pop64.de | Hamburg vs. Berlin Blog pop64.de feed icon

Im Oktober 2004 bin ich von Berlin nach Hamburg umgezogen. Seitdem vergleiche ich Hamburg und Berlin und schreibe über die Unterschiede zwischen den beiden Städten.

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Großes Berlin, ganz klein

svensonsan - Donnerstag, 26. August 2010 - 13:00 Uhr
Filed under: Berlin gewinntComments (1)

Das ist schon ein sehr schönes Stück Berlin.

Little Big Berlin from pilpop on Vimeo.

Diesen wundervollen Film widme ich meiner Stadt Berlin in der ich seit 19 Jahre lebe. Die Berliner Architektur ist zwar besonders schön, aber erst mit den Berlinern wird Berlin zu so einer einmaligen schönen Stadt wie sie eine ist. Man kann an jedem Eck etwas besonderes entdecken. Und am besten filmt man dies auch gleich. :D

Gefilmt mit meiner geliebten Sony HC9. Geschnitten und bearbeitet mit Sony Vegas Pro 9. Den Miniatur Effekt nennt man Tilt Shift, dessen Ursprung von einem bestimmten Objektiv stammt, mit dem man sonst eher Architektur fotografiert aber dieser Effekt ein Nebenprodukt ist. Digital lässt sich dieser Effekt nachstellen.

Die geniale Musik stammt von “Franz Liszt” mit “Hungarian Rhapsody No.2″.

Quelle: vimeo.com – Little Big Berlin

Es lohnt sich, dass im Volbild anzusehen.

via: thedailywh.at – Tilt-Shift Short of the Day

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Monopoly Strassennamen Hamburg vs. Berlin

svensonsan - Freitag, 23. Juli 2010 - 14:00 Uhr
Filed under: Berlin gewinntComments (5)

Eine schöne Frage. Welche Strassen aus Monopoly gibt es in Hamburg und Berlin? Hast du schon mal in einer aus Monopoly bekannten Strasse gewohnt?

Im aktuellen Monopoly gibt es folgende Strassen, jeweils mit Hinweis, ob es sie in Hamburg oder Berlin gibt.

Strassenname In Hamburg? In Berlin?
Theaterstraße Nein Nein
Museumsstraße Ja, in Altona Museumstrasse, auf der Museumsinsel
Opernplatz Nein seit 1947 Bebelplatz
Nordbahnhof Nein Ja, kennt man aus dem BVG Plan
Lessingstraße Ja, zwischen U-Bahn Uhlandstr. und Wartenau Ja, gleich 35 Mal, in der ganzen Stadt verteilt
Schillerstraße Ja, in Altona Ja, 7x in der Stadt verteilt
Wasserwerk Nein, nur “Am Grundwasserwerk” in Tonndorf Nein. Es gibt die “Wasserwerkstrasse” und “Am Wasserwerk”
Goethestraße Ja, in Altona Ja, 7x in der Stadt
Berliner Straße Nein Ja. 9x als Strasse und 1x als U-Bahn-Station
Rathausplatz Nein. Nur Rathausmarkt und Rathausstrasse am Rathaus Nein. Nur Rathausstrasse vor Rotem Rathaus
Wiener Straße Nein Ja, klar, in Kreuzberg. Eine gute Strasse
Hauptstraße Nein. Nur “Ottensener Hauptstrasse” o.ä. Ja, 9x in der Stadt
Münchner Straße Nein Jein. 3x “Münchener Strasse”
Bahnhofstraße Nein, nur “Wandsbeker Bahnhofstrasse” Ja, gleich 6x
Westbahnhof Nein Nein, obwohl manche den Bahnhof Zoo so nennen, aber das zählt nicht
Hauptbahnhof Ja Ja
Neue Straße Nein, nur “Neue ABC-Strasse” o.ä. Ja, 3x in der Stadt
Hafenstraße Ja, obwohl si eeigentlich “St. Pauli Hafenstrasse” heisst Ja, in Rudow
Parkstraße Ja, in Othmarschen Ja, 10x in der Stadt
Elektrizitätswerk Ja Ja
Seestraße Ja, in Groß-Flottbek Ja, 4x und eine U-Bahn Seestrasse
Schloßallee Nein, nur Schloßstrasse Ja, in Niederschönhausen (gnihihi)
Südbahnhof Nein Nein
Poststraße Ja, in Hamburg Neustadt Ja, in Berlin Mitte
Elisenstraße Ja, in Hohenfelde Ja, in Steglitz
Chausseestraße Nein Ja, 2x, in Mitte und am Wannsee
Turmstraße Nein, nur “Turmweg” Ja, 1x in Moabit und auch als U-Bahn Station
Badstraße Nein, nur “Badestrasse” Ja, im Wedding

