Niedlich. Rauschte eben durch mein Hamburg-Berlin-Radar.

IMG_3598
Foto: IMG_3598 von fchmksfkcb. Lizenz

Die Herren vom Club an der Alster Hamburg und die Damen des Berliner HC sind deutsche Hallenhockey-Meister.

Quell: Süddeutsche – Hamburg und Berlin sind Hallenhockey-Meister

Wobei das mit Berlin sogar doppelt gilt, standen da doch gleich zwei Berliner-Teams im Finale. Berliner HC vs. TuS Lichterfelde.

Ich bin jetzt nicht so drin im Hallenhockey, aber es gibt jede Menge Artikel dazu.

Das Abendblatt und das Internet.

Immer wieder ein Quell der Freude. Bitte beachten Sie: Ich mecker nicht rum. Ich gratuliere den Beteiligten zu ihrer Entscheidung. Ich finde solche Hype-Lokalteile absolut spitze. Ganz großes Kino ist das.

Vorweg der offizielle Teil:

Billig und willig: Chefredakteur Claus Strunz will mit einem ungewöhnlichen Projekt die lokale Kompetenz des “Hamburger Abendblatts” steigern – er schickt 18 Bürgerjournalisten für wenig Geld auf die Straße, sie sollen gemeinsam sieben verschiedene Stadtteil-Blogs füllen.

Quelle: turi2: “Hamburger Abendblatt” startet sieben Stadtteil-Blogs.

Das schreibt Turi und hat eigentlich Recht.

Abgesehen davon finde ich die Autoren viel spannender. Ich hühner den ganzen Tag im Internet rum und habe von keinem einzigen der Abendblatt-Blogger jemals etwas gelesen oder gehört.

Darum erlaube ich mir, stellvertretend für die anderen:

Willkommen im Internetz. Schnallen Sie ihre Katze an, legen sie ihr Franzbrötchen zurecht, stellen Sie die Sitze aufrecht, hier ist den ganzen Tag lang Mini-Klub.

Das Abendblatt lässt also auf Stadteilreporter bloggen. Geld bekommen die Autoren nur, wenn ihre Texte in der gedruckten Ausgabe erscheinen. Das ist schade. Bloggen kostet. Zeit, Aufwand, Ideen, das ist alles kein Spaß hier und es ist eine Frechheit, die Leute für umme arbeiten zu lassen.

Da kommen solche Artikel zustande: Eimsbüttel hat die Haare schön. Das ist super. Sogar mit Kommentaren! Toll. Ehrlich, ich finde das gut.

Ihr könnt euch bei Gelegenheit auch die Kollegen in Berlin ansehen: z.B: Tagesspiegel.de/weblogs. Die machen das gut, wenn ihr das auch so vorhaben solltet: Gratuliere.

Aller Anfang ist schwer, ich weiß das. Ein neues Blog zu starten, in der Gruppe, in einer Konzernstruktur, mit einem Datenschutzbeauftragten, einer Rechtsabteilung, einer IT und allem – ein einziger Horror für Geschwindigkeits- und Resultatverwöhnte Blogger, das will man eigentlich alles gar nicht. Witzig, dass im Sourcecode der Abendblattblogs deutlich mehr Werbung-Adserver-Webanalyse Kram steht als alles andere. Da wird die Richtung schon klar.

Eine Sache haben die Hanseaten den Kollegen beim Tagesspiegel allerdings voraus: Sie dürfen ein WordPress-Blog nutzen. Das ist eigentlich besser, bietet es doch eine Vielzahl mehr Möglichkeiten zur Anpassung als das Modell beim Tagesspiegel.

Und obwohl ihr so flexibel seid, sehen die blogs beim Tagespiegel besser aus, aber das kann ja noch werden.

