Was man so findet im Internet. Da lese ich auf Was kostet die Welt? einen Hinweis zu Lebenshaltungskosten-Dingens xpatulator und siehe da, Bonn ist von allen gelisteten deutschen Städten die preiswerteste.

Und das ist noch nicht alles. Berlin liegt mit 74 Punkten ganz knapp vor Bonn mit 75 Punkten. Das ist neu. Das war vor Zeiten noch anders.

Hamburg ist erwartungsgemäß teurer als Berlin. Allerdings nehmen sich die beiden Städte inzwischen nicht mehr viel.

Das ist eine der Rückmeldungen von euch in Berlin. Euer Gejammer über die hohen Mieten, die hohen Preise und das alles (ALLES) teurer geworden ist.
Willkommen im Club. Stadtleben ist teuer. Aber solange der Alkohol im internationalen Vergleich so preiswert bleibt, wird sich daran nichts großartig ändern.

Billigen Ramsch gibt es in Berlin an jeder Ecke und im Überfluss und trotzdem ist das Märchen vom preiswerten Leben in Berlin ausgeträumt.

Lebenshaltungskosten Hamburg vs. Berlin vs. Bonn 64:74:75

via: vormirdiewelt.de – Was kostet die Welt?

Gesetze für Feiertage sind Ländersache.
Demnach ist das Tanzverbot in Hamburg und Berlin unterschiedlich.

1953 Dance Party

Foto: 1953 Dance Party by Patrick Q

Es gibt sogenannte Stille Tage, an denen unter anderem ein Tanzverbot gilt.

In Hamburg gilt:
Tanzverbot am Karfreitag ab zwei Uhr Morgens bis zwei Uhr des Folgetages.
Zwei Stunden könnt ihr abhotten. Danach ist Schluss mit fummeln und ihr könnt euch einen Kicker suchen.

Quelle: § 4 Feiertagsschutzverordnung in der Fassung vom 15. Februar 1957

In Berlin gilt:
Tanzverbot am Karfreitag von 4.00 Uhr am Morgen bis 21.00 Uhr am Abend.
Die Berliner können vier Stunden lang tanzen am Karfreitag. Danach ist es dann auch egal. Trinkt noch einen Absacker, geht Frühstücken und schon ist es wieder 21 Uhr am Abend. Und tanzt nochmal drei Stunden weiter, schon sind sieben Stunden zusammengerockt.

Quelle: § 4 Verordnung über den Schutz der Sonn- und Feiertage (Feiertagsschutz- Verordnung – FSchVO)

Tanzverbot Karfreitag, Ostermontag und Ostersonntag Hamburg vs. Berlin 2:4

Tanzverbot Karfreitag, Ostermontag und Ostersonntag Hamburg vs. Berlin 2:7

via: kuugl.blogspot.com – Don´t dance with somebody!

Die Berliner rufen überdurchschnittlich häufig einen Rettungswagen.
Im letzten Jahr immerhin 279.600 Mal.

DSC01560.JPG

Foto: Rettungswagen Feuerwehr Berlin by nadessa

Dazu hat die Feuerwehr Berlin vor kurzem ein paar Zahlen veröffentlicht.

Es gibt in Berlin das Ziel, in 75% der Fälle in weniger als acht Minuten am Einsatzort zu sein. Das hat nicht geklappt, nur in 50% der Fälle war innerhalb von acht Minuten ein Retter vor Ort. Am Stadtrand sogar nur in 30% der Fälle. Das liegt nicht an der Feuerwehr selbst, dass liegt daran, dass die Leute heutzutage schlicht viel häufiger die Feuerwehr rufen. Eine Steigerung der Einsatzzahlen von 12,9% im Vergleich zum Vorjahr ist nicht ohne und es ist erstaunlich, dass das überhaupt alles funktioniert in Berlin.