Falls ihr jemals in einer Monopolystrasse wohnen wollt: Bitte sehr, jetzt könnt ihr auf einen Blick sehen, wo es welche Strasse gibt.

Berlin gewinnt hier. Es gibt deutlich mehr Monopolystrassennamen in Berlin, dazu auch noch als U-Bahnstationen. Da kommt die Hansestadt nicht mit, obwohl sie sich eigentlich recht gut macht in diesem Vergleich.

Aber wie immer kommt der Witz zum Schluss:

Das erste deutsche Monopoly bestand nur aus Berliner Strassennamen. Sagt die Wikipedia zu Monopoly, daher stammen auch die Strassennamen.
Wieder etwas gelernt.

Das gibt Punkte für die Hauptstadt.

Monopoly Strassennamen Hamburg vs. Berlin, genau abgezählt: 11:105

Und wer das alles selbst machen will, bitte sehr, da stehen alle Strassennamen aus Monopoly in einer Google Tabelle.

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Yelp.de Hamburg vs. Berlin

svensonsan - Donnerstag, 22. Juli 2010 - 11:00 Uhr
Filed under: Berlin gewinntComments (3)

Seit heute gibt es Yelp.de, so ein Location-Dingenskirchen mit Hotels, Pizzaläden, Currywurstbuden, Einkaufscentern und anderem Kram. Das kommt aus Amerika, ist dort unfassbar erfolgreich, teilweise mit sehr lesenswerten und relativ witzigen Bewertungen. Jetzt versuchen sie es auch in Deutschland und das wird spannend.

Yelp in Hamburg ist leider noch komplett leer. Da hat man sich zwar jede Menge Adressen eingekauft, aber es gibt noch gar keine Bewertungen. Zumindest finde ich keine, weder bei Hotel, Pizza, Currywurst und Bier. Wenn man da nix findet gibt es da auch nichts.

Anders bei Yelp in Berlin. Da wurden etliche Seiten Bewertungen geschrieben und der beste Ort in Berlin ist laut Yelp der Landwehrkanal.

Naja. Da geht sicher noch was.

Die Deutschen sind weltweit für ihr wirtschaftliches und technisches Geschick bekannt, und wir denken, dass Yelp hier super ankommen wird!

Quelle: Sprichst du Yelp?

Werden wir jetzt tatsächlich yelpen? Hast du heute schon geyelpt? Ob es auf einem amerikanischen Portal wie Yelp auch die Kategorie “Erotik in Deutschland” geben wird? Ich bin wirklich sehr gespannt wie Yelp.de in den kommenden Monaten entwickelt.

Yelp.de Hamburg vs. Berlin, ganz klare Sache, der Kenner weiß, dass Yelp es in Hamburg sehr, sehr schwer haben wird. Daher 0:10

via: netzwertig.com: Yelp startet in Deutschland

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Fil – Mein Kind ist geiler als dein Kind

svensonsan - Donnerstag, 15. Juli 2010 - 15:00 Uhr
Filed under: Berlin gewinntComments (1)

… alle unsere Kinder heissen Finn oder Leon … wir haben unseren Sohn Leon genannt, weil wir lieben französische Filme … ach ja sagen die Anderen, wir hassen französische Filme, deswegen nannten wir unseren Sohn Finn, weil Finn kommt immer wenn die französischen Filme zu Ende sind. …

… und die ganzen Frauen, die ohne Kindersitz auf dem Fahrrad durch Prenzlauer Berg fahren und denken “schnell durch, die halten mich für ‘ne Prostituierte” …

… Mein Kind ist geiler als dein Kind …
… mein Kind weiß wer die New York Dolls sind …


YouTube direkt geilomat Kind Video Link

Favoriten:
“dein Kind hat lauter Allergien, mein Kind pullert Penicillin”
“dein Kind ist fast so Kacke wie kein Kind”