Zum Start verteile ich Punkte, Stadteilreporter Hamburg vs. Berlin 10:20

ps: Wer sich für solche lokalen Themen interessiert: Es gibt eine schöne Liste mit Berlin-Blogs im Modersohn-Magazin. Da sind echte Berliner-Blogperlen gelistet.
Wirklich hübsch ist auch freundevonfreunden. Große Bilder, so muss das sein.
Noch mehr Berlin-Juice gibt es bei:
B like Berlin
Berlin ist die einzige Stadt, in der man in Deutschland sein kann, ohne in Deutschland leben zu müssen.

Freunde wollten wissen, was man mit zwei Kindern (1,5 Jahre und 4 Jahre alt) an einem Wochenende in Hamburg machen kann. Ich schrob dazu etwas auf Facebook, hier eine leicht geänderte Kopie. Hamburg mit Kindern.

Hafenrundfahrt ist schön, muss man machen wenn man zu Besuch ist. Man fährt mit Käpt’n Prüsse, wenn möglich (ich weiß nicht wieso, ist so ein Image Ding, die Hamburger fahren alle mit dem). Abfahrt Landungsbrücken zur “großen Hafenrundfahrt”.
www.kapitaen-pruesse.de
Wichtig: Nur bei FLUT, nicht bei Ebbe Bei Ebbe/Niedrigwasser zur Hafenrundfahrt. Sonst starrt man nur auf meterhohe Spundwände. Das macht keinen Spaß. Ein Blick auf die Pegelstände in St. Pauli hilft da weiter.

Alternativ gibt es dazu noch die Alstertouristik, aufgeteilt in Alster-Kreuz-Fahrten, Alster-Rundfahrten, Fleet-Fahrten und Kanal-Fahrten. Das macht Laune und man kann insbesondere die Kanalrundfahrt perfekt mit Berlin vergleichen.
www.alstertouristik.de

Deutlich preiswerter mit dem Schiff für die Familie geht es mit der HVV Fähre.
Mit der 9 Uhr Tageskarte kann man den ganzen Tag Schiff fahren. Linie 62, von Landungsbrücken bis Övelgönne, da dann am Strand und Elbe rumlaufen.
www.hadag.de

Hagenbeks Tierpark ist ein echter Kostenfaktor. Eintritt, Pommes, Souvenir, das belastet die Kasse spürbar, lohnt aber, zumindest bei gutem Wetter. Bei schlechtem Wetter geht man, wenn überhaupt, nur in das Tropendingens.
www.hagenbeck.de

Das Miniatur Wunderland ist sehr beeindruckend, leider meistens sehr voll am Wochenende und für ein 1,5 Jahre altes Kind total langweilig.
www.miniatur-wunderland.de

Mein Favorit zur Zeit:

Wir waren inzwischen ein paarmal im Wildpark Schwarze Berge.
Der liegt etwas ausserhalb, ist ohne Auto eher mittelgut zu erreichen mit Kind und Kegel, hat dafür aber einen coolen Spielplatz und natürlich jede Menge Tiere, die zum Teil frei umherlaufen. Ehrlich gesagt sind allein die Hängebauchschweine am Begin des Parks bereits den Eintritt wert. Streichelzoo, Ziegen, Fledermäuse, alles Zipp und Zapp, alles super, so wie man sich einen Wildpark vorstellt. Der Service in der Pommesbude ist allerdings extrem verbesserungswürdig, aber wen kümmert das schon.
www.wildpark-schwarze-berge.de

Das klick! Kindermuseum soll auch ganz nett sein, da war ich noch nicht, der Lütte ist noch zu klein dafür. Mit vier Jahren ist das aber etwas anderes.
www.kindermuseum-hamburg.de

Bei schlechtem Wetter oder wenn euch die Decke auf den Kopf fällt und alle kurz vor der Explosion sind, hilft vielleicht das Rabatzz. Eine einzige Kinderdisko, ganz großes Kino, danach war ich fix und fertig, aber es war lustig. Für die Kinderlosen: Man kann einen Besuch im Rabatzz simulieren. Zwei Stunden lang extrem laut Kinderlieder hören und dabei permanent hüpfen, evtl. direkt vor einem Stroboskop in Augenhöhe. So ungefähr fühlt man sich nach zwei Stunden Rabatzz. Das kann schokierend sein.
www.rabatzz.de

Planten und Bloomen geht auch immer, hat einen großen Spielplatz, aber dafür kommt ihr ja nicht nach Hamburg, oder?

