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Aktuelle Artikel

Wieso liegt denn hier Schnee?

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Das macht mich irre. Am Großneumarkt liegt ein Haufen Schnee. Mitten im Ooktober. Und es hat definitiv noch absolut gar nicht geschneit. Wieso? Wo kommt der her?
Ich dreh durch.

Geschrieben am 19. October 2011 von Sven Dietrich. 7 Kommentare. File under: Unentschieden. Stichworte:
Kosten für den Staatstrojaner

Ich habe mir die öffentlich verfügbaren Ausgaben für Projekte im Rahmen der TKÜ und betroffenen Unternehmen angesehen.

In den Texten gefundenen Kleinigkeiten:

1. Es ist nicht nur die oft erwähnte Firma Digitask, es ist auch die Firma SYBORG Informationssysteme b.h. OHG, die Aufträge im Rahmen der TKÜ übernimmt.
2. Die Polizei kauft im Jahr 2010 weiterhin ISDN Anschlüsse um ins Internet zu kommen.
3. Aus einer Ausschreibung der Polizei in Hessen: — Lizenzen für die zeitgleiche Nutzung einer TKÜ-Software (inklusive Pflege und Supportleistungen) für die Polizei und die Justiz des Landes Hessen an bis zu 1 000 von insgesamt ca. 26 000 (ca. 12 000 bei der Polizei und ca. 14 000 bei der Justiz) Arbeitsplätzen (concurrent licenses bzw. eine Landeslizenz) in mehreren virtuellen privaten Netzwerken. Es ist zu erwarten, dass sich in der Regel bis zu 500 Anwender zeitgleich anmelden.
4. Die Polizei in Rheinland-Pfalz möchte das alles auch via Home-Office nutzen: — Landeslizenz für die Nutzung einer TKÜ-Software (inklusive Pflege- und Supportleistungen) von bis zu 1 000 Anwendern in einem oder mehreren virtuellen privaten Netzwerken (VPN), — es müssen bis zu 300 Anwender gleichzeitig im System angemeldet sein können.

Seit Jahren werden Millionen für die TKÜ ausgegeben. Es werden Systeme gekauft, die von 500 Nutzern gleichzeitig genutzt werden können.

Zum Glück kann man sich das teilweise öffentlich ansehen und eine Idee bekommen, was und wieviel bislang für den Staatstrojaner und andere Projekte der TKÜ ausgegeben wurde. Teilweise werden keine Kosten veröffentlicht. Das sieht dann so aus, weiter rechts findet sich ein Link zum Original.

weitere Details finden sich unter Spiegel Online: Staatstrojaner – Alle Artikel und Hintergründe

Geschrieben am 11. October 2011 von Sven Dietrich. Ein Kommentar. File under: Unentschieden. Stichworte:
Verkehrslage in deiner Stadt mit Google Maps – Wohnungssuche-Tipp

Irre. Wie aktuell Google Maps die Verkehrsdichte vor meinem Fenster anzeigt.
Ist das nicht faszinierend? Und so nützlich!

Screenshot aus Google Maps mit Verkehrslage in der Ludwig-Erhard-Straße in Hamburg

Screenshot aus Google Maps mit Verkehrslage in der Ludwig-Erhard-Straße in Hamburg.
Quelle: maps.google.de

Besuchen Sie maps.google.de und klicken Sie rechts oben auf das kleine Feld mit Namen “Verkehr”. So lässt sich z.B. bei einer Wohnungssuche schnell überprüfen, ob die Wohnung denn nun an einer stark befahrenen Strasse liegt oder nicht.

Foto der Verkehrslage in der Ludwig-Erhard-Straße in Hamburg zur gleichen Zeit

Foto der Verkehrslage in der Ludwig-Erhard-Straße in Hamburg zur gleichen Zeit.

Das funktioniert sensationell gut. Ich kann das aus der Erfahrung während der Wohnungssuche bestätigen. Es gibt kein vergleichbares Tool dafür im Internet (zumindest ist mir nichts ähnliches bekannt).

Faszinierend. Ein so nützliches Ding so versteckt in Google Maps. Milliarden Steuergelder haben das bislang nicht geschafft. Erstaunlich, immer wieder.

Geschrieben am 28. September 2011 von Sven Dietrich. Ein Kommentar. File under: Unentschieden. Stichworte:
Empfehlungen zur Wohnungssuche in Hamburg

1. Update: campus-hamburg.de hinzugefügt und Ergänzungen zu E-Mail und wg-gesucht, campus Hamburg und StudentenWG notiert.

Ich habe neulich in Hamburg eine neue Wohnung gesucht. Als Service teile ich hier die wichtigsten erlebten Erfahrungen, vielleicht hilft es dem einen oder anderen.

Wohnungsanzeige in Zeichensprache

Ich habe das gesucht, was viele suchen.

Eine zwei- bis zweieinhalb Zimmer Wohnung, nicht im Keller oder im Erdgeschoss, nicht an einer Hauptverkehrsstrasse, mit halbwegs aktueller Elektrik und sonst keinen speziellen Ansprüchen. Eben eine normale 50-70qm Wohnung. Einzige Bedingungen für mich war, dass die Wohnung im Nord-Osten von Hamburg, Nähe der U1 liegen soll, bzw. ich zügig zur U-Bahn komme.

Nach ca. 900 gelesenen Angeboten und ca. 40 Wohnungsbesichtigungen, mit manchmal über 100 Wohnungsinteressenten in teilweise unglaublich runtergekommen, völlig überteuerten oder sonstwie unglaublichen Wohnungen denke ich inzwischen, dass es fast unmöglich ist in Hamburg eine normale, bezahlbare Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt zu finden. Ich habe nicht in Eppendorf oder Eimsbüttel gesucht, dort ist die Situation erheblich dramatischer, ich suchte im Osten von Hamburg. Am Stadtrand, da wo die Hipster aus der Innenstadt nie hinfahren. Und trotzdem ist es ein Drama. Ab 11€ Kaltmiete den Quadratmeter geht wieder was, aber für Otto-Normalos wie mich findet sich nichts.