Dazu kommen die zahlreichen Pflegeheime in der Stadt. Für Ärzte ist dort kein Geld da und der Zivi muss natürlich bei jedem Pillepalle die Feuerwehr rufen.

In Hamburg ist es noch schlimmer.

In der Hansestadt leben halb so viele Leute wie in Berlin, die dann aber 200.000 Mal den Krankenwagen rufen.
Die Feuerwehr Hamburg sagt dazu: “Das rote Taxi mit Blaulicht wird auch bei Nasenbluten bestellt“.

Angeblich ist in Berlin sogar das Martinshorn der Feuerwehr lauter als in Hamburg.
Ich erinnere mich dunkel an einen jahrealten Artikel dazu, finde den aber nicht mehr wieder.

Krankenwagen Hamburg vs. Berlin 200.000 : 280.000

Eine kleine Geschichte des Technologiestandortes Deutschland und seinen Amtsstuben.

Ich habe heute gelernt: Es gibt in Deutschland für Hörgeschädigte die Möglichkeit, per SMS oder FAX im Notfall einen Notruf, bzw. ein Notfax an die Polizei zu senden.

Dank der deutschen Bundesländerkleinstaaterei wird dies in jedem Bundesland unterschiedlich gehandhabt und ist bislang nur in Berlin, Brandenburg und dem Saarland möglich.

In Berlin schickt man, wie gewohnt, eine SMS an eine Nummer. Diese SMS wird anschliessend in ein als FAX umgewandelt und an die Polizei geschickt.

Für Berlin bitte aufpassen, es wird kompliziert.
Faxvorwahl des Providers + 030 466 48 64 18
(z.B. T-Mobile D1 = 99, Vodafone D2 = 99, e-Plus = 1551, O2 Netz = 329)

Ich müsste, als O2 Kunde, mir die 329 030 466 48 64 18 in das Adressbuch legen und könnte im Notfall eine SMS an die Polizei schicken.

Ich finde diesen Service toll und möchte nicht zu kritisch sein, aber geht das nicht einfacher? Warum kann ich ein kostenfreies FAX, aber keine SMS an die 110 schicken? Warum steht im Notruf per SMS Merkblatt des GVB, dass die SMS nicht länger als 160 Zeichen sein darf? Was passiert dann? Und überhaupt, das FAX, bzw. die entsprechende Notruffax-Vorlage ist toll, aber warum gilt das nur in Berlin?

Im Saarland ist zusätzlich noch eine Ortung des Handys nach absenden der Notfall SMS an die 0681 19 222 möglich.

Das ist allerdings seit 2009 nicht mehr erlaubt.

Der Knaller:
Seit 2009 wird eine schriftliche Einwilligung des zu Ortenden gesetzlich verlangt.
Schriftlich! Im Notfall. Muss man sich mal vorstellen. Wer denkt sich so etwas aus? Ich liege im Feld mit gebrochenem Bein, kann aber nicht geortet werden, da ich zufällig kein Fax dabei habe um eine schriftliche Einwilligung zu schicken.

Und der Spaß geht noch weiter.
Am 15.4.11 wurde eine Novelle des Telekommunikationsgesetzes verabschiedet.
Die sorgt dafür, dass sich Deutschland technisch noch weiter von der Realität, bzw. den technischen Möglichkeiten entfernt. Soweit ich das verstehe wird GPS komplett gekickt und man geht zurück auf nur Funkzellenortung.

Ich zitiere das mal ausführlich.

So sieht die aktuelle Fassung des Telekommunikationsgesetzes ausschließlich die ungenaue Ortung auf Basis der Funkzellenortung vor. Diese Positionsbestimmungen können vor allem in ländlichen Gebieten bis zu 12 Kilometer vom Standort des Notrufenden abweichen und erfordern einen erhöhten Suchaufwand. Eine schnelle Hilfeleistung durch eine GPS basierte Ortung wird im Gesetz nicht zugelassen, obwohl damit im Notfall die Zeit bis zum Eintreffen von Rettungskräften erheblich verkürzt werden kann. Auch die Verwendung eines SMS-Notrufs, mit dem sich etwa Hör- oder Sprachgeschädigte von unterwegs bei einer Notrufzentrale melden könnten, berücksichtigt das neue Gesetz ebenfalls nicht.