Mit Schiff, Elb und einem der beiden Zoos kommt man sicherlich schon relativ weit, bzw. damit ist das Wochenende auch fast vorbei.

Was jeder doch irgendie bereits wusste:

verfügt fast jeder vierte Haushalt der Hauptstadt monatlich über weniger als 1100 Euro. In Hamburg fällt nur jeder fünfte Haushalt (19,9 Prozent) in diese Kategorie. In München sind es sogar nur sechs Prozent.
Definiert ist das Einkommen als Summe aller monatlichen Überweisungen wie Gehalt, Renten sowie Transferzahlungen wie Kindergeld abzüglich Steuern und Sozialabgaben.

Quelle: Morgenpost: Berlin ist die Stadt der Geringverdiener

Ich verstehe das mal als netto-Einkommen, richtig, oder?
Das ist in der Tat nicht viel Geld.

Viel erstaunlicher finde ich aber, dass über die Hälfte der deutschen Haushalte über mehr als 2600 Euro pro Monat verfügt. Steht im verlinkten Artikel.

Und wenn man ehrlich ist, Hamburg und Berlin sind hier fast gleichauf, da darf man sich keine Illusionen machen. Prozentual ist Hamburgs Bevölkerung genauso pleite wie in Berlin. 

Einkommen Hamburg vs. Berlin Ausgabe 2011 20:25

Die Genderdingensforschung und das Amt für Statistik Berlin wissen es schon länger: Hamburg und Berlin sind Zugezogenenstädte.

Ein Großteil der Stadtbevölkerung ist nicht von hier, sondern von DA.

In Hamburg ist DA südlich der Elbe, alternativ gibt es noch das nicht so schlimme DA Ostsee/Nordsee.

In Berlin gibt es DA-Westberlin, DA-Ostberlin, DA-Westdeutschland und DA-Ostdeutschland.

Wer, wie ich, aus so einen DA kommt, wächst in der Regel in einem Dialekt auf (es sei denn, du kommst aus Hannover, aber dann hast du genügend andere Probleme). Mit den Dialekten ist das so eine Sache, gehören sie doch zu dem Ersten, dass man sich als hipper und paarungswilliger Stadtbewohner abgewöhnen muss.

Bei dem einen oder anderen verbleibt aber eine gewisse Sympathie für den Dialekt aus der Heimat. Dafür hat man dann Asterix und Obelix Mundart erfunden.

Asterix Mundart

Ich selbst bin ein goßer Fan der Hessischen Mundart-Bände. Als ich den ersten Band geschenkt bekam, bin ich fast an einem Lachanfall erstickt und ich danke heute noch allen zuständigen Gottheiten für das Panel, in dem die Römer, nachdem sie einen auf die Zwölf bekamen, sich aufrappeln und Lebbe geht weider rufen.

Aus rein beruflichen Gründen schrob ich diverse “Asterix schnackt Hamburgisch” und “Asterix balinat” Ausgaben auf meinen Wunschzettel, dankenswerterweise bekam ich sogar gleich drei davon geschenkt.

Und wisst ihr was? Sie sind alle toll und lesen sich erstaunlich unterschiedlich.

Zuerst die Berliner. Asterix und das Pyramidenluda

Wa befinden uns im Jahre Fuffzich vor seiner Jeburt (50v.Chr). Janz Jallien is vonne Röma besetzt. Moment! Wa wolln nich übatreibn! …

Quelle und mehr: Asterix Mundart 49 – Berlinerisch II

Großartiger Titel. Übasetzt ins Balinerische von Dieter Hallervorden und Kalle Scherfling. Es liest sich so, wie man sich Berlinerisch vorstellt. Es wird geflucht, geschimpft, alle sind eine Spur zu laut und schlecht gelaunt und der Witz ist eher platt. Scheisse, Drecksau, Ägyptische Deutsche Eiche, Höschen wechseln kann man lesen. Es ist, wenn man Berlin mag, irgendwie lustig, liest sich aber nach einigen Seiten doch recht zäh. Schade eigentlich, ich hatte mehr erwartet.