Freier Wohnungsmarkt heisst für mich:

1. Immonet
2. ImmobilienScout24
3. Immowelt
4. Studenten-WG
5. WG-Gesucht
6. campus-hamburg.de
7. Abendblatt
8. Diese lokalen Stadtteilmagazine

Vorweg: Ihr müsst in Hamburg bei der Online-Wohnungssuche zwingend eure jeweilige Suche per Mail bestellen und SOFORT die Wohnungsinserate lesen. Etliche, zumeist brauchbare Wohnungsangebote, verschwinden innerhalb von einigen Stunden wieder aus dem Netz. Das ist die Pest, allerdings auch verständlich, dass die Vermieter/Makler bei >50 Mails zu machen.

Tipp: Wohnungen, die euch gefallen, am besten SOFORT als Bildschirmfoto speichern. Nutzt dazu Firefox mit Pixlr Grabber, dann könnt ihr euch das Angebot später in Ruhe nochmal ansehen (alternativ druckt man das aus, aber das will man nicht, es sind zu viele Anzeigen).

Für Hamburg bietet, meiner Meinung und Erfahrung nach, Immonet mit Abstand die meisten Wohnung an, gefolgt von Immobilienscout24, deutlich abgeschlagen dann Immowelt, aber selbst dort tauchen Inserate auf, die es nur dort gibt. Es gibt jeden Tag etliche neue Wohnungsinserate auf Immonet. Leider findet sich da dann auch viel Schrott. Erdgeschosswohnung an der B75 und ähnliche Spässe.

Alte Elektrik in einer besichtigten Wohnung in Hamburg

So will ich nicht wohnen. Das ist zu alt und zu schwach. Foto: Alte Elektrik in einer besichtigten Wohnung in Hamburg. Some rights reserved

Zusätzlich habe ich die Suche mit einem Einzeiler in meinen Mail-Footer mit aufgenommen. Das funktioniert (wenn ihr viele Mails verschickt), ich bekam aus dem Nichts Angebote zugeschickt. Auf Facebook, Twitter und allem anderen habe ich regelmässig erwähnt, dass ich eine Wohnung suche und dort erreichte ich ebenfalls einige zugesendete Wohnungsangebote. Ich habe mehrfach Rundmails an Bekannte in Hamburg verschickt, mit Hinweis auf “Ich suche dringend eine neue Wohnung” und auch hier gab es Feedback. Es hilft, wenn ihr auf allen Kanälen wiederholt verkündet, dass ihr eine Wohnung sucht.
Ihr nervt damit nicht; alle anderen kennen das Problem der Wohnungssuche in Hamburg. Auf Facebook gab es die meisten Rückmeldungen.

Die oben genannten Studenten-WG, WG-Gesucht und campus-hamburg.de bieten vereinzelt auch Wohnungen an. Hier findet sich immer etwas für eine Übergangszeit, wenn nötig. Einige Angebote waren sogar richtig gut und die drittbeste besichtigte Wohnung kam über eine “Wohnung gesucht” Anzeige auf WG-Gesucht. Also das auch machen. Plan B ist dort immer, in eine WG einzuziehen und den Mietvertrag zu übernehmen, das gibt es ja auch.

Im Gegensatz zu Makler und Wohnungsbaugesellschaften funktioniert die Kommunikation auf allen drei WG-Seiten fast komplett via E-Mail, alternativ gerne auch mal per SMS. Es liegen Welten zwischen dem studentischen nebenbei-100-Mails-beantworten und dem Dialog mit Maklern, die tausende Euro mit ihrer nicht-via-E-Mail-Kommunikation mit Interesenten verdienen.

Sehr viele Wohnungen erscheinen nicht auf dem freien Wohnungsmarkt. Die beteiligten Personen, oftmals ältere Damen und Herren, haben kein Interesse an hunderten Anrufen und E-Mails. Warum auch? Generell funktioniert E-Mail nur sehr eingeschränkt bei einer Wohnungssuche. Das Werkzeug der Wahl ist ganz klar das Telefon. Vergesst E-Mail, ruft sofort an und nutzt E-Mail nur als Ergänzung, für Dokumentenversand oder einzelnen gezielte Nachfragen.

Gelernt habe ich die E-Mail Lektion im Zusammenhang mit dem nahezu völligen (Online) Versagen der Wohnungsbaugesellschaften.

Es gibt eine sehr alte Liste mit WOHNUNGSBAUGESELLSCHAFTEN UND -GENOSSENSCHAFTEN in Hamburg, die sich eigentlich auf Barmbek bezieht, die aber auch für ganz Hamburg funktioniert. Diese Liste ist eine der wenigen Stellen im Netz, die eine große Zahl von Wohnungsbaugesellschaften überhaupt auflistet. Testweise habe ich alle Vertreter dieser Liste angeschrieben (Dipl. Designer sucht zwei Zimmer Whg …).

Von den vielen angeschriebenen Gesellschaften haben nur eine Handvoll geantwortet (…leider können wir ihnen nichts anbieten…) und nur eine! einzige! Wohnungsbaugesellschaft schaffte es, mir ein Angebot zukommen zu lassen, dass dann leider an einer sechspurigen Strasse in zweifelhafter Lage war.

Praktisch. Mit Kompass auf dem Balkon. Abend- oder Morgensonne?