Alles Getippe stammt aus dem Video.

via spreeblick.com: Fil: Mein Kind ist geiler als dein Kind

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Taxi Hamburg nach Berlin nach Hamburg

svensonsan - Mittwoch, 14. Juli 2010 - 14:00 Uhr
Filed under: Berlin gewinntComments (2)

Die Frage, was eine Taxifahrt von Hamburg nach Berlin, bzw. von Berlin nach Hamburg kostet, hatte ich noch nicht im Blog. Ups. Also schnell klären, was eine Taxifahrt von Hamburg nach Berlin, bzw. von Berlin nach Hamburg kostet und wer preiswerter ist.

taxi!
taxi! von extranoise. Lizenz

Ich war so frei alle auffindbaren Taxiunternehmen anzuschreiben und nach den geschätzten Kosten für eine solche Tour zu fragen. Vorab: eine Tour von Hamburg nach Berlin ist Verhandlungssache.
Es gibt in der Regel keinen Tarif, es wird ein Festpreis ausgehandelt.

Vorab: Alle angeschriebenen Unternehmen liessen sich etwas zeit mit der Antwort, einige haben sich gar nicht gemeldet. Als erster kam Feedback von sashs-blog.de, ein lesenswertes Taxi-Blog.

“… Grundsätzlich ist der Preis für eine Fahrt aus dem Pflichtfahrgebiet raus frei vereinbar, aber rund 1,50 € pro Kilometer werden die meisten Fahrer für die Fahrt nehmen, da die Rückfahrt gezwungenermaßen leer
erfolgt. Da es rund 300 km sind, käme man damit also auf 450 €. Falls der Fahrer arg frustriert ist, kann es natürlich sein, dass man auch deutlich günstiger wegkommt …”

Quelle: Sash von sashs-blog.de

Die Firmen schreiben zur Strecke Hamburg-Berlin (wie gesagt, alles ungefähre Angaben, da Verhandlungssache):

Hansa Taxi 211211 Hamburg nach Berlin kostet 400,- Euro
Hallo taxi Hamburg nach Berlin 400,-
Hamburg-Taxi.info von Hamburg nach Berlin 370,-

Callcenter Taxi Berlin von Berlin nach Hamburg 450,- bis 500,-
Funktaxi Berlin Berlin nach Hamburg 450,-
Sash, Taxifahrer Berlin nach Hamburg 450,-

Damit hätte ich nicht gerechnet.
Die Berliner Taxifahrer sind etwas teurer als die Hamburger Taxifahrer. Man lernt eben nie aus.

Und komisch, dass ich vor zwei Jahren noch schrob: … Die Hamburger Taxen sind seit neuestem die teuersten in Deutschland


Größere Kartenansicht
Route Hamburg Berlin auf der Google Karte

Aber im Prinzip ist es auch egal, ich werde niemals im Leben mit einem Taxi von Hamburg nach Berlin fahren. Eine 400 Euro Quittung in der Reisekostenabrechnung zu irgendeiner Geschäftsreise macht sich irgendwie ganz schlecht. Das gibt nur Mecker. Aber wenn ihr die Kohle habt, warum nicht? Sucht euch einen netten Fahrer und spendiert ihm die Tour des Jahres.

Punkte gibt es auch noch. Berlin gewinnt, da verdient der Taxifahrer mehr.
Taxi Hamburg nach Berlin nach Hamburg 370:500

ps: Seit einer Weile lese ich auch sashs-blog.de mit jeder Menge Zeug für Berliner. Da findet man, wenn man will, noch mehr Taxi-Blogs.

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Public Viewing Heiligengeistfeld Hamburg vs. Fanmeile Berlin

svensonsan - Dienstag, 6. Juli 2010 - 18:00 Uhr
Filed under: Berlin gewinntComments (2)

In Berlin strömen die Massen zur Fanmeile unter der Siegessäule zu Deutschlands größtem Fanfest. In Hamburg trifft man sie alle auf dem Heiligengeistfeld.

Von Berlin behauptet die FIFA, dass die Fanmeile das größte Fanfest der Welt sei. Eine Million Zuschauer sind der aktuelle Rekord. Wie auch immer das Zustande kommt. In Hamburg schauen 40.000 Personen auf dem Heiligengeistfeld den Spielen zu.