Die Hanseaten sind da ähnlich. Hammonia-City

Wir schreim das Jah 50 voer Kristi. Ganz Gallien is inne Hant vonnie Römer… Ganz Gallien? Nee! Da giepas ein Dorf mit steifnackige Feffersäcke …

Quelle und mehr: Wir schreim das Jah 50 voer Kristi. Ganz Gallien is inne Hant vonnie Römer… Ganz Gallien? Nee!

Ein erfolgreiches Buch. Übersetzt von Hartmut Cyriacks, Reinhard Goltz und Peter Nissen. Wie im erstaunlich langen Einleitungstext im Buch auch erklärt wird, funktioniert Asterix auf Hamburgisch tatsächlich nur, wenn man es laut liest. Das liegt schlicht daran, dass z.B. der spitze Stein, den ihr wahrscheinlich alle im Hamburgischen schon einmal gehört habt, sich eben blöd lesen lässt. Da passiert nix, laut vorgelesen hingegen ist das etwas ganz anderes.

Der Band ist insgesamt angenehmer und unterhaltsamer als der oben erwähnte Berlin-Band, allerdings auch hier mit Problemen. Wer liest schon einen Comic komplett laut? Habt ihr euren Kindern schon einmal einen Comic vorgelesen? Das fetzt nicht und genauso ist es, wenn man es sich selbst laut vorliest. Insgesamt besser als Asterix und das Pyramidenluda, aber, da geht noch was.

Und ja, die besten, erfolgreichsten (schon acht Ausgaben, so viel wie Schwäbisch und Fränkisch zusammen. Ha!) und lustigsten Asterix-Mundart Bücher sind in der Tat die Hessischen Mundartbücher. Neu auf dem Nachttisch bei mir:

Asterix babbelt hessisch – Asterix un es Zuckerschnecksche

Im Jahre fuffzisch vorm Herrgott habbe die Römer schon des ganze Gallie uffgemischt… Des ganze Gallie? Naa! E klaa Kaff hört net uff, sich mit dene Babbsäck zu bummbe

Quelle und mehr: Asterix Mundart 45 – Hessisch IV

Ins hessisch Gebabbel übertrage vom Jürgen Leber.
Was für ein Spaß, was für ein Fest. Es wird, ähnlich wie bei den Berlinern, hier und da geschimpft, aber irgendwie anders.

Kurz den Anfang der Geschichte.

Cäsar liegt in dem Zuckerschnecksche sein Schuppe auf der faulen Haut, sie sagt sie habbe die Festhall, de Henninger Turm und die ald Oper gebaut, aber trotzdem fordert Cäsar Kleopatra heraus (und sie hat eine schöne Nase).
Es Zuckerschnecksche ruft korz droff den Schorsch (allein dieses Detail. Der ägyptische Chefarchitekt heisst Schorsch. *gnihihihihihi). Dem sei Hütte halde zwar nur von Elf bis Middach, aber er muss in drei Monat en Schuppe für es Zuckerschnecksche baue. Er holt die Gallier mit seinem Schiff namens HAMMAKAARUDA (*bruhahaha). Sie schibbern los, treffe die Schiffschaukelbremser, die zerdeppern sich aber selber.

Dann geht die eigentliche Geschichte los.

Kauft es euch. Und dann noch gleich den ersten Hessisch-Band dazu.
Hibbe und dribbe. Da heisst der coole Häuptlingssohn Herbberd, mit doppel B. Es gibt Schlappeflicker, Dreckwätz, Lumbeseckel, Bumbesje und Zores.
Ebenfalls ein tolles Buch.

Ich gehe jetzt lesen.