Foto: Praktisch. Mit Kompass auf dem Balkon. Abend- oder Morgensonne? . Some rights reserved.

Pauschal kann ich danach sagen, dass Wohnungsbesitzer, Wohnungsbaugesellschaften und Makler scheinbar generell überfordert sind mit Anfragen per E-Mail. Das funktioniert einfach nicht richtig. Lasst es. Es gibt bis zur nächsten heftigen Grippewelle sowieso keine freien Wohnungen bei den Wohnungsbaugesellschaften.

Man erkennt die dann frei werdenden Oma-Wohnungen übrigens sehr gut am Geruch und an größtenteils archaischer Ausstattung. Mehrmals sah ich z.B. eine Schraubsicherung für eine drei Zimmer Wohnung (alles mit textilummantelter Leitung, ein Desaster) und mit nur einer Steckdose im Wohnzimmer.

Erstaunlich viele Bekannte gaben mir den Rat eine “Wohnung-Gesucht” Anzeige im Abendblatt zu schalten. Das macht Sinn, wenn man sich an die oben erwähnten älteren Herrschaften erinnert. Eine “Prof. sucht für…”-Anzeige wird gelesen und die privaten Vermieter suchen sich dort neue Mieter. Wenn man es sich leisten kann, scheint dies eine der wenigen verbliebenen Möglichkeiten zu sein um eine gute Wohnung zu finden. Gleichzeitig ist das aber mit echten Kosten verbunden. Es ist nicht preiswert für vier Wochen jeden Samstag eine “Dipl. Designer sucht…” Anzeige zu schalten. Ich hatte testweise eine Anzeige am Mittwoch gebucht, da hat immerhin eine Dame angerufen. Nächstes Mal werde ich das sicherlich wieder machen, dann aber am Samstag, mehrmals nacheinander, alle zwei Wochen. Vielleicht verbessert das Abendblatt bis dahin das Online-Tool zur Anzeigenerstellung. Das nervt total. Wer denkt sich so eine komisch zu bedienende Webseite aus?

Wenn ihr extrem viel Zeit habt, könnt ihr die Makler einzeln anrufen und abfragen, die entsprechenden Kontaktdaten kann man sich mit ein wenig Aufwand aus Immonet kopieren.

Die beiden Joker kommen zum Schluss.

In eurem Briefkästen landet regelmässig eines dieser komischen Wochenblätter mit “Nachrichten” aus dem Stadtteil. Ja, genau das Heft, dass ihr immer sofort in den Müll werft. Bevor ihr das macht, solltet ihr die Wohnungsanzeigen lesen, die gibt es auch in diesen kostenlosen Zeitschriften.

Als letzte Möglichkeit gibtes noch das “Oh! Die Wohnung ist doch leer, lass uns mal anrufen” Variante. Es ist ein beliebter Vokssport während des Sonntagsspazierganges auf möglicherweise leerstehende Wohnungen zu achten und anschliessend den Vermieter zu kontaktieren. Das ist mit Aufwand verbunden, immerhin muss man mit Leuten reden und nachfragen. Vielen Menschen liegt das nicht, es scheint aber auch hier Erfolge zu geben.

Zusammengefasst: Permanent online und verfügbar sein für neue Inserate auf Immonet, Anbieten mit “Wohnung gesucht” Anzeige im Abendblatt und wiederholtes Anfragen aller privaten Kontakte auf allen Kanälen. 

Habe ich etwas vergessen?

Ach ja. Stimmt.

Eine zugesagte, tolle Wohnung hat sich spontan verteuert, die musste ich absagen. Bei einer weiteren Spitzenwohnung stand ich auf Platz drei der Auswahlliste und kam nicht zum Zug. Zwei lose Zusagen für Wohnungen in zweifelhafter Lage habe ich selbst abgesagt.

Ich habe schliesslich über Empfehlungen eines Bekannten an einen befreundeten Makler eine gute Wohnung gefunden. Dort gibt es zwar noch keinen Fußboden und zwingt mich so zum Laminatkauf, aber alles andere passt. Lage, Preis, zweieinhalb Zimmer, UBahn in der Nähe, Penny vor der Tür, Blick ins Grüne, alles soweit super. Ob es auch so bleibt – nach dem Umzug weiß ich mehr, ich werde es sicherlich hier rein schreiben.

Geschrieben am 27. September 2011 von Sven Dietrich. 3 Kommentare. File under: Unentschieden. Stichworte:
StadtRAD Hamburg: 20 Euro geschenkt

Das ist doch eine feine Sache. Kennt Ihr StadtRAD Hamburg? Das sind diese roten Fahrräder, die hier und da in der Stadt herum stehen.
Ich melde mich soeben bei denen an.

StadtRAD Hamburg

Foto: StadtRAD Hamburg von rvdh mit Some rights reserved

In den nächsten zwei Wochen (bis 9.10.) entfallen die fünf Euro Anmeldegebühr und es gibt 20 € Guthaben geschenkt. (sie nennen das Umsteigen – ohne Trennungsschmerz. Naja)

Mit 20 Euro kommt man relativ weit bei StadtRAD. Die erste halbe Stunde StadtRAD ist kostenlos und als echte Hamburg-Kenner wisst ihr, dass man in einer halben Stunde im Prinzip einmal durch ganz Hamburg fahren kann.

… im Rahmen der Umwelthauptstadt 2011 erhalten alle Neukunden, die sich vom 26. September bis zum 9. Oktober 2011 für StadtRAD Hamburg anmelden, ein Fahrtguthaben in Höhe von 20 Euro (gütig bis zum 31.10.2011). Außerdem entfällt die Anmeldegebühr in Höhe von 5 Euro.

