Neun Dosen Stapelchips

Fürs Protokoll.

Mir wurde von A. offiziell zugetragen, doch bitte neun Dosen Stapelchips zu kaufen.

Nochmal, weil ich mich so sehr darüber amüsiere. Neun Dosen Stapelchips.

Wenn ich in vielen Jahren alt und matt auf dem Sofa liege und mir von meinem digital-bionischem Irgendwas mein eigenes Leben aus dem Blog vorlesen lasse, werde ich mich über diese kleine Anekdote sehr, wirklich sehr freuen.

Denn in der Hitliste der Themen, die das Zusammenleben stressen, stehen Chips ziemlich nahe bei Internet, Handy, nicht zugehört, Socken liegen gelassen oder sonstwie nicht aufgeräumt.

Danke für die Idee zum Kindergeburtstag, für die wir diese Dosen benötigen. Können wir nächstes Jahr gerne wieder so machen.

Heute Abend gibt es Chips.

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Warum ich nach drei Monaten vom selbst gehosteten owncloud wieder zu Dropbox gewechselt bin

Ich arbeite auf verschiedenen Computern und nutze sogenannte Cloud-Storage Dienste, um meine Dateien auf den Computern zu synchronisieren.

GoogleDrive, Dropbox und Skydrive sind die bekannten, es gibt aber auch noch owncloud.

Mit ownCloud wird der Kram nicht der NSA in Amerika in den Rachen geworfen, bzw nicht auf Servern in US gespeichert, sondern es passiert wahlweise alles auf einem eigenen Server, in Deutschland.

In Zeiten der totalen Überwachung (falls sie es noch nicht gemerkt haben, wir leben jetzt in einer vollüberwachten Welt), dachte ich neulich, dass es eine gute Idee sei, meine Daten “selbst” in der Hand zu haben.

Darum habe ich owncloud ausprobiert und nach drei Monaten relativ intensiver Nutzung erlaube ich mir ein Fazit.

Ich lasse die Installation bewußt weg, den die ist, wenn man mit Zertifikat und allem arbeitet, deutlich zu kompliziert für normale Menschen.

Fazit: Owncloud ist Mist.

Gute Software und eigentlich eine gute Idee, aber im Detail dann doch totaler Mist.

Warum?

Ganz einfach.
Owncloud hat Daten verloren, bzw gelöscht. Warum auch immer, aber es fehlen definitiv etliche Ordner und Dateien, die eigentlich da sein müssten. Ich habe keine Ahnung, warum owncloud die Daten gelöscht hat.
An dieser Stelle ist ein Synchronisationstool bereits völlig kaputt, aber es gab noch weitere Schmankerl.

Owncloud hat die Zeitstempel von tausenden Dateien und Fotos geändert.
Das ist für Fotos besonders bekloppt. In der Owncloud lagen eben sehr viele Fotos und die werden jetzt in völlig kaputter zeitlicher Abfolge angezeigt.
Das ist, gelinde gesagt, ganz großer Scheiß.

Dann noch der Fehler, das owncloud diverse Dateien von 1password nicht sichert, da die Dateinamen von einem im System verankerten Filter geblockt werden. Damit kann ich meinen Passwortsafe nicht komplett in owncloud sichern.

Und besonders “gefreut” habe ich mich über das Feature, dass owncloud von allen Dateien für 30 Tage eine Kopie vorhält. Das hat beinahe meinen Webspace abgeschossen (bei großen Datei Verschiebe und Umräum-Aktionen sammeln sich sehr viele Daten an), denn ich wusste das nicht und dieses Verhalten wird auch nur in der Tiefe der Doku, irgendwo in irgendwelchen Foren eingehend erklärt.

Alle genannten Gründe kann man sicherlich irgendwie beheben, aber das übersteigt meine Fähigkeiten und vor allem habe ich nicht die Zeit dazu.

