Sensationell.

Das muss eine Art Endgegner sein, den wir hier geschafft haben.

Wir, eine vierköpfige Familie, suchen eine Wohnung und haben auf eine Anfrage zum Besichtigungstermin eine Absage bekommen.

Soweit ist das nichts neues, das passiert oft, mit zwei Kindern ist man für viele Menschen eine Art Atommüllendlager, das will man nicht im Garten haben.

In diesem Fall aber besonders:
Die Absage kommt vom Pastor aus Ahrensburg.
Ein Pastor, der einer Familie absagt, weil sie eine Familie ist.

(Die Anzeige wurde nachräglich geändert, er sucht dann doch nur für ein Paar)

Soweit ist es schon gekommen in Sachen Wohnungssuche. Die Kirche sagt Familien ab. Langsam macht das keinen Spaß mehr.

3:15 Uhr. Irgendetwas drängelt sich in meinen Tiefschlaf und fordert Aufmerksamkeit. “Geburtstag”, “gibt es Geschenke?” “vorher ein Kaffee, das wäre fein” denke ich.
Ich habe vor dem Fernseher in meinen Geburtstag rein ge-televisioniert. Wie das so passiert, mit 36 Jahren. Ich war dementsprechend so ganz und gar nicht ausgeschlafen, als ich um 3:15 Uhr geweckt wurde. Trotz Geburtstag und Geschenke.

Allerdings ändert sich innerhalb von Sekunden schlagartig die Gesamtsituation, Auslöser dafür war der Hinweis: “Ich glaube, Du bekommst ein Kind zum Geburtstag“.
Das hatte ich an den 36 Geburtstagen zuvor noch nie gehört.

Um 3:30 Uhr sitze ich vollständig angezogen in Jacke, Weste, Mütze, Schal und allem in der Küche, habe bereits den ersten Kaffee intus, kurz ERSTER getwittert und bleibe auf Wunsch von A. ruhig, sie muss erst duschen und alles.

Ich bin die Ruhe selbst, ein einziger ZEN-Garten sensationeller Gedanken wie “verdammt, hatten wir uns eigentlich auf einen Namen geeinigt?”, “Muss ich das Auto freikratzen? Gibt es Kaffee im Kreissaal? Muss ich den Geburtstag-Tisch im Blockhouse absagen (das schöne Tischfeuerwerk)? Was ist denn nun mit meinen Geschenken? Wo bleibt die Oma?”, etc. Was man eben so denkt, wenn absehbar ist, dass man gleich wieder Vater wird.

Im Krankenhaus war es dann wie erwartet. Alle sagen, dass es beim zweiten Kind viel schneller geht und ja, die haben alle Recht. Einsetzen der Wehen bis Kreissaal geht schneller als einmal um den Block zu laufen.

Um 11:15 Uhr sage ich noch “sollen wir nicht langsam mal in den Kreissaal gehen?” und um 11:49 Uhr war es dann soweit.

Tim David Dietrich kam zur Welt.
56cm groß und 4155 Gramm schwer.

Geburts-Tag

Mutter und Kind gesund, ein schöneres Geburtstagsgeschenk kann es gar nicht geben.

Geburts-Tag

Die besten Glückwünsche und alles Gute für Anke und Felix. Darüber freue ich mich jedes Jahr wieder, heute zum ersten Mal mit Glückwünschen nach Hamburg und Berlin. Finde ich gut.

Bei mir ist es heute der 37. Geburtstag. Wieder ein Jahr vorbei. Und was für ein Jahr das war, ich sage euch. Alter Schwede, da war richtig was los.

  • Alleine gewohnt.
  • Wieder mit Familie zusammen gezogen.

Das alleine reicht eigentlich schon. Das ist eine der tollsten Sachen, die mir im Leben passieren konnten. Danach kommt auf der “WIE COOL IST DAS DENN” Skala erstmal ganz lange nix und geht dann weiter mit solchen Sachen.

