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Im Oktober 2004 bin ich von Berlin nach Hamburg umgezogen. Seitdem vergleiche ich Hamburg und Berlin und schreibe über die Unterschiede zwischen den beiden Städten.

Ziegel (der Ziegelstein, nicht das Buch) Hamburg vs. Berlin

svensonsan - Dienstag, 22. September 2009 - 17:48 Uhr
Filed under: Hamburg gewinntComments (3)

Ich lerne nie aus. Es gibt ein Hamburger Format für Ziegelsteine. Warum auch immer, ich finde leider keine Erklärung oder Geschichte dazu.

Wenn euch mal ein Ziegel mit den Maßen 22cm × 10,5cm × 6,5cm auf den Kopf fällt – freut euch, denn es ist ein Hamburger Ziegel.

Lustigerweise spielt Berlin hier auch mit. 1869 hat der Berliner Lämmerhirth das Reichsformat für Ziegel eingeführt, bzw. vorgeschlagen.

Falls euch nochmal ein Ziegel auf den Kopf fällt, diesmal aber mit den Maßen 25cm × 12cm × 6,5cm – freut euch wieder, denn es ist ein Ziegel im alten Reichsformat, von einem Berliner “erfunden”.

Bevor jetzt jemand über Ziegelsteine am Chilehaus kommentiert: das Chilehaus wurde mit Ziegeln im Bockhorner Klinker (aus Ostfriesland) gebaut. Das ist etwas ganz anderes. Kann man unter Auswahl an Ziegelformaten in der Wikipedia nachlesen oder sich an der DIN Norm 105 versuchen, da steht das auch drin.

Und wer sich einen Hamburger Ziegel oder einen Ziegel im alten Reichsformat auf den Nachttisch stellen möchte: Das wird schwierig, die gibt es nicht mehr so oft. Dieses Internetz rät, es bei der Firma egernsunder-ziegel.de zu versuchen. Wahlweise auch bei einem anderen Ziegelhändelr ihrer Wahl, ich google mir das auch nur schnell zusammen.

Mangels Berliner Ziegel bekommt Hamburg die Punkte. Auch wenn der alte Reichsziegel etwas größer ist – who cares? Größe allein reicht nicht.
Ziegel (der Ziegelstein, nicht das Buch) Hamburg vs. Berlin 250:220

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Next10 Konferenz in Hamburg oder Berlin?

svensonsan - Montag, 21. September 2009 - 10:44 Uhr
Filed under: Berlin gewinntComments (1)

Ich war auf der next09 Konferenz, hatte jede menge Spaß und heute fragt Martin Recke von SinnerSchrader auf Twitter, ob man die Next10-Konferenz nicht doch lieber in Berlin abhalten sollte.

Hamburg vs. Berlin ist immer wieder ein gutes Thema und daher schliesse ich mich der Frage ganz unparteiisch an.
Soll die Next10 Konferenz in Hamburg oder Berlin statt finden?


Bedenke: In Berlin gibt es keine wirklich sinnvollen Räumlichkeiten für so eine Veranstaltung. Komisch, aber ist so. Dafür ist Berlin deutlich cooler als Hamburg, zumindest werden alle deutlich urbaner und hipper auf der Konferenz aussehen. Der hanseatischem Businesslook wird zurück gedrängt vom urbanen, coolen und vollkommen gestressten Berliner Hipster der nur mit sich und der Stadt beschäftigt ist.

Ich weiß ja nicht. Wenn ich ehrlich bin – Hamburg ist für die next10 irgendwie die bessere Wahl. Punkte für die Hansestadt. Next10 Konferenz in Hamburg oder Berlin? 10:0

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Die Kanzlerin war da und alle so “Yeaahh” – Hamburg vs. Berlin

svensonsan - Samstag, 19. September 2009 - 22:59 Uhr
Filed under: Hamburg gewinntComments (1)

Danke liebes Internet. Das war grandios.

Kurze Blick zurück. Damals, am 13.9. wurde dieses Foto gebloggt. Das wurde weiter verbloggt, u.a. bei Nerdcore und Spreeblick und war eigentlich, wie unzählige weitere Themen im Netz, bereits durch. Treu nach der Maxime: Gesehen, gelesen, gelacht, gelöscht vergessen.

Aber diesmal war das irgendwie anders. Das Plakat erschien wieder auf dem Radar der Internetfuzzies. Jonny Haeusler schrieb:

Am Donnerstag versuchten einige Spreeblick-Leserinnen und -Leser, den Witz zu erklären, obwohl man das ja generell nicht machen soll. Edgar hatte dann die Idee zu einem Flashmob beim Besuch der Kanzlerin in Hamburg am Freitag Abend, eine Idee, die via Twitter schnell Begeisterung auslöste. Außerdem tauchten erste Rufe nach einem Song auf.