Als ich neulich das Nokia Lumia 920 für eine Woche hatte, habe ich Skydrive näher kennen gelernt. Foto auf dem Handy machen und ZACK, das erscheint sofort im Skydrive Ordner.
Das funktioniert so sensationell gut, dass ich owncloud auf wiedersehen gesagt habe und mir Dropbox pro gekauft habe.

Jetzt klappt alles wieder so, wie es soll.

Mir ist die Tatsache bewusst, dass jede auf Dropbox gespeicherte Datei und jedes dort abgelegte Foto direkt bei der NSA landet.

Nach der NSA Session auf dem Barcamp, als mal jemand mit Ahnung zum Thema gesprochen hat, bin ich so geschockt, es ist eh egal, was wir machen. Darum nutze ich wieder Dropbox, allerdings ohne Fotos mit denen man mich erpressen könnte.

Solche Daten gehören heutzutage nicht mehr in die digitale Welt, das ist vorbei und wir haben alle noch eine lange Lernkurve für das Leben in einem Überwachungsstaat vor uns.

Bis dahin freue ich mich, dass meine Fotos vom Handy in die Dropbox synchronisiert werden und ich Kinderfotos sensationell einfach mit der Familie über gemeinsame Ordner teilen kann.

Nachtrag.
Auf Twitter kam eben noch folgender Hinweis:

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Hallo Internet. Laptop gesucht

Hallo Internet.

Eine Bekannte hat neulich ein Studium angefangen. Dummerweise ist ihr Laptop vor kurzem abgeraucht.
Kapitaler Festplattenschaden und diverse andere Macken.

So kurz vor Weihnachten ist bei ihr das Geld mehr als knapp. Verständlich, mit zwei Kindern und jetzt wieder als Studentin.

Darum frage ich dich, Internet.

Hast du ein altes, funktionierendes Laptop zu Hause?

Ausstattung, Akku, Hersteller und Leistung sind völlig egal, hauptsache es fährt noch hoch.

Ich kann als Gegenleistung solch Internet, WordPress oder sonstige Online Beratung anbieten.

Ich freue mich über Nachricht per Mail an Sven.Dietrich@gmail.com

Vielen Dank für die Hilfe.

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Bücherregal und Hase

Ich bekomme im Whatsapp-Chat mit den Geschwistern regelmässig lustige Tierbilder gesendet. Hauptsächlich niedliches Getier und oftmals Hasen. Meisten kann ich zum Thema HASE an sich nicht viel hinzufügen, ausser einem lustigen Smilie oder dem unter uns Zwangsjugendlichen üblichen “gnihihihi”.

Das ist heute ausnahmsweise anders, denn endlich habe auch ich ein Hasenbild.

Bücherhasenregal

Dieser Artikel hat nichts mit Hamburg und Berlin zu tun. Es tut mir beinahe ein wenig leid, dass sie damit ihre Zeit verschwendet haben, aber der hase sieht so super aus im Bücherregal, ich muss den einfach zeigen.
Ist das nicht ein toller Hase?

Der kann sogar etwas, der kann schreien. Mein Freund, seit Jahren. Immer wenn es irgendwo hängt muss man auf den Hasen drücken und alles wird wieder gut.
Weiterlesen



Wunschzettel

Ich werde ständig gefragt, was ich mir den wünschen würde, es ist doch demnächst wieder Weihnachten, und überhaupt. Darum, wie jedes Jahr, kurz notiert. Die Schüssel und der Raspberry pi, darin habe ich mich verliebt.

Raspberry Pi

Ein Raspberry Pi (da als Paket kaufen). Erklärung dazu in Wikipedia.  So ein Nerd-Computer Dingens zum selber basteln. Herrlicher Daddelkram, mit Programmieren und allem zipp und zapp, damit werde ich ein xbmc aufbauen oder das Haus steuern. Mal sehen. Tolles Ding, tolles Spielzeug.

