieses Zonen- Ringe- Wabenkonstruckt in Kombination mit diversen Einzel- Monats- Wochen- wasweißichnoch Tickets übersteigt meine mathematischen Fähigkeiten.

Und jetzt werden die Tickets teurer.
Da kann ich mich dem Artikel anschliessen.
Gerecht ist das nicht.

Fahrpreiserhöhung HVV vs. BVG 0:200

Kinder wie die Zeit vergeht.
Eben noch als arbeitsloser, frisch studierter Webfuzzi im Prenzlauer Berg am kreativ Milchkaffee trinken und nun in Ottensen mit tollen Kunden, tollen Cafés, toller Gegend und Eimsbüttel mit der besten WG die ich jemals bewohnen durfte und es gibt sogar einen Laden mit kostenlosem Kickertisch um die Ecke. Perfekt was? Ich freue mich zusammen mit der Katze.
Hatte ich in Berlin alles nicht, weder Katze noch kostenlosen Kickertisch. Daher finde ich Hamburg soweit ganz wunderbar, ehrlich, glaubt mir ja keiner, aber warum wäre ich sonst hier? Die zwei Jahre vergingen doch recht schnell, wie das so ist, man vergisst dies und vergisst jenes aber ich habe ja ein Blog in dem ich nachlesen kann. Tue ich zwar nicht, aber ich könnte. Wenn ich denn mal alt bin hinterlasse ich der Welt blöde Geschichten zwischen Hamburg und Berlin mit jeder Menge Rechtschreibfehlern und teilweise doch sehr sinnentleertem Gefasel. Aber hey, das ist mehr als 90% und dabei sein ist fast schon der Gewinn und so.

Ich bin kein A-B-C Blogger, ich habe noch nie eins von diesen Stöcken zugeworfen bekommen, es kommentiert kaum jemand aber trotzdem landen jeden Tag 200-300 Leute im Blog, dazu die 50-100 Feed-Leser die ich mal als Stammleser bezeichne.
Der Kram wird gelesen und sogar das meiner Meinung nach grottenschlechte Video „Auf dem Weg zur Arbeit“ wurde über 1000 Mal angesehen.

Das Blog funktioniert. Immer mehr Suchanfragen mit Hamburg oder Berlin landen im Blog, dazu so Nettigkeiten wie die, die, die, die und die. Das freut das Blog-Nerd-Technik Herz, auch wenn man sich davon nichts kaufen kann. Ich schreibe das einzige Blog in Deutschland das sich mit Hamburg und Berlin beschäftigt, ich bin bei vielen wichtigen Berlin Suchanfragen vor Spreeblick, bei Holsten komme ich vorm MC, bei Scheiss Berlin vor ix aber nach Nerdcore, und total blöde aber trotzdem lustig ist immer wieder das ich als Einziges Blog auf der ganzen weiten deutschsprachigen Welt bei Suchanfragen nach Titten führe.

Wie gesagt, davon kaufen kann ich mir nicht. Ich habe versucht mich vom HVV kaufen zu lassen, Werbung gegen Ticket, die wollten aber nicht. Ich habe den MC irgendwie mit einer Entscheiderin bei Holsten verkuppelt, (rede ich mir jedenfalls ein) und hoffe, dass ich jetzt ein Holsten bekomme. Ich war erst einmal auf einer Bloglesung, ebenso war das Blog einmal in der Zeitung, dafür hat dann auch die Zeit schon mal angerufen auch wenn sie nur etwas fürs weltbekannte Altonaer Magazin haben wollten.

Das Blog läuft, es funktioniert, ich weiß wie der ganze Technikkram läuft, habe manchmal Bedenken dass ich wegen vollkommenen Schwachsinn abgemahnt werde und freue mich das ich eben noch nicht abgemahnt wurde.

Ich habe alle auffindbaren Rechtsschutzversicherungen bezüglich Abmahnungen angeschrieben und war erstaunt wie unprofessionell deren Mailformulare waren, noch erstaunter über die extrem Unterschiedlichen Antwortzeiten. Vier Wochen Antwortzeit auf eine E-Mail ist zu lange Jungs. Deutlich.