Asterix Mundart – Hamburg vs. Berlin inkl. hessischbonustrack, mal sehen. Ich hatte mir mehr von Berlin erwartet, Hamburg liest sich anstregend, aber die Hessen, die gewinnen hier haushoch.

Asterix auf hessisch ist eben ein Meilenstein der Dingenskirchen. 10.000:2

Seit 31.8.2010 rauche ich nicht mehr.

Hatte ich das schon erwähnt?

cigarette
Foto: cigarette by SuperFantastic

Ich war so frei, mit diesem Artikel einige Monate zu warten um nicht vollkommen bescheuert dazustehen. Bislang bin ich trocken, sozusagen und kann fleissig rechnen:

Seitdem ich in Hamburg wohne, habe ich ca. 31.000 Zigaretten geraucht.
Das hat mein Budget mit über 6.500 EURO belastet.

In der Berliner zeit habe ich ca. 75.000 Zigaretten geraucht.
Das hat mich 11.400 EURO gekostet.

Ich Idiot. Meine Fresse.

In unserem Familienurlaub in Deutschland, wir waren zum Camping auf dem Darß mit Kind und Kegel, habe ich einfach aufgehört mit dem Rauchen. Wir hatten uns das zusammen vorgenommen und dank der Mitbewohnerin rauche ich jetzt nicht mehr.

Ich habe anstatt zu rauchen Sandburgen gebaut, das hat sehr geholfen. Die ersten Tage waren tatsächlich scheisse, hätte ich nicht gedacht, aber klar, es dann doch. Kaugummies waren toll, habe ich Kiloweise gegessen.

Faszinierend, dass ein Kommentar auf Facebook mir in Momenten des “ach, jetzt eine Kippe, wäre schon geil” sehr, sehr, sehr, sehr, geholfen hat.

screenshot Kommentar auf Facebook
Quelle: eine Woche lang … auf facebook

Dieser kleine Satz hat mir ca. drei Millionen mal geholfen, nicht zu rauchen. Das frage ich mich jetzt auch immer, wenn ein nach Schweinearsch Mülleimer Kotze Faule Eier Rauch stinkender Mensch in der Bahn neben mir steht.

Verrückt, dieses Internet.

Inzwischen, fünf Monate später, denke ich so gut wie gar nicht mehr an Zigaretten. Das ist faszinierend. Ich habe sehr viel geraucht. Ständig, jederzeit und plötzlich geht es ohne.

Die auffälligste Änderung war, dass ständig Geld im Portemonnaie bleibt. Das hat mich am meisten überrascht. Das verfresse ich zur Zeit. Einmal mehr Essen gehen, ich geniesse das sehr.

Eine der wenigen Sachen auf 2010, auf die ich wirklich stolz bin. Nach 18 Jahren mit dem Rauchen aufgehört. Endlich. Das ist toll.

Rauchen – Hamburg vs. Berlin 75.000 : 31.000

Hurra! Das Computerspielemuseum ist wieder da!

Jean-Luc digs Breakout
Foto: Jean-Luc digs Breakout by Idiolector

Ab 21.1.2011 gibt es endlich wieder das computerspielemuseum in Berlin.

… unser Museum eröffnete 1997 in Berlin die weltweit erste ständige Ausstellung zur digitalen interaktiven Unterhaltungskultur. Seitdem haben wir die Entwicklung des Mediums in über 30 nationalen und internationalen Ausstellungen begleitet. Am 21. Januar 2011 eröffnen wir unsere neue Dauerausstellung „Computerspiele. Evolution eines Mediums“. …

Quelle: www.computerspielemuseum.de

Das gab es damals, vor Jahren bereits in Berlin, wurde aber geschlossen um jetzt, an neuer Stelle wieder zu eröffnen. Man findet es in der Karl-Marx-Allee 93a, das ist U-Bahn Weberwiese.