Musik

Ich möchte gerne ein Musikinstrument lernen. Mundharmonika oder so.

Lernen

Endlich mal mit zehn Fingern schreiben können, das wäre mal was. Ich wünsche mir einen Kurs, in dem ich das lerne.

TV

Eine 65er Sattellitenschüssel mit HD Reciever. Immerhin haben wir jetzt ein eigenes Haus und da muss dann, um alle Klischees zu erfüllen, auch eine Schüssel ans Haus.

Tablet

Ein Yoga 8 Tablet*. Endlich richtig Angry Birds spielen und auf dem Sofa entspannt im Internet blättern ohne A. mit Laptop-Tastaturgeklapper zu stören. Super Teil z ueinem super Preis.

Uhr

Ein neues Armband für meine Armbanduhr. Das alte hat sich letztes Jahr leider zerlegt.

Buch

Der Biogarten: Das Original [Gebundene Ausgabe]*.
Mein Kräuterbuch: Das Original [Gebundene Ausgabe]*.
Raspberry Pi: Einstieg – Optimierung – Projekte [Broschiert]´*
Hausautomation mit Raspberry Pi – Alarmanlage, Heizung, Smart Home, W-LAN & Co: 20 Projekte, die Ihr Leben leichter machen [Broschiert]*

Standards

Schwarze Socke, weiße T-Shirts und sonstiges gehen natürlich auch immer.

 Alle mit * gekennzeichneten Links sind Werbung.

 


Barcamp Hamburg 2013, mit freundlichem Bummslicht, Recht und keinem Mettigel

Bei Otto fand letztes Wochenende das siebte Barcamp hamburg statt. Zwei Tage voll mit Leuten aus dem Internet, leckerem Essen und zahlreichen, zumeist faszinierenden Sessions.

Ich hatte sehr viel Spaß, vielen Dank an das Team für das Barcamp.

Diesmal gab Otto sich sehr viel Mühe um neues Personal zu finden. Man bekommt gleich einen Einkaufsgutschein, wenn man Leute an Otto empiehlt. Das war neu.

Abgesehen vom Klassentreffen-Charakter des Barcamps und den dazugehörigen Geschichten (immer mehr Internetfuzzies haben Kinder, die Geschichten drehen sich größtenteils tatsächlich darum) gibt es jede Menge Sessions, Voträge und Diskussionen mit zumeist sehr internettigen Themen.

Ich habe dieses jahr folgende gesehen und war fast immer begeistert.

YouTube 2013

2013-11-15 17.45.27-1

Was gibt es neues auf YouTube? Mit Einblicke in Statistik, Tools, Kanalzeugs, echten Zahlen und jeder Menge Kleinigkeiten, die ich so nicht auf der Uhr habe, da ich mich nicht tagtäglich als Videofuzzi mit YouTube befasse. Das war eine gute Session, mit einem Einschub von Kixka zum Thema Profil und Idendität-Dingens.
Danke dafür.

Ein guter Start, danach ging es dann Technisch weiter.

NSA und Business

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Das war ein Desaster. Alter Schwede. Die IT-Welt ist am Arsch. Aber sowas von. Unfassbar, wie neiderschmetternd dieses ganze NSA Geraffel wird, wenn man das von jemanden erzählt bekommt, der Ahnung hat. Wenn man dann auch nur eine Sekunde über die IT in der eigenen Firma nachdenkt und sehr, wirklich sehr schnell zum Punkt kommt, wie kaputt das alles ist. Auf allen Seiten. Mit welch krimineller Energie da überall vorgegangen wird. Ein absolutes Debakel.
Den Daten-Krieg hat die NSA wohl gewonnen.

Danach brauchte ich nen Schnaps, aber es gab keinen.
Das war wirklich sehr niederschmetternd.

Rampensau

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Deprimierd von der Welt stand ich dann kurz in der Rampensau-Session, aber das war nix für mich, ich war die falsche Zielgruppe.

