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Im Oktober 2004 bin ich von Berlin nach Hamburg umgezogen. Seitdem vergleiche ich Hamburg und Berlin und schreibe über die Unterschiede zwischen den beiden Städten.

Kosten für Krippenplatz Hamburg vs. Berlin

svensonsan - Sonntag, 21. Dezember 2008 - 9:00 Uhr
Filed under: Berlin gewinntComments (5)

Zu den Dingen die ich nicht verstehe gehören die Kosten für einen Krippenplatz. Damit habe ich mich in den letzten Tagen beschäftigt und ich verstehe es nicht. Warum kostet mich ein Krippenplatz für 8 Stunden in Hamburg ca. 400€, in Berlin aber nur ca. 100€?

Kann mir das mal jemand erklären? Bekomme ich für die 400€ für den Krippenplatz in Hamburg irgendetwas extra? Einen besseren Betreuerschlüssel? Mehr Essen? Mehr Ausflüge? Oder andersherum, warum ist das in Berlin so preiswert?

400€ vs. 100€ monatlich ist eine Summe, die man mal nicht eben so wegsteckt. Da muss Vaddi viel Stuss ins Internet schreiben um die Kosten für den Krippenplatz wieder raus zu holen. Schlimm ist das.

Die Kosten für einen Krippenplatz in Hamburg kann man sich da ausrechnen: Krippen und Kindergarten Monatsbeiträge der Stadt Hamburg. via Hamburger Kindertagesstätten

Die Berliner haben so etwas nicht, da muss man das handlich benannte
Gesetz über die Beteiligung an den Kosten der Betreuung von Kindern in Tagesein-richtungen und in Kindertagespflege sowie in außerunterrichtlichen schulischen Be-treuungsangeboten
(Tagesbetreuungskostenbeteiligungsgesetz – TKBG)1
(pdf)
lesen. Auf Seite 7 geht es los mit den Kosten. via: Kostenbeteiligung Kindertagesbetreuung Berlin

An dieser Stelle hat Hamburg das Internet besser verstanden, aber billiger wird der Spaß dadurch auch nicht.

Lustigerweise gibt es in Berlin deutlich mehr Krippenplätze als in Hamburg. Bei den Krippenplätzen für Kinder bis unter drei Jahren liegt der Versorgungsgrad in Berlin bei 40 %, in Hamburg nur 17 22 %. Das verstehe wer will. Sehr anschaulich wird das auf der Karte des ifl-leipzig.de – Betreuung für Kinder unter drei Jahren.

Hier gewinnt Berlin. Meiner Meinung nach sollte ein Krippen- und Kitaplatz kostenlos sein, aber was solls. Kannste nix machen. Darum, Kosten für Krippenplatz Hamburg vs. Berlin 100:400

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Spaziergang mit Baby im Kinderwagen Hamburg vs. Berlin

svensonsan - Samstag, 20. Dezember 2008 - 19:59 Uhr
Filed under: Hamburg gewinntComments (7)

Ich mache da jetzt auch mit. Als neuer Mitspieler im “Kinderwagen im Stadtteil schieben” Spiel. Das war Anfangs etwas komisch (ich muss mir jetzt ein Leben lang anhören, dass ich mich beim ersten Ausgang mit Kind vollkommen bescheuert verhalten habe (Ich sah überall Gefahr, potentiell auf den Gehweg fallende Balkone, sich überschlagende Autos, Krankheiten und jede Menge potentiell total bescheuerte Menschen) und wollte nach drei Minuten wieder in die Wohnung zurück) aber inzwischen klappt das ganz gut und ich traue mich sogar mit dem Kind in der Karre auf die große Osterstrasse. Die ist plötzlich total laut, viel zu voll und überall sind Leute, Autos, Lärm, Sirenen, Geräusche, Krach und viele andere Alarme, aber ich gewöhne mich daran.

Schon seltsam, was so ein Kind mit einem macht. Aber ich mache da gerne mit.

Praktisch ist ein Kinderwagen beim Einkauf, wird man doch an der Kasse manchmal vorgelassen, hat plötzlich mehr Stauraum der aber leider für die Windeln aufgebraucht wird.