Quelle: Und alle so: Yeaahh – Flashmob in Hamburg [Update]

Ich fand das ebenfalls lustig und schrieb einen Artikel über das Plakat und die Kanzlerin. Meine erste Wahlveranstaltung zur Bundestagswahl 2009 dann ausgerechnet bei der CDU. Ich hetze am Freitag nach einem anstrengend Tag zum Gänsemarkt. Gedränge, Geschiebe, schon 19 Uhr, keine Kanzlerin in Sicht, der Gänsemarkt war sehr voll, erstaunlich wenig Polizei in Sicht und das Publikum war in großen Teilen schon sehr deutlich CDU.

Ich suchte mir einen Platz, fand aber nur eine Lücke hinter einem Wahlplakat der Linken mit Sicht auf einen CDU Ballon und eine Fahne der Piratenpartei. Politik, wo ich hinsah, aber deswegen war ich ja da.

Keine Kanzlerin in Sicht, stattdessen spielte eine semi-schlechte Band ABBA Songs, unter anderem “Waterloo”. Alle 5 Minuten sagte der Moderater, dass die Kanzlerin “gleich” kommt.

Anstatt der Kanzlerin sprachen dann erstmal irgendwelche Lokalpolitiker, ich glaube es war Ole von Beust und noch jemand, dessen Namen ich aber wieder vergessen habe.

Hier ging es dann los mit den “Yeaahh” und ich konnte es kaum glauben. Ole erzählt etwas und das Publikum ruft nach fast jedem Satz relativ laut “Yeaahh”. Die Situationskomik wurde erheblich gesteigert durch den Umstand, dass sich die Herren auf der Bühne tierisch über den Jubel freuten, was die “Yeaahh”-Rufe nur lauter werden lies.

Was habe ich gelacht. Kann man sich gar nicht vorstellen. Da stand ich mitten auf dem Gänsemarkt im ansonsten stocksteifen Hamburg und das Volk schafft einen solch wundervollen Moment im langweiligsten Bundestagswahlkampf der Welt.
Wundervoll, grandios, einzigartig.
Gänsehaut am Gänsemarkt mit Freudentränen.

Irgendwann erschien dann die Kanzlerin. Ich muss Respekt für den Umstand zollen, dass sie ihre Rede ohne jede Miene oder eingeschummeltes “Yeaahh” einfach so vorlas. Nicht schlecht, uns Ole von Beust hätte das nicht geschafft.

Bis der “Yeaahh”-Effekt bei der Kanzlerin richtig zündete mussten die Atomkraftgegner und besonders der Arsch mit der Trillerpfeife direkt hinter mir erstmal ordentlich Alarm machen. Mit Plakaten und scheiß Trillerpfeifen und jeder Menge Buu-Rufen war Frau Merkel erstmal unhörbar, selbst die “Yeaahh”-Rufe gingen im Trubel unter. Nach einigen Minuten nahmen die Atom-Gegner ihre zahlreichen Plakate wieder runter und schlossen sich der “Yeaahh”-Fraktion an. Ab da wurde es dann legendär.

Das Timing war oftmals schlecht, aber einige “Yeaahh” waren schlicht perfekt. Nach Sätzen wie “Wir haben 5 Millionen Arbeitslose” ein jubelndes Publikum zu hören ist einfach lustig.
Auf Twitter feiern sich die Internetfuzzies selbst und selbst der Spiegel schreibt: Merkel in Hamburg – und alle rufen “Yeaahh”

Sehr nett war auch der Kommentar eines älteren Herren zum Ende der Rede:

Hier war viel mehr Stimmung als bei Steinmeier

Quelle: unbekannter Opa aus der CDU Hauptwählergruppe der alten Säcke auf dem Gänsemarkt in Hamburg
(in diesem Moment hatte der Spaß bei mir ein Loch, fiel mir doch ein, dass sich die CDU sicherlich einen Ast freut darüber, dass wir sie bejubeln und 90% im Publikum den Spaß nicht im Ansatz verstehen).

Wer sich das selbst ansehen will, nach dem Klick auf “weiterlesen” weiter unten gibt es ein paar Videos. Ich kaufe mir jetzt erstmal das T-Shirts dazu und verteile die Punkte.