Travel-Nerds

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Spannend und tatsächlich sehr nerdig war es dann bei der Travel Nerd Session. Das Publikum hatte sicherlich etwas anderes erwartet (wie buche ich voll geil billig meinen Flug) aber da ging es um ziemlich abgefahrene Sachen. 700 € für eine halbe Weltreise, sozusagen.

Fun Fakt: in dieser Session wurde eine von mir betreute Webseite mehrfach genannt, so etwas erfreut das Internetfuzzie-Herz natürlich.

Faszinierende Details in der Session. Danke dafür.

Freundlich sein

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Da alle Welt mir ab und an erzählt, dass ich unhöflich und ein nerviger, klugscheissender VollpfostenpennersuperHorst sei, ging ich in die “Freundlich sein” Session.
Ich bin jetzt mal freundlich und sage nix zur Session.

Ich ging relativ schnell wieder raus.

Recht

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Dann die jährliche Dosis “RECHT”. Wie immer sehr unterhaltsam vorgtragen, mit dem üblichen “JEIN” als Antwort auf jede Frage. Immer wieder lustig. Frage eine Anwaltin und sie antwortet immer mit “jein”. Eine der Sessions, in der ich etwas gelernt habe.

Beispielsweise die “Mitarbeiter veröffentlicht ein gewinnspiel seiner Firma auf Facebook und wird dafür abgemahnt” Sache, die war erstaunlich.

Danke dafür.

Und schwuppst, war der erste Tag auch schon vorbei. Nach zwei Bier dann nach Hause, Fußball schauen, dem Übernachtungsbesuch das Haus zeigen und den Tag ausklingen lassen.

Fazit Tag eins:
-Immer mehr Kinder unter den üblichen Verdächtigen (wie in jeder Peer-Group)
-Es gab keinen Mettigel zum Frühstück
-Otto sucht offensichtlich sehr dringend nach neuen Leuten
-Wenige neue Gesichter
-Es gab auch keinen “heißen Scheiß”, den man sich ansehen musste (kein Snapchat oder Bitcoin)
-Alarmierend: Das gesamte NSA-Zeug ist auch unter den Nerds völlig unterbewertet. Die Session dazu hat mich echt umgehauen

Tag 2

Content Marketing und Recht

2013-11-16 16.15.37

Was gibt es schöneres als den Tag mit einer Rechtssession zu beginnen? Eben. Habe ich gemacht und es war super. Content-Marketing ist eines dieser tollen Themen. Jeder erzählt und schreibt etwas dazu, jeder versteht darunter etwas anderes und dann gibt es ja noch den rechtlichen Aspekt, der alles wieder völlig anders macht. Eine gute Session mit einem Fazit: Affiliate Links MÜSSEN gekennzeichnet werden. Sonst Weltuntergang.

Funfact: Die ganzen Modebloggerinen könnten sich für ihre nicht gekennzeichneten “Artikel gegen Fummel / Kosmetik” Postings volle Kanne abmahnen. Da ist noch Potential, da geht noch was.

Danke dafür.

Flüge hacken

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Ich hatte auf eine “billige Flüge buchen” Session gehofft und wurde überrascht, wie dass dann im Detail gemacht wurde. Wechselkurse, kaputte Meilenprogramme, etc. Tolle Session, mit vielen Insights.

Danke dafür.

Kinder im Internet

2013-11-16 16.16.09

Kurz besucht, aber ich war leider die falsche Zielgruppe. Mein Kind ist erst fünf Jahre, das Kind in der Session war neun Jahre alt, dazwischen liegen Welten und das war nicht kompatibel zueinander.

Die Session war allerdings ganz wunderbar, die Moderatorin war sensationell, selten habe ich jemanden so kindgerecht moderieren gehört.

Mediennutzung und Internet

2013-11-16 16.16.37

Das ist inzwischen auch ein Klassiker.