Quelle: StadtRAD Hamburg – aufsteigen und abfahren!

Macht das mal. Es kostet nix und ihr könnt einfach so ein Fahrrad in der Stadt nutzen. Feine Sache. Jetzt StadtRAD Kunde werden.

Mit einer Bahn-Card oder HVV-Abokarte spart man noch ein klein wenig mehr, siehe Preise und Tarife.

Ich gehe jeden Tag an einer der StadtRAD Stationen vorbei. Das wird rege genutzt und jetzt mache ich endlich auch mit.

Für die modernen, urbanen Horste und Horstinnen: Es gibt natürlich auch eine iPhone und Android App, die mir das nächste Rad anzeigt.

Geschrieben am 26. September 2011 von Sven Dietrich. 4 Kommentare. File under: Hamburg gewinnt. Stichworte:
gnarf

Ich kann nicht schlafen und surfe rum. Dabei finde ich sowas da:


Videolink Misheard WM Lryics – USA vs JAPAN

Gefunden habe ich das auf Whetheryouropenbook.com, eine sensationelle Seite, auf der Facebook durchsucht werden kann.

Natürlich habe ich da zuerst nach “ich bin“, “Freierabend“, “mein chef“, “meine Arbeit”, “Meine Tochter“, “mein Sohn“, “mein Mann”, “meine Frau”, “Sex”, “friedhof”, “kreissaal”, “” oder “deine mudda” gesucht.

Da ist dann aber auch nur begrenzt lustig, DIE SCHREIBEN ALLE IN GROßBUCHSTABEN, das will man gar nicht lesen, aber es ist sehr, sehr lustig, was die leute so öffentlich ins Netz stellen (lachen musste ich über: “deine mudda steht vor kik und ruft “ich bin billiger”).

(Weiß jemand, warum man dort hauptsächlich deutsche Beiträge findet? Eine Suche nach “facebook” findet unverhältnissmäßig viel deutschsprachiges Zeug. Wieso?)

Geschrieben am 21. September 2011 von Sven Dietrich. Keine Kommentare. File under: Unentschieden. Stichworte:
Eine Karte für PEARL JAM “TWENTY” in Hamburg zu verschenken

Hallo Blogleser.

Am Dienstag, 20.9. läuft im Cinemaxx Dammtor in Hamburg die PEARL JAM “TWENTY”: ROCKUMENTARY. Nur an diesem einen Tag!

Ich habe eine Karte zu viel gekauft, die ich hier verschenke. Wer will, schreibe einfach einen Kommentar (egal, was darin steht) und ich lose jemanden aus.

Die Karte übergebe ich dann direkt vorm Kino Cinemaxx Dammtor um 19:30 Uhr. Es macht daher Sinn, eine funktionierende E-Mail Adresse anzugeben, zwecks Verabredung. Ausgelost wird Montag Nachmittag. Um ca. 18 Uhr benachrichtige ich dann denjenigen, der die Karte bekommt.

Einziger Haken: Der oder diejenige sitzt im Film neben mir (aber ich bin ein guter und geübter Kinogänger, keine Angst).

PJ20 wird sicherlich ganz großes Kino und ich freue mich sehr auf den Film.

Videolink: Pearl Jam Twenty from Pearl Jam on Vimeo.

Geschrieben am 18. September 2011 von Sven Dietrich. 4 Kommentare. File under: Unentschieden. Stichworte:
Kickstarter Inkubato Startnext Hamburg vs. Berlin

Heute las ich auf vormirdiewelt.de von Oma und Bella. Das ist der Name für einen geplanten, aber noch nicht finanzierten, Dokumentarfilm. Heutzutage kann man, wenn man will, Geld für alles mögliche auf Seiten wie z.B. kickstarter.com einsammeln.
Dort legt man ein Projekt an und fragt “die Welt” nach Unterstützung.

Oma und Bella sind wirklich sehr niedlich.
OMA & BELLA
A Documentary project in Berlin, Germany by alexa karolinski

Wenn ich schon mal da bin, schaue ich gleich, was es noch so in Berlin gibt. Hauptstadt der Kreativen. Alle sind vollkommen pleite (aber wahnsinnig kreativ! und sexy! und mit Bart!), daher müssten Webseiten wie Kickstarter überquellen mit Projekten wie “mein Auto muss durch den TÜV”, “das Hundefutter ist alle, haste mal ‘nen Euro”, “Suche geld für Monatsfahrkarte” oder “Suche 35.000 Euro um das magische Fenster zu bauen”. Berlin eben.

Erstaunlicherweise ist das überhaupt nicht der Fall. In Berlin gibt es aktuell (neben Oma und Bella) nur folgende Projekte, die sicherlich alle irgendwie unterstützenswert sind.

The Other Europeans WOMEX/CD Launch
A World Music project in Berlin, Germany by Alan Bern

Sie suchen Geld für eine CD, bzw. sie wollen unter anderem die Reisekosten der 14 Bandmitglieder in acht Ländern finanzieren.

Arkady Gendler: An Artistic Documentation
A World Music project in Berlin, Germany by Christian Dawid

James-Joyce-Cycle Part IV
A Theater project in Berlin, Germany by Jessica Hajdu-Nemeth

Das war es dann schon mit Berlin. Für Hamburg gibt es gar nichts auf Kickstarter, der angeblich größten crowdfunding (in deutsch: von andere Geld geben lassen) Plattform.

Aber es gibt ja noch inkubato.com und die haben für Berlin tatsächlich wieder ein paar projekte mehr in der Liste als Kickstarter. Sicherlich ist inkubato mit dem Bar25 – Der Film bekannt geworden, davon habe selbst ich gehört, bzw. irgendwo gelesen. Allerdings sind die Projekte dort eher, naja, ich sag’ mal “lustig”. Ein Werbespot für die PARTEI, ein Musikvide und Plakatwahlkampf der Bergpartei sind zwar niedlich, bringen die Welt jetzt aber auch nicht weiter.