  • Wundervollen Urlaub mit Familie erlebt.
  • Auf Helgoland ein tolles Blogger-Wochenende gehabt.
  • Nur einmal Berlin besucht, zur Re:Publica.
  • Erzähle Kind immer noch fast jeden Abend die Rittergeschichte.
  • Oma schwer krank geworden.
  • Kind 2 kommt bald.
  • Mündliche wurde eine Wohnungskündigung angekündigt.
  • Demütigstes Erlebnis: Panisch eine neue Wohnungen in Hamburg gesucht.
  • Kündigung neulich erst zurück genommen.
  • Angefangen zu lernen, wie man ein Haus kauft.
  • Job läuft, teilweise Konzernbedingt extrem zäh.
  • Angefangen, mich besser zu Ernähren.
  • Neues Handy gekauft (Samsung Ace 2). Geht so.
  • Mit großem Abstand das bekloppteste Kopfschmerz-Thema im letzten Jahr: Umzug von Telekom mit Call&Surf IP und Rufnummernübernahme von Alice Hansenet.
  • Mit großem Abstand die beste technische Entscheidung letztes Jahr: Von O2 ins Congstar Netz zu wechseln.
  • Zum 8. Blog-Geburtstag das Blog neu gemacht, finde ich weiterhin gut, hatte aber keine gravierenden Auswirkungen auf Traffic oder Einnahmen.
  • Deutlich zu wenig Podcast mit Jovelstefan, Benjamin und Bosch gemacht.
  • Alle “Das Lied von Eis und Feuer”, bzw. “Game of Thrones” Bücher gelesen und unfassbar enttäuscht worden. Zehn dicke Bücher und gar nix klärt sich auf. Ein gigantischer Bullshit ist das, schlimmer als GZSZ.
  • Bestes Ding im Internet: Nachmieter über Twitter gefunden. Das war faszinierend.
  • Sonst ist nichts wirklich aufregendes passiert im Internet, alles wie gehabt..
  • Wissen: Gelernt habe ich vbulletin, darin bin ich jetzt Experte. Als nächstes dann Javascript, da gibt es gravierende Lücken.
  • Videospielkultur: Borderlands 2 war das beste Spiel letztes Jahr. Dazu diverse Indy-Games auf Steam.
  • Bestes Scheitern letztes Jahr: Seit kurzem schafft Kind 1 fast immer einen besseren Highscore in Angry Birds Star Wars als ich und das ist super.
  • Bestes Ritual weiterhin: Marktbesuch in Volksdorf am Samstag.

Heute gibt es Kuchen, später dann Tischfeuerwerk im Blockhouse und ich freue mich sehr, mit dem Kind endlich “Der kleine Rabe Socke” zu schauen. Ich schenke ihm die DVD, er soll auch etwas auspacken und ja, zufällig möchte ich den Film auch sehen. Die Kritik zu Der kleine Rabe Socke im Kinderfilmblog ist sensationell.

In diesem Sinne.

Den habe ich eben auf berlinerluftinhamburg.blogspot.de: Es ist schwierig. gesehen und ich stimme dem in Teilen zu. (Im Zusammenhang, etwas älter, aber auch lesenswert: Konjugiere umverteilen).

Insbesondere der Punkt “Ehegattensplitting”. Was für ein Drama. Das gehört sofort abgeschafft.

Abschaffung des Ehegattensplittings zugunsten einer steuerlichen Familienförderung, welche allen Familien mit Kindern gleichermaßen zugute kommt – unabhängig vom Familienstand.

Ich gehe sogar noch weiter und bin für die Abschaffung des Kindergeldes. Weg damit und ersetzen durch kostenlose Ganztagesbetreuung in Schulen und Kita und kostenlose Mahlzeiten für die Kinder. Das wäre mal was, das würde unglaublich vielen Kindern helfen. Genau wie der völlig beknackte Kinderfreibetrag. Den bitte aus gleichen Gründen auch sofort abschaffen.

Das ist eine Kopie eines offenen Brief an die Bundesregierung.

Mehr zum Thema auf Facebook – Familie 2.0 und familie-zwei-punkt-null.de.

–> Hier geht es zum Download des Briefes, des Logos und des Handzettels!