Jeder macht es anders, alle haben irgendwie ein schlechtes Gewissen, alle wissen nicht, ob sie es “richtig” machen und jeder hatte fragen. Viele Fragen. Viele Probleme und vor allem völlig unterschiedliche Probleme je nach Alter der Kinder. Belästigung, Porno, Überwachung, da war alles dabei. Sehr viele Themen in leider viel zu kurzer Zeit.

Mediennutzungszeit scheint zu funktionieren, wird aber kompliziert, wenn Kind auf dem iPod Hörbücher hört.

Kompliziertes Ding. Danke für die Session.

Blogger Kodex

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Wie die bei Achtung mit Bloggern arbeiten. Das war ganz spannend. Ihr könnt mich gerne anschreiben, ich freue mich über Geschenke.

Heimautomatisierung

2013-11-16 16.16.59

Sensationelles Thema.
Da kommt der Nerd in mir durch.
Da ganze Geraffel Zuhause automatisieren und gleichzeitig Kindersicher machen. Das war der Knaller, was die leute sich alles einfallen lassen.

Homematic ist dann wohl doch das Ding der Wahl und dafür gibt es faszinierenden Quatsch.
Homematic bei Amazon (Werbung – Partnerlink)

1. Knaller: Es ist heutzutage technisch möglich, sein Haus mit Sprache zu steuern. Den Kram dafür kann man bereits kaufen und dann so Späße wie “OK RESIDENZ: BUMMSLICHT” oder “OK RESIDENZ: KEINER DA, MACH ALLES AUS” machen.
Wie cool ist das bitte?
Das ist wie in Star Trek!
Ich finde das so cool, ich muss das nochmal in Großbuchstaben schreiben:

DAS IST WIE IN STAR TREK !!!EINSELF!!

Hammer. Ich fummel mich mal da rein und berichte, ob das tatsächlich geht.

2. Knaller: Man kann mit diesem Homematic Zeugs und einem Raspberry pi eine umfassende Statistik vom Haus fahren. Strom und Wasserverbrauch, in ellenlangen Statistiken. Auf so etwas stehe ich, das ist für mich ein Kaufgrund, ich werde mich nur deswegen jetzt mit Raspberry Pi und diesem Homematic auseinandersetzen.

Danach war dann für mich Feierabend, ich musste zur Familie.

Danke für das Barcamp Hamburg.


Eine Woche mit dem Lumia 920

Seit Monaten wollte ich ein Nokia Lumia Handy haben.
Ich schrob dazu Zeug in dieses Blog, siehe Mein neues Handy wird ein Nokia Lumia und Update. Mein neues Handy wird ein Lumia 720, aber erst, wenn A. ein neues Sofa bekommt.

Ich bekam dann neulich aus dem Bekanntenkreis ein Lumia 920 für einen sensationellen Preis angeboten und hatte das Gerät eine Woche im Gebrauch.

Ein tolles Handy, mit einer außergewöhnlich, wirklich sensationellen Kamera. Es stimmt, was überall steht, die Kamera ist der Knaller. Damit macht es wieder Spaß, die Kinder zu fotografieren. Die Kamera ist ratz-fatz am Start, alles geht viel schneller und vor allem macht die Handy-Knipse auch bei schlechtem Licht erstaunlich, wirklich faszinierend gute Fotos.

Ich war begeistert von dem Gerät.

Allerdings ist es wie immer, wo viel Licht, da ist auch viel Schatten.

Das Windows Phone ist eine feine Sache für Gelegenheitsnutzer. Ich benenne das jetzt einfach mal so. Für jemanden wie mich, der relativ viele Mails bekommt, sehr viel im Internet liest und im Tagesablauf tatsächlich einige App regelmäßig benutzt, ist Windows Phone leider nichts.

Es gibt drei gravierende Schwächen, die ausschlaggebend waren, das Gerät wieder zurück zu geben, das war dankenswerterweise möglich.