Ganz anders dann Startnext.de. Hier finden sich endlich jede menge projekte aus Hamburg UND Berlin. Und was für Knaller.
Da wollen Musiklabels gegründet-, Filme produziert-, Debut Alben aufgenommen- oder Lateinamerikanische Kinos finanziert werden. Selbst das Norddeutsche Philharmonisches Akkordeon-Orchester will mit Hilfe von Startnext neue Zuschauerkreise erschliessen.

Sensationelle Sache dieses Startnext.

Und es gibt Punkte für Berlin. Die Projekte für/in/aus Berlin sind dann doch einen Zacken reizvoller als die projekte aus Hamburg. Ich erlaube mir, das so grob übern Kamm zu scheren.

Kickstarter Inkubato Startnext Hamburg vs. Berlin 10:12

via: vormirdiewelt.de – Oma & Bella

Geschrieben am 13. September 2011 von Sven Dietrich. Ein Kommentar. File under: Berlin gewinnt. Stichworte:
Apple-Store Hamburg vs. Berlin

Tja. Am Samstag, den 17. September, eröffnet Apple einen neuen Shop am Jungfernstieg in Hamburg.

Für euer Navi im SUV:
Die Adresse ist Jungfernstieg 12 in 20354 Hamburg. Parken kann man da aber eher nicht, die zwei Gehminuten von der S-Bahn Station Jungfernstieg sind sicherlich machbar.

Jungfernstieg 12

Foto: Jungfernstieg 12 by m.p.3. with Some rights reserved

Damit hat Hamburg dann den größten Apple-Store in Deutschland.
Die Presse kann schreiben, dass es in Hamburg einen neuen Apple Store gibt, ihr könnt euch für relativ viel Geld neue Gadgets kaufen und alle sind froh.

Supi! Wir freuen uns!

Apple-Store Hamburg vs. Berlin 1:0

p.s. Ich suche ein neues Windows-Laptop.

Geschrieben am 13. September 2011 von Sven Dietrich. 7 Kommentare. File under: Unentschieden. Stichworte:
Herbstzeitreise

Wie immer, im Herbst gibt es jede Menge zu tun.

Bereits im Oktober fahre ich nach München zur K5 Konferenz für E-Commerce. Die ist neu und ich bin gespannt, was mich da erwartet.

Im November bin ich selbstverständlich auf dem Barcamp Hamburg 2011, das am 11. und 12. November in den Räumen von OTTO stattfinden wird.

Und dann fahre ich diesen Herbst zum ersten Mal mit dem Kind nach Berlin. Das wird sicherlich noch spannender als die beiden Internet-Events.

Und sonst so? Muss ich noch irgendwo anders hin?

Geschrieben am 13. September 2011 von Sven Dietrich. Keine Kommentare. File under: Unentschieden. Stichworte:
Till Schweiger Tatort Hamburg vs. Berlin

Till Schweiger als Tatort Kommisar für Hamburg?

Laut Internet soll Till Schweiger Kommisar für den Hamburg-Tatort werden.

Wenn das stimmt, freue ich mich schon jetzt auf die Folge mit der “Keinohrleiche”.

Punkte für Hamburg.

via Twitter. Witz von dort geklaut.

Geschrieben am 10. September 2011 von Sven Dietrich. 2 Kommentare. File under: Hamburg gewinnt. Stichworte:
Sensationelle Kritiken für die erste deutsche WIRED

Ganz großes DiskursDisko im deutschen Internet. Es gibt die erste deutsche Ausgabe der WIRED. Ich habe sie natürlich gekauft und ich finde sie gut. Kann man lesen, das Heft sieht toll aus, ist informativ, behandelt Themen, die so eher nicht im Print auftauchen, und ja, warum nicht? Die deutsche WIRED ist besser als viele andere Zeitschriften am Kiosk. Gratuliere.

Das schöne an der deutschen WIRED ist, dass, wieder mal, plötzlich überall Zeitschrift-Experten aus dem Nichts auftauchen. Das ist sensationell, was da alles geschrieben, diskutiert, analysiert, auseinandergenommen, korrigiert und fabuliert wird.

Unglaublich, dass sich so viele (Online-) Leute sich so intensiv mit einer Zeitschrift beschäftigen. Eine Zeitschrift! Alleine dafür bekommt WIRED meine Anerkennung. Nochmal, ich empfinde das als sensationelle Leistung. Die einen meckern, die anderen loben, weitere bleiben sachlich. Herrlich zu lesen, wie sich meine im Laufe der Jahre gebildete Meinung über die unterschiedlichen Chraktere teilweise bestätigt.

Eine kleine, persönliche Auswahl an Meinungen zur ersten deutschen WIRED.

… Kunst? Visionen? Es gab viele Optionen. Am Ende aber muss jemand gesagt haben: Schluss damit, wir machen das, was sich verkauft. Sex. Drogen, Autos. Und unseren Lesern – den technikaffinen Geeks – soll Deutschland gehören. Darunter machen wir es nicht, denn was die Bild kann, können wir auch …
Don Alphonso – Wired oder Das wäre nicht nötig gewesen, spannende Kommentare dort.

… die Mutlosigkeit der Agenda, die Fokussierung auf Personenberichterstattung, die Gefälligkeit der Themenauswahl und die geringe Tiefe der Artikel fällt es schwer, sich nicht eine Marketingabteilung vorzustellen, die statt einer Redaktion das Heft macht …
mspro – wired_de

… inhaltlich kann man gegen die deutsche wired wirklich (fast) nichts sagen. solide, gar nicht mal langweilige journalistische kost, nichts worüber man sich aufregen müsste, aber auch nichts was einen grossartig bewegt …
wirres.net – vanity fair deutschland, zweiter versuch.