So schiebt der Sven alle paar Tage sich selbst und den Lütten durch den Kiez. Aufmerksam wie ein Luchs und die Karre immer felsenfest im Griff um potentielle Gefahren vorausschauend bereits in drei Kilometer Entfernung zu umfahren.

Die Stadt ändert mit einem Kinderwagen ihr Gesicht.

  • Wieso ist in der U-Bahn eine so hohe Kante/Lücke zwischen Bahnsteig und Wagen?
  • Wird die Karre im Treppenhaus geklaut?
  • Warum zum Geier gibt es am Jungfernstieg keinen Fahrstuhl? (echt jetzt, was ist das bitte für ein Scheiss?)
  • Überhaupt – Warum hat nicht jede U-Bahn Station einen Aufzug?
  • Siehe dazu die Liste der Stationen mit Aufzug beim HVV (pdf)
  • Fahre ich die Rolltreppe Vor- oder Rückwärts hoch?
  • Wieso hilft mir niemand beim Karre die Treppe hochschleppen?
  • Was passiert eigentlich, wenn ich den blauen Kinderwagenknopf im Bus drücke?

Neue Probleme und ich übe mich in der Lösung. Großes Kino, insbesondere die erste Fahrt auf einer Rolltreppe mit anschließendem an der Rolltreppe hängenbleiben waren fast so aufregend wie die Geburt.

Ich verstehe jetzt die vielen anderen Karrenschieber im Stadtteil. Man nickt sich manchmal solidarisch zu, vergleicht mit schnellem Blick die Ausstattung der Karre (Kaffebecherhalter! Farblich passende Wickeltasche mit iPodhalter!) und schuckelt das Kind zwischen zwei Terminen an der Milchbar durch die Gegend.

Wer auf den ganzen Stress keine Lust hat, kann die Karre mit dem Kind auch einfach auf den Balkon stellen, da ist auch frische Luft. Allerdings verpasst man dann soviel Kram der dazu gehört, dass selbst ich, mit der ultimativen Spazierengehen-Allergie inzwischen gerne die Karre durch die Gegend schiebe und einfach nur Spazierengehe. Ich erlebe dabei so viel und wenn es mal langweilig wird, pfeife ich dem Kind ein Lied vor (es wird zwar nie langweilig, aber ich pfeife trotzdem). Ich bilde mir ein, dass er das gut findet.

In Berlin gingen mir die vielen Karren in meinem Kiez manchmal auf den Keks. In Hamburg mache ich jetzt mit beim lustigen Karre schieben (kurz anhalten, sein Schal ist um 5mm verrutscht! Aaargh!) und es ist wunderbar. Jede Menge Spaß, aufregende Erlebnisse und jetzt wissen auch die Nachbarn, dass der Lütte da ist. Bei denen gilt dann auch die älteste Kiezregel und ich bin Hamburg echt dankbar für diesen Satz: Nur gucken, nicht anfassen.

Darum bekommt Hamburg die Punkte.
Spaziergang mit Baby im Kinderwagen Hamburg vs. Berlin 600 :0

ps: In Sachen Kinderwagen in Hamburg muss man auch das da lesen. Wundervoll.

Ich lerne: Eltern nicken sich freundlich lächelnd zu, wenn sie einander Begegnen. Wahrscheinlich irgend ein Geheimcode zur Aufmunterung, hey Du bist nicht allein!
10:30 Uhr
Ich versuche, die Kinderkarre ins Café zu bekommen.
10:40 Uhr
Drin! Das Café ist voll mit Eltern. Es wird viel gelächelt.

Quelle und weiterlesen bei Dem Herrn Paulsen sein Kiosk – Jetzt neu: Uneingeschränkte Solidarität mit den werktätigen Eltern dieser Welt!