Ich könnte weiterhin Textwüsten über den HVV und die BVG schreiben. Über das Nachtleben muss ich deutlich mehr schreiben, ebenso wird es wieder Zeit für ein paar Döner und Spätkauf Artikel, die fehlen inzwischen.

Diese ganze Elbe-Hafen Schoose finde ich inzwischen ganz nett, irgendwie, aber mit der Alster und den Kanälen werde ich überhaupt nicht warm. Spielt auch keine Rolle, ich habe sowieso keine Ahnung von Hamburg. Ich komme zu nichts, ich arbeite viel, lerne viel und solche Herrenjahre kann man ja mal machen, ich werde auch nicht jünger.

Ich vermisse manchmal Berlin, freue mich aber auf mein Zuhause wenn ich in Berlin in den Zug steige und nach Hamburg düse.

So. Zwei Jahre Blog und so. Hoch die Tassen, ich hole mir jetzt ein Becks.

Irgendwann im Juli vor zehn Jahren bin ich nach Berlin umgezogen. Daher gibt es eine Hamburgfreie Woche mit jeder Menge “Kinder war das alles schön damals”.

Ich musste eine Zivistelle suchen.
Das hieß für mich ständiges Verfahren mit der BVG, irgendwelche Krankenhäuser und Einrichtungen suchen und bei dem ganzen Stress noch eine gute Figur beim Gespräch machen. Keiner wollte mich, ich war ja neu in Berlin, fanden alle doof, irgendwie. Nur die Lebenshilfe war beeindruckt und da ich einen Führerschein hatte wurde ich sofort genommen. Ich sollte hauptsächlich Leute durch die Gegend fahren.

Nebenbei ging das B-Leben weiter. Das war alles so aufregend. Ständig war Besuch da und wir waren immer unterwegs, haben die Gegend erkundet, fanden den Westen blöd und den Osten total cool, waren aber doch eher planlos und ließen uns durch den Tag treiben.

Dann hatten wir die schlaue Idee vor dem Zivildienst zu heiraten, so was bringt ne Menge Kohle in die Haushaltskasse. Gesagt, getan, alles schnell organisiert und am 19.12.1997 wurde geheiratet. Im Standesamt Prenzlauer Berg. Das ist unbestreitbar die faszinierendste Sache meines Lebens gewesen. Was auf einer Hochzeit alles passiert ist ja normalerweise für den Gast bereits toll, wenn man selber heiratet wird das aber noch mal einen Zacken aufregender.

Im Standesamt Prenzlauer Berg wurde der Zettel unterschrieben, vor einem Cannabisbaum aus Plastik. Wir wollten mit dem Autokorso durch Brandenburger Tor fahren, haben es aber nicht gefunden, wir waren ja neu, haben dafür direkt vorm Hakeschen Markt einen Auffahrunfall gehabt. Fünf Leute, drei Joints und eine Flasche Schampus im Auto, da sind wir so einem Ostproll auf seinen Scirocco geknallt. Der war vielleicht sauer. Als dann 50 Leute ausstiegen und voller Entzückung die ganze Szenerie fotografierten wurde er dann kleinlaut und mit ein paar zugesteckten Scheinen verschwand der auch wieder. Wir wurden von sehr vielen Japanern fotografiert, die Polizei hat uns gratuliert und zum Restaurant begleitet.

An diesem Tag gab es später Eisregen, alles war mit einer drei Zentimeter dicken Eisschicht überzogen. Wir musste die Oma tragen, die riesige Torte auch, ich bin hingefallen, mein Vater hat den Wirt unter den Tisch getrunken, es gab eine Party, ich kann mich kaum noch an das Fest erinnern, es gab kein Taxi ins Hotel und überhaupt war das alles aufregend.

Ein paar Tage später habe ich dann als Zivi bei der Lebenshilfe angefangen.

update:
Die HVV Seite ist neu, dadurch hat sich der Link zu den Fahrplänen geändert.
Besuchen Sie U/S/A/R-Plan, da werden Sie geholfen.

Es ist immer wieder ein Elend. Der HVV schafft es einfach nicht.