Bislang hatte ich nur das Vergnügen kurz auf dem Heiligengeistfeld zu verweilen und das auch nur aus Versehen. Ich kann verstehen, dass die Massen da Spaß haben. Dieses Festival-Feeling fetzt eben und ab einem gewissen Pegel ist es auch egal, ob man Tokio Hotel, Wolfgang Petry, Helene Fischer oder Lena zu jubelt. Wen interessiert das schon? Eben. Das Spiel kann man sowieso nicht richtig sehen, Getränke bekommt man nur nach 18 Stunden Anstehen, Pinkeln ist eine echte Geruchsprobe und nach nur 90 Minuten ist alles wieder vorbei.

Die Kollegen, die ich da neulich traf, waren eindeutig zu betrunken um Spaß mit ihnen zu haben. Das fetzt nicht. Ich nehme mal an, dass es in Berlin genauso ist. Allerdings mit mehr Cindy und Mandy, mehr Brandenburger-Vorstädtler und noch mehr Horsten. Ich weiß nicht, dass muss man sich doch nicht geben, oder?

Auf den Fotos zum Fanfest Berlin vs. Heiligengeistfeld Hamburg gewinnt allerdings eindeutig Berlin.

Fanfest in Berlin

Flickr-Slideshow mit Suche nach “Fanfest Berlin” mit Creative Commons-licens.

Fanfest in Hamburg

Flickr-Slideshow mit Suche nach “Fanfest Hamburg” mit Creative Commons-licens.

Public Viewing Heiligengeistfeld Hamburg vs. Fanmeile Berlin, klare Sache, Berlin gewinnt 40.000 : 1.000.000

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Hamburg-Berlin auf der Autobahn

svensonsan - Montag, 5. Juli 2010 - 13:00 Uhr
Filed under: Berlin gewinntComments (1)

Der geneigte Leser im Besitz eines Automobiles wird hin und wieder im Umland von Hamburg eines dieser wunderschönen Schilder auf der Autobahn sehen.

IMG_8273

IMG_8273 von Chriszwolle. Lizenz.

Hamburg und Berlin, vereint auf einem blauen Autobahnschild. Dankenswerterweise habe ich dieses Foto eben zufällig auf Flickr gefunden. Wenn ihr wüsstet, wie oft ich schon so ein Foto machen wollte …

Aber jedesmal, wenn ich über die Autobahn düse und so ein Schild sehe, habe ich natürlich keine Kamera parat und dieses ganze hin- und her Gezuckele für ein Foto ist dann meist auch albern.

Immer wenn ich so ein Hamburg-Berlin Schild auf der Autobahn sehe, freue ich mir ‘nen Keks darüber, dass mein Blog sogar auf der Autobahn beworben wird.

Wer kann das schon von sich behaupten?
Eben.

Ach so.
Hamburg-Berlin auf der Autobahn: 39km : 286km

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Pisa Studie 2010 Hamburg vs. Berlin

svensonsan - Mittwoch, 23. Juni 2010 - 8:15 Uhr
Filed under: Berlin gewinntComments (2)

Es gibt wieder eine neue Pisa-Studie. Diesmal ist es nicht das bisher bekannte internationale Pisading, sondern ein national angepasster Test.

Hamburg und Berlin haben an diesem Test teilgenommen. Wie zu erwarten findet man beide Städte auf den hinteren Rängen.

Ersaunlicherweise gibt es kaum Artikel dazu in deutschen Blogs. Scheinbar ist das Thema langweilig. Alles wie gehabt. Die Schüler im Süden der Republik sind weiterhin deutlich besser, der Norden und die Stadtstaaten hängen Lichtjahre hinterher.

Es gibt ca. 48 Millionen Meldungen zur Pisa-Studie in der Tagespresse, die aber größtenteil voneinander abschreiben.

Wie schon in den letzten Tests wird erneut das ‘reiche Kinder sind besser’ Fass aufgemacht, aber niemanden stört es. Alles schon gehört, da passiert nichts mehr.

Denkste.
Genau in diesem Punkt gewinnt Berlin.
Bei all dem Elend schneidet Berlin in Punkto ‘wie sehr beeinflusst die soziale Herkunft die schulische Leistung’ gut ab.

