Herr Pflüger (von der CDU in Berlin, den muss man nicht kennen in Hamburg) war neulich in Hamburg und hat uns Ole (den Namen sollte man in Hamburg allerdings schon einmal gehört haben) besucht.

Ole hat irgendwas von “Tempelhof schließen ist schlecht” geredet, Pflüger hat sich darüber ‘nen Keks gefreut, kann er das doch in sein Blog schreiben, und alle freuen sie sich über den Endspurt der Wahl.

Sind ja nur noch ein paar Tage, dann ist Wahl in Hamburg.

Stinklangweiliges Thema, ich weiß. Interessiert heutzutage keine Sau, selbst wenn ich hier was von Titten und rasierten Muschis schreibe. Davon will niemand etwas hören.

Dafür habe ich ein Foto.
Ist doch niedlich oder?
Mit so abgefahrener Schrift, da sieht man abWeCHsElnDEn GrOß- uND kLEiNbUcHStAbEN. Voll modern und macht Augenkrebs.

Ob das die Kackbratzen auf der Mönckebergstrasse überhaupt lesen können?

Das Volk, das da jeden Tag vollkommen verwirrt durch die Gegend rennt, ist ja eher nicht so Zielgruppe. Aber egal, ich finde es witzig, brauche aber gerade keine Unterwäsche, daher falle ich raus.

Es geht ja um Politik und ich freue mich gerade, dass ich Unterwäsche, also “ganz heisse Fummel auch in deiner Nähe” in einen Beitrag mit Naumann, Pflüger und Ole untergebracht habe.

Pflüger hat uns Ole sogar etwas voraus. Er hat ein Blog, in dem Texte mit Anfang und Ende stehen.
Bei Ole gibt es ja nur langweilige Videos mit Ole, von Ole, über Ole, Ole als Hauptdarsteller, Ole als Story, Ole Ole Ole …
Bah!
Echt jetzt, langweiliger geht’s kaum.
Wer schaut sich das denn an?

Egal.
Ich wollte eigentlich über den Artikel von Pflüger schreiben, der war ja in Hamburg, aber da Pflüger und Ole so langweilig sind, vergeht mir gerade die Lust. Berlin bekommt den Punkt.
Immerhin hat Pflüger ein Blog und nicht so einen selbstherrlichen Quatsch wie Ole.

Ah.
Da habe ich gerade noch ein Video über die Wahlplakate in Hamburg gefunden.
Niedlich. Da sagen sie Sachen wie “Ein Plakat soll plakativ sein”.
via: textundblog – Wahlplakate entscheidend für die Bürgerschaftswahl?

Wer bekommt denn hier die Punkte? Berlin ist mit Pflüger vertreten, da gibt es aus Prinzip keine Punkte, darum, Werbung mit der Wahl – Hamburg vs. Berlin 100:0

Hat jemand daran Interesse?

Apple eMac G4 PowerPC 800Mhz 768MB 60GB 17″ Superdrive bei eBay.

Auktion läuft bis Samstag und auf den Fotos sieht man meinen tollen Dielenfussboden.

Außerdem steht in der Auktion der dümmste ebay Satz der Welt drin:

Viel Spaß beim bieten.

Lichtenstein
Lichtenstein
uploaded by Toabi

Die Steuerhinterzieher in Lichtenstein.
Das bleibt spannend.
In der Presse schreien jetzt alle nach mehr Gerechtigkeit und Bla, gemeinhin ein schlechtes Zeichen.
Wenn sie nach Gerechtigkeit brüllen, ist etwas richtig im Argen.

Aber egal.
In und um Hamburg gab es mal eben 50 Hausdurchsuchung bei bekannten und weniger bekannten Persönlichkeiten, wie es oft so schön heisst.