Unser neuer Azubi sucht auf der Webseite des HVV den Fahrplan/Netzplan, dit große Ding wo an den Haltestellen aushängt.
Gar nicht so einfach dieses Ding zu finden.

Lieber HVV. macht das doch so wie die BVG.
Wenn ich auf deren Webseite gehe kann ich einmal auf “Fahrplan” klicken und schon sehe ich hübsch angeteasert das Liniennetz, einen Klick weiter und ich bekomme dieses Netz-Dings in drei Versionen. Einmal mit Tram(pdf), einmal in der 24Stunden(pdf)-version und einmal ganz klassisch, so wie es an jeder Haltestelle aushängt(pdf) . So muss das sein. Service den ich heute im Web erwarte, Fahrplan/Netzplan anzeigen ist wohl eine der absoluten Standard-Klicks auf einer ÖPNV-Webseite.

Blöd das beim HVV niemand in der Lage ist sowas zu realisieren. Da klicke ich auf Fahrplan und kann mich dusselig suchen, diese Karte werde ich da nie finden, der Azubi beisst auch gleich in den Tisch vor Verzweiflung. Es gibt zig Version von irgendwelchen Fahrplänen (Nacht- Abend- SMS-, persönlicher- Linienfahrplan) aber eben nicht diese Karte die wo an jeder Haltestelle hängt.
Mit viel Glück und wildem rumprobieren landet User in der “Unser Angebot” Rubrik, dort freut er sich über “Streckennetzpläne” und dort, oh Freude gibt es den Link “Netzpläne”. Es wäre aber nicht der HVV wenn auch dieser Link nicht der ist den wir suchen, nein, dort findet User jeweils eine riesige Karte für “Metrobusse, Schnellbusse, Eilbusse, Nachtbusse, Nachtverkehr und Hafenfähren(alles pdf)”.
Was für ein Scheiss, ehrlich, kann doch nicht so schwer sein …

Der eigentlichen Fahrplan des HVV verbirgt sich hinter dem geheimnissvollen Kürzel “USAR-Plan“, dass hat sich wohl ein ehemaliger Nato-General ausgedacht.
Dieser komische USAR-Plan ist das wonach all die Menschen per Google suchen und auf dem Blog hier landen. Also, falls du per “Fahrplan HVV” hier gelandet bist, versuche es mit hiermit (pdf-link)

Was soll man machen, bei Fahrplan HVV vs. BVG bekommt die BVG sowas von Punkten, alter Schwede … ich sag mal 0:1000




Zeitrausch

geliehen bei Grapf / Berlin guide,
geh mal dahin,
da gibt es wunderschöne
Berlin Fotos.

Es ist das Unwort des Jahres, die WM, aber was soll’s.
Zur WM versuchen der HVV und die BVG mit diversen Specials dem U-Bahn unerfahrenen Fussballfan aus Hintertupfingen die An- und Abreise zu erleichtern. Gilt nur für die wo noch kein Ticket für die Spiele haben, da ist die U-Bahn schon mit drinne, aber da sowieso keiner ein Ticket hat gilt es dann doch wieder für alle.

Der HVV, kann man ja nachlesen, versucht mit Hilfe einer Fan-Card zu punkten.
Kostet zehn Euro, gilt für zwei Tage und beinhaltet, Tusch bitte, eine Ermäßigung für Stadt- und Hafenrundfahrt, aber das ist noch nicht alles, nein, dazu bekommt man im Roschinsky’s für die Fan-Card freien Eintritt und einen Drink.
Klingt soweit ganz nett oder? Leider hat das alles einen Haken.
Der HVV schafft es nicht ein solches Ticket am Automaten zu verkaufen. Man muss in die Servicestellen rennen und kann nur dort, oder im Internet, ein solches Ticket erwerben.
Damit stirbt diese Sache komplett. Welcher volltrunkene Fussball-Hamburg-Besucher kapiert das denn? Der will zum Automat gehen, Münzen einwerfen, die dicke grüne WM-Taste drücken, kurz noch an den Automaten schiffen, vor Freude das er sich nicht vollgepullert hat singt er dann einen Fussballsong und mit dem Ticket torkelt er zur Bahn.
So wird das wohl werden, nix mit Servicestelle, so ein Schwachsinn, ganz ehrlich, die Leute kennen sich nicht aus in Hamburg, die kapieren nur das es einen Automaten gibt und dann suchen sie dort das Ticket, die rennen nicht in die Servicedinger.
Aber egal. Ist halt HVV like, useability at ist best und ein totaler Flop.