Bundesministerium für Familie, Senioren, 

Frauen und Jugend
z. Hd. Frau Schröder, Frau von der Leyen, Frau Merkel

Glinkastraße 24
10117 Berlin

 

Deutschland, den 08. März 2013

 


Familie 2.0  – Wir machen mobil! Eltern bewegen Familienpolitik!

Liebe Frau Merkel, liebe Frau von der Leyen, liebe Frau Schröder,

Sie bekleiden drei der einflussreichsten Ämter in diesem Land.  Die Gleichstellung der Frau, für die die  Vereinbarkeit von Familie und Beruf unerlässlich ist, rückt damit für uns alle in greifbare Nähe. Aber leider nur fast.

Denn viele der Aktionen, die uns – Mütter, Väter und Kinder – angeblich unterstützen sollen, stellen uns vor die Frage, ob unser Bedarf und die Situation, in der wir uns befinden, überhaupt verstanden wird?

 Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, unsere Vorstellungen darüber, was wir wirklich benötigen, heute am Weltfrauentag zu veröffentlichen, um uns Gehör zu verschaffen und aktiv in den politischen Prozess von Familien- und Bildungspolitik einzusteigen. Wir zählen auf Ihre Unterstützung!

Deutschland benötigt in den kommenden Jahren dringend eine Familien- und Bildungspolitik,  die wirklich einen Unterschied für uns arbeitende Familien macht und nicht zuletzt kurz-, mittel- und langfristig dem Fachkräftemangel vorbeugt und Deutschland als Wirtschaftsstandort stärkt! Wir sind die Arbeitnehmer und Steuerzahler von heute. In unseren Kinderwagen liegen die Arbeitnehmer und Steuerzahler von Morgen! Jetzt machen wir in Sachen Familienpolitik mobil!

Denn nicht nur bei Punkten wie der Kürzung des Elterngeldes und der Einführung des Betreuungsgeldes können wir nur mit dem Kopf schütteln. Es geht um viel mehr.

 Wir brauchen:

  1. Ein einheitliches Bildungssystem in allen Bundesländern
  2. Qualitativ hochwertigere Betreuungsangebote für unsere Schulkinder innerhalb unserer Arbeitszeiten
  3. besser bezahlte Erzieher/ Pädagogen
  4. eine bessere Einbindung der Generation 60+
  5. flexible Arbeitszeitlösungen für Mütter und Väter
  6. kein Ehegattensplitting, sondern eine steuerliche Entlastung der Familien mit Kindern

Dies bedeutet im Detail:

1. Schule muss endlich Bundessache werden:
Bildung ist der Schlüssel zu sozialer Gerechtigkeit und Gleichstellung in unserer Gesellschaft. Genau aus diesem Grund darf Schule auch nicht länger Sache der Länder sein, in der jedes sein ganz eigenes Süppchen kocht! Lehrpläne, Bildungskonzepte und Schulformen müssen vereinheitlicht werden. Viele Familien müssen allein schon aus beruflichen Gründen heute mobil sein und auch mit Kindern während der schulischen Ausbildung problemlos in ein anders Bundesland umziehen können!

Zudem fordern wir einheitliche Ganztagsschulen ab der 1. Klasse,
und zwar bundesweit.

Diese umfasst Hausaufgabenbetreuung und qualifizierten Förderunterricht für die Kinder, die in manchen Fachbereichen eine weitergehende Unterstützung benötigen.
Für die meisten Eltern beginnt das heutige Betreuungsproblem erst richtig mit dem Eintritt der Kinder in die Schule!
Wir fordern eine für die Eltern optional wählbare, qualifizierte Betreuung von Schulkindern auch vor dem Unterricht (weil manche Eltern ab 8:00 Uhr arbeiten müssen, die Schule aber erst Punkt 8:00 öffnet!). Die in vielen Orten bereits vorhandene Nachmittagsbetreuung für Schulkinder “bewahrt” die Kinder lediglich auf, bis die Eltern ihren Nachwuchs abholen. Dies ist nicht die Vorstellung von Nachmittagsbetreuung, die wir haben.

