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Sven ist umgezogen. Von Berlin nach Hamburg. Die daraus resultierenden Schwierigkeiten und Erkenntnisse werden hier seit 2004 als Vergleich zwischen Hamburg und Berlin veröffentlicht.

StudiVZ und Web 2.0?

svensonsan - Montag, 13. November 2006 - 0:09 Uhr
Abgelegt unter: Unentschieden


Update: Tach auch. Das hier ist der Artikel mit geheimen Google-Technorati-Voodoo. Bezieht sich wohl nur auf den einen Link. Eigentlich ziehe ich hier über StudiVZ und diese stulle Web2.0 Frage her. Wieso ein solch geschlossenes System überall als web-schiessmichtot bezeichnet wird. Egal.
Wenn du den Geheimen-Hamburg(pop64)- Berlin(Spreeblick)- Special- Google- Technorati- Trick suchts, das ist nur ein Link zur Technorati Suche “href=”http://www.technorati.com/search/studivz”, mehr nicht.
Super Trick, was?

StudiVZ beherrscht gerade das Tagesgeschäft in Kleinbloggersdorf und bekommt unfassbar viel kostenlose Werbung. Es gibt jede Menge Artikel die über StudiVZ herziehen. Da sind lustige Sachen dabei, die müsst ihr euch aber selber raussuchen. Hier geht es nur um diese elende Web3.1 Web 2.0 Sache, die immer wieder im Zusammenhang mit StudiVZ auftaucht und studivz zum “heißesten deutschen Webstartup” machen soll.
Das ist, meiner Meinung nach, so großer Marketing-Werbisch-Bullshit, dazu muss ich meinen Senf da lassen.

StudiVZ ist in seiner Funktionalität vergleichbar mit den üblichen Flirtbörsen. Anmelden, nach anderen Usern suchen und los geht es mit mailen. User kann ein Freundesnetzwerk aufbauen, sich Gruppen anschliessen, dort gibt es kleine Foren und anstelle von “virtuellen Küssen” oder “Flirtkontakten” wird gegruschelt. Am wichtigsten sind natürlich die Fotos, es gibt Profilbildchen, dazu noch Fotoalben die auch verlinkt werden können.
Das Einzige was StudiVZ von z.B. Neu.de unterscheidet, sind die jeweils besuchten Lehrveranstaltungen. Das war es aber schon. Es gibt bei studivz kein “Web 2.0″, was auch immer das ist. Kurzer Einschub aus der Jungle World zum “Was soll dieses bekloppte Web 2.0 eigentlich sein” Ding:

Web 2.0 sei »eine Haltung und keine Technologie. Es geht da­rum, durch offene Anwendungen und Dienste Partizipation zu ermöglichen und zu fördern. ›Offen‹ heißt technisch offen, aber, viel wichtiger noch, sozial offen, durch das Recht, Inhalte in anderen, spannenden Kontexten zu verwenden. Natürlich ging es beim Web immer um Partizipation, ohne die es überhaupt nicht denkbar wäre.

Da wird dann schnell klar, dass studivz ein vollkommen langweiliges Internetding ist. So etwas gab es 1999 zu hunderten und alle sind verschwunden (pdf). Eine stinknormale Seite unter Milliarden Anderen. Ein in sich geschlossenes System, dass man schnellstmöglich in eine Flirtkiste wie friendscout.de ummünzen kann. Nur wer zahlt bekommt Funktionalität. Kein Wunder, dass Parship da irgendwie mit drin hängt, die sehen als Flirtbörse den Wert von StudiVZ natürlich sofort und werden dran bleiben.

Aber es geht ja um das Web 2.0 Ding. Studivz ist altmodisch. So richtig oldschool. Es gibt nicht einen Einzigen Feed auf der Seite, ich kann sämtliche Funktionen nur als registrierter User nutzen, selbst Profile können nur angemeldete User sehen, da sind Flirtbörsen wie iLove.de schon deutlich weiter. Geschlossener geht es gar nicht. Das ist nicht der heisse Webstartupkram, das ist vollkommen langweilig und die User werden, wenn der Hype vorbei ist und man seine Leute gefunden hat, wieder auf E-Mail umsteigen. Warum?