  1. Die Tastatur
  2. Synchronisation mit Google
  3. Die fehlenden Apps

Die Tastatur auf dem Lumia

Ich schreibe relativ viel auf dem Handy und bin ein großer Freund der Android App “Swift Key”. Die macht eine sehr gute Worterkennung und ermöglicht es mir, in Notfall auch über 5000 Zeichen lange Texte auf dem Handy zu tippen. Swift Key ist außergewöhnlich gut, eine dramatische Erleichterung des Tippens auf dem Handy.

Leider ist die Tastatur auf Windows Phone Lichtjahre schlechter als Swift Key.
Das beginnt mit Kleinigkeiten, wie der versehentlichen Umstellung des Tastaturlayout von DE auf EN, was mir einige Mal passierte. Völlig nervig und unnötig, passiert aber, wenn man viel tippt.

Die Worterkennung und Vorschlagsfunktion “hängt”, bzw. liefert Vorschläge erst mit einer Verzögerung aus. Auch das ist völlig nervig, wenn man viel tippt.

Lange Texte schreiben macht keinen Spaß. Obwohl der Bildschirm so groß ist und tippen eigentlich kein Problem sein sollte, ist es im Vergleich zu meinem bisherigen Android Handy erheblich frickeliger zu tippen. Das hat mich mit Abstand am meisten am Lumia 920 genervt.

Synchronisation mit Google

Das ist ein Drama epischen Ausmaßes und es ist nicht die Schuld von Microsoft, bzw. Windows Phone.

Ich hatte, wie viele andere Internetfuzzies auch, hunderte, tausende Kontakte in meinem Adressbuch in Gmail. Wie auch immer die in den letzten Jahren dort gelandet sind, aber sie waren da. Mein Adressbuch war meine große Schwäche, ist inzwischen aber aufgeräumt.

Denn Windows Phone kann sich zwar mit Gmail synchronisieren und alle Kontakte abholen, aber es fehlen Daten. Es fehlen nicht irgendwelche Notizen oder Anmerkungen zu Kontakten, nein, es fehlten ausgerechnet die Mobilrufnummern von meiner Freundin, meinen Eltern, meinen Bekannten, von Menschen, mit denen ich regelmäßig telefoniere.

Das war, gelinde gesagt, nervig und es lag daran, dass ich Gmail die Handynummern nicht mit “mobil” markiert waren, sondern mit “Persönlich/Mobil” oder ähnlich.

Nur korrekt markierte Adressbucheinträge werden synchronisiert. Auch dann, wenn man das ganze Adressbuch aus Gmail ex- und in Live-Mail importiert, dann fehlen sie auch.

Das ist natürlich blöd, wenn auf einem Handy ausgerechnet die Handynummern der wichtigen Kontakte fehlen, hatte aber den Nebeneffekt, dass ich tatsächlich ALLE Kontakte aufgeräumt habe. Jetzt sind es nur noch 60 anstatt ein paar hundert und alle Kontakte haben korrekte Adressbucheinträge.

Das war sehr viel Arbeit.

Zum Einrichten des Exchange Konto mit Gmail fragen sie das Internet, damit klappt das dann besser.

Eine Anmerkung noch.
Das Adressbuch ist auch mit Live-Mail kaputt, der Sync klappt selbst innerhalb des Microsoft-Kosmos nicht richtig. Kontakte, die ich in Live-Mail gelöscht hatte, blieben im Handy erhalten und waren mit “hotmail-sync” markiert, obwohl es sie da nicht mehr gab.

Das ganze Thema Sync ist noch nicht rund, auch mit dem Kalender gab es Probleme.

Die fehlenden Apps

Der Klassiker. Es fehlen jede Menge Apps auf Windows Phone.
EBay Kleinanzeigen, eine der sinnvollsten Apps um nach einem Umzug aufzuräumen und Kram loszuwerden? Fehlanzeige.

