Vier Wochen später.

Heute vor genau vier Wochen war Schlüsselübergabe im Haus.

Seitdem renovieren wir, richten uns ein, bauen um, packen Kisten ein und wieder aus.

In diesen vier Wochen ist sehr viel passiert.

Wir sind umgezogen und Wohnen bereits seit genau einer Woche im neuen Haus. Zur Feier gab es extra lange Wunderkerzen für alle.

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Das war ein toller Tag, auch wenn alle Tage zur Zeit meistens sehr anstrengend sind.

Das Haus ist gar nicht mehr so sehr Baustelle. Vom Schlafzimmer mal abgesehen ist alles soweit “fertig”. Wobei “fertig” im Haus niemals stimmt, denn aus Gründen, die ich nicht verstehe, werden unsere ToDo Listen immer länger anstatt kürzer.

Wir rocken jeden Tag ordentlich was weg, erledigen dies und das, bauen auf, räumen um, aber es kommen immer neue Aufgaben dazu.

Faszinierend. Es stimmt was alle sagen. Mit einem Haus hat man immer Arbeit.

Die alte Wohnung wurde ordnungsgemäß übergeben. Das war ein Meilenstein, große Freude bei uns, dass es da keine Probleme gab.

Dafür, dass wir erst vier Wochen am arbeiten sind, ist erstaunlich viel passiert. Das Haus hat sich komplett verwandelt.

Das neue Sofa von Sofa Lübke ist sensationell, das Parkett ist super, die Küche inzwischen fast komplett, es funktioniert alles und wir haben Spaß.

Auf die nächsten vier Wochen.

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Die eBay Eibe

Im Garten stand eine Eibe. Etwas über drei Meter hoch. Ich fand sie toll, aber leider ist die relativ giftig. Giftige Pflanzen im Garten sind doof mit Kleinkind. Wir haben ein Kleinkind und darum musste die Eibe weg.
Spaßeshalber habe ich die Eibe fotografiert und in ebay Kleinanzeigen zum verschenken angeboten.
Sensationellerweise hat sich tatsächlich jemand gemeldet und wollte die Eibe abholen.
Wir hatten explizit “an selbstabholer, bzw selbstausgraber” in die Anzeige geschrieben.
Das haben die beiden Herren auch gemacht. Stundenlang waren die im Gange und haben die Eibe ausgegraben.

Danke, ebay Kleinanzeigen, es ist immer wieder faszinierend, was man alles weiter geben kann.

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20 Dinge, die Sie noch nicht kennen

1. Ich schaue mir gerne Tanz, Ballett und Musicals an. Ich liebe die Körpersprache der Tänzer, die Körperspannung, wie sie ihre Bewegungen kontrollieren und beherrschen. Es gibt wenig, was mich so beeindruckt und verzaubert wie gute Tänzer.

Das gilt nicht für Tanz in high glossy Pop Musicvideos, das nervt.

2. Ich habe was mit Design studiert, kann aber, wenn überhaupt, nur mäßig zeichnen und malen.

3. Ich war mal verheiratet und meine Ex-Frau wurde quasi Crack-abhängig. Komplizierte Geschichte, Details dazu sind nicht blogbar.

4. Ich mag Berlin überhaupt nicht mehr. Berlin nervt total.

5. Ich kann mein Blog – Thema nicht mehr leiden, weil siehe 4.

6. Ich hasse es, wenn Menschen mir von hinten an die Schultern fassen. Das macht mich irre.

7. Meine erste Tomate habe ich mit 16 Jahren gegessen. Ketchup war Ok, Tomaten nicht.

8. Mit 14, 15 oder 16 Jahren (ich weiß es nicht genau) war ich zum ersten mal online. Nach der folgenden, sehr deutlich dreistelligen Telefonrechnung, war ich dann für lange Zeit erstmal wieder offline.

9. Ich kann stundenlang Liedchen pfeifen. Wenn ich keine Lust zum pfeifen habe, bin ich schlecht gelaunt und irgendwas stimmt nicht mit mir. Das ist mein Maßstab für meinen Seelenfrieden, sozusagen.

10. Ich habe eine Ausbildung zum Energieelektroniker in einem Stahlwerk gemacht. Von weit über 400 Lehrlingen war ich der einzige, der zuvor ein Gymnasium besucht hatte.

11. Im Schlager liegt die Wahrheit. Ich höre zwischendurch gerne Schlager. Das erdet. Udo Jürgens ist Gott. Country (im erweiterten Sinne auch Schlager) ist König, besonders auf Autofahrten.

12. Ich habe das Abitur abgebrochen. Manchmal ärgere ich mich darüber.

13.