Am Montag durchsuchten Steuerfahnder im Großraum Hamburg knapp 50 Wohnungen und Büros. Allein in der Hansestadt wurden Razzien gegen mindestens fünf Personen durchgeführt

Quelle: welt.de – Steuersünder in Hamburg Finanzbehörde meldet vier Selbstanzeigen

Hast du gut gemacht liebe Welt. Es waren aber nur fünf. Ich gebe zu, dass 50 irgendwie cooler klingt, aber ihr seid leider die Einzigen die das schreiben.

In Hamburg hieß es bei der Finanzbehörde, in fünf Wohnungen habe es Razzien gegeben.

reuters – Steuer-Razzien in etlichen Großstädten

Fünf in Hamburg und 45 im Großraum Hamburg? Wo ist das? Lübeck? Kiel? Lüneburg? Um die Zahlen aufzupeppen nehmen sie wohl halb Schleswig-Holstein mit dazu.

In Hamburg selbst gab es demnach fünf Durchsuchungen wegen Steuerdingsbums.

Da hätte ich doch deutlich mehr erwartet wenn ich ehrlich bin.
In Hamburg gibt es viel zu viele Menschen für die sich das lohnen könnte. Das kann nicht bei fünf Durchsuchungen bleiben, bzw. neun, es gab noch vier Selbstanzeigen.

In Berlin gab es bislang nichts, aber da geht noch was.

… Berliner Finanzverwaltung. Eine Sprecherin erklärte lediglich, in der Hauptstadt gebe es eine zweistellige Zahl von Verdachtsfällen. Mit Durchsuchungen sei zu rechnen.

Quelle: reuters – Steuer-Razzien in etlichen Großstädten

Eine zweistellige Zahl ist dann wohl die 10, sonst würden sie es ja sagen.

Damit haben wir ein klares Ergebniss. 9 in Hamburg, 10 in Berlin und ich würde wetten, dass da noch ein paar hinzukommen.

Steuerflucht ist Volkssport und jeder, der nicht wie ich, an der Steuererklärung scheitert sondern versteht was da von ihm verlangt wird, wird früher oder später überlegen sein Schwarzgeld ins Ausland zu bringen. Wo soll man auch sonst damit hin im Überwachungs-Stasi2.0-Deutschland?

Bei meinen 3,50 Werbungskosten lohnt sich das nicht so richtig.

Punkte für Berlin, man glaubt es kaum.

Hausdurchsuchung bei Lichtenstein-Steuersündern – Hamburg vs. Berlin 9:10

Das nenne ich Timing.

Fünf Tage vor der Wahl am Sonntag werden mal eben 926 Studenten in Hamburg exmatrikuliert.

Hamburgs Wissenschaftssenator Dräger zeigt wieder Zähne: Kurz vor der Wahl lässt er Studierende exmatrikulieren, weil sie Gebühren schuldig geblieben seien.

Quelle: taz.de – Exmatrikulationen in Hamburg Studien-Ende kurz vor der Wahl

#21 HÖRSAAL
#21 HÖRSAAL
uploaded by adesigna

Davor ziehe ich meinen Hut.
Einfacher kann man nicht dafür sorgen, dass die CDU 926 Stimmen weniger bekommt. Gut gemacht Herr Dräger.
Schade auch, dass es nicht gleich 3500 Studenten waren, wie im Januar noch angekündigt. Das wären dann zwar fast 10% der Studenten in Hamburg gewesen, aber das interessiert Herrn Dräger ja nicht. Jetzt sind es eben nur 926 Stimmen weniger.

Exmatrikulation wegen Studiengebühren – Hamburg vs. Berlin, aufgrund des grandiosen Timings bekommt müsste Hamburg die Punkte bekommen, aber ich kann Herrn Dräger keine Punkte geben, darum gewinnt Berlin. 0:926

Anmerkung: Das ist ein Artikel, den ich Mitte 2007 geschrieben habe. Um den endlich los zu werden, stelle ich ihn hier rein. Hat nicht direkt etwas mit Hamburg und Berlin zu tun, aber es hat mich eine Weile sehr beschäftigt und da ich mich demnächst wieder damit rumschlage, kommt der jetzt online, dann weiß ich wo die Links sind.