2. Bundesweite, offene und qualitativ hochwertige Angebote in der Ferienzeit für unsere Kinder!

Die Betreuung der Schulkinder in der Ferienzeit ist aktuell ohne den Einsatz von Geld und Großeltern nicht möglich. Ist beides nur begrenzt vorhanden, stehen viele Familien und besonders Alleinerziehende vor einem großen Problem. Eine qualifizierte, kontinuierliche Betreuung der Kinder muss auch in der Ferienzeit gewährleistet sein, damit Eltern beruhigt und sicher arbeiten gehen können.

3. Bessere Bezahlung von Erziehern und Pädagogen:
Aktuell dauert die Ausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher je nach Bundesland 4-5 Jahre. Die Verdienstmöglichkeiten in diesem Bereich stehen in keinem Verhältnis zum Anspruch der Ausbildung und der anschließenden Verantwortung, die diese Tätigkeit mit sich bringt.  Wir fordern daher, statt Eltern Betreuungsgeld zu zahlen, Gelder für Betreuung in die Kindertagesstätten fließen zu lassen und damit auch Anerkennung für Erzieher und Pädagogen – denn sie bilden die Zukunft dieses Landes aus!

4. Bessere Einbindung der Generation 60+.

Viele Menschen gehen heute in den Vorruhestand, gleichzeitig steigt die Lebenserwartung ständig an. Viele Großeltern wohnen heutzutage aber gar nicht mehr in der Nähe ihrer Enkel.
Daher soll das „Anstellen“ von Ersatzgroßeltern vom Staat unterstützt und gefördert werden. So haben Eltern auch mit ihrer Berufstätigkeit und ohne Großeltern Unterstützung, und Rentner eine Möglichkeit nach der Aufgabe ihrer Berufstätigkeit noch etwas dazuzuverdienen (siehe auch Armut von Rentnern).
Die Vermittlung solcher Ersatzgroßeltern könnte von den Arbeitsämtern übernommen werden.

5. 40 Stunden Wochen im Büro waren gestern! Wir fordern klare Zielvereinbarungen und flexible Arbeitslösungen für Mütter UND Väter!
Arbeit sollte an Zielvereinbarungen gemessen werden – wie das heute auch in vielen “Corporate” Unternehmen schon der Fall ist. Nicht Anwesenheit oder Air Time sind relevant, sondern das Ergebnis. Der Arbeitgeber sollte mit seinem Arbeitnehmer eine klare Ergebnisdefinition vereinbaren. Die kann an einer entsprechenden Matrix gemessen werden. Wie der Arbeitnehmer dieses Ergebnis im vorgegebenen Zeitrahmen erreicht (solange seine Ziele, inkl. Teamarbeit und Verfügbarkeit erreicht sind) sollte ihm überlassen bleiben.
So lösen wir in deutschen Köpfen das verkrustete Vollzeit-Teilzeit-Denken und die damit oftmals schon einhergehende Vorabwertung von arbeitenden Müttern.

Zudem ermöglicht dies Vätern und Müttern einen flexibleren Umgang in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

6. Abschaffung des Ehegattensplittings zugunsten einer steuerlichen Familienförderung, welche allen Familien mit Kindern gleichermaßen zugute kommt – unabhängig vom Familienstand.

Einst gedacht zur Förderung der Ehe und Familie, ist das Prinzip des Ehegattensplittings veraltet. Ehe und Familie bilden längst nicht mehr eine Einheit. Von der Zielsetzung der Familienförderung ausgehend ist es daher unverständlich, warum auch kinderlose Ehen von dem Splittingverfahren profitieren, bzw. warum nicht verheiratete Familien keine entsprechende Förderung erfahren. Desweiteren profitieren durch das Ehegattensplitting hauptsächlich Ehepaare mit besonders hohem Einkommen, wenn dies zudem möglichst ungleich verteilt ist, d.h. wenn das Einkommen hauptsächlich oder vollständig von nur einem Ehegatten erbracht wird. Für die meisten Frauen gestaltet sich ein beruflicher Wiedereinstieg nach der Baby- bzw. Kinderpause ohnehin schwierig, durch die vergleichbar hohe Steuerbelastung des Zweiteinkommens schränken viele Frauen ihr Erwerbseinkommen stark ein (Mini-Job) bzw. geben ihre Berufstätigkeit vollständig auf.