14. In meinem 1. echten Fußballspiel, in der F-Jugend, war mein erstes Tor ein Eigentor. Ich nahm den Ball, rannte, schoß und freute mich über das Tor. Die Details waren mir egal.

15.

16. Der Kulturschock vom Gymnasium ins Stahlwerk wirkt bis heute nach. Auf meine Sprache, Arbeitsweise, Gewohnheiten. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich meine Erfahrungen in der Schwerindustrie machen könnte. Obwohl ich mir das Leben dadurch selbst regelmäßig schwer machen. Alles, was im Stahlwerk passierte, ist Lichtjahre entfernt vom Arbeiten in der Online-Branche.

17. Ich drehe regelmäßig durch, wenn Freunde oder Bekannte eklatante SicherheitsFehler im Umgang mit Werkzeug, Leitern oder Arbeitsmethoden machen. Das liegt sicherlich an den tödlichen Arbeitsunfällen und zahlreichen schweren Unfällen im Stahlwerk. Das macht mich echt fertig, wenn z. B. meine Freundin oder Schwester elementare Regeln im Umgang mit der Leiter nicht kapieren oder wenn jemand unter einer schwebenden Last steht.
Ich weiß, dass ich diesbezüglich sehr nervig sein kann.

18. Videospiele sind für mich gleichberechtigtes Kulturgut wie Malerei, Literatur, Musik, Film, etc. Ich liebe Videospiele, ich genieße es sehr, ab und an in virtuelle Welten abzutauchen.

19. Als Schüler habe ich alle, wirklich alle Bücher für Kinder und Jugendliche aus der Schulbücherei gelesen. Ich war Stammkunde, ich wohnte auf der anderen Straßenseite und nur für mich würden Kisten von Büchern aus der Bücherei in Herborn besorgt.

20. Ich habe 40 oder 50 der dicken, silbernen Perry Rhodan Bücher gelesen. Bis ein Lehrer das irgendwann Schund nannte. Das hat mich so erschrocken, dass ich damit aufhörte.

21. Seit frühem Kindesalter wundere ich mich, warum an der Ampel, wenn es grün wird, nicht alle Autos fast gleichzeitig losfahren anstatt nacheinander loszuzuckeln
Das würde dann alles viel schneller gehen.
Ich wundere mich darüber tatsächlich bis heute.

22. Ich habe in Berlin einer Transe eine Webseite gebaut. Keine Frau, die ich kenne, war auch nur ansatzweise so Porno und hat auf so endgeile Art versucht mich zu verführen. Völlig anderer Schnack, aber ich stehe eben nicht auf Kerle.
Bonustrack: die Besprechungen zur Webseite begann sie immer mit mehreren Flaschen Alkohol und endeten immer in irgendeiner Bar.

23. Wir haben damals einen Party-Club gegründet. Der OSC, der O-Saftspucker Club. Der Name stammt aus einer durchzechten Nacht, in der wir alle völlig stramm waren nur der eine, der den ganzen Abend O-Saft trank, die Keramik küsste.
Wir haben sehr viele Feiern auf Grillhütten organisiert, teilweise mit weit über 1000 Leuten. Ich war DJ. Als der Alarm mit der Polizei aufgrund einiger Schlägereien, zahlreicher Vergehen gegen BTM und andere Dinge zu groß wurde, (Sicherheitsdienst, die Kosten, unfassbar) haben wir damit, trotz erheblicher Umsätze, aufgehört.

24.

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Die verfluchte Wand

Inzwischen ist es nur noch so mittelwitzig mit der Wand und mir. Unsere Beziehung ist kompliziert.

Neulich erlaubte ich dem Kind, die Wand anzumalen. Leider habe ich Idiot nicht daran gedacht, dass die Tapete noch feucht war.

Nun ist die Tapete an den Stellen, an denen sie angemalt wurde, in der Breite um einige Millimeter geschrumpft.
Faszinierender Effekt, keine Ahnung wieso, sieht aber total blöd aus.

Darum kratzen wir jetzt zwei Bahnen wieder runter und tapezieren die neu.

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Nie nie nie wieder noch feuchte Tapete bemalen, auch nicht, wenn es nur ein paar Stellen zum Kinderspiel sind.

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Schranke

Falls Sie sich jemals gefragt haben, woher der Begriff “Schranke” stammt, hier ist eine mögliche  Erklärung.

Irgendwann, damals, 1827, bezog ein Häuslebauer seine neue Hütte.
Seine geliebte Gemahlin suchte im Gebäude einen Platz für Ihren Schrank.

Dummerweise hat der Häuslebauer für den geliebten Schrank der Gemahlin keinen sinnvollen Platz im Haus geplant, darum steht der Schrank nun, aus Gründen, vor einer Tür.