Da sind wir gleich beim nächsten Ding. Die Technik. Wie kann es sein, dass eine Webseite als “heißester deutsches Webstartup” gilt, wenn eine blöde, automatische Registrierung E-Mail erst nach fünf Stunden in meinem Postfach landet? Das geht gar nicht, das ist unprofessionell, albern und einfach nur peinlich.
Die User sind einfach nur gelangweilt. Das ist seit Monaten bekannt und studivz schafft es mit 30 Leuten nicht die Seite so zu tunen, dass sie auch zu Lastzeiten halbwegs flüssig läuft.

StudiVZ ist sowas von Web 0.1, das gibts gar nicht. Lichtjahre entfernt, Sevenload, flickr, del.icio.us und den ganzen Anderen Sachen.

Wer soll in StudVZ investieren? Warum sollte man das machen? Wer kauft sowas? Ausser E-Mail Adressen und Benutzerprofilen gibt es bei StudiVZ nichts. Da sind wir dann beim nächsten Ding.

Es gibt bei StudiVZ überhaupt keinen Content. Nichts, nada, rien, nothing. Kein Aal-Prinzip weit und breit. Nichts. Ausser den Gruppen-Foren gibt es keinen Content. Das reicht also schon um jede Menge Kohle zu machen? Kann doch gar nicht sein, zumindest hoffe ich das mal. Es geht also doch nur um die Nutzerdaten. Adressen-, Mails- und Profile sammeln um der heissen Studentenzielgruppe Probeabos anzudrehen.

Meiner Meinung nach ist StudiVZ nur heisse Luft, mit heisser Nadel gestrickt und in ein paar Monaten redet niemand mehr von StudiVZ. Es juckt auch keinen, es gibt keinen Content der auf anderen Seiten verwendet wird, es wird kaum einer bemerken wenn Studivz verschwindet. Ausserdem werden sich die User langweilen und in Scharen davon ziehen. Wenn die bis dahin vorm Kaffeepausen-Serverfehlerscreen nicht gestorben sind, dann gruscheln sie noch heute.

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Pingback von Vanity Care » Blog Archiv » Studi-Volks-Beobachter

Montag, 13. November 2006 - 3:25 Link

[...] In Blogosphäre hat der Absang auf StudiVZ begonnen. Pop64-Sven hält das Portal nur noch für “ein vollkommen langweiliges Internetding”, das auch mehrfach mit technischen Engpässen zu kämpfen hat. Sein Fazit: “Nur heiße Luft, mit heisser Nadel gestrickt und in ein paar Monaten redet niemand mehr von StudiVZ.” Auch Robert Basic stellt fest: “Die Einschläge kommen näher.” Herr S. stimmt mit ein: “Mit dem Hype könnte es schneller vorbei sein, als manch’ einer denkt.” [...]

Kommentar von Daniel H.

Montag, 13. November 2006 - 11:17 Link

New Economy 2.0 – im negativsten Sinne – aber wahrlich kein Web 2.0!

Kommentar von Falk Lüke

Montag, 13. November 2006 - 19:52 Link

Ausser den Gruppen-Foren gibt es keinen Content.

Das ist so nicht ganz korrekt: Momentan beobachte ich mit Erstaunen, dass die Bildergaleriefunktion, bei der man Fotos mit Profilen vertaggen kann, doch offensichtlich großartige Beliebtheit erlangt.

Kommentar von Christian

Dienstag, 14. November 2006 - 21:39 Link

Versteh dich nicht. Mal davon abgesehen, dass Web2.0 ein schreckliches BuzzWord ist heißt für mich Web2.0 unter anderem auch, dass Inhalte und Seiten erst durch den Nutzer entstehen. Und genau das ist doch das Ding an diesem Web2.0 – und am StudiVZ. Ohne ihre 1 Mio Nutzer (wer’s glaubt) wäre das VZ nischts. Gar nischts. Also so viel wert wie Qype (ist da eigentlich die 20.000 Einträge Marke inzwischen schon geknackt?).

Dat Ding funktioniert. Du kannst dich wundern warum, aber eigentlich nicht beschweren.

Lieben Gruß,
Christian

Off-Topic PS: Ich war am Wochenende in Berlin. Schrecklich dort. Hamburg ist definitv mehr wert.