Ich nutze eine Haushaltsbuch App auf Android, mit Kindern muss ich schauen, wo die Kohle bleibt, ich muss sparen und leider gibt es die auch nicht auf WindowsPhone.

Die Twitter und facebook Apps sind so, naja, klappt irgendwie, aber da geht auch noch was. In Twitter sehe ich z.B. keine Konversationen, etc.

Youtube ist gar keine App sondern nur ein Link zur mobilen Youtube Seite.

Opera mobile, von mir innig geliebt und permanent genutzt, gibt es nicht. Der IE lädt auf WindowsPhone Seiten immer neu, wenn man zum IE zurückspringt, das nervt sehr.

Die Amazon App ist auch naja, da geht auch noch was.

Die E-Mail App ist auch nicht das Gelbe vom Ei, aber bezüglich E-Mail ist das bei mir allein aufgrund der Anzahl der Mails völlig anders als bei 99% der Leute, daher verkneife ich mir hier ein Urteil.

Ansonsten ist es ein sehr, wirklich sehr tolles Handy und das schreibe ich ohne jede Ironie. Es ist ein tolles Handy.

Was auf dem Lumia sehr gut ist

Das gesamte Thema “Spiele” ist erheblich besser gelöst als auf Android. Eigentlich eine Kleinigkeit, aber doch sehr praktisch, denn Spiele tauchen nicht in der App Liste auf, sondern werden nur in diesem Xbox Dings gelistet.

Ich kann einen Kinderbereich einrichten, da dann zwei, drei Apps platzieren und das Kind machen lassen. Das geht mit anderen Geräten leider nicht, ist aber eine sensationell gute Idee. Eltern finden so etwas ausgesprochen gut.
Der Kinderbereich liegt quasi “parallel” zum gesperrten Bildschirm und kann jederzeit, ohne Passwort, vom Kind aufgerufen werden.

Die Kacheln sind eine gute Idee, sehen toll aus, sind flexibel und machen Sinn.

Die mitgelieferte Navigationssoftware ist sehr gut, da können iPhone und Android nach Hause gehen.

Es gibt eine Alphabetische Liste aller Apps.

Das Handy fühlt sich sehr schnell an, alles wuppt und fluppt, das macht Laune.

Die Kamera Apps und Tools von Nokia sind faszinierend einfach und bieten trotzdem unzählige Möglichkeiten, die ich in der einen Woche gar nicht komplett austesten konnte. Tolle Technik, irre, was alles auf einem Handy möglich ist.

Die Integration von Skydrive ist Lichtjahre besser gelöst als Google Drive auf Android. Das funktioniert ebenfalls sensationell gut.

Fazit

Ein tolles Teil. Der Kinderbereich und die Kamera waren für mich persönlich die Highlights.

Aber die Tastatur und die Sync-Probleme sind für mich die Showstopper.

Schauen Sie sich das Handy auf Amazon an, die Bewertungen dort fallen ähnlich aus wie hier.

Man kann es mit “alles super, aber Schwächen in Details (wenn Nutzer darauf stoßen)” zusammenfassen. Der Link zu Amazon ist Werbung.

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Sandkasten Teich Parabel

Neues Haus gekauft, damit die Kinder im Garten spielen können.

Den vorhandenen, kleinen Teich sofort ausgebaut. Lebensgefahr für krabbelnde Kleinkinder.

Stattdessen das Loch mit Sand gefüllt. Endlich ein Sandkasten im Garten.

Zwei Wochen später darf dann die Katze wieder raus, in den Garten.

Sandkasten abgedeckt, damit die Katze nicht in den Sand scheisst.

Nach drei Tagen hatten wir wieder einen neuen Teich.

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Toll, oder?

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Hinweis zu RWE Favorit Fernwärme Hamburg Meiendorf

Ein Merkzettel für Nutzer der RWE Favorit Fernwärme in Hamburg.