Quelle: Björn Steiger Stiftung – Super GAU für Notfallopfer

Im Jahr 2011 wird, nach sieben Jahren Arbeit, auf Bundesebene von den Bürokraten im Bundeswirtschaftsministerium, in der Bundesnetzagentur und in zahlreichen Landesministerien, beschlossen: Notruf geht auch künftig nur per Telefon oder Fax.

Die Netzabdeckung auf dem Land ist weiterhin teilweise sehr schlecht. Selbst ich war schon in Situationen, in denen die Verbindungsqualität nicht mehr für ein Telefonat reihte, eine SMS aber noch versendet werden konnte.

Das ist schade. Wir haben 2011, da müsste mehr drin sein.

Notruf per SMS Hamburg vs. Berlin 0:1

via Lawblog.de – Links 615

Mehr zum Thema:
telepolis.de – Notruf nur per Fax statt mit SMS
heise.de – Steiger-Stiftung: Ortungsverbot behindert Rettungsdienste

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Meine Idee dazu:

Flughafen Tempelhof. Auf dem Rollfeld. Da ist Platz. Viel Platz. Da kann man große Zelte hinstellen und hat, nebenbei, auch keinen Stress mit WLAN-blockierenden Wänden.

Je mehr ich darüber nachdenke, desto besser finde ich das.

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Im 100. Bus.
Zwei junge Damen vor mir unterhalten sich über einen BMW auf dem Abschleppwagen an der Ampel vor uns.

“Sieht man oft. Da stehen fast nur noch Autos mit M drauf. Die schleppen immer die Mietwagen ab. Die Schweine."

Ich musste lachen und sie meint das auch noch ernst.

Nachtrag: Ja, fairerweise muss ich wirklich zugeben, dass auf den Nummernschilder vieler Mietwagen das große M prangt. Ob die Zulassungsstelle dort mit Absicht gewählt wurde.

Nachtrag: Ja, fairerweise muss ich wirklich zugeben, dass auf den Nummernschilder vieler Mietwagen das große M prangt. Ob die Zulassungsstelle dort mit Absicht gewählt wurde.  

Was für ein Spaß.
Passend zu meinem Berlinbesuch anlässlich der Re:Publica kommt Bud Spencer zur Autogrammstunden nach Deutschland.

Spencer!

Foto: Spencer! by AmyMo

Berlin: Am 13.4.2011 ab 17/18 Uhr bei Kaufhof am Alex

Hamburg: 14.4.2011 ab 18 Uhr bei Thalia am Ballindamm

Ganz klare Sache, ich gehe am Dienstag Mittwoch Nachmittag zu Kaufhof und lasse meine Fäuste irgendwas von Bud Spencer signieren.

Das wird mein erstes Autogramm eines Zahnarztes, eines Olympiagoldmedalliengewinner und eines Schauspielers. Alles in einem. Praktisch, oder?

Bud Spencer Hamburg vs Berlin 1:100

Der Papst kommt nach Berlin. Vom 22.-25. September 2011 reist der Heilige Vater zu seinem ersten offiziellen Besuch nach Deutschland. Neben den zu erwartenden Aktionen und Demonstrationen der %Benachteiligte-Minderheitname – Gruppierung gibt es zum dritten Besuch des Papstes etwas, dass es so in Deutschland sicherlich nur in Berlin geben kann.

Zeitgleich zum Papstbesuch findet die 15. Venus Messe statt.
Das ist eine Messe der Erotikindustrie. Für Fachbesucher und “Konsumenten”. Die Webseite der Venus Messe ist safe-for-work, ein Besuch auf der Messe kann unbedarfte Gemüter allerdings verstören, da gibt es Hardcore pur.