In Berlin hatte ich nie das Vergnügen einen Newsletter zu gestalten. In Hamburg passiert das regelmäßig und es gibt dazu etwas Neues.

Newsletter bauen ist eine von diesen „verf’*?& Sche%&$&, warum sieht das ausgerechnet beim Kunden so blöd aus“ Beschäftigungen.
Das bringt stundenlangen Spaß, zerkaute Bleistifte, Spucke am Bildschirm aufgrund der Aufregung und verkürzt die Lebenserwartung um etliche Jahre.

Hauptgrund ist der Anspruch des Kunden, doch bitte was schickes zu bekommen, mit Bildern und allem, hingegen meine Wenigkeit den puren Text-Newsletter als komplett ausreichend betrachtet. Nach vielen Stunden wildem CSS und Tabellen Gemurkse sieht das dann bei 70% der Usern gut aus und alle sind glücklich.

Schlimm bei Newsletter: Da erklärt man den Azubis und Praktikanten nur noch CSS based Layout und kann das aber bei Newsletter komplett vergessen, hier zählt nur die Tabelle, richtig old-school, nix mit float, klappt nicht in Newsletter.

Eine ganz hervorragende Quelle für die Frage: „Welcher Client unterstützt welches CSS“ liefert campaignmonitor.com – A Guide to CSS Support in Email: 2007 Edition auf campaignmonitor.com.

Langer Text, kannste ja lesen, wichtig ist aber das dicke PDF mit den ganzen Styles. campaignmonitor.com – the combined 2007 results for all email environments

Das ist toll und da wird dann schnell klar, warum man für einen halbwegs schicken Newsletter irgendwie länger braucht als drei Stunden.

Allein das ganze Rumgeteste, Kinners, damit kann man viele Stunden verballern.

Das PDF Ding gab es schon mal, das dort ist ein Update für 2007 und erfahren habe ich das von pixelgraphix.de – CSS Support in Email

Beachten Sie auch das Email Standards Project. Da wird jeder relevante Mail client auseinander genommen. Lesenswert.

Da sich aber niemand die Zeit nimmt, diesen ganzen Kram zu lesen, es muss ja alles schnell gehen und so, darf ich auch auf die 30 free HTML email templates to get you started Dings hinweisen.

Großartige Sache, damit klappt es dann auch mit dem html Newsletter.

Falls doch jemand wissen will, wie man jetzt einen tollen html Newsletter baut, besuche er bitte das da:

This is actually a revision of an article that was written and published on sitepoint.com in 2004, and includes new, up-to-date material that will help you ensure that your HTML email newsletters meet the requirements of today’s email clients.

Quelle: sitepoint.com – How to Code HTML Email Newsletters

Danach dann das lesen: sitepoint – The Principles of Beautiful HTML Email und schon kann man los legen.

HTML-Mails zu Gestalten ist eigentlich eine komplett andere Disziplin als Webseiten zu bauen. Das braucht Einarbeitung und man verliert anfangs extrem viel Zeit durch das Testen der Mails. Es lohnt sich aber. Echt jetzt.
Bau gefälligst einen schönen html-Newsletter, höre nicht auf die “nur Textmail ist toll” Fraktion, überziehe deinen Zeitrahmen, Teste alles bis der Arzt kommt, teste dann noch einmal und schließlich musst du es zum dritten Mal testen.
Nichts ist peinlicher als ein kaputter Newsletter.

Alle Links in diesem Artikel sind das Beste was es gibt in Sachen Newsletter, darüber kommt nichts mehr. Viel Spaß.