Gratuliere Berlin.
Das ist in der Tat eine Meisterleistung für eine Stadt wie dich.

Hamburg versagt hier erwartungsgemäß vollkommen.

Faszinierend und tragisch auch, dass Hamburg, Berlin und Bremen in Sachen Leseverständnis deutscher Texte komplett versagen. Ich bin sehr gespannt, wie diese Aufgabe aussieht. Aktuell finde ich den Test noch nicht online, der wird aber sicherlich irgendwann irgendwo auftauchen. Dann aktualisiere ich diesen Artikel.

Bis dahin gewinnt Berlin.
Hamburg und Berlin sind wie erwartet Schlusslichter im Pisa ähnlichen Test 2010, aber in Berlin spielt die soziale Herkunft eine deutlich kleinere Rolle als in Hamburg.

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Spatzen Hamburg vs. Berlin

svensonsan - Montag, 3. Mai 2010 - 15:01 Uhr
Filed under: Berlin gewinntComments (2)

In Hamburg sterben die Spatzen aus, in der Innenstadt leben nur noch ganze 86 Spatzenpaare.

In Hamburg hat sich der Spatzenbestand sogar um 85% reduziert. Bundesweit steht der sympathische Vogel schon auf der Vorwarnliste der Roten Liste der gefährdeten Brutvögel Deutschlands. Deshalb haben wir die Kampagne “Rettet den Spatz – Gebt ihm ein Zuhause!” gestartet.

Quelle: Rettet den Spatz

Irre, oder?
Da denkt man, Spatzen gibt es an jeder Ecke – aber nein, die Spatzen sind inzwischen eine echte Rarität in Hamburg.

Beispielsweise am Michel. Früher gab es dort viele Spatzen, seit der Sanierung sind es noch: Null. Oder im Stadtpark, da gibt es auch keine Spatzen mehr.

Das kenne ich aus Berlin.
Damals, als wir noch jung waren und ständig aufm Sprung warn, gab es tatsächlich unglaublich viele Spatzen die richtig laut werden konnten.

Heute ist alles saniert. Keine Ecken und Kanten, keine Verstecke für die Spatzen zum nisten und schon verschwindet er langsam aber sicher aus den Strassen.

Als Zivi habe ich die Spatzen morgens immer gefüttert. Zusammen mit den Bewohnern stand ich auf einem großen Balkon und wir warfen Brotkrumen durch die Luft. Da waren definitiv mehr Spatzen auf dem Balkon als jetzt noch in der Hamburger Innenstadt leben.

Schon komisch. Zum Glück wohne ich jetzt am Stadtrand, da gibt es sie noch.

Klare Sache, hier gewinnt Berlin. Obwohl die Spatzen in Berlin auch auf dem Rückzug sind, ganz so Spatzenfrei wie die Hamburger Innenstadt wird Berlin wohl nie.

Spatzen Hamburg vs. Berlin 86:500

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Slides der Katzencontentsession und mein Fazit zur Re:publica 2010

svensonsan - Samstag, 17. April 2010 - 19:29 Uhr
Filed under: Berlin gewinntComments (5)

Was vom Tage übrig bleibt – Mein Re:publica 2010 Fazit inkl. Der Katzencontent-Session

Ganz vorne in meiner Re:publica 2010 Erinnerung:
Eine sechsjährige hat mir in der Eisdiele gezeigt, dass es total schlau ist, die Streusel und Smarties nicht auf das Eis, sondern in die Waffel zu geben („die Smarties bitte in die Waffel“). Das gibt deutlich mehr Smarties und ich wundere mich, warum mir das in den letzten 34 Jahren nicht selbst eingefallen ist. Eine dieser Kleinigkeiten, die ich nie wieder vergessen werde und die vor allen anderen Erinnerungen der Re:publica rangiert.

Gefreut, dass das iPad auf der Bühne desaströs vernichtend kritisiert wird. Allerdings werden die Leute, die mit einem iPad umherlaufen (und davon gab es ein paar) fast schon bewundert.

Gemerkt, dass Wikileaks meiner Meinung nach eine der wichtigsten Webseiten ist, die es zurzeit auf der Welt gibt.