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Baby anschauen

svensonsan - Mittwoch, 17. Dezember 2008 - 13:55 Uhr
Filed under: Hamburg gewinntComments (1)

So sieht er aus, wenn er sich bewegt. Ist etwas dunkel, aber was soll’s, da müsst ihr an eurem Monitor die Helligkeit hochdrehen. ;-)


YouTube Baby Video direkt Link

Ansonsten geht es dem Kleinen gut, er wächst und nimmt zu, er schläft wie ein Stein, er sabbert, er spuckt, er hat eine relativ hohe Windel/Tag Schlagzahl, er war draussen, es gab Spaziergänge, wir hatten Spaß mit der Karre und Rolltreppen, wir sind schon U-Bahn gefahren, die Katze hat ihn inzwischen akzeptiert und schnuppert auch mal an ihm.

Weiterhin ein aufregendes Ding.

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Blogwichteln: …etwas Hamburg und ein bisschen Berlin… – Hamburg vs. Berlin

svensonsan - Mittwoch, 17. Dezember 2008 - 8:01 Uhr
Filed under: Hamburg gewinntComments (0)

Das Hamburg vs. Berlin Blog steht schon seit langem für viele Themen, die je nachdem sortiert werden, mal gewinnt Hamburg, dann Berlin, mal geht es unentschieden aus. Dieser Wichtelbeitrag gehört in die Kategorie Hamburg gewinnt.

Vom Oberwichtel bekam ich per Mail den Link zu diesem Blog. Nur an der Adresse fiel es mir nicht auf, doch beim Besuch auf dem Blog, wusste ich, ja, hier habe ich schon mal gelesen. Ich blätterte mal ein bisschen, beim Wichteln vom Vorjahr, ups, hier war diese Fotogeschichte, nun, die ist nicht zu toppen, na toll! ;-)

Meine Hoffnung die 64 hätte mit dem Jahrgang zu tun, passte nicht. Sven interessiert sich nur am Rande für Fussball und zu den Fehlerbildern fällt mir nichts Neues ein. Von den Städten habe ich wenig bis keine Ahnung, durch Hamburg bin ich mal durchgefahren, aber ohne dort anzuhalten. In Berlin war ich schon, aber auch nur wenige Tage, so kann ich zu den Vergleichen auch nichts beitragen.

Ich suche ein Thema, das ins Blog passt, auch wenn ich nicht twittere, wenig Ahnung von Radio habe und fast nichts über Katzencontent weiß. Barcamps? Gut, da war ich schon, aber hier drüber schreiben, nee, auch nicht so recht.

Absagen? Gar nichts schreiben? Bild? Geschichte? Irgendwas?

Hm, nein absagen gilt nicht, das ist feige. Verschieben, morgen nochmal schauen, mal eine Nacht drüber schlafen…

Nun gut, das hatte jetzt Vor- und Nachteile. Wie jetzt, der Sven ist jetzt Vater, da gibts einen Sohn?! Na bravo! Das auch noch, also vergesse ich mal die Idee etwas genauer in den Beiträgen nach Themen zu schauen…

Tja, die Bilderidee ist jetzt noch unpassender, die Fotos vom "frisch geschlüpften" Sohn sind viel interessanter. …einfacher als am Vortag ist es nicht gerade, Noch immer will ich, dass es Sven gefällt, aber der ist mit seinen Gedanken wohl grad nur an einer Stelle, bei seinem Sohn, klar!

Irgendwas! Ja, irgendwas schon, aber was? Wenn ich schreibe: "keine Ahnung, weiß nicht, kann's nicht sagen…" ist das ja auch noch kein Beitrag. :-(

Sohn, Zwerg, Hannes, Kind, Nikolaus?

Also gut, da habe ich doch noch eine Idee:

…ein bisschen Berlin, etwas Hamburg, ein wenig USA, Thailand, schweizerisch-russischer Namensvetter, Zeichentrick und Weltentdeckung, Physiker und Flugpionier, Sänger, Schauspieler, Fußballer und Vatertag, alt werden und Sternzeichen, Stiefel und Nikolaus…

Ja, genau, es geht um den Zwerg, um die 51 Zentimeter-vollständiger-kleiner-Mensch, um Hannes Yul Fietje. Der Kleine, war wohl ziemlich pünktlich, denn 3820 Gramm ist schon recht kräftig.