Newsletter erstellen Hamburg vs. Berlin, mal sehen, das mache ich nur in Hamburg, in Berlin war ich nur mit Flash unterwegs, daher Punkte für Hamburg. 300:0

Heute die Sonderausgabe aus Leipzig. Ich komme gerade vom Barcamp in Jena. Der Zug nach Hamburg fährt über Leipzig und dummerweise mussten wir in Leipzig alle den Zug verlassen. Der Zug war kaputt. Allgemeine Freude unter den Fahrgästen, auch bei uns drei Barcampern, die wir zusammen im Zug saßen.

Frohen Mutes gehen wir zu Subway um uns an schändlich schlechtem Essen zu laben. Nach verschlingen des Brotriegeles mit eingelegtem Salat-Imitat gingen wir zum Bahnsteig und siehe da, der Zug steht da und nach kurzem Rennen ging die Tür genau vor meiner Nase zu.

Was habe ich gerade für gute Laune, das glaubt mir keiner.
Ich sitze auf dem Bahnsteig in Leipzig und ärgere freue mich im Achteck dafür.

Zug kaputten und Zug verpassen. Soviel Glück kann nur ich haben.
Kalt ist es hier auch noch, aber dafür gibt es jede Menge Bahnerromantik, die mir gerade so richtig am Arsch vorbei geht.

Man erkennt, dass ich richtig gute Laune habe.
Aber hallo. Was bin ich gut gelaunt. Ich habe kaum geschlafen am Wochenende, weil der verdammte Schäferhund hinter meinem Hotel am Samstag und Sonntag Morgen jeweils um halb sieben den Tag lautstark anbellen musste.

Dreckstöle dreckige.
Am Wochenende um halb sieben aufzuwachen ist kein Spaß. Auch mein Anruf bei der Rezeption, ob sie den Hund nicht wegsperren könnten, oder zumindest jemanden losschicken, um ihn zu erschiessen mit ihm Gassi nach Weit-Weit-Weg zu gehen, wurde konsequent ignoriert.

Aber ich habe ja verdammt gute Laune. Wenig schlafen, knapp 80000 Gespräche zu führen, drei öffentliche und eine geheime Session zu halten, in einem kaputten Zug zu sitzen und dann den nächsten Zug zu verpassen ist genau das, was ich an einem Wochenende haben will.

Besonders fein ist es, dass ich eine extrem ganz schlimme Woche vor mir habe mit geschätzten 80 Trilliarden E-Mails, ein paar kleinen Alarmen, diversen Panik-Attacken und etlichen Voll-Alarmen.

Fein.
Aber ich habe ja richtig gute Laune.

..
.

Inzwischen sitze ich im Zug, vom Cover der Bahnpostille “mobil” lacht mir Doris Dörrie entgegen und ich habe immer noch gute Laune. Die Wahrscheinlichkeit, um 24 Uhr endlich meine Katze zu begrüssen, ist deutlich gestiegen.
Wenn der Zug nicht einfach mal kaputt geht auf dem Weg, so etwas soll ja vorkommen. Beispielsweise mit dem ICE von Jena nach Hamburg.

Bei einem Schnitt von zwei Stationen fahren-dann Zug kaputt, komme ich immerhin bis Berlin Hauptbahnhof.

Da war ich lange nicht mehr. Schön so’ne Nacht am Hauptbahnhof zu verbringen. Das lässt meine gute Laune gedanklich ins unermessliche steigen.

Ich drücke mir selbst die Daumen, lege gleich den Kopf auf den Tisch und schlafe vor mich hin.

Die inTouch lesende iPod-Dauerwelle gegenüber kann dann meine Geheimratsecken und die angehende Kniescheibe bewundern.

Ich teile meine gute Laune gerne.

Ach ja, weder in Hamburg noch in Berlin habe ich es bislang geschafft, dass die Zug-Tür genau vor meiner Nase zuknallt.

Der wo pop64 macht ist gerade in Jena, auf dem Barcamp Mitteldeutschland.

Dieses Barcamp Ding ist schon toll.
Man fährt durch die Gegend, trifft eine Menge nette Menschen, die man aus dem Netz oder von anderen Barcamps kennt, erzählt irgendetwas zu besonders angesagten Themen und hat ein ganzen Wochenende lang Spaß.