Versuchen wir es in Berlin.
Ergriffen, mit Tränen in den Augen und völligst begeistert lese ich da heute in der Berliner Zeitung (Gnade für Touristen) dass die Kontrolleure der BVG angewiesen werden „kulant“ zu Touristen zu sein. Das ist der Hammer, jetzt werden nicht mehr komplette Schulklassen aufgeschrieben die vergessen haben ihre Tickets zu stempeln, neinneinnein, jetzt dürfen sie offiziell am nächsten Bahnhof aussteigen und können nachstempeln.
Ich kann das gar nicht glauben, ehrlich, der Kontrolleur an sich ist der Inbegriff des Bösen in Berlin, schlimmer noch als Taxifahrer.
Das geht sogar weiter. Im Falle des „Kurzstrecke gelöst aber weiter als drei Stationen gefahren Kapitalverbrechens“ kann der frisch erwischte Fahrgast ein Ticket nachkaufen.
Aaargh, das gibbet doch gar nicht. Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Nachkaufen. Am Automat. Ein Ticket. Zusammen mit dem Kontrolletti der BVG.
Ich glaub das alles überhaupt nicht, nachstempeln und nachkaufen, das ist ungefähr so unfassbar wie ein verheirateter schwuler Papst mit drei lesbischen Töchtern.
Allerdings bietet die BVG kein besonderes Ticket zur WM an, jedenfalls finde ich dazu keine Informationen. Aber es gibt eine mysteriöse „grüne WM-Taste“ am Automat. Was auch immer die dann machen wird, ich weiß es nicht, aber da man in Berlin sowieso nur ein Ticket braucht und nicht diesen völligen Ticket-Tarife Wahnsinn hat wie der HVV kann da eigentlich nicht viel schiefgehen.
So muss das sein. Der Volltrunkene Fussballfan aus Brandenburg steht am Automat, will ein Ticket und sieht den Fussball.
Eine noch lebende Hirnwindung denkt sich „fett, Fussball, passt schon“, die verschmierte Pranke langt auf die WM Taste, Ticket kommt raus und weg isser. Das geht alles viel schneller als in Hamburg, er schafft es noch nicht einmal an den Automat zu schiffen, macht er dann später in der Bahn, dann haben die anderen auch etwas davon.

Absolut eindeutige Sache hier. Allein für die offizielle Anweisung dass ich, im Beisein eines Kontrolleur ein Ticket nachlösen kann (ich glaube das immer noch nicht …) bekommt Berlin die Punkte. Hamburg und der HVV sind einfach nicht so am Start wie die BVG. Sieht man auch an der Webseite, da hinkt der HVV ungefähr zehn Jahre hinterher. Tut mir ja leid, ist aber so.

WM Alarm HVV Hamburg vs. BVG Berlin 0:10000

Ihr freundliches Informationsportal bezüglich Hamburg und Berlin informiert Sie hiermit über eine Neuerung im Fahrplan der Deutschen Bahn.
Ab dem 28. Mai 2006 fahren die Züge zwischen Hamburg und Berlin im Stundentakt.
Für Hanseaten wird es noch einfacher Berlin zu besuchen.
Falls es mal später werden sollte, die Verbindung um 23 Uhr von Berlin nach Hamburg bleibt bestehen und ermöglicht Ihnen eine entspannte Rückreise nach dem Kino oder Theaterbesuch in Berlin.

Für das Metric Konzert am 13.5. im Magnet Club wird das nicht reichen, hier sollten Sie lieber den ersten Zug in der Früh nehmen, dito für das Pearl Jam Konzert in der Wuhlheide.
Bereits um 5:30 Uhr fahren die S-Bahnen Züge nach Hamburg.