Heute ist das eine glasklare Sache, Hamburg gewinnt Haushoch. Die Kanzlerin war da und alle so “Yeaahh” – Hamburg vs. Berlin 6000:0

Berlin kann das aber noch toppen. Wahlkampfabschlussveranstaltung: Samstag, 26. September 2009 – 12:00, Berlin, Arena Treptow. Da kann die Hauptstadt dann mal zeigen was sie kann. Hamburg hat hier ausnahmsweise mal etwas vor Berlin geschaffen und die Berliner können nur gelangweilt nachziehen. Nochmal, danke liebes Internet. Das war grandios.

Klicken für die Videos.
(Weiterlesen …)

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Die Kanzlerin kommt – und alle so “Yeaahh” – Hamburg vs. Berlin

svensonsan - Donnerstag, 17. September 2009 - 17:57 Uhr
Filed under: Hamburg gewinntComments (5)

Das da macht seit ein paar Tagen die Runde in Kleinbloggersdorf.

Toll, morgen ist es endlich soweit. Die Kanzlerin kommt und die Kleinen bei der Jungen Union haben vor Aufregung schon Pipitröpfchen in der Hose sind schon ganz aufgeregt. Die Kanzlerin kommt zum Gänsemarkt – ui ui ui. Das wird was.

Dank des Internets werde auch ich morgen zur Kanzlerin gehen. Ich bin auch schon ganz aufgeregt, erwarte ich doch, dass da morgen alle nach jedem Satz der Kanzlerin bitte “Yeaahh” rufen, brummen, schreien, singen, was auch immer. Nach jedem Satz bitte.
Wir senken die Steuern – und alle so “Yeaahh”
Wir schaffen mehr Arbeitsplätze – und alle so “Yeaahh”
Wir wollen mehr Netto vom Brutto – und alle so “Yeaahh”
Wir machen Wahlprogramm CDU 2009 – und alle so “Yeaahh”
Wir machen Hü bis Hott – und alle so “Yeaahh”

Jonny Häussler sagt zum Bild:

Ich muss noch einmal auf dieses Bild eingehen. Ein Bild, das bei mir immer noch feinste Lachkrämpfe verursacht. Das scheint auch anderen so zu gehen, denn schließlich hat es der bisher unbekannte Plakat-Kommentator nun aufs T-Shirt geschafft.

Quelle: Spreeblick.de – Und alle so: WTF?

Ich kann mir nicht helfen, ich kicher mir immer einen wenn ich das Foto sehe und auch ich weiß nicht genau warum.

Um 19 Uhr am Gänsemarkt stehen und ständig “Yeaahh” rufen. hihi. Das wird ein Spaß. Vollkommen bekloppt, aber who cares? Eben. Darum mache ich das, macht jemand mit? Ich war erst einmal bei einer CDU-Wahlveranstaltung (warum ich da war ist eine ganz andere Geschichte).

Malt mir jemand ein “Yeaahh” Plakat? ich kann nicht malen. Darf man ein Plakat zur Kanzlerin mitnehmen oder verhaften die mich dann gleich?

Die Kanzlerin kommt – und alle so “Yeaahh” – Hamburg vs. Berlin 10:0 und alle Hanseaten so “Yeaahh”. Hier gibt es allein für die Vorfreude Punkte für die Hansestadt.

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Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2009

svensonsan - Montag, 7. September 2009 - 13:51 Uhr
Filed under: UnentschiedenComments (4)

Es gibt jetzt den Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2009. Der Wahl-O-Mat stellt 38 Fragen zu Themen wie Wehrpflicht, Rente, Mindestlohn, Onlinedurchsuchung, etc. und zeigt am Ende die Übereinstimmungen mit den verschiedenen Parteien.

Dass ist soweit ganz nett, hat leider auch viele Haken und so, aber der Wahl-O-Mat ist Lichtjahre besser als der zur Zeit stattfindende langweiligste Wahlkampf aller Zeiten.

Nach einer Woche Urlaub und vielen Kilometern Landstraße im Norden der Republik darf ich sagen, dass alle Parteien irgendwie das Gleiche von mir wollen.

Zumindest nach den beliebig austauschbaren Plakaten. Es werden nur die Namen und die Farbe ausgetauscht. Schlimm ist das. Weichgespülter Mist in einer langweiligen Wahlshow. Wie bitter ist es, wenn ich in einem Online-Klick-Ding wie dem Wahl-O-Mat mehr über die Parteien lese und erfahre als im Wahlkampf?

Ob ich, wie oben genannt, wählen werde … mal sehen.

Ich hoffe, dass meine treuen Leser zumindest nicht die Schergen von CDU/CSU wählen.

Also, ab zum Wahl-O-Mat und nach 5 Minuten mehr über die Parteien wissen als es der gesamte Wahlkampf bislang vermitteln konnte.

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