Manche nennen das sogar Arbeit, aber Arbeit und Leben sind sowieso irgendwie eins.

Das wird mein fünftes Barcamp, das erste im Osten, zum ersten Mal als Sponsor, zum ersten Mal halte ich keine Stuss-Session sondern versuche etwas Sinnvolles zu erzählen, auch wenn ich genau Null Zeit zum vorbereiten hatte. Aber das erhält den dezenten Chaosfaktor eines Barcamps.

Gleichzeitig finden in Riga, in Lettland auch das Barcamp Baltics mit unfassbaren 1000 Teilnehmern statt.

Das finde ich sehr reizvoll. Bedauerlich, das so etwas in Deutschland niemals passieren wird. Die Versicherung, die Steuer, die Polizei, das Ordnungsamt, der Hausmeister, alle heulen sie rum und würden ein 1000 Personen Barcamp verhindern.

Ob das mit 1000 Leuten auch nur ansatzweise Sinn macht sei mal dahingestellt.

Das Barcamp in Jena, das wird hoffentlich sinnvoll.

Ich klebe an jede Laterne in Jena einen Aufkleber, erzähle etwas von Widgets und Adgets, zusammen mit einem Kollegen von Juicy Wall oder so ähnlich, präsentiere am Ende der Session eine kleine Neuigkeit, werde mir am Samstag Abend zwei Jenaer Pils gönnen und am Sonntag wieder nach Hamburg fahren.

Ich bereite dann mal meine Session beim Frühstück vor, ist alles etwas zäh heute morgen. Auf dem Weg zum Hotel gestern bin ich irgendwie aus Versehen in irgendeinem Studentenkeller gelandet.

Lassen Sie uns reden
Das ist so niedlich. Auch das Foto, ganz wunderbar.
Ein Interview in der Zeit mit Eckart Witzigmann, Starkoch und Waltraud Ziervogel, sie leitet Konnopke, diese Currywurstbude an der Eberswalder.

Ziervogel: Das war immer ein großes Theater. Mal gab es aus der Sowjetunion Tomatenmark in Büchsen, mal gab es eine echte DDR-Erfindung: Tomatenpüree, total plürrig. Dann gab es beides nicht und stattdessen eine Mischung aus beidem. Später kam das Schlimmste, Senfketchup, das war ganz grausam. Wir mussten ganz schön zaubern, dass unser Ketchup Woche für Woche gleich schmeckte. Nach der Wende sind wir zur Metro gefahren und haben alle Sorten Ketchup durchprobiert. Vieles war nicht unser Ding, so sirupartig. Jetzt nehmen wir immer Werder-Ketchup und verfeinern dann.

Quelle: zeit.de – Lassen Sie uns reden

Currywurst ist und bleibt eine spannende Sache. Egal ob Hamburg oder Berlin.

Hamburg macht in Sachen Currywurst seit neuestem in teuer und irgendwie edel.
Es gibt die Curry Queen, da bekommt man nur eine Wurst, gar keine Pommes mehr. Lecker, aber irgendwie fehlen mir die Pommes.
Edelcurry, zu teuer und auch die ganze Bio-Dings-Kiste. Curry Grindel kenne ich noch nicht, da vergibt jemand Punkte in, muss ich gleich mal hin heute.
Ich gehe bislang am liebsten in die Kochmütze. Da duftet die Soße, es gibt Pommes und es ist alles so wie es sein soll.
Kochmütze ist bislang meine Curryempfehlung in Hamburg. Ich mag den Laden, das Paar in der Küche, das Besteck, die Schrift auf der Tafel, die Preise, das Bauernfrühstück und das fehlen jeglichen in Hamburg sonst üblichen Schick. Ehrlicher Laden, find’ ich gut.