Statt eines Ehegattensplittings könnten die Einzahlungen von Eltern in die Rentenkassen reduziert werden oder Rentenansprüche von Eltern, die wegen der Kinder beruflich zurückstecken mussten, erhöht werden. (Damit entfiele auch das Paradox eines bezuschussten Betreuungsgeldes, sofern es in die Altersvorsorge investiert wird.)

Wir Frauen wünschen uns von Ihnen Solidarität und Einsatz, damit Familie und Beruf auch tatsächlich vereinbar sind. Der tägliche Spagat, das Suchen und Betteln um Betreuungsplätze und die Benachteiligung in der Berufswelt für arbeitende Mütter müssen endlich ein Ende haben.  Dies erwarten und wünschen wir uns, und nicht nur heute, am Weltfrauentag, sondern auch für die kommenden Jahre.

 

Aus den zahlreichen Ergebnissen der verschiedensten Elternaktivitäten aus der Vergangenheit haben wir die leidvolle Erfahrung gemacht, dass die meisten unserer Petitionen, meist mit Hinweis auf die finanzielle Situation, ohne nachhaltige Ergebnisse verklingen. Es ist uns leider nicht möglich, politisch tätig zu werden, um dem Gegenbeweis Gehör zu verschaffen, da nicht nur die Arbeit in der Wirtschaft, sondern auch Politik in Teilzeit nach wie vor für 99% von uns lediglich eine Wunschvorstellung ist.

Wir haben stattdessen die Initiative Familie 2.0 ins Leben gerufen. Im ersten Schritt verbinden wir Eltern uns untereinander und vernetzen unsere Erfahrungen zu moderner Familien- und Bildungspolitik über Blogs und Social Media. Wir suchen Ansprechpartner auf Bundes- und auf Landesebene, um diese kontinuierlich und nachhaltig in den politischen Prozess einzubringen.

Wir sind überzeugt, dass gerade Sie das Aktivwerden von Eltern unterstützen und versprechen uns von Ihnen Ihr persönliches Feedback und Ihre Unterstützung für unser Anliegen in Form eines Termins, bei dem wir die Details unserer Initiative besprechen können.

Bis dahin verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Vor Monaten gab es bei uns ein großes Problem. Wir wohnen in einer preiswerten Einliegerwohnung in Meiendorf und die Vermieterin kündigte an, dass sie das Haus abreißen und durch einen Neubau mit sechs anstatt zwei Wohnungen ersetzen will.

Das war damals extrem doof, da A. gerade schwanger, der Wohnungsmarkt ein Desaster und Geld knapp war, da zweites Kind im Anmarsch.

Wir suchten angesichts der Ankündigung panisch eine neue Wohnung. Gekündigt wurde nicht, die Vermieterin war so freundlich und hat uns vorab informiert.

In Volksdorf und Meiendorf ist es für eine normale Familie zur Zeit faktisch nicht möglich eine vier Zimmer Wohnung für unter 1500 € kalt zu bekommen, daher haben wir auch in Ahrensburg gesucht und tatsächlich ein Haus zur Miete gefunden.

Teurer als jetzt aber bezahlbar, voll unterkellert, vier Zimmer, neue Küche, sehr großer Garten mit Gartenhaus und Grillstation, Heizung 1992 neu gemacht, Öltank nicht im Keller sondern draußen, sehr gepflegtes Haus, nette Vermieter, von Privat, mitten in der Stadt (wobei mitten in der Stadt in Ahrensburg relativ ist, für jemanden, der in Berlin sozialisiert wurde).

Alles super. Wir waren sehr interessiert und es gab einen Termin, die Vermieter wollten uns kennen lernen und das Haus an uns vermieten.

Im netten Gespräch ergab sich aber schnell ein Problem.

Haustiere.