Gewundert, warum alle über die Internetkritiker meckern, aber gefühlt niemand mit den Kritikern redet und warum es sie auf der Re:publica nicht gibt.

Gestritten mit dem Berliner Landesvorsitzenden der Grünen – das war mit eines der interessantesten Gespräche überhaupt. Ergab sich zufällig an der Kaffeetheke und zog sich dann fast eine dreiviertel Stunde. Vor allem war es mein einziges ernsthaftes Gespräch mit einem „ich finde das nicht alles so JeffJarvismässig super gut, was gerade im Internet passiert“ Vertreter.

Gelesen, dass alle, die wissen was dieses RSS, Feed, Trackback, Twitter, Schwurbselgedurbsel ist, kein Ticket für die Re:publica bekommen sollen, sondern diejenigen eingeladen werden sollten, die den ganzen Quatsch nicht kennen.

Gelacht, wird diese Frage doch nach jeder Re:publica (und jedem anderen Interentkongress, Barcamp und sonstigem Dings) gestellt, nur jeweils von anderen Leuten.

Gefragt, ob Jeff Jarvis nur von seinem Buch und der Tatsache, dass er ein sehr guter Redner ist lebt.

Gefreut, dass es auf der Re:publica deutlich mehr TeilnehmerInnen als in den Vorjahren gab. Wenigstens in diesem Punkt nähert sich die Konferenz langsam, ganz langsam einem normalen Niveau.

Gewundert, dass es Leute gibt, die sagen ich sei berühmt im Internet. Ich verstehe nie, was die mir damit sagen wollen und vor allem verstehe ich nicht, wie sie darauf kommen?

Gestorben ist das Livebloggen. Macht niemand mehr. Echt. Bloggen ist zwar wieder in, aber Livebloggen kann man knicken, das gibt es nicht mehr. Wie auch, ohne Internet?

Gestorben ist auch der Traffic auf mein Blog, der über Re:publica, Backlinks, Rivva und alles andere früher zusammen kam. Das ganze Zeug hat mir unglaubliche 200 Besucher extra auf mein Blog gebracht.

Gehört, dass ich mir Slashdot.org und deren Kommentar-Technik genauer ansehen muss.

Gewundert über die Aussage von Marc Glaser im Bezug auf amerikanische Journalisten, dass es ein „piece of cake“ sei, einen User dazu zu bringen ein Video hoch zu laden, etwas zu kommentieren und auch noch sinnvolle Sachen von ihm zu bekommen. Zumindest ein „piece of cake“ im Vergleich, einen Redakteur dazu zu bringen, mit seinen Lesern zu diskutieren.

Gewundert, dass einige Sprecher während ihres Vortrages das Publikum nicht ansehen.

Gewundert, dass die Präsentatoren auf ein nicht funktionierendes WLAN angewiesen sind (Kabel! Wann gibt es endlich INTERNETKABEL für die Sprecher?)

Gefragt, ob die nächste Re:publica endlich in einer anderen Lokation stattfindet.

Peter Kruse auf die „unbedingt ansehen!!EINSELF“ Liste gesetzt.

Zum ersten Mal richtig beleidigende Kommentare auf meinem Blog bekommen (ich soll meine Kacke fressen und so …).

Einige Leute könnten mal wieder etwas runterkommen und sich beruhigen. In der Gruppe überlegt, zur nächsten Re:publica Entspannungsübungen anzubieten.

Erschrocken, dass die Leute im Supermarkt im Wedding fast ausschließlich billigste Schrottprodukte kaufen und überhaupt den Eindruck machen, dass sie nicht nur wenig Kohle haben, sondern richtig arm sind. Überhaupt sind sehr viele Leute in Berlin hilfebedürftig. Manchmal habe ich mich gefreut, nicht mehr in Berlin zu wohnen.

Es waren, wie immer, drei intensive Tage. Danke, dass es die Re:publica gibt. Frau Gröner hat Recht wenn sie schreibt:

Wer meint, die re:publica sei ein Klassentreffen, hat Recht.
Wer meint, die re:publica sei nur ein Klassentreffen, hat keine Ahnung.

Danke für alles.

Nachtrag: Es gibt eine Übersicht, bzw. einen Blog-Spiegel zur Re:publica 2010. Da findet der geneigte Leser eine große Fülle von weiteren Artikeln zur Re:publica 2010.

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