Pac Man in Berlin...
Foto: Pac Man in Berlin… by Barbarellalala

Die Damen und Herren des Computerspielemuseum sind auf Facebook aktiv, man findet sie auf Twitter und mittelmässig spannend dann im bewegten Bild auf YouTube.

Wer sich mit der Geschichte der Videospielkultur anfixen will, kann das auf timeline.computerspielemuseum.de machen. So viele Spiele in so kurzer Zeit.

In bewegten Bildern sieht das dann so aus:

History of Gaming from Florian Smolka on Vimeo.

Link zum Video

Zusätzlich gibt es einen mittelguten Geschichte der Videospiele Artikel in der deutschen Wikipedia. Das englische Original, History of video games, ist deutlich besser.

Ach, das wird was. Ich freue mich auf meinen nächsten Berlin Besuch.

Computerspielemuseum Hamburg vs. Berlin – ganz klare Sache, 0:45.000.000.000

Ein beliebtes Thema zu Hause ist ab und an Technologie, der Wandel der Zeit und das früher irgendwie gefühlt manchmal alles besser war.

Insbesondere beim eigenen Kind werden Teile der eigenen Kindheit, bzw. der nostalgisch verfärbten Erinnerung an die Zeit vor 30 Jahren wieder ausgelebt. Ganz klar: das kolidiert manchmal mit meinem Anspruch, Experte für alles Moderen zu sein.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass die Mütter von heute (zumindest die, die ich kenne) ein Problem damit haben, wenn das Kind mit zwei jahren zum ersten Mal auf einem Touch-Handy rumspielen. Warum das so ist, weiß ich nicht, aber der Kleine versteht das s-o-f-o-r-t und kann generell sowieso deutlich mehr elektrische Geräte bedienen als ich überhaupt in meiner Jugend zur Verfügung hatte.

Ich meine, der ist erst zwei Jahre alt und weiß genau, wie ein CD-Spieler zu bedienen ist, inkl. Next-Track Taste. Wie das Mausrad und diverse Tasten auf dem Laptop funktioneren, hat er auch schon verstanden.

Das das Wissen um eine CD demnächst vollkommen veraltet ist, kann man im folgenden Video sehen. Das, womit wir früher einen Teil unserer Zeit verlebten, wird von den heutigen Kindern nicht mehr erkannt.
Das ist zwar Schade, aber, Hey, warum sollten sie das wissen?

Wo gibt es heutzutage im Alltag noch Schallplatten oder sogar Disketten? ich warte sowieso darauf, dass irgendwann das Diskettensymbol, dass ja immer noch für “Laufwerk”, bzw. “Ort, an dem ich meine Daten speicher” steht, verschwindet.

Die Kinder im Video wissen definitiv nicht, was eine CD ist und eine Schallplatte nennen sie “eine alte CD”. Ist das nicht großartig? So ist das Leben. Das geht einfach immer weiter und verflixt nochmal, es hält nicht an.


YouTube Video les technologies du passé direkt Video Link

Ich bin ein Anhänger der “Nichts-löschen” Fraktion.

Meine Familie, meine Kollegen und einige andere nicht-digitalen Freunde werden von mir regelmässig genervt, wenn ich aushole und deutlich mache, dass Inhalte, die einmal im Netz (oder auf der eigenen Festplatte) stehen, doch bitte dort zu verweilen haben, egal, ob man selbst der Ansicht ist, das die Inhalte keine Relevanz mehr haben (das ist die ultrakurz Version, ich weiß, dass das unvollständig ist).

Ich bin nicht Gott, daher maße ich mir nicht an, zu wissen, was im Internet für wen irgendwann einmal Relevanz haben könnte und besonders, warum man das digitale Gedächtnis der Welt nicht einfach weglöscht. Man verbrennt ja auch nicht täglich Bücher und Zeitungen, nur weil man sie ausgelesen hat.

delete
Foto: delete von TheTruthAbout

Speicherplatz ist so billig wie nie und es gibt keinen logischen Grund Inhalte aus dem Netz zu löschen. Ich bin jedesmal fasziniert, wenn Bekannte ihre alten Mails löschen um “Platz zu sparen” oder weil man “sie nicht mehr braucht“. Das verstehe ich nicht.