Hannes scheint ein praktisch veranlagtes Kind zu sein, da er ja noch rechtzeitig, am 5. Dezember kam, um seine Stiefel für den Nikolaus rauszustellen. Fünfter Dezember? Klar, bei Wikipedia gibts da ein bisschen was zu dem Tag. Die Astrologen zählen den in Hamburg (53° 34' 06" N, 10° 02' 18" O) geborenen Zwerg zum Sternzeichen Schütze mit dem Aszendenten Waage.

5. Dezember

Was gabs da sonst noch so an diesem Tag?

  • 1492 Kolumbus entdeckt die Insel Hispaniola
  • 1889 Otto Lilienthal veröffentlicht in Berlin seine Publikation 'Der Vogelflug als Grundlage der Fliegkunst'
  • 1894 wird in Berlin das Reichtagsgebäude übergeben
  • 1906 die Hamburger S-Bahn wird unter dem Namen Hamburg-Altonaer Stadt- und Vorortbahn eröffnet.
  • 2006 zum zweiten Mal verliert ein Schachweltmeister gegen ein Schachprogramm.
  • Tag des Ehrenamts zur Anerkennung von ehrenamtlichem Engagement.
  • Der 5. Dezember ist in Thailand Vatertag, der Tag an dem hervorragende Väter ausgezeichnet werden.

Wie Hannes am 5. Dezember geboren, wurden unter anderem:

… und was sagt das aus?

Es gibt Physiker, Sänger, Fußballer… In Hamburg, Berlin und der ganzen Welt ereigneten sich die unterschiedlichsten Dinge…

Für mich sagt es aus, dass Hannes alles werden kann, alles tun kann, sich einfach für sich entscheiden kann, der zu werden, der er werden will.

Dir Sven, wünsche ich ganz viel Spaß dabei, Hannes auf seinem ganz eigenen, nur für ihn passenden Weg zu begleiten.

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Schwangerschaftstest Hamburg vs. Berlin

svensonsan - Samstag, 13. Dezember 2008 - 15:26 Uhr
Filed under: Hamburg gewinntComments (2)

Jetzt weiß ich es genau: Das Ergebnis des Schwangerschaftstest war korrekt.

In Berlin hatte ich nie das Vergnügen einen solchen Schwangerschaftstest zu sehen. Trotz allem Rumgehoppel durch fremde Betten das Berliner Nachtleben. In Hamburg habe ich mir, nach dem natürlichen, anfänglichen Schock, einen Keks gefreut über diese zwei Striche auf dem Schwangerschaftstest.

Darum steht es in Sachen Schwangerschaftstest Hamburg vs. Berlin ganz klar 1:0 für Hamburg.

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Geburt Hamburg vs. Berlin

svensonsan - Dienstag, 9. Dezember 2008 - 20:18 Uhr
Filed under: Hamburg gewinntComments (66)

Liebe Familie, Freunde, Internetfuzzies, Blogleser, Kollegen, Ex-Kollegen und Google-Besucher. Voller Stolz kann ich verkünden, dass am 5.12.08 um 2:04 Uhr mein Sohn Hannes Yul Fietje Dietrich im Elim Krankenhaus in Hamburg geboren wurde.

Scheinbar interessieren sich alle für das Gewicht und die Größe. Das Kind wog bei der Geburt 3820 Gramm, ist immer noch 51cm groß und an ihm ist alles dran und drin, was Mensch zum Leben braucht.

Ich wollte die Geburt auf Twitter mitschreiben, aber das war alles entweder so langweilig oder so aufregend, dass ich nicht twittern konnte. Darum gibt es jetzt die kleine Geburtsgeschichte. Für euch total langweilig, für mich mit die größte Geschichte überhaupt. Ich mache das, damit ich die jetzt folgende Aneinanderreihung von Ereignissen nicht jedem Horst doppelt und dreifach erzählen muss.

Das war so.