Man stelle sich dies bitte in Erfurt vor, eine der weiteren Stationen der Papst Deutschlandreise.

Das Witz- und Absurditäten Potential für diese zeitliche Zusammenkunft ist nahezu unendlich groß, ich überlasse das aber den Leuten mit mehr Sinn für Humor. Allein die Vorstellung, dass zur heiligen Messe des Papstes auf der Venus Berlin einmal durch das Hohelied Salomons geritten wird, ist schon zu absurd für meinen Textkindergarten hier.

Aus jeden Fall bekommt Berlin die Punkte.

Papst Besuch zur Venus Messe Hamburg vs. Berlin  0:2011

Ich stehe auf Berlin. In Berlin gibt es ab und an das eine oder andere Dings, dass mir gefällt. Zur Zeit freue ich mich auf die Re:publica.
Damit ich mich auch auf die next conference 2011 freuen kann, habe ich seit eben einen dieser Banner im Blog.

Da kannste klicken und lesen, z.B.: First speakers for NEXT11 are confirmed.

Und wenn ich Glück habe, bekomme ich eine Ticket. Oder ein Bloggerticket. Ich würde ja schon gerne hinfahren, habe mich natürlich zu spät um alles gekümmert. Eigentlich habe ich mich noch gar nicht gekümmert.

Herrlicher Nummernporno. Alle Postleitzahlen für Hamburg (und die kleine Insel, wie heisst sie noch gleich, Neuwerk)

Alle Postleitzahlen für Berlin

In Hamburg reichen 102, in Berlin gibt es 192 Postleitzahlen.

Addiert man alle 102 Postleitzahlen aus Hamburg zusammen, erhält man 2.211.120. Die 191 Postleitzahlen aus Berlin ergeben 2.333.501 in der Summe. Das nimmt sich nicht viel. Doppelt so viele Postleitzahlen, aber eben nur halb so viel Wert wie die Hanesatischen Nummern.

Im Verzeichnis der Postämter des Reichspostgebiets 1944 hatte Hamburg die Postleitzahl 24, Berlin hingegen damals noch ganz bescheiden mit der Postleitzahl 1.

Bei der Einwohnerzahl in der Postleitzone, das ist die erste Ziffer der Postleitzahl, liegt Hamburg, bzw. die Ziffer 2 mit ca. 8.691.409 Empfängern vorne. Die Ziffer 1 in und um Berlin bietet nur ca. 7.034.541 Bewohner. Quelle

Berlin bietet einige besondere Postleitzahlen.
11010 – Bundespräsidialamt in Berlin, 11011 – Deutscher Bundestag in Berlin, 11012 – Bundeskanzleramt in Berlin, 11013 – Auswärtiges Amt in Berlin und 10111 – das Abgeordnetenhaus von Berlin. Die 11013 ist nicht vergeben.

In Hamburg haben zumindest der Hamburg Airport, die Hamburger Friedhöfe und AIRBUS die Postleitzahl 22331, der Zusammenhang erschliesst sich mir nicht auf Anhieb. Die Kasse der Stadt Hamburg hat die 22222.

In Berlin hat zumindest eine der alten Postleitzahlen überlebt: SO 36. Die Lokalmatadore kennen natürlich auch noch Kreuzberg 61, aber das ist dann schon sehr speziell. So etwas gibt es in Hamburg meines Wissens nach nicht.

Seit 2010 bietet die Post eine “richtige” Postleitzahlensuche im Internet an. Die kann man sich auf seine eigene Webseite kleben, das sieht dann so aus:


Hier gewinnt Berlin. Mehr von allem, damals mit der 1, heute mit Späßen wie 10101.
Klare Sache.

Postleitzahlen Hamburg vs. Berlin 1 : 2