Ganz anders als Berlin. Da bleibt die Currywurst das, was sie sein soll. Preiswert, lecker und ‘ne Curry halt.

file under: immer diese blöden Currywurst-Geschichten.
via: hauptstadtblog – Werder-Ketchup, verfeinert

Da hat sich die Bahn zum Valentinstag aber mal was richtig supertolles ausgedacht.

Jetzt kommt das Single-Dating richtig in Fahrt: Steigen Sie in den Flirt-Express ein und treffen Sie nette Singles in Ihrem Alter – bei einer spannenden Reise in der Bahn! Nach wenigen Minuten werden die Plätze getauscht und der nächste Flirt-Kandidat kommt ins Spiel.

Quelle: Mit dem Flirt-Express in den siebten Himmel

Flirten in der Bahn, tja, das ist eigentlich ganz großes Tennis. Kann ich stundenlang Geschichten zu erzählen, mach ich aber nicht. Ich sag’ mal, flirten in der Bahn kann extrem toll sein.

Das ist der Marketingabteilung bei der Bahn auch aufgefallen und jetzt gibt es, für die armen, einsamen Herzen dieser Welt, den Flirt-Express.

Eigentlich eine witzige Idee, die leider an vielen, vielen Sachen scheitern wird.

In Hamburg fahren die Express-Flirter:

vom Berliner Tor nach Aumühle und wieder Zurueck fährt (vulgo: der stadtöstliche Teil der S21) … Und nebenbei angemerkt: Diese Strecke ist so ziemlich die langweiligste Strecke, die Hamburg zu bieten hat.

Quelle: Der Bahn fördert die Arterhaltung

Und das stimmt sowas von, das gibts gar nicht. Was will ich denn in Aumühle? Nie gehört, wo ist das?
Sollen sich die Teilnehmer über die Kühe auf der Weide unterhalten? Völliger Quatsch, das wird nix, ehrlich, man will doch keine prallen Kuh-Euter Wiesen sehen sondern Hamburg.

Die Berliner machen das etwas besser, bei denen Fährt der Hormonbomber Flirt-Express über den S-Bahn-Ring und die Stadtbahn.
Das ist ‘ne feine Sache, kann man ruhig mal machen.
Einmal den Ring durchfahren und sich Berlin anschauen. Da gibt es zwar auch jede Menge Ecken, die man eigentlich nicht sehen will, aber es ist in Berlin, es ist in der Stadt, es passiert ständig etwas und man kann sich nicht satt sehen.

Das ist doch gleich ein ganz anderer Schnack als Kühe und Weiden vorm Fenster. Passt irgendwie besser zu so modernen Sachen wie Speed-Dating.

verboten
verboten
uploaded by Pietro

Unterhaltsam werden dann die durchsagen der Bahn im Flirt-Express.
“se näxt stob is jur drihm bardner” oder auch “wi wisch ju ä bläsend love story”. So irgendwie. Könnte lustig sein und ein prima aufhänger zum Schnacken.

Denn mal los und viel Spaß dabei, die Punkte gehen selbstverständlich nach Berlin. Gar keine Frage. Stadtbahn/Ringbahn gewinnt ganz derbe gegen Aumühle, das gibts gar nicht.

Valentinstag-Flirt-Express der Bahn – Hamburg vs. Berlin 1:4000

via: c0t0d0s0 – Der Bahn fördert die Arterhaltung und hauptstadtblog – S(peed)-Dating

Das wusste ich auch noch nicht, aber nach Lektüre dieses Artikels im Tagesspiegel weiß ich es.

Und Hamburg ist für mich sehr der Moment geblieben, als eines Abends, es war schon dunkel, an der Elbe ein Auto neben mir hielt und eine Stimme fragte: „So allein unterwegs?“ und keine Schwerstgestörten im Wagen saßen, sondern ein altes Ehepaar, das mich bis zu den Landungsbrücken fuhr.

Quelle: tagesspiegel – Untreu werden

ps: Von Hamburg fahren nur 21 Züge am Tag nach Berlin. Falls es jemanden interessiert.