Trackback von Kasi-Blog

Mittwoch, 15. November 2006 - 5:42 Link

StudiVZ Encyclopedia – the most complete summary (until now)…

This is a summary of articles and blogs related to StudiVZ. Previously I have written various articles on StudiVZ on the following topics: StudiVZ and TakingITGlobal.org, Facebook, Unister and StudiVZ, 100 blonde friends on StudiVZ, StudiVZ and Penne…

Kommentar von till

Mittwoch, 15. November 2006 - 14:39 Link

So genau hab ich mich mit StudiVZ nicht beschaeftigt, allerdings find ich es witzig, dass Du Qype in eine Reihe mit Flickr und del.ico.us stellst. Wobei bei Qype generell auch ganz viel heiss gekocht wird und es am Ende des Tages (genau wie StudiVZ) ein seltsames “me-too” ist (neues Buzzword ;-)).

Bei Qype heissen die Vorgaenger epinion, Ciao, dooyoo und juengst yelp!. Bei StudiVZ ist es Facebook und sicherlich irgendwo auch MySpace.

Pingback von » “jede Menge Artikel die über StudiVZ herziehen” bzw. Linktexte bei für den Googlebot gesperrten Webseiten

Montag, 20. November 2006 - 17:27 Link

[...] “jede Menge Artikel die über StudiVZ herziehen” bzw. Linktexte bei für den Googlebot gesperrten Webseiten Anhand einer Google-Suche nach StudiVZ lässt sich eine neue Praxis von Google veranschaulichen. Dazu erst einmal ein Screenshot: Interessant ist der Eintrag von Technorati in den Suchergebnissen. Wie ein Blick in die robots.txt von Technorati zeigt, ist Google der Zugang zum Unterverzeichnis “search” verschlossen. Daran hält Google sich auch. Woher also stammt der Linktext “jede menge artikel die über studivz herziehen”. Nimmt man nun den Linktext und sucht damit bei Google, stößt man als Ergebnis auf das pop64.de-Blog. Dort wird in einem Beitrag mit exakt diesem Linktext auf die Technorati-Suche nach studivz verlinkt und dorther nimmt Google also auch den Linktext in den Suchergebnissen. [...]

Pingback von pop64.de | Hamburg vs. Berlin Blog » Studivz in Google - Hamburg vs. Berlin

Montag, 27. November 2006 - 16:12 Link

[...] Das ist so ein Technoratie-Google-Voodoo. ‘jede menge artikel die über studivz herziehen‘, das ist von mir, ein ganz normaler Link in einem ganz normalen Blogeintrag. Wieso Google daraus eine Technoratie-Suche nach StudiVZ macht, keine Ahnung, einfach Google fragen. Ein ganz klitzekleinwenig bin ich stolz darauf. Jonny Haeusler hats gefunden, das war mein Top-Traffic Tag. So ein Spreeblick-Link bringts. Wenn mir jetzt noch jemand schlüssig erklärt warum das so passiert ist, gebe ich einen aus. Bislang sind die gefundenen Erklärungen eher mau. [...]

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Mittwoch, 29. November 2006 - 1:31 Link

[...] In der Blogosphäre hat der Absang auf StudiVZ begonnen. Pop64-Sven hält das Portal nur noch für “ein vollkommen langweiliges Internetding”, das auch mehrfach mit technischen Engpässen zu kämpfen hat. Sein Fazit: “Nur heiße Luft, mit heisser Nadel gestrickt und in ein paar Monaten redet niemand mehr von StudiVZ.” Auch Robert Basic stellt fest: “Die Einschläge kommen näher.” Herr S. stimmt mit ein: “Mit dem Hype könnte es schneller vorbei sein, als manch’ einer denkt.” [...]

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Dienstag, 16. Oktober 2007 - 8:47 Link

[...] Agenturblog, NYBlog, Txtblog , CuriousCreatures, TuriBlog, Customer of Hell, Timo Kotowski, Pop64, Sichelputzer [...]

Kommentar von Ed Hardy

Freitag, 16. Mai 2008 - 11:46 Link

StudiVZ ist ne tolle Sache, habe viele alte Freunde bzw. Schulkollegen wiedergetroffen.

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