Am Donnerstag morgen wurde ich mit den freundlichen Worten die Fruchtblase ist geplatzt geweckt. Innerhalb von nur 4 Sekunden war ich angezogen, habe entspannt einen Kaffee getrunken, dreimal die Autoschlüssel verloren und bin über die Katze gestolpert. Nach einer Stunde lag meine Mitbewohnerin im Elim Krankenhaus. Kreissaal 1. Da gibt es zwar keine Badewanne, aber er ist näher an der Kaffeemaschine im Hebammen-Dienstzimmer.

Eine halbe Stunde später gab es dann Ultraschall und CTG. Das knuffige Gerät hat ein Gewicht von 4400 Gramm für das Baby ausgerechnet und einen Kopfumfangdurchmesser (?) von 13cm gemessen. Bei 13cm wurde der Chefarzt zu Rate gezogen. Netter Kerl, er erzählte etwas davon, dass die Schulter stecken bleiben könne. Ich habe da die Klappe gehalten und auf die Hebammen gehört. Die sind ja so cool und messen von außen mit dem Maßband die Größe des Kindes. Beschlossen wurde, dass es erstmal nix mit Kaiserschnitt gibt, sondern so versucht wird.

Um 9 Uhr bekamen wir ein Zimmer auf der Station zum Warten. Es passierte ja noch nichts. Keine Wehen, kein Hü und kein Hott. Nach der Ansage, dass wir auch kurz raus könnten zum Spazieren gehen, sind wir nach Hause gefahren. Haben da den Abwasch gemacht, die Katze gefüttert, etwas gegessen und waren pünktlich um 10.30 Uhr zum nächsten CTG wieder im Elim Krankenhaus.

Praktisch, wenn man um die Ecke wohnt. Um halb Eins gab es Mittag und spätestens da wurden wir daran erinnert, dass wir in einem Krankenhaus waren. Schonkost mit gedünstetem Gemüse und so. Danach wieder ein kleiner Spaziergang um den Block. Langsam machte sich Langeweile breit, es gab ja keine Wehen, aber die Langeweile wurde um 14 Uhr vom nächsten CTG unterbrochen. Danach dann wieder Langeweile mit Baustelle gucken (super! 6 verschiedene Bagger!), Löcher in die Wand starren und auf dem Flur auf und ab laufen. Am schwierigsten in dieser Phase war sicherlich das Ausstrahlen von Ruhe, war ich doch so unglaublich aufgeregt.

Darum fuhr ich um 15 Uhr kurz nach Hause zum Rumschreien, Duschen, Klamotten wechseln, Katze bespaßen und Mails lesen. Da hatte ich noch die Spitzenidee das Laptop einzupacken und alle „Shaun das Schaaf“ Folgen mit zu nehmen. Wir richteten uns auf eine lange Nacht ein. Um 16.30 Uhr war ich wieder im Elim Krankenhaus. Inzwischen war es dunkel, wir machten noch einen kurzen Bummel durch den Hof und dann ab zum nächsten CTG um 17.30 Uhr.

Hier ging dann was. 12 Stunden nach Platzen der Fruchtblase gibt es 50 Mikrogramm von irgendwas Wehen auslösendem. Dank einer komischen Zimmernachbarin (bzw. ihrem komischen Kerl) auf Station haben uns die Hebammen das Wehenzimmer gegeben. Mit großem Bett, viel Platz zum DVD schauen auf dem Laptop und der Einsicht, dass die Lange „Shaun das Schaaf“ Nacht im Wehenzimmer die dümmste Idee des Jahres war.

Schließlich ging es Punkt 19 Uhr los mit den Wehen. Von nichts auf Wehen alle sechs Minuten. Das war beeindruckend. Um 20.30 Uhr dann wieder CTG, diesmal mit Wehen. Um 20.54 Uhr zum ersten Mal der Wunsch nach Ich will sterben, das sind solche Schmerzen, den ich sogar noch aufgeschrieben habe. Mit Uhrzeit.