… Jetzt tun gerade alle ganz aufgeregt, weil sie die GQ nicht mögen oder sich nicht in der Zielgruppe wähnen und Wired böse ist, weil sie die Pilot-Ausgabe an die GQ koppeln. Seit wann herrscht denn Lesezwang? Wer möchte, kann die GQ als Beilage der Wired sehen und sie geniert oder angewidert in den Papiermüll befördern. Ich kaufe mir übrigens die GQ öfter mal, weil sie nämlich, wie die meisten Frauenzeitschriften auch, ganz toll ist, wenn man mal einfach nur blättern will und nicht so viel tiefschürfenden Text lesen mag, also z.B. nach einem langen Tag im Flieger oder in der Bahn …
Lumma.de – Wired: lange gewartet, keine Überraschung

… Ich habe „Wired“ immer gehasst. Spätestens mit 40+ fühlt man sich diskriminiert und ausgegrenzt. Die optische Aufmachung so übersichtlich wie eine Ikea-Anleitung, jede Seite so lesbar wie ein Monty-Python -Zeichentrickfilm, der in 6-Punkt-Schrift mit Homers Odyssee untertitelt wird. In Altgriechisch …
off-the-record.de – Blattkritik: “Wired” und die spießigen Geeks.

… Das Papier super, die Bilder zu dunkel, die Inhalte ganz okay, Glückwunsch an die Redaktion — und doch muss ich noch etwas zur deutschen “Wired” loswerden. Gleich mehrfach sehen Werbeanzeigen so aus wie der eigentliche Inhalt des Hefts. Muss das so jetzt so sein? …
olereissmann.de – “Wired” den Anfängen

… Für die Inhalte hat das Team deutsche Vordenker der Internet- und Technikszene porträtiert. Ein Fokus auf die aktive Technikgesellschaft in Deutschland, die leider noch immer zu sehr im Untergrund stattfindet …
www.basicthinking.de – Deutsche “Wired” liegt am Kiosk. Liest sich gut. Kauft sie!

… Endlich ein deutsches “Wired”! Das internationale Kampfblatt der Digitalkultur, Debattentreiber und Vorreiter einer affirmativen Berichterstattung über Technologie, kommt nach Deutschland. Ausgabe eins ist opulent, unterhaltsam, abwechslungsreich – aber auch ein bisschen angestrengt …
spiegel.de – Fühlt sich gut an, strengt sich sehr an

… Das neue Magazin ist aber auch wieder einmal ein Beleg dafür, dass es in Deutschland offenbar zu jeder Zeit rund ein Dutzend sehr guter und frei verfügbarer Journalisten gibt, die ein Heft in zehn Wochen entwickeln – gemeinsam mit erstklassigen Art Directors wie Marcus Rindermann. Ihm und seinem Team wird das Verdienst zukommen, dass die iPad-App zum Heft selbst Papierfetischisten mehr als Respekt, nämlich: Zweifel abnötigen wird. Zweifel an Print …
taz.de – Nett, bunt und ohne Konkurrenz

… Im Zentrum des 130-Seiten-Heftes stehen genau diese Menschen, die durch ihr großes Interesse an wissenschaftlichen und visionären Themen auffallen. Auf 30 Seiten werden Personen vorgestellt, für die „,German Angst‘ kein Bestandteil der DNA unserer Gesellschaft ist“, wie es Knüwer formuliert …
tagesspiegel.de – Geeks lieben Speiseeis

… Das Heft ist spannend – und respektabel: 130 Seiten, die einen klaren thematischen Fokus haben (das Web, das Web, und nochmals das Web). Innerhalb dieses Kosmos wird aber eine Vielfalt geboten, für die im klassischen Print-Journalismus der Platz und vor allem das Gespür fehlt …
Wild, wilder, Wired

… Heute ist es soweit: Thomas Knüwer betätigt sich als moderner Martin Luther hervor und übersetzt die amerikanische Nerd-Bibel WIRED endlich ins deutsche …
netzfeuilleton.de -WIRED – Die interaktive Blattkritik, mit einem dieser “interaktiven” Videos.

… Ein erstes Fazit: Die erste deutsche “Wired” ist ein Blatt, das sich durchaus für eine Fortsetzung empfiehlt – die Nische ist jedenfalls vorhanden …
wuv.de – Blattkritik “Wired”: Sind so bunte Bilder hier.

… Nun liegt das Urteil bei Ihnen, den Lesern. Hier im Blog, per Mail und in einer Flut von Tweets haben Sie uns über diese Wochen hinweg viele Anregungen gegeben – und klar gesagt, wenn Ihnen etwas passt oder nicht passt. Dafür herzlichen Dank! …
wired.de – 3, 2, 1… Los!, mit sehr vielen Kommentaren.

… Die Info-Grafiken zu Beginn des Magazins sind optisch herausragend, ebenso Bilder-Strecken, die uns u.a. einen Darth Vader im Urlaub präsentieren, oder Deutschland nach dem Atom-Ausstieg. Es gibt eine Art Wimmelbild zum Oktoberfest (Maßterplan) und noch ganz viele feine kleine Ideen …
meedia.de – Wired: hübsch, bunt und ein wenig mutlos.