Der neue Fahrplan ermöglicht den One-Night-Stand Profis in Berlin (siehe unten) ganz neue Aufwachmöglichkeiten.
Ob man nun mit der S-Bahn nach Marienfelde oder im ICE nach Hamburg fährt spielt kaum noch eine Rolle, nimmt sich zeitlich nicht viel.
Bitte beachten Sie: Ihr BVG Semesterticket gilt nicht in Hamburg.


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Originally uploaded by svensonsan.

Immer wieder höre ich Personen klagen dass es in Berlin unglaublich schwierig ist ein BVG Ticket zu kaufen. Ebenso oft beschweren sich andere Leute über die Hamburger Tickets.
Daher folgt nun der ultimative Tarife und Ticket für HVV und BVG Vergleich.

Zuerst Berlin.
Meist fährt man von A nach B, ab und an mal zur Oma oder Tante nach C.
Daraus leitet sich das komplette Preissystem in Berlin ab.
90% aller Fahrten benötigen ein AB Ticket. Wenn es dann zur Tante geht kauft man sich ein BC oder ABC Ticket. Damit kommt man durch die ganze Stadt, kann überall fahren und hat weiter keinen Kummer.

Genau das Verstehen manche Menschen nicht. Sie suchen am Automaten nach Ihrem Fahrziel um herauszufinden was ein Ticket vom Alex zum Bahnhof Zoo kostet. Da wird man nichts finden, für diese einfache Tour von A nach B braucht Kunde ein AB Ticket.
Genauso einfach ist es mit der Monatskarte.
Zum Automat gehen, auf Monatskarte klicken, Geld rein, Ticket raus, fertig, es kann losgehen, Abfahrt, zurück bleiben bitte.
So einfach es in Berlin mit den drei Tarifzonen ist, so kompliziert wird es in Hamburg.

HVV und die tolle Usability.
Ganz schlimmer Mist ist das. In meinem Stadtteil gibt es mind. zwei verschiedene Preise für ein Ticket zum Hauptbahnhof. Ist das logisch erklärbar?
Wenn ich von A nach B will muss ich, rein theoretisch, zuerst am Aushang mein Fahrziel finden um den korrekten Tarif abzulesen, dann weiß ich welches Ticket ich brauche. Die haben dann nur eine Nummer, z.B. 2 oder 3, keine Namen wie in Berlin.
Das wäre noch zu verkraften aber wenn die HVV Jungs mal loslegen machen sie es richtig kompliziert.
Es gibt zusätzlich eine unfassbare Anzahl an Tarifwaben, solche unsichtbaren Sechsecke die die ganze Stadt einteilen.
Noch lustiger wird es dass sich zusätzlich zu den Tarifwaben, die sich offiziell Zonen nennen noch diverse unsichtbare Ringe dazugesellen.
Zonen, Ringe, Nahbereich, Großbereich, Gesamtbereich, Kurzfahrt… Hallo?

Nix mit der Berliner Einfachheit, dass schlägt dann auch bei der Monatskarte voll durch. Hier kann man nicht einfach eine Monatskarte kaufen, hier muss ich mind. Drei Waben kaufen, auch wenn ich nur eine benötige. Das ist, bei aller Liebe zu Hamburg, der absolute mega-Schwachsinn. Dazu kommt dann auch noch dass ich für eine stinknormale Monatskarte ein Passbild mitbringen muss. Hallo? HVV? Jemand zu Hause? Hab ich Zeit für so was? Ich will nur einen Monatskarte und keinen neuen Personalausweis.
Da lobe ich mir die viel gescholtene BVG, beschissener Service, unfreundlich und bla, aber da kapiert selbst der letzte Horst das System. In Hamburg übersteigt bereits die Zahl der Tarifwaben den Zählhorizont von 50% der Kundschaft.