Warum es nervt, wenn man trotzdem löscht, sieht man sogar an meinem kleinen, unwichtigen pillepalle Hamburg-Berlin Blog.

Seit über sechs Jahren schreibe ich über Hamburg und Berlin. Selbstverständlich veröffentliche ich regelmässig Videos in Artikel. Das geht schnell, macht keine Arbeit und wird geklickt wie sonstwas.

Seit einer Weile habe ich ein Tool, das überprüft, welche Links im Blog defekt sind. Das Ding nennt sich Broken Link Checker for WordPress (das ist ein tolles Tool, kann man sich ins Blog holen). Seit kurzem prüft dieses Tool auch, ob die in Artikeln eingebundenen YouTube-Videos noch verfügbar und online sind.

Und wisst ihr was? Das ist ein Drama. Ein einziger Friedhof. Ein riesige BücherVideoverbrennung. Hunderte Videos über Hamburg und Berlin verschwinden aus YouTube. Selbst Katzenvideos verschinden im digitalen Nivana.

So sieht das dann jeden Tag aus:

Kaputte YouTube Videos, gefunden vom Brokenlinkchecker
screenshot kaputte YouTube Videolinks

Und das tut mir weh. ich will so etwas nicht sehen. Ich will so eine Vernichtung von Wissen (ja, auch Katzenvideos sind Information) nicht sehen und schon gar nicht in meinem eigenen Blog.

Wozu mache ich mir die Mühe und schreibe einen Artikel zu z.B. www.elbphilharmonie.de zum mitsingen, wenn das dort besprochene Video verschwindet. Das macht keine Laune und schlimmer noch, die einzige Alternative dazu ist, das ich den ganzen Kram in Zukunft kopiere.

Will man so etwas? Gibt es dafür eine Lösung? Ich schreibe nun ja nicht über irgendwelche Reizthemen, die eine Löschung rechtfertigen. Ich schreibe über zwei Städte und nicht über MP3-downloads, heisse Teens aus deiner Stadt oder den größten Ufo-Verschwörungstheorien der CIA und den 20 Beweisen, warum Hitler Elvis Lady Diana Kennedy Jim Morrison noch lebt.

Nein, bei mir ist alles harmlos und trotzdem verschwindet der Kram über den ich schreibe aus dem Netz.

Manchmal macht das alles keinen Spaß.

(und ja, dass die Major-Musiklabels (die sollen sich auch mal gehackt legen und sterben gehen) STÄNDIG Inhalte sperren lassen ist mir bewusst, aber darum geht es eigentlich gar nicht)

Endlich gibt es etwas sinnvolles von der Bahn. Immer den günstigsten Ticketpreis mit dem Sparpreisfinder der Deutschen Bahn (hier klicken)
Das fetzt. Ehrlich, das ist ganz grosses Kino.

Suche nach Bahn-Sparpreisticket

Bislang bin ich immer sofort durchgedreht, wenn ich mehrere Verbindungen abfragte und den Sparpreis erfahren wollte.

Mit dem Sparpreisfinder geht das endlich.
ENDLICH!
E-N-D-L-I-C-H! sieht man sofort alle Sparpreise auf einen Blick.

Das die Bahn es im Jahr 2011 schafft, eine Suche zu bauen, die nur im Firefox und Internet Explorer funktioniert ist fast schon eine Kunst. Mal ehrlich, wer hat das heutzutage noch?

Von Berlin nach Hamburg gibt es deutlich weniger Bahn-Sparpreise als von Hamburg nach Berlin. Warum das so ist, kann ich nicht sagen. Die legendären Berlin-Hamburg-Arbeitspendler können es ja nicht sein. Darum bekommt Hamburg die Punkte. Wir können von Hamburg aus preiswerter nach Berlin fahren als anders herum.

Das billigste Bahnticket von Hamburg nach Berlin 29:39