Das sieht dann so aus.

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Der Häuslebauer bejaht die Frage, ob das denn auch hübsch aussieht, denkt aber im geheimen darüber nach, den gesamten Schrank auf eine massive U-Stahl Konstruktion zu platzieren und mit Hilfe von dicken, stabilen Scharnieren und einer Rolle schwenkbar zu machen.

Damit aus dem Schrank dann eine Schranke wird.

(eine ziemlich beknackte Idee, aber warum eigentlich nicht? Ein Begehbarer Schrank ist so 1960. Ein schwenkbarer Schrank, das ist mal etwas anderes)

Der Schrank denkt sich angesichts der Diskussion seinen eigenen Teil und ein denkender Schrank sieht so aus.

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Und wenn sie nicht gestorben sind, dann suchen Sie noch heute einen Platz für den Schrank.

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Die Wand

Sie sehen die Wand.

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Ein Meisterwerk, gerahmt.
Eine Gruppenarbeit, mit Aussicht auf Verschwinden.

Ein Meisterwerk des Scheiterns und des neu beginnen.
Ein persönliches Mahnmal des Lernens, Ausprobieren, Helfen lassen.

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Eine Erinnerung an unzählige Stunden Arbeit mit noch unzähligeren Diskussionen.
Eine Lehrstunde in Muskelkater, Schmerzen, schlechtem Werkzeug, falschen Handgriffen und der Erkenntnis, dass YouTube Videos wenig bis gar nicht ausreichen um das Verputzen auf Dispersionskleber von Isoliertapete richtig zu machen.

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Eine Wand voller Fragen.

Und doch eine Wand mit einem Ergebnis: Sie wird übertapeziert.

Ein Happy-End in Raufaser.

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Erfolg beim Renovieren

Ich habe den totalen Hänger. Alles ein einziger Cluster-Fuck. Die Wand im Wohnzimmer, die macht mich fertig.
Merke: Dispersionskleber ist ein Arschloch.

Das Verputzen läuft schlecht.
Ständig habe ich Brocken vom Kleber unter der Kelle. Das zieht Spuren im Putz und sieht doof aus.
Wir haben im Team die Wand einmal grob verputzt und dachten, dass wir darüber tapezieren und gut ist…

Aber das war nix. Heute war ein Profi hier und der sagt, ziemlich deutlich, dass das auch eine ziemlich blöde Idee sei. Man muss da nochmal rüber und das einigermaßen glatt verputzen.
Es ist kompliziert.

Aufgrund meiner dezent beschissen Laune wurde ich von A aufgefordert, doch bessere Laune zu haben und die Erfolge zu sehen.
Das mache ich dann mal, denn es gibt jede Menge Dinge, die sehr gut klappen.

Der Dachboden im alten Haus ist quasi leer und alles ist im neuen Haus.

Alle Zimmer, bis auf das Wohnzimmer, sind fertig gestrichen. Großer Dank an die mitlesenden Helfer. Das war super.

Die Grundierung für den Fußboden ist fertig.

Die Möbel sind zum Teil bereits im Haus. Auseinander gebaut, aber sie sind hier.

Aufgrund irgendeines Wurmloches oder so passt der Kram vom 80qm Dachboden in den neuen 10qm Hochkeller und es ist sogar noch Platz da. Ein Raum Wunder, wir sind alle fasziniert davon.

Die Deko-Malerei in den Kinderzimmern ist fertig.

Berge von Müll sind weggeräumt, das Haus ist sehr sauber und aufgeräumt.

Es ist noch Geld da, wir fahren früher als gedacht zu ikea.

Der kleine Teich wurde zum Sandkasten umgebaut, eine sensationell tolle Sache, darüber freue ich mich mit am meisten. Ein Sandkasten, im eigenen Garten.

Es hilft mit, das zu lesen und zu tippen, denn es läuft eigentlich ganz gut.

Und jetzt mache ich mit der Wand weiter und verputze.

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Verputzen

Planänderung. Es gibt keine Tapete. Es wird verputzt. Die alte Isoliertapete war mit ganz hartem Zeug an die Wand geklebt. Der Kleber lässt sich nicht entfernen, darum kommt Putz darüber.

Das lerne ich dann morgen. Bin gespannt, wie Verputzen funktioniert.

Falls jemand schlaue Tipps hat, nur her damit.

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Die besten Grüße an die mitlesende Verkäuferin. So sieht das große Zimmer ohne Tapete aus.

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Unser Haus. Unser Garten.

For the record. Seit 11 Uhr. Garten, Haus, alles ein Traum. Kann es kaum glauben es wird Tage dauern, bis ich das begreife.

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Wir freuen uns. Sehr.

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