Ticketpreise Hamburg vs Berlin
Anzahl möglicher Einzelfahrpreise inkl. Anschlussticket und Kurzstrecken:
22 : 13

Anzahl möglicher Tageskartenpreise:
20 : 6

Anzahl möglicher Wochen- und Monatsticketpreise inkl. Abo:
128 : 46

Fairerweise muss gesagt werden dass es auch in Berlin die ganzen VBB Ticket-Vielfalt gibt, die sind aber nun mal für ganz Brandenburg und nicht für Berlin.
Wer mitzählen möchte kann das beim HVV und bei der BVG gerne machen.
Die Hamburg Unlogik beginnt am Automaten, setzt sich auf der Webseite fort und endet in einem unglaublich unübersichtlichen Fahrplan bei der HVV.
Hier gewinnt Berlin deutlich, so richtig, Lichtjahre Vorsprung für die BVG und das AB Ticket.
Fahrkarten HVV-Hamburg vs BVG-Berlin
1:10000

Vielen Dank für das Foto an Berlin Guide

Update: Falls du den Fahrplan der BVG oder des HVV suchst, dann lies doch auch die Fortsetzung in Teil 2 “Fahrplan HVV vs. BVG


bvg_screen
Originally uploaded by svensonsan.

Die WM naht in Riesenschritten, langsam drehen alle dezent durch in Sachen Fußball und die BVG hat für die erwarteten 18 Trillionen Besucher den Netzplan komplett auf englisch übersetzt. Ein wunderbarer Spaß, was es da auf einmal alles so gibt, Abbey Road oder Punkstreet, ich habe zuletzt zwischen Healthy Fountain und Beautiful House’s Avenue gewohnt. In Hamburg gibt es so was leider gar nicht, auf den Seiten des HVV findet sich in der englischen Version leider nur der normale, allseits bekannte deutsche Fahrplan.
Gefunden im Hauptstatdblog.
Eindeutig ein Punkt für Berlin, die BVG gewinnt einfach immer gegen den HVV.
Fahrplan HVV vs BVG 0:10
Update: Falls du den Fahrplan der BVG oder des HVV suchst, dann lies doch auch die Fortsetzung in Teil 2 “Fahrplan HVV vs. BVG

Heute morgen wollte ich mir meine erste Monatskarte in Hamburg kaufen.
So langsam geht das hier ins Geld mit den vielen Einzelfahrscheinen und ein echtes Ticket kann ja nicht schaden.
Ich gehe also guten Mutes in den HVV Shop am Bahnhof Altona, neun Uhr am Morgen, die Welt ist noch völligst in Ordnung und ich frage die Sesselpuperin hintern Tresen nach einer Monatskarte. Und siehe da, das ist gar nicht so einfach in Hamburg.
Ganz und gar nicht.
Hier gibt es so komische unsichtbare Ringe die die ganze Stadt unterteilen und nach diesen Ringen, vielleicht heisst es auch Zonen, wird dann abgerechnet. Das ist so unglaublich kompliziert das einem sofort die Lust an allem vergeht. Aus meinem Stadtteil gibt es drei verschiedene Preise zum Hauptbahnhof, das soll mal einer verstehen.
Die HVV Mutti überschüttet mich mit einem Redeschwall zum Tarifsystem des HVV und ich will nur ein Monatsticket.
“Ein Monatsticket” rufe ich ihr entgegen, “so wie in Berlin, ran an den Automat, Geld rein, Ticket raus, FERTIG”.
Das findet sie nicht gut und redet fröhlich weiter, wieviel Ringe und bla und ausserdem brauche ich ein Foto.
Da war es dann vorbei. Was ist das für ein Mist das ich für eine Monatskarte die schon viel zu teuer ist auch noch ein Foto anschleppen muss?
Wieso kann ich das Ticket nicht am Automaten kaufen? Völliges Elend, erst dieser ultra komplizierte Ringe Mist, dann auch noch ein Foto für ne Monatskarte.
Bin ich noch Schüler? Nein, ich bin ein zahlender Kunde der eine Karte will und es sich leider anders überlegt hat.
Ich klaue mir lieber ein Fahrrad bevor ich diesen HVV Deppen noch mehr Kohle in den Kundenfeindlichen Rachen schütte.
Da lobe ich mir Berlin.
Auch wenn die BVG echte Probleme hat und leider zu teuer ist, aber da verstehe ich wenigstens die Tarife.
Drei Zonen, Monatskarte am Automaten, unfeundliche Busfahrer, da weiss ich wenigstens was auf mich zukommt.
HVV vs BVG: Hundert Trillionen Punkte für Berlin.