Die Vormieter hatten das Haus von zwei großen Hunden völlig auseinander nehmen lassen. Türrahmen zerbissen, Garten verschissen, Boden verkratzt, etc.

Die Vermieter sind, verständlich, traumatisiert von Haustieren und problematischen Mietern.

Darum die ganz klare Ansage: keine Haustiere.

Als Experte für Katzencontent habe ich natürlich auch eine Katze in der Familie. Frieda, eine niedliche, alte, gemütliche, ja fast schon langweilige Wohnungskatze.

Die hier ausnahmsweise bemühte Maklerin vermittelte Gespräche, sie kannte die Katze aus dem Internet, aber es war nix zu machen. Selbst eine alte Wohnungskatze war zu viel. KEINE HAUSTIERE.

Wir hätten einziehen und die Katze mitnehmen können, rechtlich wäre das kein großes Problem (fragen sie Ihren Mieterverein, die sagen dann sowas wie “ziehen sie ein, nehmen sie die Katze einfach mit” ) aber wir wollten das dann doch nicht, aus zahlreichen anderen Gründen.

So hat meine kleine Katze dafür gesorgt, dass ich nicht nach Ahrensburg ziehe.

Die Moral von der Geschichte:

Gestern erzählt unsere Vermieterin, dass das Haus doch nicht abgerissen wird.

Danke Frieda.

Dank dir kleiner Katze habe wir tausende Euros und jede Menge Arbeit gespart. Wir wohnen weiterhin in Hamburg und profitieren von einer gravierend besseren Kinderbetreuung als in Ahrensburg.

Die Moral von der Moral der Geschichte: nix ist von Dauer, wir haben uns neulich ein Haus zum Kauf in Ahrensburg angesehen.

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Mein Vater hat zwei Tage nach mir Geburtstag, er am 18., ich am 16 März.

Aus unerfindlichen Gründen war das Universum damals der Meinung, dass ein so kurzer Abstand zwischen den Geburtstagen von Vater und Sohn eine prima Sache ist.

Sensationell aber, dass sich das 37 Jahre später in der Familie wiederholen könnte.

Am Samstag habe ich Geburtstag und Kind 2 will immer noch nicht geboren werden.

Es ist quasi beinahe soweit, aber aus ebenfalls unerfindlichen Gründen lässt sich das Universum viel Zeit mit der Geburt.

Inzwischen hoffe ich ein klein wenig, dass Kind 2 am Montag Donnerstag kommt und sich die Geschichte wiederholt.

Ich bin so gespannt…

Plan B wäre die Geburt am gleichen Tag, am 16. März, einem sehr guten Tag. Denn da habe nicht nur ich, sondern auch Anke Gröner und Felix Schwenzel Geburtstag. Am Samstag ist Blog Geburtstags Tag.

Sagte ich schon, dass ich total gespannt bin, wie das wird? GNAAAAAAAAAAA.

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In der Kita stehen seit einigen Tagen zwei große Plastikwannen (eher Schalen, aus dicker Lkw Folie), in denen Rasen vor sich hin wächst.

Das sieht hübsch aus, die Kinder freuen sich auf den Frühling und kümmern sich um ihre eigene Wiese.

Eben war ich bei Budni, DEM Drogeriemarkt in Hamburg, und sehe dort den Berliner Tiergarten.

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An so etwas kann ich, aus Gründen, nicht einfach vorbei gehen, denn wann sieht man in Hamburg schon den Berliner Tiergarten?

Für 4,99 € gibt es eine Packung mit Mischung, auch ein eher in Berlin geläufiger Begriff für Dinge, die in der gebloggten Öffentlichkeit nichts zu suchen haben.

Da muss ich einfach zugreifen. Für so kleines Geld einen eigenen, schönen, Berliner Tiergarten zu bekommen, da kann ich nicht nein sagen.

Lesen Sie hier demnächst, wie und wo sie in Hamburg durch den Berliner Tiergarten lustwandeln können.

Ich lasse mich von den Kitakindern beraten, wie das mit dem Rasen funktioniert, die kennen sich damit inzwischen bestens aus.

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