Falls sie sich ein Haus mit Fernwärme kaufen, übernehmen sie normalerweise den Alt-Vertrag. Alte Verträge von vor 1980 haben keine Restlaufzeit mehr und können jederzeit mit einer Kündigungsfrist von neun Monaten gekündigt werden.

In den alten Verträgen wird, zumindest in unserem Fall, eine deutlich zu hohe Grundlast, Heizleistung, bzw. ein Wärmebedarf, die möglicherweise noch aus dem Jahr 1967 stammt, stehen.
Details unter Wärmeanschlusswert (Wikipedia), seit Oktober 2004 unter dem Begriff und Heizlast (Wikipedia) zu finden.

Dieser hohe Wärmebedarf ist die Vertragsgrundlage mit RWE. Das ist das, was RWE vertraglich liefern muss, dieser Wert ist im Prinzip das, was man dort kauft, zzgl. des individuellen Verbrauch.

Wenn am Haus neue Fenster, Haustür, Wärmeschutzverglasung und vielleicht sogar eine Dämmung nachträglich im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen angebracht wurden, dann stimmt dieser Wert nicht mehr. Der ist dann zu hoch.

Ein modernisiertes oder auch nur Teilsaniertes Haus benötigt bei weitem nicht den Wärmebedarf, wie er im Jahr 1967 für eine ungedämmte Hütte üblich war.

Diese Grundlast ist in der Jahresabrechnung als “Grundpreis nach Anschlusswert” zu erkennen.

Ein zu hoher Grundpreis sorgt dafür, dass die Kosten für die Fernwärme insgesamt erheblich steigen, aufgrund des völlig unverständlichen Rechenmodelles, dass nur für Mathematiker ersichtlich ist. Ich verstehe die Rechnung nicht im Detail, aber dies war das Fazit der Verbraucherzentrale, die in einem Beratungsgespräch zum Thema klar Stellung beziehen.

Mit dem hohen Grundpreis ist die Fernwärme mittel- und langfristig für uns nicht sinnvoll.

ABER.

Man kann bei RWE den Grundpreis, bzw. die vertraglich zugesicherte Wärmeleistung ändern lassen.
Mit einem nicht unerheblichen Haken:
Ein neuer Grundpreis bedeutet auch einen neuen Vertrag, da die Grundlast eben die Vertragsgrundlage ist.
Ein neuer Vertrag bedeutet dann auch, dass es eine Mindestvertragslaufzeit von zehn Jahren gibt und erst danach mit neunmonatiger Frist kündbar ist.

Falls sie also auch eine Immobilie mit RWE Favorit Fernwärme kaufen wollen und nach Informationen suchen, hoffe ich, hier etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Es gibt leider keinerlei Informationen zum Thema im Internet.

Ein Hinweis, falls das Haus direkt an die Fernwärme angeschloßen ist.
RWE ist es egal, wie das Haus am Netz hängt. Deren Zuständigkeit endet, auch nach penetranten Nachfragen, hinter dem Wärmemengenzähler. Eine Übergabe oder Hausstation für Fernwärme ist NICHT in deren Zuständigkeit.
Details unter Direkte Hausanschlussstation (Wikipedia) und Indirekte Hausanschlussstation.

Das muss man selbst machen, oder auch nicht. Vor- und Nachteile von direktem und indirektem Anschluß an Fernwärme können sie in Google suchen, sie werden schnell fündig.

Ich empfehle dringendst mit der Abrechnung des Vorbesitzers zu einer Beratung bei der Verbraucherzentrale zu gehen. Da hören sie auf jeden Fall Dinge, auf die sie vorher noch nicht mal im Traum gekommen wären. In Hamburg gibt es ein breites Beratungsangebot Energiesparen, Klima und Energierecht für sehr kleines Geld.

Ich hatte die Persönliche Energiesparberatung für lächerliche 5 €, diese Summe kann man investieren in das Thema, sie werden viel lernen, das verspreche ich ihnen.