… Etwas anders als üblich kommt die Werbung im Heft daher: Gleich mehrere Anzeigen sind mit QR-Codes für weitere Infos versehen, ein vierseitiges Advertorial von BMW ist leider nicht für jeden Leser mühelos als Werbung zu erkennen …
turi2.de – heute2: Deutsche “Wired” verlangt zum Start nach mehr “Geeks”

… „Nun leben wir im Zeitalter der ultimativen Vernetzung – aber Deutschland will sich und seine Bürger isolieren“, kritisiert der Wired-Chefredakteur. Dafür leisten wir uns monatelang eine Datenschutzdebatte über Gefällt mir-Button und der Ablichtung von Straßenzügen …
gunnarsohn.wordpress.com – Wired-Deutschlandpremiere gelungen!

… Knüwer und seine Redaktion knüpfen an eine Grundidee an, die 1991 in den USA ihren Anfang nahm. Damals entwarfen Louis Rossetto und Jane Metcalfe die Wired …
wissen.dradio.de – Wired auf Deutsch. Auch zum Hören. Empfehlenswert.

… Die deutsche digitale Erstausgabe der WIRED macht Spaß. Chefredakteur Thomas Knüwer und sein Team haben dem Leser ein gutes Ergebnis abgeliefert …
www.michaelfriedrichs.de – APPgecheckt: Die deutsche WIRED iPad-App im Test – tolle Bilder, wenig Text. Feedback zur WIRED-App.

… Netzpolitik gilt als Männerdomäne, Fehltritte als Frau drohen auf alle Frauen zurückzufallen, statt Engagement gegen sexistische Angriffe glänzt die Netzszene vor allem durch Abwehrhaltung. So schließt sich wieder einmal der Kreis …
maedchenmannschaft.net – Frauen unerwünscht? Der Wirbel um die deutsche Wired als Netzpolitik-Analogie.

… There are plenty of women who enjoy reading men’s magazines (and the other way around), but the decision to bundle Wired with a magazine geared specifically towards the male demographic sends a very clear message to women: “You are not our target market, and are not a part of the discussion.” …
liron.de – Why I’m not buying Wired today

Ich habe auch einen bescheidenen Wunsch für die nächste deutsche WIRED.

Ich wünsche mir für die nächste Ausgabe ein paar Anleihen aus meinem lieblingsthema Videospielkultur. Es gibt diesbezüglich in Deutschland diverse Lücken zu füllen.

… Videospiele sind auf den Weg in die Mitte der Gesellschaft … Je mehr mehr Menschen Videospiele zu einem Teil ihres Lebens machen, desto größer sollte die Relevanz und Deutungsmacht der Journalisten sein, die über dieses Medium berichten.
In Deutschland ist das Gegenteil ist der Fall. Die etablierte Spielekritik nimmt ihren Vertretungsanspruch nicht wahr. Zum gesellschaftlichen Diskurs über das Medium hat sie wenig beizutragen …
kaliban.de – Zum Zustand der deutschen Spielekritik und kaliban.de – Spielekritikdebatte: Nachlese

Danke für das Heft. Das habt ihr toll gemacht.

Disclosure: Ich kenne einige Autoren der WIRED.

p.s. Ich finde die erstmalig gekauft QC jetzt auch nicht so schlimm. Viel Werbung, klar, aber die Werbung sieht gut aus. Das ist alles high glossy pop bis der Arzt kommt. Kann man mal durchblättern, manchmal ist so etwas toll.

Geschrieben am 9. September 2011 von Sven Dietrich. Keine Kommentare. File under: Unentschieden. Stichworte:
Alkoholverbot in U-Bahn – Hamburg vs. Berlin

Kann mir mal jemand sagen, warum die Presse das ab 1.9.2011 geltende Alkoholverbot in der Hamburger U- und S-Bahn so umfassend behandelt? Was ist daran so besonders? Was unterscheidet das Alkoholverbot in der Bahn vom Rauch- Fick- Kiff- Heroinspritzverbot? Dass will man doch auch nicht sehen in der Bahn, oder?

Nebenbei: Es wird sich niemand an das Alkoholverbot halten. Von den heimfahrenden Busfahrern mal abgesehen.

Man kann sich das in Berlin ansehen, dort gibt es seit ca. 100 Jahren ein Alkoholverbot in der U- und S-Bahn, dass man getrost mit “gescheitert” bezeichnen kann.
Ähnliches ist in Hamburg auch zu erwarten.

Schöne Luftnummer. Wobei es tatsächlich mal ein Fortschritt wöre, wenn am Sonntag Mittag die U-Bahn nicht immer noch komplett vom Suff klebt und stinkt. Aber man kann nicht alles haben.

Daher: Alkoholverbot in U-Bahn – Hamburg vs. Berlin, mangels Relevanz: 0:0

Geschrieben am 31. August 2011 von Sven Dietrich. 5 Kommentare. File under: Unentschieden. Stichworte:
Tourismusinformation Kappeln

Sensationell schlecht beraten.
Ich war neulich in der Mühle, bei der Tourismusinformation in Kappeln.

Genau, ich bin in Kappeln. Mit einem kleinen Kind. Das Kind möchte gerne Tiere sehen. Ziegen, Schweine, Kühe, Hühner, Schafe, Esel, Hasen, irgendwelche Tiere, als Eltern kennt man das vielleicht, Kinder sind diesbezüglich sehr leicht zufrieden zu stellen. (im Prinzip reicht eine Wiese mit Kühen)

Schleibrücke in Kappeln

Foto: Schleibrücke in Kappeln von Sven Kiel unter CC Lizenz

In Kappeln und in gesamt Schleswig-Holstein soll es bekanntlich den einen oder anderen Ort mit Tieren geben, Bauernhöfe, Milchkühe, glückliche Tiere auf dem Deich, man hat es evtl schon einmal gesehen, ein Blick auf die Milchpackung auf dem Tisch gibt Hinweise auf die Landschaft, die hier bestimmend ist.