Danach ging alles relativ schnell. Gegen 22.30 Uhr klang die Mitbewohnerin wie ein Dampfschiff mit Kohlenkessel kurz vor der Explosion. Eindrucksvoll und für mich als Kerl alles unvorstellbar. Gegen 23.11 Uhr ertönten die AH AH AH AH Arien, das zog sich eine Weile, in den verschiedensten Positionen ging das weiter, dann wurde gepresst, Sauerstoff gab es auch noch, am Ende kam die Saugglocke und mit viel Tam-Tam und diversen Press-Alarmen mit dem lustigen Kerze-auspusten Uff-Uff-Uff war um 2.04 Uhr das Baby da.

Plötzlich war ich Vater mit einem Sohn Namens Hannes Yul Fietje Dietrich (das ist alles total Wahnsinn. Das geht einfach so. Schwuppst, schon bin ich Vater).

Ich kann mich an den Blick auf die Uhr erinnern, die folgende Stunde fehlt aber größtenteils in meiner Erinnerung. Ich habe geweint, Fotos gemacht, die Nabelschnur durchgeschnitten, das Kind gewogen und irgendwie total viel gemacht. Um 4.30 sind wir ins Bett, um 7 Uhr wieder aufgestanden und um 7.40 Uhr hatte meine Mitbewohnerin unfassbar großen Hunger und ich weiterhin einen Sohn.

Das sehr nette Team im Elim-Krankenhaus hat am Morgen die Mitbewohnerin und das Kind untersucht. Alles ok und wir waren gegen 11 Uhr wieder zu Hause.

Wenn irgendetwas in meinem Leben jemals ganz, ganz großes Kino war, dann die Geburt.

Geburt Hamburg vs. Berlin. Es gewinnt Hamburg. Berlin irgendwie auch. Es gibt keine Punkte, mir ist gerade nicht nach Punkten, ich gehe lieber wieder das Kind knuddeln.

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pop64 im Radio Hamburg vs. Berlin

svensonsan - Montag, 1. Dezember 2008 - 10:25 Uhr
Filed under: Berlin gewinntComments (2)

Katzencontent geht ab! Damit kommt man sogar ins Radio.
Am Samstag Mittag rief mich ein gut gelaunter Mensch von Radio Fritz an. Wir haben über Katzenkram, Qualitäts- und Relevanz Dings gesprochen. Am Samstag Abend rief er dann nochmal an und ich war live im Radio zu hören. Aufregende Sache dieses Radio. So alt und doch so toll.

I Love Berlin.
I Love Berlin.
uploaded by Seite-3

Meine Mitbewohnerin stand mit Besuch in der Küche und hat am Stream live mit gehört. Ich ging völligst aufgeregt vorm Rechner auf und ab und habe ein paar Sachen zu Katzencontent und anderem Kram gesagt. Kann man sich, wenn man will, anhören. Ganz am Ende, die letzten 5 Minuten oder so. Der Rest der Sendung ist deutlich besser – Trackback ist sowieso eine empfehlenswerte Sendung.

Den dicken Knopf hier drücken:

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Quelle: TRB 105: keyboardr, herzstattkommerz, ccc, katzencontent. Kann man auch als Feed abonnieren.

So sind die Berliner, die bringen auch mal Katzencontent. Die Hamburger Radio-Jungs können das nicht. Die rufen nie an, die sind mit ihren Megahitsder80er90erunddembestenvonheute beschäftigt. Radio in Hamburg ist und bleibt einfach Elend, von einzelnen Lichtblicken mal abgesehen.

Zweimal Dreimal war dieses kleine Blog bislang im Radio, zweimal dreimal war das ein Sender aus Berlin ,

Daher: pop64 im Radio Hamburg vs. Berlin – 0:2 3

ps. Das erste Mal war ich da im Radio:

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Quelle: Kurzer Schnack mit Radio RS2

Nachtrag: Verdammt. Ich war ja schon einmal in Trackback zu hören. Ganz vergessen. Ich werde alt, schlimm ist das. Damals, auf dem Barcamp Berlin, habe ich Twitter erklärt und das kam auf Trackback. Kann man sich nur noch bei den Blogpiloten anhören. “Wie sag ich’s meinen Eltern” bei Trackback

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