Anstatt zufällig, auf dem Weg zum Strand oder ähnlich, ein paar Kühe zu finden, dachte ich, ich frage nach, ob ich irgendwo einen Bauernhof besichtigen kann. Oder ob es einen Streichelzoo gibt. Oder ob es irgendwo Ponys gibt. Oder ob es einen Bauernhof mit Café und Tieren zum gucken gibt. (gibt es alles in der Umgebung, dazu später mehr)

Ich kenne das aus der Stadt. Eltern mit Kind, da muss es doch das ein oder andere Angebot geben. Ich bin sicherlich nicht der Erste, der mit einem Kind zum Urlaub nach Kappeln kommt und seinem Kind eine Kuh zeigen will.

Ich gehe also früh morgens um zehn nach zehn zur Mühle, da gibt es eine Touristeninformation für solch ahnungslose Urlauber wie mich. In der Mühle, im ersten Stock, sitzen drei freundliche Damen, die sich sofort meinem Anliegen widmen.

Und dann der Witz:
Auf meine Frage, wo ich in Kappeln Tiere ansehen kann, ernte ich nur Schulterzucken. “weiß ich nicht, das kann ich Ihnen nicht sagen”.
Sie fragt die Kollegin (“du kommst doch vom Land“), ob sie etwas weiß, aber auch die Kollegin vom Land sagt, dass sie nichts weiß. Kein Streichelzoo, kein Bauernhof mit Kühen, keine Schweine, keine Hasen, keine Ziegen, die Scherheitsbestimmungen, das sei alles sehr kompliziert heutzutage mit den Kühen und Schweinen.

Auf meine Nachfrage nach “gibt es denn ein Bauernhofcafé oder ähnliches mit Tieren fiel ihnen dann doch etwas ein, Hof Bocksrüde, da geben es Tiere. (Ich hatte vorab das Wort “Bauernhofcafé in einem Tipps für Kids Heft 2009 aufgeschnappt)

Auf die Frage nach „wo kann ich meinem Kind Tiere zeigen“ Mitten in Schleswig-Holstein von Tourismusexperten ein „weiß nicht“ zu hören finde ich sensationell schlecht beraten.

Kann ich nicht anders sagen, da hilft auch das Ferienpassheft nicht weiter (die Tipps für Kids Hefte hatten sie natürlich auch nicht, holt die euch, wenn ihr hier Urlaub macht), dass die Damen mir mit auf den Weg gegeben haben.

Ist es zuviel verlangt, dass in der Tourismusinformation, einem Aushängeschild des Ortes, auch Personal sitzt, das mir auf meine speziellen Fragen auch irgendwie weiterhelfen kann?

(Dummerweise kenne ich jetzt, Stunden später, aus gänzlich anderem Zusammenhang, die sehr verfahrene politische Situation und das Spannungsfeld, in dem sich die Kappelner Tourismusinformation Alt und Neu befindet. Aber das gehört nicht hierher, das ist eine dieser „von Spezialexperten von Oben verordnet, bis zur Handlungsunfähigkeit kaputt optimiert“ Geschichten)

Hierhin gehört, dass zehn Minuten Internet und googeln nach „Bauernhof Cafe Kappeln“ oder Streichelzoo Kappeln“ oder Bauernhof Kappeln“ mir erheblich mehr bringen als ein Besuch in der Tourismusinformation.

Beispiel gefällig?
Da gibt es zum Beispiel eine Art Streichelzoo auf dem Campingplatz Hoeck in Kronsgaard. Esel und so, kann man einfach so hingehen.

Sportlich ist der Hinweis einer Ferienwohnung-Vermieterin, doch einfach nach “Bauernhof Kind Kappeln” zu suchen und die Bauernhöfe mit Hinweis auf “wir suchen etwas für das nächste Jahr” zu besichtigen.

Schade. Das ist schon sensationell schlecht, Kappeln ist winzig. Hier gibt es nicht viel und ich verstehe nicht, warum die Profis das wenige, das es doch gibt, dann nicht kennen.

Das ist Schade. Ich weiß nicht, ob das früher auch so war.

Ich hoffe allerdings, dass in Zukunft andere Eltern dezent sinnvollere Antworten auf so einfache Fragen bekommen,

Geschrieben am 24. August 2011 von Sven Dietrich. 2 Kommentare. File under: Unentschieden. Stichworte:
Drei Generationen Grillteller für Herren (und Kinder, sagt er)

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Zwei Tage Sonnenschein bedeuten für die regengeplagte Seele aus Hamburg, dass alle Sommeraktivitäten in kürzester Zeit nachgeholt werden müssen.

Grillen ist eine dieser Sommer-Aktivitäten. Der viele Regen hilft sicherlich, dass Deutschland seine CO2 Emmisionen senken kann, aber ab und an will ich grillen. Es muss brutzeln, glühen, ein wenig qualmen und krachen auf dem Teller.

Hier gab es zwei unfassbar gute Porterhouse-Steaks (was auch immer das ist, es war lecker) und Würstchen für den Lütten. Ich musste das fotografieren und hier ablegen, wann sehe ich schon solche nahezu DIN-A4 großen Steaks?

Zwei Tage später ist die Sonne wieder weg und es regnet …

Geschrieben am 23. August 2011 von Sven Dietrich. Keine Kommentare. File under: Unentschieden. Stichworte:

Das hier ist

ein Vergleich zwischen zwei Städten.
Im Oktober 2004 bin ich von Berlin nach Hamburg umgezogen. Seitdem vergleiche ich die beiden Möchtegern-Metropolen miteinander. mehr dazu

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re:publica 12

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